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Article #491Re: Virus, das Festplatten zerstoert?
From: Andreas Bewersdorff
Date: Thu, 29 Nov 1990 22:33
Date: Thu, 29 Nov 1990 22:33
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Hallo !
|sluka@platon.fmi.uni-passau.de (Martin Sluka) writes:
| [Virengeruechte und -legenden]
In <3914@uniol.UUCP>, Frank Moehle writes:
|Auf dem 64'er soll es mal einen Virus gegeben haben, ...
|... ein Anderer soll sogar eine Melodie darauf abgespielt haben.
Das ist keine Legende. Ich habe es mir mal selber anhoeren koennen.
Es war allerdings kein Virus, sondern ein ganz 'normales' Programm.
Auch auf dem Apple II gab es Programme, die das Schnarren und rattern
fuer 'musikalische Zwecke' ausgenutzt haben.
Laufwerke koennen nur dann zerstoert werden, wenn sie schlecht gebaut sind,
z.B. wenn keine Track-0-Abschaltung vorhanden ist ...
|>Ausserdem soll es ja auch Viren geben, die sich festsetzen, wenn man ei-
|>ne batteriegepufferte Uhr im ST hat.
|
|OH NO! Es gibt Geruechte, die halten sich ewig, wenn man sie erstmal in die
|Welt gesetzt hat. Und dieses Geruecht existiert seit dem Artikel (in einer
|alten ST COMPUTER ?), in dem behauptet wird, eine Hacker-crew haette einen
|Virus geschrieben, der sich in dem Batteriegepufferten RAM einer Uhr
|festsetzt und sogar Disketten formatieren koenne, die schreibgeschuetzt sind!
|VOELLIGER BLOEDSINN !! Wozu sollte eine Uhr mehrere Kbytes Speicher besitzen ?
|(Immerhin koennte man darin die Uhrzeiten der letzten 5-6 Stunden
|speichern *-))) ).
Es gibt fuer einige Rechner Ramerweiterungen mit Batteriegepufferter Uhr.
Wenn da etwas mit der Schaltung nicht stimmt, kann die Batterie evtl.
voruebergehend Viren im Ram erhalten. Das gleiche gilt auch fuer ein zu
kurzes Ausschalten des Rechners, da Rams ihre Werte einige Sekunden lang
halten koennen. In einer Uhr mit wenigen Registern laesst sich jedenfalls
kein Virus unterbringen.
|Und wie man einen hardwaremaessigen Schreibschutz
|ueberwinden will, ist mir auch ein Raetsel.
Dass sowas geht, ist bewiesene Tatsache, allerdings gilt auch hier das
gleiche wie oben bei den Harddisks : Die Hardware muss schlecht konstruiert
sein. Konkreter Fall ist wieder mal der Apple II, bei dem hardwaremaessig
wirklich nur ein SCHREIBschutz vorhanden war. Man konnte aber durch eine
entsprechende Programmierung eine Diskette LOESCHEN, ohne sie zu beschreiben.
|Ueberzeugt mich eines besseren, aber ich sehe keinen Grund zur Panik.
Trotz dieser Gegenbeispiele bricht bei mir keine Panik aus, weil ich mich
darauf verlasse, dass die heutigen 3.5-Laufwerke und Harddisks besser
funktionieren als die alten Teile von vor 1980 :-)
mfG Andreas
--
Es regnete in der Stadt unten an der Bucht. | Andreas Bewersdorff
Ein heftiger Regen, heftig genug, um allen | Berlin, Germany, Europe, Terra
Abschaum wegzuwaschen. --- Data, 41997.7 | anson@akb.in-berlin.de
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