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Article #229Re: Verantwortung (Re: Abtreibung)
From: Ralf Huelsmann
Date: Tue, 24 Dec 1991 00:55
Date: Tue, 24 Dec 1991 00:55
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spz@speckled.mpifr-bonn.mpg.de (Petra Zeidler) writes:
>>aber es gibt denke ich 2 verschiedene dinge die man beim geld bekommen/bezahlen
>>und kinder bekommen beachten sollte:
>>a) man war sich vorher einig: wenn sie schwanger wird, wollen wir ein kind
>>b) otherways: wenn sie schwanger wird, wollen wir das kind nicht
>das impliziert dass man von vorneherein FUER Abtreibung ist.
unbedingt dafuer ist falsch. richtig waere, dass die enscheidung
ja ihre gruende haben wird, die, zumindest bei mir und beteiligten
maedels, nicht an abneigung kindern gegenueber lag ! es kann halt der
einzig 'vernueftige' weg sein, in best. situationen. aber dazu siehe
unten.
>wie waers statt dessen mit
>b) wir wollen kein Kind. Wir praktizieren Verhuetung.
das ist natuerlich IMMER vorausgesetzt. wir haben jier schon fliessend wasser
und verstaendigen uns mit sprache... soviel denkvermoegen darfst du voraus-
setzen. 8-)
>und um der Realitaet noch eine Chance zu geben:
>c) sie will kein Kind und praktiziert Verhuetung. Er kuemmert sich nicht darum:
>Verhuetung & eventuelle Kinder sind ihr Problem.
das mag ich nu genau nicht. ich gehe im beispiel von zwei denkfaehigen und
verantwortungsbewussten menschen aus.
>>die weiteren saetze setzen vorraus, dass man sich waehrend oder nach der
>>schwangerschaft trennt und keine diskussion um abtreibung(ethisch)
>>entsteht:
>Keine Diskussion kann auch heissen dass die Frau grundsaetzlich gegen
>Abtreibung ist. Hier Ethik auszuschliessen ist blauaeugig.
neinneinnein... nur die diskuddions im netz ueber diesen punkt
will ich ausschliessen .
>>a) klar, sie bekommt das kind, er hat getoent, also muss er auch zahlen.
>>b) I. das kind kommt nicht zur welt, kein problem
> I.2 sie will kein Kind, ist aber aus ethischen Gruenden gegen Abtreibung
das war schon ausgeschlossen ! siehe oben.
>> II. sie will das kind, er nicht: ihre entscheidung, folglich
>> muss die mutter auch fuer das monetaere sorgen
>> III. sie will das kind nicht, er schon: der man ist auf jeden
>> fall in den arsch gepickt.
> IV. er hat sich nicht drum gekuemmert ob seine Partnerin schwanger wird
> oder nicht
> ("Ich hab meine IYFCD nicht da/ nicht genommen"
> "Hab dich doch nicht so, das eine Mal wird schon nix passieren")
> (IYFCD: insert your favourite contraception device)
auch das war ausgeschlossen.
>Folgerung: wenn ein Mann keinen Nachwuchs will, soll er gefaelligst
>auch selber verhueten. Obwohl auch Kondome brechen koennen, sind sie
>doch bis auf Pille das sicherste Verhuetungsmittel. Und Kondom hat
>keine Nebenwirkungen (Gummiallegiker ausgenommen).
ist schon richtig. nur gibts nicht nur maenner, die dinger ablehen(ich gehoere
nicht aus prinzip dazu), sondern auch frauen. und da kommt es zu situationen,
in denen man echt baff sein kann: ich nehmen keine pille und sonstnix, ich
habe was gegen gummis und kinder will ich auch nicht. (ich spiele lotto und
zaehle...) aber das nur am rande.
>Ausserdem gibts mittlerweile auch noch andere Verhuetungsmittel fuer Maenner.
aeh... nu scheine ich hinter dem mond zu leben... wenn wir mal nur von
verhuetungsmitteln reden, und nicht von steril. , was gibts da auf dem
markt was auch wirklich verfuegbar ist ? (z.b. ne arzneitmittelzulassung hat)
>Was mich an dieser Diskussion immer stoert, ist, dass Maenner sich betrogen
>fuehlen, wenn die Frau auf einmal ein Kind bekommt, obwohl sie
>a) mit ihr geschlafen haben und b) selber rein gar nichts getan haben,
ich sehe hier den feinen unterschied darin, dass man zwar aktiv vieleicht
nix getab hat(weil man sich auf verhuetung ihrerseits geeinigt hat) aber
das ja im gespraech alles geklaert war.
ciao
ralf
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