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Article #319DL-RS 15.12.89
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Date: Fri, 15 Dec 1989 15:35
Date: Fri, 15 Dec 1989 15:35
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DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 43/89 VOM 15.12.1989
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BAUNATAL:
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Funkamateure aus der DDR duerfen ab sofort in der Bundesrepublik
Deutschland und Berlin (West) ohne besondere Gastlizenz eine Ama-
teurfunkstelle betreiben. Dies geht aus der Verfuegung 1162 her-
vor, veroeffentlicht im Amtsblatt 136 des BMPT vom 7.12.89. Diese
Genehmigung gilt fuer Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet
haben. Dabei muss beim Betrieb einer Amateurfunkstelle im Bereich
der Deutschen Bundespost die Heimatlizenzurkunde mitgefuehrt und
Beauftragten der Post, der Polizei und des Zolls auf Verlangen
vorgezeigt werden. Hinsichtlich der Frequenzbereiche, Sende- und
Betriebsarten entspricht die DDR-Genehmigungsklasse 1 A der west-
deutschen Klasse B (KW/UKW), und die DDR-Klassen 1 B, 2 A und 2 B
entsprechen der Klasse C (UKW). Das Rufzeichen wird gebildet aus
dem Heimatrufzeichen mit vorangestelltem "DL/" fuer Klasse 1 A
bzw. "DC/" fuer Klassen 1 B, 2 A, 2 B. Ausserdem ist dem Rufzei-
chen ein "/M" bzw. "mobil" beim Betrieb in einem Kraft- oder Was-
serfahrzeug bzw. "/P" bzw. "portabel" beim Betrieb einer tragba-
ren Amateurfunkstelle anzuhaengen. Letzteres gilt auch fuer den
Betrieb an einem voruebergehenden festen Standort (z. B. im Ho-
tel). Der Betrieb an Bord eines Luftfahrzeugs oder eines Wasser-
fahrzeugs, das mit einer Telegraphiefunk-, Sprechfunk- oder Or-
tungsfunkanlage ausgeruestet sein muss, ist nicht gestattet. Bei
Mitbenutzung einer westdeutschen Amateurfunkstelle ist deren Ruf-
zeichen unter Beifuegung des Heimatrufzeichens zu verwenden.
FUCHSTAL LEEDER:
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Am 06.12. uebergab eine Abordnung des DARC-Distriktes Bayern-Sued
dem Praesidenten der Oberpostdirektion eine Petition, die vom
Distriktsvorstand und 36 Ortsverbandsvorsitzenden des Distriktes
unterzeichnet war. Gleichzeitig wurden etwa 1000 Stoermeldungen
ueber unerlaubte Aussendungen aus dem Breitbandkabelnetz in das
2-m-Band ueberreicht. Dies ist das Ergebnis einer Aktion, zu der
der Distrikt Bayern-Sued aufgerufen hatte. Die Ueberreichung fand
im Beisein von Presse und Fernsehen statt. In der Petition wird
die Deutsche Bundespost gebeten, von der endgueltigen Belegung
des Sonderkanals S6 Abstand zu nehmen und den Exklusivstatus des
2-m-Bandes zu respektieren. Der Verbindungsbeauftragte des Dis-
triktes Bayern-Sued, Klaus Hager, DK1KH, begruendete in anschau-
licher und deutlicher Form die vorgetragene Bitte. Alle Delega-
tionsmitglieder hatten die Moeglichkeit, ihre Argumente und Wuen-
sche zu aeussern. Der Vertreter der Deutschen Bundespost nahm die
vorgetragenen Sorgen zur Kenntnis und erklaerte, dass eine ver-
bindliche Entscheidung nur von hoechster Ebene herbeigefuehrt
werden koenne. Darueber hinaus versicherte er, dass fuer den
Stadtbereich Muenchen die Belegung des S6 in absehbarer Zeit
nicht vorgesehen sei.
BAUNATAL:
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Der naechste ZRO-Test ueber OSCAR 13 im Mode B findet am 13.01.
statt. Entgegen den Angaben in der cq-DL 12/89 beginnt der Test
bereits um 12:00 UTC.
NEWINGTON:
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Wie bereits gemeldet, sendet die Rundspruchstation des amerikani-
schen Amateurfunkverbandes ARRL, W1AW, versuchsweise ihre Bulle-
tins auch im 18-MHz-Bereich aus. Fuer CW und RTTY wird die Fre-
quenz 18.102,5 kHz verwendet, waehrend die SSB-Sendungen auf
18.160 kHz laufen.
SALZGITTER:
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Vier Funkamateure aus Gotha, der Partnerstadt von Salzgitter, be-
suchten am 29.11. den Ortsverband Salzgitter-Nord. Waehrend die
Kontestgruppe aus Gotha eine fuehrende Rolle bei den Funkamateu-
ren der DDR spielt, hofft der personell schwaecher ausgestattete
OV Salzgitter-Nord auf die dritte Titelverteidigung in Serie als
Distriktsmeister Niedersachsens im Rahmen der DARC-Clubmeister-
schaft. Bei den intensiven Gespraechen gab es einen regen Erfah-
rungsaustausch. Mit einem Gegenbesuch des OV Salzgitter-Nord in
Gotha wird Anfang des naechsten Jahres gerechnet.
MOSKAU:
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US1GB war das Rufzeichen einer Sonderstation in Moskau, die an-
laesslich des amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffens in Malta
Betrieb durchfuehrte. Die QSL-Karten gehen via UK3A.
BAUNATAL:
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Die Insel Bouvet zaehlt zu den seltensten Laendern im Amateur-
funk. Sie liegt zwischen der Suedspitze Afrikas und dem antarkti-
schen Kontinent und gilt als schwierig zu erreichen. Sie wurde im
Jahre 1739 durch den Franzosen Bouvet de Lozier entdeckt und 1927
zu norwegischem Territorium erklaert. In den letzten Jahrzehnten
war die Insel Ziel mehrerer wissenschaftlicher Expeditionen. Der
norwegische Club Bouvet plant eine DXpedition mit mehreren
gleichzeitig betriebenen Stationen zu dieser Insel. Es wird mit
einer Betriebsaufnahme um den 25.12. gerechnet. Als Rufzeichen
ist 3Y5X vorgesehen. Fuer Februar 1990 steht eine weitere Expedi-
tion mit Amateurfunkbeteiligung durch amerikanische Funkamateure
auf dem Programm. Ihr geplantes Rufzeichen lautet 3Y0B.
BAUNATAL:
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Am 26.12. findet, wie angekuendigt, der Weihnachtswettbewerb des
DARC statt. Die Wettbewerbsregeln sind in der cq-DL 12/89, Seite
793, veroeffentlicht worden. Bei den Distriktsvorsitzenden wird
fuer den Distrikt Bayern-Ost der stellvertretende DV Hans Reyzl,
DL2ZA, teilnehmen, da der DV Hans Gschnaidner, DL8KG, erkrankt
ist.
BAUNATAL:
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Dies ist der letzte Deutschland-Rundspruch in diesem Jahr. Der
Vorstand und die Mitarbeiter der Geschaeftsstelle wuenschen allen
Mitgliedern und Freunden ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein
gutes und erfolgreiches neues Jahr. Der erste Rundspruch im neuen
Jahr erscheint am Freitag, den 12. Januar 1990.
FUNKWETTERBERICHT: (Darmstadt, 12.12.)
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Stark schwankende Fleckenzahl im Verein mit niedriger bis maessi-
ger Aktivitaet und mit einem steilen Abfall der Fluxwerte kenn-
zeichnen zur Zeit den Sonnenzustand. Die F2-Grenzfrequenzen gehen
seit Anfang Dezember stetig zurueck. Ihre Mittagswerte liegen ge-
genwaertig bei 12 bis 13 MHz. Infolgedessen entsprachen die Aus-
breitungsbedingungen auf den oberen Kurzwellenbaendern und auf
dem 6-m-Band nicht den Erwartungen. Fuer den 11.12. wurden von
Boulder/USA folgende Daten bekanntgegeben: Sonnenfleckenrelativ-
zahl 140 und 10-cm-Strahlung 176 Einheiten. Das sind die tiefsten
Werte seit Ende Oktober. Sehr ruhige Magnetik beguenstigte waeh-
rend der letzten sechs Tage die Fernausbreitung auf den nieder-
frequenten Baendern. Eine schnelle Aenderung des Funkwetters be-
steht offensichtlich nicht bevor. Erst in der letzten Dezember-
woche bestehen Aussichten auf eine Besserung. Maessige Magnet-
stoerungen werden um den 15. und vom 27. bis 29.12. erwartet. Ein
aktueller Funkwetterbericht, herausgegeben von der Deutschen Bun-
despost, kann jederzeit vom Anrufbeantworter unter der Telefon-
nummer (04863) 2741 abgerufen werden.
Ende des DL-RS Nr. 43/89 vom 15.12.1989
DATEX-/Btx-/PR-Bearbeitung: DC7XJ @ DB0GR
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