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Article #339DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 20/90 VOM 25.05.1990
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Date: Thu, 24 May 1990 20:16
Date: Thu, 24 May 1990 20:16
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DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 20/90 VOM 25.05.1990
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TORREMOLINOS:
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Vom 01.-08.04. fand in Torremolinos/Spanien die Konferenz der
IARU-Region 1 statt. Der DARC war mit einer Delegation unter der
Leitung des 2. Vorsitzenden, Dr. Hellmut Schmuecker, DK5ML, ver-
treten. Ueber die Ergebnisse der Konferenz wird in einer der
naechsten Ausgaben der cq-DL berichtet. Ein wichtiger Tagesord-
nungspunkt betraf den 2-m-Bandplan. Der DARC und zwoelf weitere
Verbaende hatten den Antrag gestellt, zusaetzlichen Frequenzraum
fuer schmalbandige digitale Betriebsarten durch die Verlagerung
und Verringerung des 2-m-Bandplanes zu schaffen. Dagegen ent-
schied die IARU-Konferenz, keine Aenderungen des 2-m-Bandplanes
vorzunehmen. Das UKW-Referat des DARC bittet um Verstaendnis und
Akzeptanz fuer diese Entscheidung. Die Nutzer des 2-m-Bandes wer-
den gebeten, der IARU-Empfehlung zu folgen und insbesondere den
Bakenbandbereich zwischen 144,845 und 144,990 MHz von jeglichem
Sendebetrieb freizuhalten. Ein weiterer Antrag beschaeftigte sich
mit der Abschaffung der fuer den Amateurfunkbetrieb unterhalb 30
MHz nach VO Funk Artikel 32 vorgeschriebenen Morsepruefung. Der
auf den vorangegangenen Konferenzen der IARU-Region 1 schon ueb-
liche Antrag wurde auch diesmal abgewiesen. Dreissig der vertre-
tenen Verbaende waren fuer eine Beibehaltung mit der Begruendung,
der Amateurfunkdienst solle sich nicht selbst abwerten, neun
plaedierten fuer eine Abschaffung. Dies waren Faroer, Finnland,
Frankreich, Gabun, Israel, Portugal, Spanien, Ungarn und Zypern.
Eingebracht hatte Israel den Antrag mit der allerdings nicht zu-
treffenden Begruendung, im Seefunk wuerde in Kuerze die Telegra-
fiepruefung generell abgeschafft. Daraufhin war das Thema in der
Radio REF April 1990 seitenlang diskutiert worden. Dabei gehoerte
Frankreich selbst zu den Laendern, die im Abschlussprotokoll der
Seefunk-WARC Genf 1987 die vorgesehene Auswechslung des Seefunk-
personals gegen Funkelektroniker ausdruecklich abgelehnt hatten.
Die Konferenz beschloss ausserdem, den Beitragssatz der nationa-
len Verbaende an die IARU-Region 1 fuer die Jahre 1990 bis 1993
von 1,15 auf 1,40 Schweizer Franken pro lizenziertes Mitglied zu
erhoehen. Dies geschah im Hinblick auf die erforderliche Entsen-
dung von Beobachtern der IARU wie auch nationaler Amateurfunkver-
baende zu den in den kommenden Jahren eingeplanten Funkverwal-
tungskonferenzen der ITU.
PRAG:
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Am 14.05.1930, also vor 60 Jahren, wurde in der Tschechoslowakei
die erste Amateurfunkstation offiziell lizenziert. Aus diesem An-
lass hat die Fernmeldeverwaltung der tschechischen und slowaki-
schen foederativen Republik ihren Funkamateuren gestattet, auf
Antrag wahlweise den Landeskenner OM statt des normalen Kenners
OK zu benutzen. Lizenzinhaber der Klasse B verwenden die Sonder-
praefixe OM1, OM2 bzw OM3 statt OK1, OK2 bzw. OK3. Bei Lizenzin-
habern der Klasse A gilt OM6 statt OK1 und OK2 sowie OM7 statt
OK3. Stationen im Maritimemobile-Betrieb benutzen OM4 statt OK4.
Diese Regelung gilt bis zum Jahresende 1990.
HERNE:
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Nachdem OSCAR 13 wieder in die Normallage gedreht wurde, bei der
die Satellitenantennen im Apogaeum zur Erde zeigen, koennen wie-
der ZRO-Tests zur Ueberpruefung der Empfangsanlage der Benutzer
durchgefuehrt werden. Folgende Termine sind geplant, bei denen
der Satellit in Europa hoerbar ist: am 26.05. um 22:30 UTC in Mo-
de JL, Elevation 42 Grad, Squintwinkel 14 Grad, am 27.5. um 00:10
UTC in Mode B, Elevation 40 Grad und Squintwinkel 2 Grad, am 3.6.
um 02:10 UTC in Mode JL, Elevation 4 Grad, Squintwinkel 17 Grad
sowie am 03.06. um 03:50 UTC in Mode B, Elevation 6 Grad, Squint-
winkel 6 Grad. Weitere ZRO-Tests sind fuer den 16. und 30.06. ge-
plant. Die genauen Daten werden jeweils im Rundspruch der voran-
gehenden Woche bekanntgegeben. Gute Signale sind bei hoher Eleva-
tion und geringen Squintwinkel zu erwarten. Die Frequenzen sind
fuer Mode B 145,840 MHz und fuer Mode JL 435,945 MHz. Eine genaue
Anleitung zur Teilnahme ist in der cq-DL 8/89, Seite 495, nachzu-
lesen.
DUESSELDORF:
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Die Amateurfunk-Arbeitsgemeinschaft der Realschule Speicher beab-
sichtigt, anlaesslich der "Duesseldorf '90" vom 20.-24.06. in der
Stadthalle in Duesseldorf Funkbetrieb auf KW und UKW vorzufueh-
ren. Ausserdem werden Briefmarken und Sonderstempel gezeigt, die
mit dem Amateurfunk in Zusammenhang stehen. Dieser Teil der Aus-
stellung wurde von Manfred Bussemer, DL4UE, dem Leiter der Ham
Stamp Group, zusammengestellt. Im Vorfeld und waehrend der Aus-
stellung wird die Sonderstation DA0YGP Verbindungen mit Funkama-
teuren und Funkphilatelisten in aller Welt aufnehmen. QSL-Karten,
die bis zum 20.06. bei dem Verantwortlichen der Sonderstation,
DF8WS, eingetroffen sind, werden auf der "Duesseldorf '90" den
Ausstellungsbesuchern gezeigt. Briefmarkensammler, die die Son-
derstation gearbeitet haben, koennen gegen Einsendung einer Ge-
buehr von 5,00 DM eine Sonder-QSL mit der von der deutschen Bun-
despost anlaesslich dieser Ausstellung herausgegebenen Sonder-
briefmarke und dem dazugehoerigen Ersttagsstempel erhalten. Hier-
fuer muss der Antrag bis zum 20.06.1990 eingehen, da die Sonder-
briefmarke am 21.06. herausgegeben wird. Anfragen sind zu rich-
ten an Wilhelm Schommer, DF8WS, Postfach 71 in 5522 Speicher.
TIMMENDORF/INSEL POEL:
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Der Amateur Radio Club Wismar e.V. veranstaltete am 19.05. ein
Treffen der Funkamateure der Luebecker und Wismarer Bucht. Zahl-
reiche Funkamateure aus Y2 und DL nahmen mit ihren Familien an
diesem Treffen teil. Ein Diavortrag ueber die Insel Poel rundete
die Veranstaltung ab.
SPEYER:
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Die Stadt Speyer feiert in diesem Jahr ihr 2.000jaehriges Be-
stehen. Aus diesem Anlass veranstaltet der OV Speyer am 09./10.6.
das 7. deutsch-franzoesische Freundschaftstreffen. Neben einer
80-m-Fuchsjagd sind eine Besichtigung der Altstadt von Speyer so-
wie ein grosses Hamfest geplant. Weitere Informationen erteilt
Joachim Ney, DF6IC, Tel. 06232-84818.
FUNKWETTERBERICHT: (21.05)
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Die erhoehte Sonnenaktivitaet waehrend der letzten Tage hat die
Ausbreitungsbedingungen bisher nur wenig beeinflusst. Lediglich
am 18.05. trat ein leichter Magnetsturm mit Aurora in Nordeuropa
auf. Fleckenzahl und 10-cm-Strahlung steigen zur Zeit zwar noch
weiter an, duerften aber spaetestens vom 23.05. an wieder abfal-
len, weil bis dahin die groessten Aktivitaetsgebiete am Westrand
der Sonnenscheibe angekommen sein werden. Sonnflecken-Relativ-
zahl und 10-cm-Strahlung erreichten am 19.05. je 170 Einheiten.
Auf den ueberwiegend noerdlich verlaufenden Verkehrslinien ge-
stalten sich die Ausbreitungsbedingungen weiterhin maessig. Auf
den Suedlinien hingegen kann mit normalen bis leicht angehobenen
Bedingungen gerechnet werden. Vom 26.05.-06.06. wird ueberwiegend
ruhige Magnetik erwartet.
Ende des DL-RS Nr. 20/90 vom 25.05.1990
Bearbeitung: DC7XJ @ DB0GR
..._._
Technical Details
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