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Article #293

Re: win-ip: Subnetz-Maske ?

#293
From: Toerless Eckert
Date: Sat, 27 Apr 1991 14:33
84 lines
4353 bytes
Meine ganz subjektive Zusammenfassung und Meinung zu der Problematik:

Vorteile der Subnet Mask 255.255.252.0: 

- Erreichbarkeit von non-VFR's von einem VFR aus ist (siehe dazu auch E-Mail
  von Arnold Nipper) bei Cisco's nur moeglich, wenn man die
  Subnetz Maske richtig gesetzt hat. Das generelle problem ist, dass
  die Ciscos keine statischen Hostroutes erlauben, so dass man statische
  Routes immer nur fuer Netze bzw. Subnetze angeben kann. Um also direkt
  die Router in einem nicht-VFR Cluster zu erreichen (etwa fuer SNMP 
  Abfragen) kann man eigentlich nur mit static subnet routes
  zurechtkommen. Die beiden Probleme die dann trotzdem hier
  auftreten sind:

  - Welcher Rechner ist der fuer ein bestimmtes Cluster ausgezeichnete,
    der also Verbindungen zu allen Routern im Cluster hat, auf den
    man somit die static subnet route

    "route ip 188.1.132.X.0 ???"

    legen kann ?? Bisher wird diese Information jedenfalls nicht
    in der WiN-IP Datenbasis mitgeliefert, wodurch man oft viele
    non-VFR Router nicht erreichen kann.
  
- Bei konsequenter Einhaltung eine wirklich klarere Strukturierung.

Nachteile:

- Wenn man direkte Verbindungen zu vielen non-VFR's in verschiedenen
  Clustern hat, braucht man auf der Cisco dementsprechend viele
  secondary IP Adressen.

Uebrigens, ich verwende auf unserem Router auch bloss die Netzmaske
255.255.0.0. Der wichtigste Vorteil der 255.255.252.0 ist ja einfach
nur die Erreichbarkeit aller Router, und dazu fehlen halt noch andere Dinge:

- Es muss fuer jedes Cluster einen Router geben, der zu allen
  Routern im Cluster Verbindung hat, und diese Information muss zudem
  in der WiN-IP Datenbasis durchscheinen !! Wegen des Massentraegheit
  ist dies ja in absehbarer Zeit kaum zu erwarten.

Andere Router:

Ein Problem mit den Ciscos ist es, dass die secondary Adressen
tatsaechlich ja nur partiell verwendet werden. Dies macht sich etwa
beim dynamischen Routing ueber solche Interfaces (etwa IP/X.25)
bemerkbar. Bei meiner Cisco laufen ueber das X.25 Interface neben
Verbindungen zu den anderen VFR's auch noch Verbindungen zu anderen
(mehr oder weniger guten) Routern innerhalb von Erlangens. Das
Interface hat somit in etwa die folgende Konfiguration:

interface serial 0

ip address 188.1.132.7 255.255.0.0      ! VFR
ip address 131.188.25.1 255.255.255.0   ! Erlangen

Zu den anderen VFR's hin moechte ich natuerlich kein RIP machen, aber zu
den anderen Routern in Erlangen schon. Meistens sind die
Verbindungen dorthin eh Hfd Leitungen ueber die X.25 gefahren wird
(das steht jetzt nicht zur Diskussion ;-), so dass die Verkehrs-
belastung uninteressant ist.

Das Problem ist nun, dass dies zwischen Cisco und anderen Routern
nicht so klappt wie erhofft (Beispiel: Cisco <-> Spider). Der Fehler
hier scheint zu sein, dass die Cisco die RIP Pakete mit der IP
Absenderadresse 188.1.132.7, statt mit 131.188.25.1 losschickt, und
der Router am anderen Ende sich denkt, dass er mit dem RIP Paket
ja garnicht gemeint sein kann, weil er doch eigentlich auf einem
131.188.25.X Netzwerk sitzt. Somit funktioniert das dynamische Routing
mit secondary Addresses nicht.

Aehnliche Erfahrungen gibt es mit EGP, was schon fuer den WiN-IP
Bereich interessanter als RIP ist. Da aber fuer das Routing zwischen
VFR's zukuenftig eh nur OSPF interessant sein duerfte, wird
abzuwarten sein, inwieweit Cisco hier generelle probleme haben wird.

Uebrigens: Mit unserer Wellfleet laesst sich das oben geschilderte
RIP Problem loesen, da dort (etwas aufwendiger) wirklich
mehrere IP Interfaces mit eigenen Charakteristiken fuer jede
Adresse konfiguriert werden (dafuer funktionieren da andere Dinge nicht).

Hope that helps.
	Toerless
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Date: 27 Apr 91 14:33:16 GMT
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