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Started by Frieder Loeffler
Tue, 10 Dec 1991 01:48
Sperrung von alt.sex.*-Gruppen an der Uni Stuttgart
Author: Frieder Loeffler
Date: Tue, 10 Dec 1991 01:48
Date: Tue, 10 Dec 1991 01:48
35 lines
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Hi,
die Sperrung der alt.sex.* - Gruppen an der Uni Stuttgart veranlasst mich
zu einigen Fragen, mal so zum druebernachdenken:
- Wieso werden nicht zuerst die Pornohefte, die jeder im "Spar" Laden, mitten
im Uni-Gelaende gelegen, kaufen kann. Das Angebot dort ist im vergleich zu
anderen Supermaerkten auffaellig vielfaeltig. Ist dagegen nicht eher etwas
einzuwenden?
- Ist es vielleicht schlimmer, wenn jemand, der weiss wie er "ftp" und "telnet"
in einem PC eintippen muss/kann, sich pornografisches Material von zweifel-
hafter Qualitaet in seinen Computer holt, als, wenn sich -zig Menschen jeden
Tag am Kiosk / im Supermarkt die selben Bilder in Papierform kaufen koennen?
- Ist es nicht eher so, dass durch die Sperrung des Newsfeeds die "Freaks",
um die es sich ja zweifelsohne bei den Lesern von News handeln muss, denn
ganz ohne Computer-Fachwissen kommt man dort ja nicht dran, versuchen
werden, diese Bilder jetzt *erst recht* von woanders her zu bekommen.
Gerade durch diese Sperrungen wird doch erst ein gewisser Anreiz geschaffen,
sich zu ueberlegen, wie man nun trotzdem an diese "Information" kommt.
- Sind es wirklich die teilweise wohl wirklich schweinischen Inhalte der
Bilder, die eine solche Sperrung des Newsfeeds verursachten, oder geht
es hier vielleicht nur einigen *um's Prinzip*, dass halt soetwas nicht
an eine anstaendige Institution gehoert?
mfG,
Frieder
--
Frieder Loeffler, Bergweg 6, 7145 Markgroeningen-Talhausen, Germany.
Tel.: +49 7145 7455 (Q), +49 7145 5410 Fax: Nach Vereinbarung.
frieder@roxanne.stgt.sub.org IRC: Cubitus
Re: Sperrung von alt.sex.*-Gruppen an der Uni Stuttgart
Author: Ralf-Henning Glomb
Date: Thu, 12 Dec 1991 14:41
Date: Thu, 12 Dec 1991 14:41
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frieder@roxanne.stgt.sub.org (Frieder Loeffler) writes: >- Wieso werden nicht zuerst die Pornohefte, die jeder im "Spar" Laden, mitten > im Uni-Gelaende gelegen, kaufen kann. Das Angebot dort ist im vergleich zu > anderen Supermaerkten auffaellig vielfaeltig. Ist dagegen nicht eher etwas > einzuwenden? >- Ist es vielleicht schlimmer, wenn jemand, der weiss wie er "ftp" und "telnet" ............ Laber laber laber. Dagegen kaepft EMMA ja auch. Also Konsequent der Artikel :-) Gruss Ralf-Henning Glomb
Um's Geld geht's (Re: Sperrung von alt.sex.*-Gruppen an der Uni Stuttgart)
Author: Andreas Stolcke
Date: Fri, 13 Dec 1991 22:58
Date: Fri, 13 Dec 1991 22:58
44 lines
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Sehr interessant, diese Diskussion aus der Ferne mitzuverfolgen. Erst jetzt faellt mir auf, dass wir hier in Berkeley die pictures-Gruppen nicht kriegen. Vermutlich aus Platzgruenden -- es war noch nie die Rede davon, alt.sex abzuklemmen. In article <1991Dec10.014832.305@roxanne.stgt.sub.org> frieder@roxanne.stgt.sub.org (Frieder Loeffler) writes: >Hi, > >die Sperrung der alt.sex.* - Gruppen an der Uni Stuttgart veranlasst mich >zu einigen Fragen, mal so zum druebernachdenken: > >- Wieso werden nicht zuerst die Pornohefte, die jeder im "Spar" Laden, mitten > im Uni-Gelaende gelegen, kaufen kann. Das Angebot dort ist im vergleich zu > anderen Supermaerkten auffaellig vielfaeltig. Ist dagegen nicht eher etwas > einzuwenden? Der obige Vergleich hinkt am entscheidenden Punkt: Im Spar zahlst Du Geld, USENET kostet Dich nichts, und die Uni gleich viel, egal ob alt.sex.* fehlt oder nicht. Folglich gibt es niemanden ausser ein paar Idealisten, die eine ernsthafte Lobby fuer das vermeindliche Recht auf Informations- freiheit bilden koennen. > >- Sind es wirklich die teilweise wohl wirklich schweinischen Inhalte der > Bilder, die eine solche Sperrung des Newsfeeds verursachten, oder geht > es hier vielleicht nur einigen *um's Prinzip*, dass halt soetwas nicht > an eine anstaendige Institution gehoert? > Mit anderen Worten, es geht letztendlich ums Geld. Wo diese Motivation fehlt, faellt es Politikern und Rektoren leicht, Freiheiten einzuschraenken. Nicht dass das jemand zugeben wuerde. Wenn eine verrueckter Politiker auf den Gedanken kaeme, der Boulevardpresse gewisse Arten des Journalismus zum Schutze der Buerger verbieten zu wollen, wuerde die Presse Zeter und Mordio schreien. Die Begruendung: natuerlich Pressefreiheit, und nicht etwa, dass dann die Auflagenzahlen leiden wuerden. Bleibt die Frage: Wie kann man eine politisch effektive Lobby fuer USENET schaffen? -- Andreas Stolcke stolcke@icsi.berkeley.edu International Computer Science Institute stolcke@ucbicsi.bitnet 1947 Center St., Suite 600, Berkeley, CA 94704 (510) 642-4274 ext. 126
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