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Article #32<mod-ki 0736> Re: <mod-ki 0735> Re: <mod-ki 0722> Fundsache
From: Hans-Werner Hein
Date: Fri, 05 Jul 1991 10:15
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From: hein@irf.uucp (Hans-Werner Hein) To: mod-ki@unido.informatik.uni-dortmund.de Date: Thu, 27 Jun 1991 20:40:09 GMT Subject: <mod-ki 0736> Re: <mod-ki 0735> Re: <mod-ki 0722> Fundsache Keywords: Genetische Algorithmen, Artificial Life, Seriositaet mod-ki message 0736 ************************************************************************ Ich stimme Volker Kuechenhoff fachlich uneingeschraenkt zu und halte die skizzierten Forschungsprobleme schon lange fuer wichtig und praxisrelevant. Wer sich historisch dafuer interessiert, dem schicke ich gerne mal den Fortran-Quellcode und die Beschreibung meines ersten Neuronensimulators, den ich 1975/76 am Institut fuer Biophysik in Karlsruhe entwickelt habe. Die Knoten konnten sich selbst kopieren, ihre Verbindungen untereinander dynamisch aendern und hatten eine Reihe von strategischen Konstanten, die "von aussen" statistischen oder gezielten Aenderungen zugaenglich waren. Leider war der Computer damals bei etwa 200 Neuronen ausgereizt und ich vertrete aus synergetischen Gruenden ueber Kritische Masse, Einschwingen, Oszillationen, Resonanzen und Randzonenprobleme heraus die Meinung, dass man mit mindestens mehreren 10000 Knoten experimentieren muss, um verlaessliche Aussagen ueber sinnvolle Strukturen und Adaptions- wie Mutationsstrategien zu erhalten. Sie kennen das ja: Was mit n geht und mit 10*n geht und mit 100*n geht, muss noch lange nicht mit 10000*n gehen (die menschliche Kognition ist auf Extrapolation in grosse Anzahlen nun mal nicht ausgelegt, da wird es immer nichtlinear :-). Meine Kritik setzt an der Terminologie und Attituede des Zitats an. Wir haben diesbezueglich in der Fruehzeit des Expertensystem-Booms boese Erfahrungen gemacht. Volker Kuechenhoff schreibt: " Man mag sich ueber Formulierungen streiten, ...". Darum geht es mir. Also streiten wir uns: <flame on> Die gewaehlten Formulierungen sind geeignet, bei Politikern, Journalisten und Industriemanagern verzogene und ueberzogene Erwartungen zu erzeugen. Sie sind geeignet, das betroffene Grundlagenforschungs-Thema, bei einem guten Teil dieses fuer die langfristige Forschungsfoerderung relevanten Personenkreises laecherlich zu machen. Diesen geistigen Flurschaden, muessen dann diejenigen ausbaden, die in der Sache ernsthaft engagiert sind. Sie sollten sich dagegen oeffentlich verwahren. Wir sind die Experten! <flame off> in deren Vertretung: Hans-Werner Hein ************************************************************************
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