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Article #38<mod-ki 0742> GWAI-Workshop Sprachverarbeitung
From: Hans-Werner Hein
Date: Tue, 23 Jul 1991 16:05
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From: goerz@immd8.informatik.uni-erlangen.de To: mod-ki@unido.informatik.uni-dortmund.de Date: Thu, 11 Jul 91 15:51:43 MET DST Subject: <mod-ki 0742> GWAI-Workshop Sprachverarbeitung Keywords: GWAI-91 mod-ki message 0742 ************************************************************************ WORKSHOP waehrend der GWAI-91, 18. und 19. September "Gemeinsamkeiten bei der Verarbeitung gesprochener und geschriebener Sprache" Guenther Goerz, Harald Hoege, Wolfgang Hoeppner EINLADUNG ZUR TEILNAHME Im Bereich der Verarbeitung gesprochener Sprache wird Forschung und Entwicklung ueberwiegend in der Form von Verbundprojekten durchgefuehrt, in denen akademische und industrielle Forschungsgruppen zusammenarbeiten. Sie hat eine --- im wesentlichen in eingeschraenkten Kontexten erfolgreiche --- Technologie hervorgebracht, die sich vor allem auf stochastische Methoden der Sprachmodellierung stuetzt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass entscheidende qualitative Verbesserungen nur durch Integration mit Methoden, die fuer schriftsprachliche Systeme entwickelt wurden, zu erzielen sein werden. Im letzteren Bereich gibt es viele Systeme, die sich dadurch auszeichnen, dass sie syntaktische, semantische und pragmatische Komponenten enthalten und eine durchgaengige Verarbeitung von sprachlichen "Ausserungen von der Analyse bis zur Generierung ermoeglichen. Historisch gesehen hat die Organisation der Forschung zu einer divergierenden Entwicklung in zwei Forschungsbereiche gefuehrt, einen eher phonetisch oder nachrichtentechnisch orientierten der Sprachsignalverarbeitung und einen, der vor allem von linguistischen Modellen und Wissensrepraesentationsaspekten beeinflusst wurde. Dies spiegelt sich auch in der Architektur der juengsten Systeme zur Verarbeitung gesprochener Sprache wider, in denen jeweils eine sprachsignalverarbeitende und eine linguistische Interpretationskomponente sequentiell verknuepft sind, ohne dass eine hinreichende Interaktion zwischen diesen moeglich ist. Es liegt daher nahe, fuer die naechste Generation von Systemen die Frage der Architektur in den Mittelpunkt zu stellen, um in Verbindung mit einer feineren Modularisierung und durch gezielte Interaktionsmechanismen die Vorteile beider methodischen Ansaetze zu vereinigen und die Gemeinsamkeiten bei der Verarbeitung von Sprache zu diskutieren. Ein erster wichtiger Schritt auf diesem Weg besteht unseres Erachtens darin, das Gespraech zwischen Forschern, die in den beiden Bereichen arbeiten, zu intensivieren. Hierzu gehoert vor allem, das jeweilige spezifische Methodenwissen auszutauschen und eine gemeinsame Perspektive zu entwickeln. Der Workshop soll daher den Charakter eines Werkstattgespraechs haben, bei dem kurze Positionspapiere zu gegebenen Themen vorgetragen und intensiv diskutiert werden koennen. In jeder der vier im folgenden genannten Sektionen a 90 Minuten sollen nach Moeglichkeit die akustisch/phonetische und die an schriftlicher Interaktion orientierte Sichtweise vertreten sein. Eine fuenfte Sektion hat das Ziel, die Teilnehmer ueber den aktuellen Stand einschlaegiger Projekte zu informieren. Jede Sektion wird von einem Moderator organisiert, der jeweils mindestens zwei Referenten auswaehlt, die --- moeglichst kontroverse --- kurze, maximal zehnminuetige Statements zum Stand der Kunst abgeben. Diese dienen dann als Grundlage fuer die folgende Diskussion, die der Moderator leiten wird. Die Teilnehmer am Workshop sind explizit aufgefordert, zu den betreffenden Themen jeweils einen kurzen Diskussionsbeitrag vorzubereiten. Sektionen des Workshops 1. Akustische Signalverarbeitung und Bedeutungsrepraesentation Terminologie --- Methoden --- gegenseitige Erwartungen Moderation: G. Goerz, Univ. Erlangen-Nuernberg 2. Unterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache als Interaktionsmodus fuer KI-Systeme Moderation: W. Hoeppner, Univ. Koblenz 3. Sprachmodelle und Interaktion von Komponenten Stochastische Modelle --- wissensbasierte Modelle --- Effizienzfragen Moderation: G. Niedermair, Siemens Muenchen 4. Daten- und Wissensbasen fuer gesprochene und geschriebene Sprache Lexikon --- Korpora --- Phonetisch-phonologische Datenbank (PHONDAT) --- Datenbank fuer linguistische Strukturen Moderation: J. Kunze, Zentralinstitut fuer Sprachwissenschaft, Berlin 5. Aktuelle Projekte Moderation: E. Paulus, Univ. Braunschweig Zur Teilnahme am Workshop sind vor allem Mitglieder der beiden Fachgruppen eingeladen, die in der Forschung an Systemen zur Verarbeitung gesprochener und geschriebener Sprache aktiv mitwirken. --- Prof. Dr. Guenther Goerz Phone: (+49 9131) 699-126; -140 Univ. Erlangen-Nuernberg Fax: (+49 9131) 699-198 IMMD8 - KI (Computer Science) e-mail: Am Weichselgarten 9 goerz@immd8.informatik.uni-erlangen.de D-8520 ERLANGEN goerz@sumex-aim.stanford.edu ************************************************************************
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