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Article #594Witze (auch tragische) und Anekdoten
From: Janette Weiss
Date: Tue, 18 Sep 1990 11:22
Date: Tue, 18 Sep 1990 11:22
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In einem podolischen Nest bleibt ein Reisender mit seinem Automobil
stecken. Alle Muehe, den Wagen selber zu reparieren, ist vergeblich.
Man ruft den juedischen Dorfklempner.
Dieser oeffnet die Motorhaube, blick hinein, versetzt dem Motor mit
einem Haemmerchen einen einzigen Schlag - und der Wagen faehrt wieder!
"Macht 20 Zloty", erlaeutert der Klempner.
Der Reisende: "So teuer? Wie rechnen die das?"
Der Klempner schreibt auf:
Gegeben a Klopp 1 Zloty
Gewusst wo 19 Zloty
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Gesamt 20 Zloty
Zwei Reisende sitzen im Abteil. Der Zug setzt sich in Bewegung.
Der eine: "Mir scheint, wir fahren schon."
Der andere: "No, na! Die Fassaden wird man an uns vorbeitragen!"
"Angeklagter, wie heissen Sie?"
"Chaim Rabinowitsch."
"Wo kommen Sie her?"
"Aus Kattowitz."
"Was sind Sie?"
"Pleite."
"Mein Schwiegersohn ist im ganzen nicht uebel. Er hat nur einen Fehler:
Er kann nicht Karten spielen."
"Das ist doch kein Fehler!"
"O doch, denn er spielt naemlich trotzdem!"
"Kennen Sie schon meine Frau?"
"Ich habe noch nicht das Vergnuegen gehabt!"
"San's froh!"
Der Gatte, Vater von vier Kindern, auessert einen schrecklichen
Verdacht: "Hoer, Sara, mir scheint, der Dovidl ist nicht von mir."
"Wie kannst du so etwas behaupten?", entruestet sich die Frau,
"gerade der Dovidl ist von dir!"
In der Drogerie.
"Ich moechte ein Pulver gegen Floehe."
"Wieviel?"
"Was weiss ich? Wie Sterne! Millionen!"
Der Dekorateur: "Gnaedige Frau, was fuer einen Stil wuenschen Sie fuer
das Wohnzimmer?"
Frau Weiss: "Wie ich schon sagte, Polsterstuehl natuerlich!"
(Dabei den Wortlaut "Stil" und "Stuehl" mit dem jiddischen Wortlaut
beachten)
Chef Eisenhut zum Reisenden: "Rosenthal soll ploetzlich meschugge
geworden sein. Fahren Sie zu ihm! Er schuldet uns noch 2000 Gulden.
Sehen Sie zu, was sich machen laesst."
Der Reisende kommt zurueck und meldet: "Er ist in der Tat meschugge."
"Und? Hat er bezahlt?"
"Nein, so meschugge ist er noch nicht."
"Wann wirst Du mir endlich Deine Schuld bezahlen?"
"Wie soll ich das wissen? Bin ich denn ein Prophet?"
Warum gehen die Juden nicht gern zur Kavallerie?
Da hams ka Rabbiner (steht fuer Karabiner).
"Wann wirst Du endlich Deine Schulden bezahlen?"
"Ich kann diesen Monat leider nicht bezahlen!"
"Das hast Du schon letztes Monat gesagt!"
"Ha! Na! Und? Hab' ich meine Versprechen denn nicht gehalten?"
Jankel kuemmt am spaeten Abend zu Moische und fraget leise:
"Schlaefst Du schon, Moische?"
"Nein..."
"Du, koenntest Du mir fuenfzig Gulden leihen?"
"Nein, ich schlaf schon."
Feldwebel: "Warum soll der Soldat nicht mit brennender Zigarette ueber
den Kasernenhof gehen?"
"Rekrut Veilchenfeld: "Recht haben Sie, Herr Feldwebel, warum soll er
nicht."
Im Strandbad: "Frau Blau, wie nett, Sie zu treffen! Der Herr Gemahl auch hier?"
"Nein, Herr Gruen, mein Mann ist verreist."
"Frau Blau, koennten wir da nicht miteinander dinieren?"
"Darueber laesst sich reden, Herr Gruen."
"Und wie waere es mit einem netten Tete-a-tete nachher?"
"Auch darueber laesst sich reden, Herr Gruen. Aber wissen Sie was?
Gehen wir ins Wasser: die Leute brauchen ja nicht zu sehen, wovon
wir reden!"
Im Autobus von Tel Aviv haengt eine Verbotstafel: "Es ist strengstens
untersagt, mit dem Chauffeur zu reden. Der Mann braucht seine Haende
zu Chauffieren."
Berel, Nichtschwimmer, plaetschert in einem seichten Fluss - ploetzlich
geraet er in eine tiefe Stelle und bruellt um Hilfe.
Schmerl: "Berel, was schreist du?"
Berel: "Ich habe keinen Grund!"
Schmerl: "Wenn Du keinen Grund hast - was schreist du dann?"
Jetzt wird es Jiddisch:
In trojrige zajtn blit die leyzoness.
(In traurigen Zeiten bleuht der Witz.)
Ernsst redn nor lejzim.
(Ernst reden nur Spoetter.)
Freg an eijze dem ssojne - un tu farkert.
(Frag den Fein um Rat - und tu das Gegenteil.)
Erlech is schwerlech.
(Ehrlich ist beschwerlich.)
Besser an erlecher patsch ejder a falscher kusch.
(Besser eine ehrliche Ohrfeigem als ein falscher Kuss.)
A ligner mus hobn a gutn sikorn.
(Ein Luegner muss ein gutes Gedaechtnis haben.)
Besser zu hobn fajnt, sej soln mekane sajn, ejder zu hobn frajnt,
sej soln rachmoness hobn.
(Besser von Feinden beneidet, also von Freundin bemitleidet.)
Der kass is a schlechter ejze-geber.
(Der Zorn ist ein schlechter Ratgeber.)
Gruss
Janette Weiss
--
Janette M. Weiss _ / \ _
D-7032 Sindelfingen \ /
Germany (West) /_ _\
UUCP: ..!mcvax!unido!gtc!aragon!janette \ /
"A mineg brecht a din."
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