Thread View: hamburg.antifa
1 messages
1 total messages
Started by KUNIBERT SIEDE
Sun, 26 Jan 1997 00:00
Rechte zur Bruergersschaftswahl 97
Author: KUNIBERT SIEDE
Date: Sun, 26 Jan 1997 00:00
Date: Sun, 26 Jan 1997 00:00
60 lines
3791 bytes
3791 bytes
Rechte Wahlkandidaturen Zur Buergerschaftswahl im September kandidiert fast das gesamte Spektrum rechtsextremistischer Wahlparteien fuer den Einzug in die Hamburger Buergerschaft. Bereits im Ansatz scheiterten GesprSche der NPD mit den REPs und der DVU um eine gemeinsame Kandidatur. So muss die kleine arg gebeutelte NPD nun frustriert alleine in den Wahlkampf ziehen. "Ein Wahlverzicht zu Gunsten anderer Parteien komme jedoch aufgrund des politischen Selbstverstaendnisses der NPD nicht in Frage." Den Wahlkampf soll ein Fuehrungsstab unter der Leitung von GeneralsekretSr Udo Holtmann durchfuehren. Die DVU hat ebenfalls schon vor zwei Monaten verkuendet, dass sie kandidieren werde. Erfahrungsgemaess wird die Fuehrerpartei von Gerhard Frey wieder mit massenhaften Postwurfsendungen und faschistischen Hetzplakaten im Wahlkampf praesent sein, um den Einzug in die Buergerschaft dann doch nicht zu schaffen. Eher auf Aktivitaeten der Basis als auf das Geld des Vorstandes werden die Republikaner setzen (muessen.) Sie duerften der groesste Hoffnungstraeger fuer die faschistische WaehlerInnenschaft sein, sind sie doch in Baden- Wuerttemberg als erste neofaschistische Partei in der Geschichte der BRD zum zweiten Mal in den Landtag eingezogen. Ausserdem haben sie mit Rolf Schlierer einen charismatischen, intelligenten und integer wirkenden Vorsitzenden, der insbesondere auf rechtsintellektuelle Kreise wie z.B. die Junge Freiheit einige Anziehungskraft hat. Ausserdem will Schlierer demnaechst ein neues Parteiprogramm vorlegen, welches einerseits noch mehr WaehlerInnen ansprechen soll, andererseits aber auch die Partei vom Makel der Verfassungsfeindlichkeit befreien soll. Zusaetzlich wird demnaechst ein neuer Republikanischer Hochschulverband (RHV) gegruendet, der u.U. auch in Hamburg praesent werden wird, nachdem in Marburg zwei REPs ins Stupa gekommen sind. Von der eh schon rechten STATT-Partei hat sich nun auch noch eine rechte Partei namens "Die jungen Alten" abgespalten. Unter dem Vorsitzenden Klaus Scheelhaase (Ex-STATT-Abgeordneter) und seiner Stellvertreterin Gerda Witthun werden sie mit Rassismus in den Wahlkampf ziehen. "380 Millionen Mark werden in Hamburg pro Jahr fuer Auslaender ausgegeben...wir wollen unter die Lupe nehmen, wofuer das Geld ausgegeben wird und wo etwas zu Lasten anderer ausgegeben wird." Ebenso klein wie "Die jungen Alten" duerfte die Hamburger Sektion der Deutschen Partei (DP) sein, die ebenfalls zum 21. September kandidiert wie der Vorsitzende Wilken Weseloh verlauten liess. Die DP ist eine Neugruendung unter Berufung auf die Tradition der 1945 gegruendeten rechtsextremistischen DP. Sie ist im Buendnis konstruktiver Kraefte Deutschland (BKKD) zusammen mit der DSU, Bund freier Buerger, Unabhaengige Oekologen und dem Friedenskomitee 2000 (Alfred Mechtersheimer) organisiert. Das BKKD versteht sich als ueberparteiliche Initiative, welche die "konservativen Kraefte" unter Ausschluss der "alten Rechten" und der REPs buendeln moechte. Fuer AntifaschistInnen also Grund genug sich jetzt schon einmal Gedanken zu machen wie in den Wahlkampf eingegriffen werden kann. Quellen: Junge Freiheit 5/97; JF 52/96-1/97; Deutsche Stimme 4. November 1996
Thread Navigation
This is a paginated view of messages in the thread with full content displayed inline.
Messages are displayed in chronological order, with the original post highlighted in green.
Use pagination controls to navigate through all messages in large threads.
Back to All Threads