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1 total messages Started by Bjoern Richter Wed, 19 Jan 2000 00:00
PM: Landesprogramm gegen Rechtsextremismus
#29
Author: Bjoern Richter
Date: Wed, 19 Jan 2000 00:00
49 lines
3787 bytes
>>"rechtsextremistische Normalzustand in
>>Meckl. - Vorp. endlich wirkungsvoll bek�mpfen!"
>Landesjugendring M-V fordert ein Landeskonzept f�r Arbeit
>gegen Rechtsextremismus ein

Der Landesjugendring M-V fordert die Landesregierung auf endlich ein  
umfassendes Konzept zum Kampf gegen Rechtsextremismus und  
rechtsextremitisches Gedankengut vorzulegen. "Vom beschriebenen  
koordinierten Angehen gegen Rechtsextremismus aus dem Koalitionsvertrag  
ist bisher nicht viel zu mer-ken. Vielmehr entwickeln diverse Aussch�sse  
und Arbeitsgruppen gegen Rechts im Lande getrennt voneinander  
Aktivit�ten, die bisher wirkungslos verpuffen. Die eingestellten 300.000  
DM als "Sonderprogramm gegen Rechtsextremismus" bei der Landeszentrale  
f�r politische Bildung k�nnen f�r konzentrierte Arbeit gegen Intoleranz  
und Fremdenfeindlichkeit nur einen kleinen Ausschnitt darstellen.", so  
Bj�rn Richter, Vorstandssprecher des Landesjugendringes.

In Sachsen-Anhalt waren nach dem guten Abschneiden der DVU �ber 10 Mio.  
DM im Kampf gegen Rechtsextremismus zur Verf�-gung gestellt worden.  
Au�erdem wurden in "Runden Tischen" alle gesellschaftlichen Tr�ger  
(Politik, Gewerkschaften, Jugendarbeit, Wissenschaft etc.) in die  
Erarbeitung von lokalen Konzepte einbezogen. "Mit den 300.000 DM kann die  
Landeszentrale als Think Tank fungieren und fundierte wissenschaftliche  
Erkenntnisse in ein Konzept einflie�en lassen. Au�erdem ist eine  
punktuelle F�rderung von Ma�nahmen m�glich - ein konstruktives  
landesweites Konzept ist aber ohne Beteiligung breiter gesellschaftlicher  
Gruppen nicht zu erreichen.", so Richter weiter. F�r den Landesjugendring  
M-V ist rechtextremistisches Gedankengut, Intoleranz und  
Fremdenfeindlichkeit nur durch eine landesweite Konzeption gegen  
Rechtsextremismus und f�r Demokratie und Toleranz zu bek�mpfen. So mu�  
das Programm schon an Schule ansetzen, indem gerade Schulklassen durch  
Gedenk-st�ttenfahrten und vermehrte Austauschprogramme Geschichte erleben  
und Europa kennenlernen. Weiterhin mu� das Demokratieverst�ndnis von  
jungen Menschen durch direkte Beteiligung in Entscheidungen vor Ort  
gef�rdert werden.

"Wenn kein Landesprogramm gegen Rechtsextremismus und somit landesweit  
vernetze Aktionen entstehen und die politisch Verantwortlichen durch  
wesentlich mehr finanzielles Engagement die Arbeit gegen  
Rechtsextremismus unterst�tzen, werden wir bei den n�chsten Wahlen b�se  
�berraschungen erleben." prophezeit Richter. "Der rechtsextremistische  
Normalzustand im Lande ist schon erschreckend hoch - da m�ssen die  
politisch Verantwortlichen nur die Augen auf machen. Koordiniertes  
Handeln ist dringend notwendig." so Richter abschlie�end.
--
"Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die Dummheit der Menschen,
beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher."
(Albert Einstein)
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