🚀 go-pugleaf

RetroBBS NetNews Server

Inspired by RockSolid Light RIP Retro Guy

3 total messages Started by Naturfreundejugend Thu, 25 Sep 1997 00:00
Artikeldienst Regenwald, Set 3 "Rettung fuer den Regenwald Costa Ricas"
#97
Author: Naturfreundejugend
Date: Thu, 25 Sep 1997 00:00
385 lines
54760 bytes
Liebe Freunde und Freundinnen, Redakteure und Redakteurinnen,
hier kommt das angek�ndigte dritte Presseset zum Thema Regenwald, das folgende Vorschl�ge enth�lt:

Presseset "Rettung fuer den Regenwald Costa Ricas?"
1.	Presseartikel (Kurzmeldung): Naturschoenheit und Artenreichtum - Der Schluessel zur Rettung des 	Paradieses?
2.	Hintergrundinformation: Costa Rica im Trend - Koennen Oekotourismus und Artenreichtum den 	Regenwald Costa Ricas retten?
3.	Kinderinfo: Retten wir die gruene Seeschildkroete - Das Regenwald-Projekt Tortuguero 
4.	Tips
	1. Fuer welche Regenwald-Projekte sollte man spenden?
	2. Pro und Contra Regenwaldkauf 
	3. Reise in den Regenwald? - Was man bedenken sollte!
	4. Das Tortuguero-Projekt der Naturfreundejugend Deutschlands
5.	Info zur Regenwaldausstellung der Naturfreundejugend
6. 	Info zur Regenwaldbroschuere der Naturfreundejugend
7.	Info zur Regenwald-Diaserie der Naturfreundejugend
8.	Materialliste zum Thema Regenwald
9.	Freianzeigenserie
10.	Layout-Material (Fotos, Abbildungen etc. auf Anfrage per Post)

Falls Ihr einen unserer Artikel (vollstaendig oder in Teilen), einen der Tips oder die Freianzeigen veroeffentlicht, waere uns die Nennung unseres Namens im Text oder als Quellenangabe wichtig. Natuerlich sind wir auch sehr an einem Belegexemplar interessiert. Fuer die interessanteste oder originellste Umsetzung unserer Textvorschlaege (bezieht sich auch auf die vorangegangenen Pressetsets 1 und 2) winkt dem Einsender eines Belegexemplars eine Belohnung in Form eines umfangreiches Info-Pakets zum Thema Regenwald (u.a. Unterrichtsmaterialien zum Thema, Ladenpreis 38,- DM).  
Wir hoffen auf ein reges Interesse an unserem Angebot, denn Information und Aufklaerung sind sehr wichtig, um der ruecksichtslosen Zerstoerung der Regenwaelder entgegenzutreten. Wissen doch die meisten Menschen bei uns einfach nicht, dass sie mit ihrem Konsumverhalten zur unwiederbringlichen Vernichtung der Regenwaelder beitragen. Vielen ist noch immer nicht klar, wie wichtig die Regenwaelder auch fuer unsere Umwelt sind. Dabei kann jeder Einzelne seinen Beitrag zu ihrem Erhalt leisten. Wie, dass zeigen unsere Konsum- und Aktionstips.
Wenn Ihr der Meinung seid, dass die Regenwaelder der Erde unbedingt erhalten werden muessen, dann unterstuetzt unsere Oeffentlichkeitskampagne, indem ihr unseren kostenlosen Artikeldienst beispielsweise bei der Gestaltung eurer Schuelerzeitung nutzt.

Viel Spass bei der Arbeit.
Naturfreundejugend Deutschlands
Bundesjugendleitung

Dr. Ute Eifler
Projektreferentin
---------------------------------------------------------------------------------------------------
1. Presseartikel (Kurzmeldung)

Presseartikelserie							      Sperrfrist: 30.9.97
							                     ca. 2600 Zeichen
Presseartikel Nr. 9

Naturschoenheit und Artenreichtum 
Der Schluessel zur Rettung des Paradieses

Mit 51 000 km2 gerade mal so gross wie das Land Niedersachsen ist Costa Rica eines der artenreichsten und fuer viele eines der schoensten Laender der Erde. Die aus einer nationalen Verantwortung und Verpflichtung zum Umwelt- und Naturschutz resultierende Schutzgebietspolitik gilt seit den 70er Jahren als vorbildlich in der Region. Bis heute wurden 30 Nationalparks eingerichtet, die insgesamt 16 % der Landesflaeche bedecken. Ausserhalb der Schutzgebiete gibt es allerdings immense Umweltprobleme. Auch in der klassischen Bananenrepublik Costa Rica hat die hohe Auslandsverschuldung und der Verfall der Preise fuer die typischen Exportgueter (cash crops) auf dem Weltmarkt zu einem dramatischen Raubbau an der Natur gefuehrt. In wenigen Jahren wurde der groesste Teil der Regenwaelder fuer Rinderweiden und Plantagen abgeholzt. Auch die Nationalparks sind inzwischen durch illegale Abholzung und den Eintrag von Umweltgiften bedroht.
Verstaendlich, dass wachsender "Oeko"tourismus eine der groessten oekonomischen Hoffnungen Costa Ricas ist. Mit der Inwertsetzung der Schutzgebiete durch den Tourismus, so will man glauben, koennen auch die verbliebenen Regenwaelder gerettet werden. Ob dies gelingt, ist allerdings fraglich. Schon jetzt fuehrt der im Trend liegende "Oeko"tourismus zur Ueberfuellung beliebter Nationalparks, in denen das Personal den Schutzaufgaben kaum mehr gerecht werden kann. Auslaendische Tourismuskonzerne, die sich durch Landkaeufe Marktanteile sichern, lassen zudem daran zweifeln, das dieses Konzept aufgeht.
Ob die Oeffnung der Regenwaelder fuer die Pharmaforschung und der Verkauf von Exklusivrechten an Naturstoffen die oekonomischen Hoffnungen Costa Ricas erfuellen und den Erhalt der Regenwaelder garantieren kann, ist genauso anzuzweifeln. Es ist zu befuerchten, dass der "Ausverkauf" der Regenwaelder vor allem den Pharmakonzernen eine goldene Zukunft sichert.
Die Regenwaelder koennen nur gerettet werden, wenn sie wegen ihrer Bedeutung fuer das Leben auf der gesamten Erde, unabhaengig von ihrem fraglichen oekonomischen Wert, von allen Erdbewohnern als schuetzenswert erachtet werden. Dazu muss der Schutz ueber Nationalparks hinausgehen, denn fuer Oekosysteme gelten keine raeumlichen Grenzen.
Ein Umweltbildungsprojekt der Rot-Kreuz-Jugend Costa Ricas im Nationalpark Tortuguero, das die Naturfreundejugend Deutschlands mit Spenden unterstuetzt, arbeitet erfolgreich auf diese Bewusstseinsaenderung hin.

Weitere Infos:
Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald" und zum Tortuguero-Projekt, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/8041, Fax 02228/8434, e-mail: nfjd@gaia.de

Unter einem Sombrero? massenhafter "Oeko"tourismus in Costa Rica. in: Blaetter des Informationszentrum dritte Welt (iz3w), Nr. 214 Juni/Juli 96, S. 20, 21.
Patent auf Leben. - Genetische Vielfalt als geistiges Eigentum? in: Globus 10-11/94, S. 40-43.

Weidenbach, Thomas: Gentechnik - Der suesseste Stoff der Welt: Talin. in: Globus 10-11/94.

Kampagne "Kein Patent auf Leben!", Frohschammerstr. 14, 80807 Muenchen

Wulf, Kirsten: Forest management, Biodiversity - Farewell to the myth of the sacred rain forest. in: Spezial Edition AKZENTE, Focus: People and Ecology. S/10-17, Deutsche Gesellschaft fuer technische Zusammenarbeit (GTZ),  Eschborn

Adelmann, Karin: Eco-tourism - Misguided Tours. in: Spezial Edition AKZENTE, Focus: People and Ecology. S/30-35, Deutsche Gesellschaft fuer technische Zusammenarbeit (GTZ),  Eschborn
---------------------------------------------------------------------------------------------------
2. Hintergrundinformation

Presseartikelserie							      Sperrfrist: 30.09.97
								      ca.  4800 Zeichen
Presseartikel Nr. 10

Costa Rica im Trend 
Koennen Oekotourismus und Artenreichtum den Regenwald Costa Ricas retten?

Mit 51 000 km2 gerade mal so gross wie das Land Niedersachsen ist Costa Rica eines der artenreichsten und fuer viele eines der schoensten Laender der Erde. Grund ist die geographische Vielseitigkeit des Landes. Eine  bis zu 3 821 Meter aufragende,  teils vulkanische Gebirgskette durchzieht das Land von Norden nach Sueden.  Unterschiedlichste Klimazonen sind vorzufinden. 12 000 bekannte Pflanzen-, 230 Saeugetier-, 900 Vogel- und 400 Amphibien- und Reptilienarten beherbergt das kleine Land.  Viele tausend Arten, vor allem Insekten, so vermuten Experten sind noch nicht bekannt. Sie werden allerdings zu einem grossen Teil auch unentdeckt bleiben. Hochrechnungen besagen, dass pro Tag auf der Erde 50 Tier- und Pflanzenarten aussterben, ohne das Menschen von ihnen Notiz genommen haben.
Die seit 1948 unabhaengige demokratische Republik Costa Rica hat den wahren Schatz der "reichen Kueste", wie Kolumbus das Land in Erwartung von reichen Bodenschaetzen genannt hat, fruehzeitig erkannt. Die aus einer nationalen Verantwortung und Verpflichtung zum Umwelt- und Naturschutz resultierende Schutzgebietspolitik gilt seit den 70er Jahren als  vorbildlich in der Region. Seit den 60er Jahren bis heute wurden 30 Nationalparks eingerichtet, die insgesamt 16 % der Landesflaeche bedecken. Weniger erfreulich sieht es ausserhalb der Schutzgebiete aus. Hier zeigt sich an den immensen Umweltproblemen, das auch Costa Rica eine klassische Bananenrepublik ist. Die Auslandsverschuldung hat zu einem dramatischen Raubbau an der Natur gefuehrt. In wenigen Jahren wurde der groesste Teil der Regenwaelder fuer Rinderweiden, Bananen-, Kaffee-, Ananas-, und Palmoelplantagen geopfert. Auch die Nationalparks sind zunehmend direkt von Abholzung oder indirekt durch die wachsenden Umweltprobleme bedroht.  Gleichzeitig schwinden die Erloese fuer Exportgueter auf dem Weltmarkt.
Verstaendlich, dass Costa Rica, mit seinen ausgezeichneten Voraussetzungen, seine Hoffnungen die Schuldenkrise zu ueberwinden, auf den wachsenden Oekotoursimus setzt. Die oekonomische Inwertsetzung von Schutzgebieten durch den Nationalparktourismus ist einerseits ein wichtiger Schritt in die wirtschaftliche Unabhaengigkeit des Landes, andererseits koennten damit die verbliebenen Regenwaelder, als wichtigstes Kapital dieses neuen Wirtschaftszweiges, gerettet werden. Ob letzteres gelingt, ist allerdings fraglich. Schon jetzt fuehrt der im Trend liegende "Oeko"tourismus zur Ueberfuellung beliebter Nationalparks, in denen das Personal den Schutzaufgaben kaum mehr gerecht werden kann. Auslaendische Tourismuskonzerne, vor allem aus Spanien und Deutschland sowie Gluecksritter verschiedenster Couleur aus Europa und Amerika, die sich durch Landkaeufe Marktanteile sichern, lassen eher daran zweifeln. Stellen sie doch zudem die oekonomischen Gewinne fuer Costa Rica in Frage.
Ein weiterer Versuch Oekonomie und Naturschutz zu verbinden, ist die Oeffnung der Regenwaelder mit ihrem riesigen Genpotential fuer die Pharmaforschung. Costa Rica verkauft Exklusivrechte an Naturstoffen, die sich die Pharmaindustrie patentieren laesst. Abgesehen vom umstrittenen "Patent auf Leben" ist auch hier fraglich, ob der "Ausverkauf" der Regenwaelder Costa Rica den erhofften Nutzen bringt oder nur den Pharmakonzernen mit riesigen Gewinnen die Zukunft sichert.  
Sicherlich kann Oekotourismus die Abhaengigkeit vom Weltmarkt verringern, Arbeitsplaetze schaffen und mit guten Konzepten auch zum Schutz der Regenwaelder in Costa Rica beitragen.  Wichtiger scheint jedoch, das die Costaricaner den Wert ihrer Naturschaetze fuer ihr eigenes Leben erkennen und die Regenwaelder, unabhaengig vom fraglichen oekonomischen Wert, als schuetzenswert erachten. Auch muss der Schutz ueber die Grenzen der Nationalparks hinausgehen. Nur durch einen flaechendeckenden Umweltschutz kann die Artenvielfalt der verblieben Regenwaelder gesichert werden, da man die geschuetzten Gebiete nicht isoliert betrachten kann. 
Die Naturfreundejugend Deutschlands unterstuetzt mit Spenden ein Projekt der Rot-Kreuz-Jugend Costa Ricas im Nationalpark Tortuguero, das auf diese Bewusstseinsaenderung bei der Bevoelkerung hinarbeitet. Ansatz des Projektes ist das neue ganzheitliche Gesundheitsverstaendnis der Rot-Kreuz-Jugend, das die Umwelt einbezieht. In Umweltbildungscamps fuer Jugendliche aus Costa Rica wird modellhaft Umwelterziehung betrieben, wobei der Schutz der Seeschildkroeten, die die Straende von Tortuguero zur Eiablage aufsuchen, fuer die Jugendlichen besonders ansprechend ist. Fuer den Erfolg von derartigen Umweltschutzprojekten ist es jedoch auch wichtig, die dort lebenden Menschen einzubeziehen, d.h. deren Lebensbedingungen zu verbessern. Dies geschieht u.a. durch Aufklaerung ueber Erste Hilfe-Massnahmen und Gesundheitsvorsorge. Von grosser Bedeutung fuer die Bevoelkerung ist die Verbesserung der hygienischen Bedingungen. Dies leistet das Tortuguero-Projekt mit der Installation von Wasserpumpen, die die Versorgung der Bevoelkerung mit einwandfreiem Trinkwasser gewaehren.

Weitere Infos:
Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald" und zum Tortuguero-Projekt, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/8041, Fax 02228/8434, e-mail: nfjd@gaia.de

Unter einem Sombrero? massenhafter "Oeko"tourismus in Costa Rica. in: Blaetter des Informationszentrum dritte Welt (iz3w), Nr. 214 Juni/Juli 96, S. 20, 21.

Patent auf Leben. - Genetische Vielfalt als geistiges Eigentum? in: Globus 10-11/94, S. 40-43.

Weidenbach, Thomas: Gentechnik - Der suesseste Stoff der Welt: Talin. in: Globus 10-11/94.

Kampagne "Kein Patent auf Leben!", Frohschammerstr. 14, 80807 Muenchen

Wulf, Kirsten: Forest management, Biodiversity - Farewell to the myth of the sacred rain forest. in: Spezial Edition AKZENTE, Focus: People and Ecology. S/10-17, Deutsche Gesellschaft fuer technische Zusammenarbeit (GTZ),  Eschborn

Adelmann, Karin: Eco-tourism - Misguided Tours. in: Spezial Edition AKZENTE, Focus: People and Ecology. S/30-35, Deutsche Gesellschaft fuer technische Zusammenarbeit (GTZ),  Eschborn

---------------------------------------------------------------------------------------------------3. Kinderinfo

Presseartikelserie							      Sperrfrist: 30.09.97
								      ca. 6300 Zeichen
Presseartikel Nr. 11

Retten wir die gruene Seeschildkroete
Das Regenwald-Projekt Tortuguero

Die riesigen Seeschildkroeten leben in allen Meeren der Tropen und Subtropen. Und da sie zu den Reptilien zaehlen, legen sie, wie zum Beispiel auch Schlangen und Eidechsen bei uns, Eier aus denen die kleinen Schildkroeten schluepfen.
Ihre Eier muessen die Seeschildkroeten, wie alle anderen Reptilien, an Land ablegen, denn das salzige Meerwasser wuerde die Eierschalen zerstoeren. Die Seeschildkroeten besuchen daher zur Eiablage immer wieder ganz bestimmte Straende.  Industrieanlagen, Touristen, giftige Chemikalien, Oel und Plastikabfaelle machen diese Straende immer weniger fuer die Eiablage brauchbar. Und weil sich die Seeschildkroeten dadurch nicht mehr ungestoert vermehren koennen, gibt es immer weniger von ihnen.
Einer der wenigen Straende, an die die Schildkroeten noch zur Eiablage kommen, befindet sich in Costa Rica, einem kleinen Land in Mittelamerika. Dort haben die Schildkroeten dem Nationalpark Tortuguero im Regenwald Costa Ricas, zu dem der Strand gehoert, sogar den Namen gegeben. Tortuguero ist naemlich der spanische Name fuer Schildkroete. Jedes Jahr kommen hier fuenf verschiedene Arten von Seeschildkroeten her, um ihre Eier abzulegen. Darunter befindet sich neben der gruenen See- oder Suppenschildkroete auch die Lederschildkroete. Sie ist mit einer Groesse von bis zu 2 Metern Laenge und ueber 700 kg Gewicht  die groesste Seeschildkroete. Manche der Schildkroeten schwimmen von ihren Seegrasgruenden - Seegras und Algen sind ihre Nahrung - mehr als 1000  Kilometer, um zwischen Juli und Oktober den Strand von Tortuguero zu erreichen.
In der Nacht wird es dann spannend. Waehrend die maennlichen Schildkroeten im Wasser bleiben, wandern  die weiblichen Tiere zielstrebig den Strand hinauf. Sie sind mehr als ein Meter lang und haeufig ueber 100 Kilo schwer. Darum kommen sie auch nur im Zeitlupentempo voran. Ihre flossenartigen Gliedmassen  hinterlassen im Sand eine Spur wie die eines Traktors. Staendig sieht  sich die Schildkroete nach Gefahren um. Und wenn sie gestoert wird, kehrt sie sofort ins Meer zurueck! 
Hat die Schildkroete den geeigneten Eiablageplatz im Sand gefunden, kommen die Vorderflossen zum Einsatz. Mit ihnen graebt sie eine Mulde, in die sie hinein passt. Anschliessend schafft sie hinter sich die Mulde (Bank) fuer die Eier, indem sie den ganzen Koerper und insbesondere die hinteren Flossen hin und her bewegt.   Inzwischen koennen eineinhalb Stunden oder sogar mehr Zeit vergangen sein, seit die Schildkroete das Meer verlassen hat.  Und jetzt kommt der Grund fuer die ganze Muehe. In 20-30 Minuten legt die Schildkroete ca. hundert feuchte, lederartige Eier ab, die sie anschliessend mit Hilfe der Vorderflossen sorgfaeltig mit Sand bedeckt.  Dann geht es zurueck ins Meer. In einem Abstand von 10 bis 12 Tagen kommt die Schildkroete nun noch bis zu 6 mal zum Eierablegen an den Strand bevor sie wieder in ihre Seegrasgruende an einer fernen Kueste zurueckkehrt. Danach wird sie erst nach zwei bis fuenf Jahren wieder an den Strand von Tortuguero zur Eiablage kommen.     
 Wenn die Eier der Schildkroete nicht durch Seewasser oder Regen zerstoert oder gar von Menschen geraubt werden, schluepfen nach 60 Tagen im warmen Sand  waehrend der Nacht tausende kleiner Schildkroeten. Auf dem Strand wimmelt es nur so, denn die Kleinen versuchen moeglichst rasch das Meer zu erreichen.
Warum gibt es dann aber immer weniger Seeschildkroeten, wenn doch so viele jedes Jahr schluepfen? Kaum aus dem schuetzenden Ei heraus, drohen der Minischildkroete schon jede Menge Gefahren. Voegel, Krabben und manchmal auch Hunde warten nur darauf eine von ihnen zu erwischen. Haben sie trotzdem das Meer irgendwie erreicht, gibt es fuer viele der kleinen Schildkroeten keinen geschuetzten Lebensraum. So wird aus ganz wenigen von ihnen eine erwachsene Schildkroete, die wiederum Eier legen kann. Bis dahin vergehen allerdings 15 Jahre voller Gefahren. Die Eier und das Fleisch der "Suppenschildkroete" werden von Menschen gegessen oder als Delikatesse verkauft. Viele Schildkroeten verfangen sich in Fischernetzen und sterben, weil sie nicht mehr an die Wasseroberflaeche zum Atmen koennen. Andere verschlucken Plastiktueten aus den  benachbarten Bananenplantagen und ersticken elend daran. Die Karettschildkroete wird getoetet, weil man aus ihrem Panzer unnoetigen Schmuck und Souveniers herstellt. Durch die zunehmende Besiedelung und die Verschmutzung der Umwelt geht aber auch immer mehr Lebensraum fuer die Seeschildkroeten verloren.
Wenn die Seeschildkroeten nicht fuer immer von der Erde verschwinden sollen, muss man sie und die Lebensraeume, die ihnen geblieben sind, schuetzen. Und das wollen die Kinder und Jugendlichen der Rot-Kreuz-Jugend Costa Ricas, die ein Projekt gegruendet haben, das von der Naturfreundejugend Deutschlands mit Spenden unterstuetzt wird.  Es steht unter dem Motto "Retten wir die gruene Seeschildkroete". Jedes Jahr kommen sie zu einem Umweltcamp in den Nationalpark Tortuguero. Dort lernen sie an vielen Beispielen wie wichtig eine gesunde Umwelt fuer sie selbst und ihre Gesundheit ist und sie haben tolle Erlebnisse im Regenwald.  Alle, die einmal die Eiablage der gruenen Seeschildkroete miterlebt haben, sind begeistert von diesem Wunder der Natur und werden es bestimmt nie mehr vergessen. Sie fuehlen, wie wichtig es ist, diese wunderbaren Tiere und ihren Lebensraum zu schuetzen. Nacht fuer Nacht bewachen die Kinder- und Jugendlichen daher den kilometerlangen Strand von Tortguero, um die Schildkroeten vor allzu neugierigen Touristen oder Eierraeubern zu schuetzen. Schildkroeten kommen nur an Land, wenn es absolut dunkel ist. Schon der Schein einer Taschenlampe oder der Blitz eines Fotoapparates kann die Schildkroete zur Umkehr ins Meer bringen.  Die Eier, die sie dann im Salzwasser ablegt, werden zerstoert und sind verloren. 
Zweimal konnten auch schon costricanische und deutsche Kinder- und Jugendliche  gemeinsam waehrend eines Umweltcamps in Tortuguero den phantastischen Regenwald und die gigantische gruene Seeschildkroete kennenlernen. Aber auch wir zu Hause, Kinder und Erwachsene, koennen viel dazu tun, damit die Seeschildkroeten nicht von der Erde verschwinden.  Wenn wir weniger Energie und Rohstoffe, die haeufig aus den Regenwaeldern stammen, verbrauchen, koennen auch wir dazu beitragen, das die Lebensraeume der Seeschildkroeten erhalten bleiben. Wer die Arbeit der Rot-Kreuz-Jugend zur Rettung der Seeschildkroeten direkt unterstuetzen will, der kann dies durch eine Spende fuer das Toruguero-Projekt an die Naturfreundejugend Deutschlands tun.

 Weitere Infos:
Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald" und zum Tortuguero-Projekt, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/8041, Fax 02228/8434, e-mail: nfjd@gaia.de

Naturfreundejugend Deutschlands: Eine Welt, zum Beispiel .... Regenwald. Broschuere, 36 Seiten, 9,80 DM (Bezug ueber die Bundesgeschaeftsstelle der Naturfreunde Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen)  

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
4.	Tips

	Tip 1	Fuer welche Regenwald-Projekte sollte man spenden?
	Tip 2	Pro und Contra Regenwaldkauf
	Tip 3	Reise in den Regenwald? - Was man bedenken sollte.
	Tip 4	Das Tortuguero-Projekt der Naturfreundejugend Deutschlands
	

Presseartikelserie							      Sperrfrist: 30.09.97
								      ca. 4100 Zeichen
Presseartikel Nr. 12

Tip 1

Fuer welche Regenwald-Projekte sollte man spenden?

In Deutschland wird fuer eine Vielzahl von Projekten, die sich in unterschiedlichster Weise fuer die Rettung der Regenwaelder einsetzen, geworben. Die Bandbreite reicht von Projekten zum Kauf von Regenwaeldern, zur nachhaltigen Nutzung von Regenwaeldern, zur oekologisch orientierten Landwirtschaft in den Tropen bis zu Umweltbildungsprojekten.  Naturschutz- und Umweltorganisationen, kirchliche Einrichtungen, Hilfsorganisationen engagieren sich auf vielfaeltige Weise und bieten jedem Spendenwilligen eine den Neigungen entsprechende Moeglichkeit der finanziellen Unterstuetzung.
Da der Konkurrenzkampf um die potentiellen Spender gross ist, muss in der Oeffentlichkeit entsprechend wirksam fuer die eigenen Projekte aufmerksam gemacht werden. So z.B. durch ansprechende Prospekte, in denen mit attraktiven Projekten oder faszinierenden Tieren geworben wird. Allerdings versuchen sich auch Betrueger so auf Kosten gutglaeubiger Spender selbst zu bereichern. Doch wie erkennt man solche unserioesen Projekte? Eine kritische Betrachtung der Briefwurfsendung, des Faltblattes etc. hilft weiter. Sind Fotos falsch beschriftet und weist der Text Ungereimtheiten auf, ist das ein Zeichen von fehlendem Sachverstand. Gibt es keine steuerlich absetzbare Spendenquittung, fehlt die Angabe einer festen Adresse ist nur ein Postfach angegeben und/oder ist die Sendung mit einer schwungvollen unleserlichen Unterschrift des vermeintlichen Praesidenten unterzeichnet, dessen Name im Text nicht genannt ist, dann ist Vorsicht angesagt.
Aber auch bei gutgemeinten Projekten kann es aus Unkenntnis und Unerfahrenheit zu Pannen kommen. So ist der richtige Umgang mit den Spendengeldern von entscheidender Bedeutung. Hohe Inflationsraten in den Ziellaendern machen es beispielsweise notwendig, in einer stabilen Waehrung zu ueberweisen (z.B. Dollar), damit die Spendengelder nicht durch den offiziellen Umtauschkurs in die Landeswaehrung drastisch schrumpfen. Gesichert muss auch sein, dass die Spenden ueber eine Vertrauensperson tatsaechlich dem Projekt zu gute kommen und nicht in dunklen (Privaten) Kanaelen versickern. Taktisch kluges und sensibles Vorgehen zum Beispiel bei einem beabsichtigten Kauf von Regenwald ist angesagt, um einerseits Wucherpreise und andererseits im Zielland den Eindruck einer (kolonialzeitlichen) Bevormundung zu vermeiden. Wichtig sind Partnerschaftlichkeit und politisches Fingerspitzengefuehl gegenueber dem Zielland, das eine gewisse  Erfahrung und intensive Landeskenntnisse der Organisation oder des beauftragten Koordinators voraussetzt.
Bevor man sich zu einer Spende entscheidet, sollte man verschiedene Fragen positiv beantworten koennen.

- Ist die Organisation als gemeinnuetzig anerkannt, kann sie eine steuerlich absetzbare Spendenquittung         ausschreiben?
- Ist die Organisation anhand von Adresse und Bankverbindung im Inland greifbar?
- Wird eine lokale Naturschutzorganisation genannt, die das Projekt vor Ort betreut?
- Steht die lokale Bevoelkerung zu dem Projekt und profitiert sie davon?
- Sind die Mitarbeiter der Organisation fuer ihre Aufgabe qualifiziert?
- Kann sich das Projekt in absehbarer Zeit ohne Spendengelder selbst tragen?
- Hat die Organisation die Kontrolle ueber die Verwendung des Geldes?
- Gibt es oeffentliche Berichte ueber das Projekt, wird Rechenschaft abgelegt?
- Erfolgt die Weiterleitung der Gelder innerhalb kurzer Zeit (oder bleibt es in der Verwaltung oder auf der Bank)?
- Gibt es unter den Projektorganisatoren jemanden, der das Projekt aus eigner Anschauung kennt?
- Setzen sich bekannte Persoenlichkeiten fuer das Projekt ein?
Falls diese Fragen anhand des Spendenaufrufs nicht zu beantworten sind, sollte man weitere Informationen anfordern. Ist die Organisation in absehbarer Zeit nicht in der Lage, diese Auskuenfte zu geben, sollte man sich ein anderes Projekt, das die oben genannten Kriterien erfuellt, suchen.
(Quelle: Ein Herz fuer Tiere/ Extra-Nr. 2: Weltwunder Regenwald. S. 96,97).

Weitere Infos:
Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. - ASW (Hrsg.): Wir kaufen keinen Regenwald! (Faltblatt, Bezug: ASW, Hedemannstr. 14, 10963 Berlin)

Pro Regenwald (Hrsg.): Schutz durch Kauf? (Bezug: Pro Regenwald, Frohschammerstr. 14, 80807 Muenchen)

BUNDjugend (Hrsg.) (1997): Tips zur Saison - Umwelt mit Kindern erleben. Schwerpunktthema Tropischer Regenwald, Heft 1/97.(Bezug: BUNDjugend, Postfach 300249, 53182 Bonn) 

Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald" und zum Tortuguero-Projekt. Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/8041, Fax 02228/8434, e-mail: nfjd@gaia.de

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Tip 2										Sperrfrist: 30.09.97
										ca. 4300 Zeichen 

Pro und Contra Regenwaldkauf
Der Kauf von Regenwald ist bei Kindern und Jugendlichen besonders beliebt, ist doch durch das einfache Konzept - man kauft den Wald, um Ihn vor Zerstoerung zu schuetzen - gut greifbar und auf den ersten Blick sehr effektiv. Seit der Gruendung des Vereins "Kinderregenwald" entstehen vor allem in Costa Rica immer neue Landkauf-Projekte z.B., um Schutzgebiete fuer bestimmte Arten zu schaffen. Sie koennen mit weit mehr Spendengeldern rechnen als viele alternative Regenwaldprojekte, denn der Erfolg laesst sich an der Zahl der gekauften  Quadratmeter direkt und anschaulich messen. Auf den ersten Blick scheint der Kauf einen sehr effektiven Schutz zu versprechen.
Doch sind solche Projekte auch zukunftsorientiert? Sie koennen es sein, wenn sich ein Projekt nicht auf den Regenwaldkauf beschraenkt, denn dieser aendert nichts an den Zerstoerungsursachen. Werden akut gefaehrdete Gebiete oder solche, in denen eine Tierart einen ihrer letzten Lebensraeume findet, erworben, ist dies mit Sicherheit sinnvoll. Fuer die Sensibilisierung der Oeffentlichkeit sind solche Landkaeufe aufgrund der direkten Erfassbarkeit sehr wichtig und werbewirksam. Doch mit dem Kauf alleine ist es nicht getan. Besitz bedeutet in den meisten Tropenlaendern nicht gleich Kontrolle. So muessen Schutzgebiete auch sachgemaess verwaltet, bewacht und bewirtschaftet werden.
Der alleinige Kauf von Regenwald kann kein Allheilmittel sein. Wer sich fuer ein Regenwald(kauf)-Projekt entscheidet, sollte darauf achten, dass das Projekt bewusst auf eine Veraenderung der Zerstoerungsursachen hingewirkt, d.h. auch die lokale Bevoelkerung eingebunden ist. Umweltbildung und -erziehung mit dem Ziel einer Bewusstseinsaenderung,  Unterstuetzung von politischen Forderungen, Verbesserung von Lebensbedingungen und die langsame AEnderung von Umweltgesetzen und  sozialen Verhaeltnissen in den Laendern sollten inhaltliche Schwerpunkte bilden. Aber auch Projektinhalte die auf die Aenderung des Konsumverhaltens in den Industrielaendern hinarbeiten, sind von grosser Wichtigkeit fuer den Erhalt der Regenwaelder. Wir koennen uns nicht von der Mitverantwortung an der weltweiten Zerstoerung der Regenwaelder freikaufen, indem wir ein Stueck Regenwald erwerben bzw. eine Patenschaft uebernehmen und es anderen ueberlassen, etwas aus dem Geld zu machen.
Die Organisation Pro Regenwald hat eine ausfuehrliche Checkliste fuer Regenwald(kauf)-Projekte erstellt, die es einem erleichtert, die Sinnhaftig- und Glaubwuerdigkeit von zur Auswahl stehenden Projekten zu beurteilen. Neben allgemeinen Kriterien, wie der Gemeinnuetzigkeit der Traegerorganisation (steuerlich absetzbare Spendenquittung), der Greifbarkeit (Adresse und Bankverbindung im Inland), sind die Auskuenfte ueber die konkrete Verwendung der Gelder, die lokal verantwortliche Organisation, die Einbeziehung der lokalen Bevoelkerung in Projektentscheidungen, die Vorteile der lokalen Bevoelkerung aus dem Projekt und die Sicherstellung der Bewahrung ihrer Lebens- und Wirtschaftsbasis wichtige Entscheidungshilfen.
Speziell bei Landkaufprojekten sollte geprueft werden,
- ob andere Moeglichkeiten der Walderhaltung wahrgenommen wurden,
- begleitende Massnahmen (Initiativenfoerderung, Bildungsarbeit etc.) gefoerdert werden,
- genauere Aussagen zum Grundstueck ( Groesse, derzeitiger Besitzer, Preis)  und zu den Nebenkosten des Grundstueckserwerbs gemacht werden koennen,
- ob ausgeschlossen ist, dass Landverkaeufer mit dem Erloes andernorts Regenwald erwerben oder roden,
- ob das Gebiet einen gesetzlichen Schutzstatus hat oder erhaelt und dieser auf Dauer gewaehrleistet bleibt,
- sichergestellt ist, dass keine Ansprueche Dritter auf das Land bestehen (z.B. traditionelle Landrechte),
- ob der Verkauf freiwillig und zu ortsueblichen Preisen erfolgt
und ausgeschlossen ist, dass das Gebiet vorwiegend der Nutzung durch Tourismusfirmen dient.
Fehlende Informationen sollten auf jeden Fall bei den zustaendigen Organisationen eingeholt werden. Empfehlenswert ist eine Spende nur dann, wenn das Projekt die oben genannten Kriterien erfuellt.

Weitere Infos.
Pro Regenwald (Hrsg.): Schutz durch Kauf? (Bezug: Pro Regenwald, Frohschammerstr. 14, 80807 Muenchen)

Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. - ASW (Hrsg.): Wir kaufen keinen Regenwald! (Faltblatt, Bezug: ASW, Hedemannstr. 14, 10963 Berlin)

Ein Herz fuer Tiere/ Extra-Nr. 2: Weltwunder Regenwald. S/ 96,97.

BUNDjugend (Hrsg.) (1997): Tips zur Saison - Umwelt mit Kindern erleben. Schwerpunktthema Tropischer Regenwald, Heft 1/97.(Bezug: BUNDjugend, Postfach 300249, 53182 Bonn) 

Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald": Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/8041, Fax 02228/8434, e-mail: nfjd@gaia.de
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Tip 3									            Sperrfrist: 30.09.97
									            ca.  4400 Zeichen

Reise in den Regenwald? - Was man bedenken sollte.
Verstaendlich, wenn man am Schutz des Regenwaldes interessiert ist, engagiert ist oder ein Projekt mit Spenden unterstuetzt, dass man auch gerne mal den Regenwald life erleben will.  Die Angebote sind angesichts des boomenden "Oeko"tourismus vielfaeltig.  Besonders beliebt ist Costa Rica, das mit seinen vielen Nationalparks und seiner abwechslungsreichen Natur ein ideales Ziel darstellt. Ein neuer Trend geht sogar in Richtung Projekttourismus.
Trotz der verlockenden Angebote sollte man sich, wenn man ein Interesse an einer intakten Umwelt und am Erhalt der Waelder hat, gut ueberlegen, ob man eine Reise in den Regenwald antritt. Schon ein Flug traegt massgeblich zur Energieverschwendung und damit zur Klimakatastrophe bei. Die Oelgewinnung zerstoert direkt zehntausende Hektar Regenwald beispielsweise in Peru und Ecuador. 
Tourismus verursacht zudem immer Verkehr, erfordert Infrastruktur, Strassen, Flugplaetze, Unterkuenfte, Versorgungseinrichtungen denen Regenwald zum Opfer faellt. Er produziert Umweltbelastungen (Luftverschmutzung und Energieverbrauch, Wasserentnahme, Muell, Abwasser etc.). Steigender Regenwaldtourismus gefaehrdet zunehmend die eigentliche Aufgabe von Nationalparks. Schutzaufgaben muessen gegenueber der Betreuung und Lenkung von Touristen zurueckgestellt werden, da es haeufig an Personal fehlt. 
Die ungestoerte Entwicklung  des Oekosystem ist durch die wachsende Zahl der Touristen, die die Nationalparks besuchen in Frage gestellt (Stoerung der Fauna, Niedertreten von Pflanzen, Verkehrslaerm, Abgase etc.). Tragfaehigkeitsstudien fuer Schutzgebiete sollen Abhilfe schaffen, indem sie als Grundlage fuer die Lenkung und Verteilung der Touristenstroeme dienen.
Die finanzkraeftigen Besucher "verderben die Preise", d.h. lassen die Lebenshaltungskosten fuer die einheimische Bevoelkerung anwachsen. Der Besuch von Nationalparks ist fuer die heimische Bevoelkerung durch die an Touristenniveau angepassten Preise nicht erschwinglich. Durch die zunehmende Beliebtheit des "Oeko"tourismus wachsen an den Grenzen der Nationalparks die Hotels meist auslaendischer Konzerne. Fuer die Einheimischen entstehen nur wenige neue Arbeitsplaetze waehrend die Landpreise z.B. fuer die Bauern steigen.
Umweltvertraeglich ist eine Reise in den Regenwald auf keinen Fall, denn am Anfang und am Ende steht immer der Flug. Wer sich dennoch fuer einen Besuch im Regenwald entschliesst, der sollte wenigstens versuchen, sich im Zielland weitgehend an sanfttouristischen Kriterien zu orientieren.
- intensive Reisevorbereitung (Sprache lernen, Reiseliteratur lesen, sich ueber die poltische Situation und den  Alltag der Menschen informieren)
- selbst den Reiseverlauf planen
- oeffentliche Verkehrsmittel benutzen,
- Planung einer dem Aufwand (Flug, lange Anreise) angemessenen Aufenthaltszeit
- Unterkunftsangebote der heimischen Bevoelkerung wahrnehmen, statt in Luxusherbergen abzusteigen
- der heimischen Bevoelkerung tolerant, respektvoll, offen und ohne Ueberlegenheitsgehabe gegenuebertreten. Kontakte knuepfen, Interesse an der anderen Art des Lebens, sich mit den Sitten und Gebraeuchen vertraut machen
- sich an die landesueblichen Gewohnheiten anpassen (z.B. anderer Zeitbegriff)
- auf westlichen Luxus verzichten, landesuebliches Essen bevorzugen
- nicht von einer Attraktion zur anderen hetzen, sondern langsam und erlebnisorientiert reisen, Platz fuer spontane Entscheidungen offen lassen
- Verzicht auf Extremes, Exotisches und Prestigetraechtiges 
- die in den Nationalparks geltenden Vorschriften beachten, auf "Extratouren" verzichten, auf den Wegen bleiben, sich einem einheimischen Fuehrer anvertrauen
- Weder Pflanzen noch Tiere der Natur entnehmen, keine unbelebte Natur zerstoeren (Steinmonumente etc.)
- Verzicht auf zweifelhafte Souveniers, lieber Reisetagebuch schreiben, fotografieren, zeichnen 
Besser ist es allerdings, das Geld statt fuer UEberseereisen fuer Umweltprojekte auszugeben.

Weitere Informationen:
Unter einem Sombrero? Massenhafter "Oeko"tourismus in Costa Rica. in: Blaetter des Informationszentrum dritte Welt (iz3w), Nr. 214 Juni/Juli 96, S. 20, 21.

Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald": Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/8041, Fax 02228/8434, e-mail: nfjd@gaia.de


Tip 4					  					Sperrfrist: 30.09.97
										ca.  5000 Zeichen

Das Tortuguero-Projekt
Der Nationalpark Tortuguero an der Karibikkueste Costa Ricas umfasst ca. 19.000 ha Regenwaldgebiet mit einem jaehrlichen Niederschlag von 5.000 bis 6.000 mm. Es ist eines der artenreichsten Oekosysteme der Welt. Neben ungezaehlten Pflanzenarten werden im Nationalpark mehr als fuenfzehn vom Aussterben bedrohte Grosstiere wie Tapir, Jaguar oder drei Affenarten geschuetzt. In einem ausgedehnten Kanal- und Flusssystem leben z.B. mehr als 55 verschiedene Sardinenarten oder auch eine Spezies eines Suesswasserhais. Mehr als 300 verschiedene Arten von Wasservoegeln wurden bisher identifiziert. In der Sonne liegende Krokodile machen auf Touristen ebensoviel Eindruck wie der Gaspar-Fisch, ein lebendes Fossil, das sein Aussehen seit 80 Millionen Jahren nicht veraendert hat.
Als Besonderheit gehoert zum  Nationalpark einer der wenigen Straende der Region, an die die Schildkroeten zur Eiablage kommen. Sie haben dem Nationalpark den Namen (Tortu = Schildkroete) gegeben. Jedes Jahr kommen hier fuenf verschiedene Arten von Seeschildkroeten her, um ihre Eier abzulegen. Darunter befindet sich neben der gruenen See- oder Suppenschildkroete auch die Lederschildkroete. Sie ist mit einer Groesse von bis zu 2 Metern Laenge und ueber 700 kg Gewicht  die groesste Seeschildkroete.
Hier ist das Tortuguero-Projekt angesiedelt, das die Rot-Kreuz-Jugend ausgehend von ihrem neuen ganzheitlichen Gesundheitsverstaendnis, das den Umweltschutz einbezieht, ins Leben gerufen hat.
Beim Deutschen Umwelttag 1992 entstand der erste Kontakt zwischen der der Rot-Kreuz-Jugend Costa Ricas und der Naturfreundejugend Deutschlands. Daraus hat sich inzwischen eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit entwickelt. Sie findet im von der Rot-Kreuz-Jugend organisierten und von der Naturfreundejugend durch Spenden unterstuetzten Tortuguero-Projekt ihren Ausdruck.
Schwerpunkte des Tortuguero-Projekts sind der Schutz des costaricanischen Regenwaldes, Umweltbildungscamps fuer Jugendliche aus Costa Rica und der fuer Jugendliche besonders ansprechende Schutz der gruenen Seeschildkroeten. Die im Nationalpark lebenden Menschen werden ebenfalls in das Projekt einbezogen. Durch Aufklaerung ueber Erste-Hilfe-Massnahmen und Gesundheitsvorsorge, durch die Verbesserung der hygienischen Bedingungen, z.B. durch die Foerderung einwandfreien Trinkwassers, werden ihre Lebensbedingungen verbessert.
Mit der konkreten Projektarbeit als anschaulichem Handlungsbeispiel wollen die Rot-Kreuz-Jugend Costa Ricas und die Naturfreundejugend Deutschlands die Einsicht von Jugendlichen hinsichtlich Mitverantwortung an der Regenwaldzerstoerung foerdern. Es sollen aber auch Moeglichkeiten, die jeder Einzelne in beiden Laendern hat, sich an der Loesung der bestehenden Probleme zu beteiligen, aufgezeigt werden.

Ziel des Projektes ist es,
- die Umweltbildung von Jugendlichen in Bezug auf das Oekosystem Regenwald zu foerdern,
- die Umweltbildung und Gesundheitserziehung der Kinder und Jugendlichen vor Ort zu unterstuetzen,
- die Rot-Kreuz-Jugend dabei zu unterstuetzen, in der Oeffentlichkeit Costa Ricas die Bedeutung des Schutzes der Seeschildkroeten in Tortuguero und des Oekosystems Regenwald zu verdeutlichen,
- den interkulturellen Austausch und den Erfahrungs- und Meinungsaustausch ueber Umweltpojekte zwischen costaricensischen und Jugendlichen aus Deutschland zu foerdern,
- Projekte zur Unterstuetzung der Umweltarbeit in Tortuguero und zur Lebensstilaenderung in Deutschland im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu initiieren,
- die Schutzmassnahmen der Nationalpark-Ranger zu unterstuetzen.

Das Projekt will Jugendliche in Deutschland zur kulturellen Auseinandersetzung mit den Tropenlaendern und ihren Chancen und Problemen anregen. So ist der intensive gegenseitige Informationsaustausch zwischen den Partnern ueber das jeweilige Engagement zum Schutz tropischer Lebensraeume ein wichtiger Projektbestandteil.
An den Umweltbildungscamps, die fuer Jugendliche aus Costa Rica durchgefuehrt werden, koennen auch Jugendliche aus Deutschland, die sich in Regenwaldgruppen engagieren bzw. als Multiplikatoren taetig sind, teilnehmen. Interkulturelle Begegnung beim gemeinsamen Erleben und Arbeiten, ungewoehnliche Herausforderungen, neue Erfahrungen stehen im Mittelpunkt der Camps im Nationalpark Tortuguero.
Ebenso kommen zur Foerderung des gegenseitigen Austauschs Vertreter der Rot-Kreuz-Jugend Costa Ricas auf Einladung der Naturfreundejugend zum Arbeitsbesuch nach Deutschland. Jugendarbeit und -politik in Deutschland und die  Umweltbildungsarbeit der Naturfreundejugend sind Schwerpunkte des Aufenthaltes. Die Besucher erhalten Einblicke in die deutsche Umweltproblematik, das deutsche Nationalpark-Konzept sowie die Umwelt- und Naturschutzgesetzgebung.
Wer das Regenwaldprojekt Tortuguero finanziell unterstuetzen will, kann unter dem Stichwort "Tortuguero-Projekt" auf das Konto Nr. 1 027 578 400 bei der Bank fuer Gemeinwirtschaft in Bonn (BLZ 380 101 11) spenden und erhaelt auf Wunsch eine Spendenquittung.

Weitere Infos:
Naturfreundejugend Deutschlands "Tu was fuer den Regenwald", Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/8041, Fax 02228/8434, e-mail: nfjd@gaia.de

Naturfreundejugend Deutschlands: Eine Welt, zum Beispiel .... Regenwald. Broschuere, 36 Seiten, 9,80 DM (Bezug ueber die Bundesgeschaeftsstelle der Naturfreunde Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen)  
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
5.	Info zur Regenwaldausstellung der Naturfreundejugend

"Eine Welt, zum Beispiel..........Regenwald"

lautet der Titel der neuen Ausstellung der Naturfreundejugend Deutschlands. Auf 12  grossen Tafeln wird die faszinierende Welt des Regenwaldes gezeigt. Schwerpunkt ist jedoch die kritische Auseinandersetzung mit der zunehmenden offensichtlich nicht aufzuhaltenden Regenwaldvernichtung. Die Ausstellung beleuchtet Themenbereiche kommerzieller Holzeinschlag, Grossprojekte zur Gewinnung von Bodenschaetzen und Energie, exportorientierte Landwirtschaft, weltwirtschaftliche Verflechtungen sowie Verschuldungskrise der "Dritte-Welt-Laender" und ihre Folgen. Gleichzeitig zeigt sie Handlungsmoeglichkeiten auf, indem Sie Wege aufweist, wie jeder durch einen bewussteren Energie- und Rohstoffverbrauch zur Rettung des Regenwaldes beitragen kann.

Die Ausstellung ist kostenlos zu entleihen. Der Entleiher traegt die Kosten fuer den Hin- und Ruecktransport bzw. den Weitertransport (in der Regel mit der Deutschen Bundesbahn) zum naechsten Entleiher. Das Risiko fuer Schaeden traegt der Entleiher vollstaendig.
Bestelladresse: Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel.: 02228/8041, Fax: 02228/8434


Text fuer Jugendzeitschriften
"Eine Welt, zum Beispiel..........Regenwald"

Warum eine Welt? Was haben wir mit der Regenwaldzerstoerung in den Tropen zu tun?
Diese und andere Fragen beantwortet anschaulich und fuer jedermann verstaendlich die neue 12-teilige Ausstellung der Naturfreundejugend Deutschlands. Unter den Themenpunkten :Prima Klima, Tausendundeine Art, die Katastrophe, alles Banane?, die lieben Rindviecher, Schrittmacher der Zerstoerung, Projekte der Superlative, die Armen zahlen an die Reichen, wird zum einen die faszinierende die Welt eines der wichtigsten Oekosysteme unserer Erde beschrieben, zum anderen wird seine Gefaehrdung durch die ruecksichtslose Ausbeutung von Natur und Bodenschaetzen dargestellt und weltweite Verflechtungen aufgezeigt. Was der Einzelne tun kann um die Regenwaldzerstoerung und damit die weltweit spuerbaren Folgen aufzuhalten, zeigt eine Tafel mit dem Motto "Global denken - Lokal handeln". Wie man auch Vorort taetig werden kann, zeigt eine Tafel, die das Umweltbildungsprojekt der Naturfreundejugend Deutschlands in Costa Rica vorstellt.

Diese tolle Ausstellung, die sowohl bei Aktionen in der Schule, im Jugendhaus innerhalb von Arbeitsgruppen etc. zum Einsatz kommen kann, koennt ihr kostenlos ausleihen. Ihr tragt lediglich die Kosten fuer den Hin- und Ruecktransport bzw. den Weitertransport (in der Regel mit der Deutschen Bundesbahn) zum naechsten Entleiher. Das Risiko fuer Schaeden muesst ihr allerdings tragen.

Bestelladresse: Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel.: 02228/8041, Fax: 02228/8434
---------------------------------------------------------------------------------------------------
6. 	Info zur Regenwaldbroschuere der Naturfreundejugend

Kurzfassung

Eine Welt, zum Beispiel ... Regenwald

Die umfangreiche Broschuere mit dem Titel "Eine Welt, zum Beispiel...Regenwald" beschreibt der Regenwald in seiner Schoenheit und Vielfalt aber auch in seiner Funktion als Lebensraum, Oekosystem und Wirtschaftsfaktor, an dem sich weltwirtschaftliche Zusammenhaenge besonders gut verdeutlichen lassen, dargestellt. Aktionsbeispiele und das Projekt in Costa Rica werden vorgestellt und Vorschlaege fuer Verhaltensaenderungen gemacht. die 36seitige, farbige DIN A4-Broschuere kostet DM 9,80 zzgl. Versandkosten.
Bestelladresse: Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen; Tel.: 02228/8041, Fax: 02228/8434


Langfassung:

Eine Welt, zum Beispiel ... Regenwald

"Vor gar nicht allzu langer Zeit war auch das Land, auf dem wir heute leben, mit einem dichten Wald bedeckt." Schon im Vorwort der Broschuere der Naturfreundejugend Deutschlands wird die Bruecke vom tropischen Regenwald zur Situation in den westlichen Industriestaaten geschlagen. 
Der Regenwald, eines der wichtigsten Oekosysteme unseres Planeten, wird bild- und facettenreich beschrieben. Artenreichtum, natuerliche Kreislaeufe sowie die Gefaehrdung des Regenwaldes und damit auch des Weltklimas durch Grossprojekte, Erschliessungsmassnahmen und Tropenholzexport werden umfassend und leicht verstaendlich dargestellt.
Die 36seitige, farbige DIN A4-Broschuere stellt den Regenwald aber nicht nur in seiner Schoenheit und Vielfalt dar, sondern auch als Lebensraum, Oekosystem und Wirtschaftsfaktor, an dem sich weltwirtschaftliche Zusammenhaenge besonders gut verdeutlichen lassen. Verbindungen zur Verschuldungskrise, zum Konsumverhalten, zur Weltwirtschaftsordnung und zur internationalen Umweltpolitik werden herbeigeleitet und bewertet. Aktionsbeispiele, die Vorstellung eines Projektes in Costa Rica und Vorschlaege fuer Verhaltensaenderungen hier runden die Arbeitshilfe ab.

Kurzbeschreibung 
Eine Broschuere ueber den Regenwald, seinen Artenreichtum, seine oekologischen Prozesse, seine Faszination, seine Kreislaeufe, seine Bedeutung fuer das Weltklima, aber auch seine Ausbeutung, seine Bedrohung und seine wirtschaftliche Bedeutung
-	mit Zahlen, Daten und Fakten
-	mit Hintergruenden und Zusammen	haengen
-	Mit Tips und Aktionsbeispielen

Aus dem Inhalt:
Das Oekosystem der Regenwaelder
Der Treibhauseffekt und die Katastrophe
Unser Konsum und die grosse Zerstoerung
Wirtschaftliche Zusammenhaenge, Verschuldung
Der oekologische Umbau der Industrielaender
Aktionsbeispiele aus der Arbeit der NFJD
Das Regenwaldprojekt Tortuguero der NFJD

Preis:
DM 9,80 pro Exemplar zzgl. Versandkosten. Eine Einzelbestellung ist auch durch Einsendung eines DM 100,--Scheines an die unten angegebene Adresse moeglich.

Bestelladresse:
Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen-Rolandseck, Tel. 02228/8041, Fax 02228/8434


---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
7.	Info zur Regenwald-Diaserie der Naturfreundejugend

Text zur Veroeffentlichung in Zeitschriften fuer Jugendliche und Erwachsene

Eine Welt, zum Beispiel ... Regenwald

Die faszinierende Schoenheit des Regenwaldes, aber auch die zunehmende Bedrohung dieses geheimnisvollen Paradieses zeigt die neue Diaserie der Naturfreundejugend Deutschlands. Anhand von 37 eindrucksvollen Dias wird in das Oekosystem Regenwald eingefuehrt. Mit aussagekraeftigen Bildern werden die besonderen klimatischen, pedologischen und oekologischen Bedingungen, wie beispielsweise die erstaunliche Anpassung von Pflanzen und Tieren an diesen ungewoehnlichen Lebensraum anschaulich vermittelt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die vielfaeltige Bedrohung des Regenwaldes durch ruecksichtsloses, kurzsichtiges wirtschaftliches Profitstreben und die sich daraus ergebenden oekologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Am Beispiel Costa Ricas wird der (Oeko-) Tourismus als Chance fuer wirtschaftliche Unabhaengigkeit der Regenwaldlaender aufgezeigt und ein Umweltbildungsprojekt der Naturfreundejugend Deutschlands im Nationalpark Tortuguero vorgestellt. Ein fuer Vortraege im privaten, oeffentlichen und schulischen Bereich geeigneter, fundierter Begleittext ist im sensationellen Preis von nur 89,- DM zzgl. Versandkosten enthalten.
Bestelladresse: Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel.: 02228/8041, Fax: 02228/8434


Text zur Veroeffentlichung in Zeitschriften fuer Kinder

Eine Welt, zum Beispiel ... Regenwald

Feucht, warm, dunkel, undurchdringlich und geheimnisvoll. Das ist der Regenwald! Fuer den einen ist er eine gruene Hoelle, fuer den anderen der Inbegriff des Paradieses. Auf jeden Fall ist der tropische Regen eines der faszinierenden und wichtigsten Oekosysteme der Erde. Seltsam anmutende "Fabeltiere" und ungewoehnliche Pflanzen sind der Ausdruck fuer eine erstaunliche Anpassung an einen ungewoehnlichen Lebensraum. Doch dieses Paradies ist bedroht.
"Eine Welt, zum Beispiel ... Regenwald" heisst die neue Diaserie der Naturfreundejugend Deutschlands, die mit 37 eindrucksvollen Bildern das Oekosystem Regenwald und seine Bedrohung durch ungehemmten Raubbau beschreibt. Im sensationellen Preis von nur 89,- DM ist zudem ein sehr informativer, fuer Vortraege geeigneter Begleittext enthalten.
Bestelladresse: Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel.: 02228/8041, Fax: 02228/8434


---------------------------------------------------------------------------------------------------
8.	Materialliste zum Thema Regenwald

Bestell-Nr. 307
Broschuere: ZUM BEISPIEL REGENWALD
Die Broschuere unterstuetzt die neue Regenwaldkampagne der Naturfreundejugend Deutschlands "Rettet die tropischen Lebensraeume - Tu was fuer den Regenwald" und informiert ueber Oekologie und Gefaehrdung der tropischen Regenwaelder. Die Verantwortung der Industrienationen und das eigene Verhalten werden thematisiert, Aktionsvorschlaege und Beispiele fuer aktives Handeln benannt. Herausgeber: Naturfreundejugend Deutschlands. 48 Seiten, mit vielen, teils farbigen Abbildungen.	9,80 DM

Bestell-Nr. 105
Buch: Vom Ende der Waelder
Das Buch gibt einen Ueberblick ueber das weltweite Ausmass der Waldrueckgaenge, beschreibt die oekologische Funktion der Waelder (z.B. fuer das Klima) und prognostiziert die Umweltschaeden, die durch Waldvernichtung oder Monokulturen drohen. Verschiedene Beispiele, wie Harz, Alpen oder tropischer Regenwald, werden ausfuehrlich behandelt. Herausgeber: Robin Wood. 240 Seiten, viele Abbildungen.	28,00 DM

Bestell-Nr. 303
Broschuere: Baeume - Waelder
Ohne Baeume kein Leben! Diese Broschuere befasst sich mit Funktion, Wirkung, Bedeutung und Gefaehrdung der Baeume und Waelder. Eine abschliessende Ideenboerse gibt zahlreiche Handlungsvorschlaege. Herausgeber: Naturfreunde Internationale. 28 Seiten, reich illustriert.	3,00 DM

Bestell-Nr. 304
Broschuere: Tropenwaelder
Einer kurzen Einleitung folgen Informationen zur Oekologie des Tropenwaldes, zur Regenwaldvernichtung und zum Produkt Holz. Anschliessend werden anhand einer Ideenboerse viele Handlungsvorschlaege gegeben. Herausgeber: Naturfreunde Internationale. 28 Seiten, reich illustriert.	3,00 DM

Bestell-Nr. 700
Werbeplakat: TU WAS FUER DEN REGENWALD
Ein farbenfrohes Plakat im Din A1-Format zeigt vor gruenem Hintergrund einen Tukan und ein Chamaeleon als typische Vertreter des Regenwaldes. Schriftzug: "Tu was fuer den Regenwald"	2,00 DM

Bestell-Nr. 411
Faltblatt: "EINE WELT, ZUM BEISPIEL...REGENWALD"
Ein zentrales Informationsblatt, das die Regenwaldkampagne der Naturfreundejugend Deutschlands vorstellt und eine kurze Einfuehrung zum Oekosystem Regenwald und seiner Gefaehrdung gibt. Hervorgehoben wird auch das von der Naturfreundejugend unterstuetzte Umweltprojekt Tortuguero in Costa Rica. Das Faltblatt enthaelt Hinweise auf weitere Informationsmaterialien und einen Spendenaufruf fuer das Projekt Tortuguero.	0,10 DM

Bestell-Nr. 320
Mappe: Tropischer Regenwald
Diese Unterrichtsmaterialien behandeln u.a. das Oekosystem des Regenwaldes, Menschen im Regenwald, Ursachen und Folgen der Zerstoerung sowie Ansaetze zur Rettung; sie wenden sich vornehmlich an Schuelerinnen und Schueler der Sekundarstufen I und II. Herausgeber: Institut fuer Oekologie und Aktions-Ethnologie e.V. 144 Seiten, einzeln herausnehmbar, mit vielen Folienvorlagen und Arbeitsblaettern.	38,00 DM

Bestell-Nr. 106
Buch: Schutz fuer den Regenwald
Der Rueckgang der tropischen Waelder gehoert zu den schwersten globalen Umweltkrisen. Das Buch informiert ueber die Ursachen der Zerstoerung und zeigt Konzepte zur Rettung auf. Herausgeber: Henning Meyer-Peters in Zusammenarbeit mit Robin Wood. 208 Seiten, bebildert.	22,00 DM

Bestell-Nr. 501
Diaserie: EINE WELT, ZUM BEISPIEL ... REGENWALD
Anhand von 37 Dias werden die faszinierende Schoenheit des Regenwaldes und seine Bedrohung dargestellt. Ein fuer Vortraege geeigneter, anschaulicher Begleittext liegt bei. Herausgeber: Naturfreundejugend Deutschlands. Serie (37 Dias und Textheft).	89,00 DM

Lieferbedingungen:
Mit Erscheinen dieser Preisliste verlieren alle frueheren Listen ihre Geltung! Alle Preise verstehen sich zuzueglich Versandkosten (Porto und Verpackung). Dem Material wird eine Rechnung beigefuegt. Bitte geben Sie bei der UEberweisung die Rechnungsnummer an. Rechnungen zahlbar 30 Tage nach Rechnungserhalt.
Achtung: Mit Ausnahme der angebotenen Buecher (Exemplar-Nr. 105, 106) geben wir auf alle Materialien bei einer Abnahme von 10 und mehr Stueck pro Exemplar einen Rabatt von 20%!
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hiermit bestelle ich folgende Artikel aus dem Materialangebot der Naturfreundejugend Deutschlands

Anzahl
Bestell-Nr.
Bezeichnung
Preis pro Artikel

Naturfreundejugend Deutschlands		Tel. 02228/8041
Haus Humboldtstein			Fax 02228/8434 
53424 Remagen
Re: Artikeldienst Regenwald, Set 3 "Rettung fuer den Regenwald Costa Ricas"
#98
Author: Karl-L. Wagner
Date: Sun, 28 Sep 1997 00:00
15 lines
1756 bytes
NFJD@GAIA.de (Naturfreundejugend) wrote:

>Liebe Freunde und Freundinnen, Redakteure und Redakteurinnen,
>hier kommt das angek�ndigte dritte Presseset zum Thema Regenwald, das folgende Vorschl�ge enth�lt:

Schnipp, ungef�hr 350 Zeilen weg.

Nix gegen Infos, und auch nichts gegen euch Naturfreunde. Aber m��t
ihr gleich eure gesammelte Weisheit in eine  NG posten? Ein KURZES
Info mit Hinweis auf die Langform per email h�tte es doch wohl auch
getan, w�re zumal sehr im Sinne der Netzbenutzer mit langsameren
Modems.
mfg
klw
Re: Artikeldienst Regenwald, Set 3 "Rettung fuer den Regenwald Costa Ricas"
#99
Author: Olav Surawski
Date: Tue, 30 Sep 1997 00:00
28 lines
2373 bytes
karl.wagner@on-line.de (Karl-L. Wagner) writes:

>NFJD@GAIA.de (Naturfreundejugend) wrote:

>>Liebe Freunde und Freundinnen, Redakteure und Redakteurinnen,
>>hier kommt das angek�ndigte dritte Presseset zum Thema Regenwald, das folgende Vorschl�ge enth�lt:

>Schnipp, ungef�hr 350 Zeilen weg.

>Nix gegen Infos, und auch nichts gegen euch Naturfreunde. Aber m��t
>ihr gleich eure gesammelte Weisheit in eine  NG posten? Ein KURZES
>Info mit Hinweis auf die Langform per email h�tte es doch wohl auch
>getan, w�re zumal sehr im Sinne der Netzbenutzer mit langsameren
>Modems.

Sorry, aber ein altes 14.000 Modem bekommt man heute schon fuer ein Appel 
und ein Ei. Ich finde es sehr gut dass die Infos in eine NG gepostet werden.

Gruss
       Olav


--
# Olav Surawski ###  http://olav.home.ml.org/ ######### IRC: olav ##########  
# Luckeweg 39 12279 Berlin # Phone + 49 177 2139236 ## Fax + 49 30 7224956 # 
# 12279 Berlin # olav@obh.snafu.de  ## NTR - Berlin ## ntr@pinuts.de #######
######### NTR goes Radio !!!! ########## http://www.pinuts.de/ntr/  ########
Thread Navigation

This is a paginated view of messages in the thread with full content displayed inline.

Messages are displayed in chronological order, with the original post highlighted in green.

Use pagination controls to navigate through all messages in large threads.

Back to All Threads