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Article #321

Re: Moral, Moral 2

#321
From: TILL EULENSPIEGEL
Date: Sat, 21 Feb 1998 00:00
115 lines
4718 bytes
Dieter Horwatitsch wrote:
> 
> Hallo Till!
> 
> Ich antworte nicht direkt auf Deine Mail, da Wolfgang dazu einige
> Statements abgegeben hatte, die ein ÖBB-Fremder kommentieren will:
> 
> Wolfgang HIEGER schrieb:
> 
> > 3.Re.: Wenn Du mal nach Salzburg kommst, da gibt es beim Eingang eines
> >
> > Betriebsgebäudes ein Schild aus alter Zeit:
> >
> > „Es ist Dein Betrieb,
> > denke daran, wenn Du über die ÖBB sprichst.”
> 
> Wie gesagt, ich bin zwar kein Anhöriger der ÖBB, aber ich denke, daß
> dieser Spruch in jeder Hinsicht ANGEWANDT gehört. Ich sah mir aus bloßem
> Interesse Deine Bilder in alt.binaries.pictures.rail an: Neben sehr
> schönen Photos aus den USA und aus Deutschland waren da Deine Photos,
> die aus 2 Gründen unnötig sind: 1.) Ist der Großteil der User nur der
> englischen Sprache mächtig und 2.) läßt Du die ÖBB im völlig falschen
> Licht erscheinen. Gewiß, Diskussion und Kritikpunkte muß es geben, davon
> lebt die Wirtschaft, aber diese Prozesse müssen erstens INNEN geschehen
> und zweitens sollen die Kritiken KONSTRUKTIV sein. Was Du gerade tust,
> stellt einen Grund zur FRISTLOSEN ENTLASSUNG dar. Soweit ich informiert
> bin, ist dieses Faktum sogar im österreichischen Arbeitsrecht verankert.
> 
> Ich gehe sogar noch weiter: Ich schätze die ÖBB sehr, da sie Tag für Tag
> ihre Aufgabe in Österreich meistert, und die Personen sicherer an ihr
> Ziel bringt als der Individualverkehr. Daß es betriebliche Probleme
> geben kann, glaube ich schon, aber wir müssen alle an  EINEM Strang
> ziehen, daß es besser wird. Dazu ein Sprichwort (Die, die es kennen,
> wissen, von wem es stammt): "Versucht die Welt besser zurückzulassen,
> als ihr sie vorgefunden habt."
> 
> > Denn hinter dem Anonymus-Gebüsch hervorpinkeln ist sicher keine
> > nennenswerte Leistung.  --  Schlaf gut und träume davon, was der
> > kleine
> > Tilli machen wird, wenn er einmal groß ist.
> 
> Ich kann mich dieser Meinung nur voll anschließen, denn schließlich
> schreiben wir alle unter unserem RICHTIGEN Namen....
> 
> Pfiat Di Gott,
>                  Didi
MORAL DIE ZWEITE

Von 1980 bis 1991 wurde die GD wiederholt darauf hingewiesen, daß
reflektierende Streifen für den Personenschutz insbesonders im
Verschubdienst von großem "Nutzen" wäre.
Es wurde permanent abgelehnt. Erst als die Versicherungsanstalt mit dem
Hinweis "Es gibt ja nicht nur Tote sondern auch Verletzten >
"Rehab.=teuer " konfrontiert wurde, wurden in nur 2 Monaten die
Reflexstreifen realisiert. 
Kleines Detail am Rande:  im Zeitraum 1980 - 1991 gab es 30 (d r e i ß i
g) tödliche Unfälle in diesem Zusammenhang. Kommentar überflüssig ?
Wenn jemand etwas spenden will: 
Waisenunterstützungsverein BLZ 14900, Kto: 22010350011

Trotz wiederholter Aufforderung werden Signale auf Signale montiert,
Signale verdeckt  bzw. diese bestehenden Mißstände nicht korrigiert.
Wenn man weiß wie die Streckenkenntnis bei den ÖBB gehandhabt wird,
stellt diese Ignoranz meiner Meinung nach eine vorsätzliche Gefährdung
von Mensch und Material dar.

Man wundert sich, daß der Personenverkehr weiterhin rückläufig ist, doch
wenn man so wie im nachfolgenden geschildert arbeitet, ist es doch
verständlich.
Mit Ex-Regierungsmitglied (SPÖ) Dr. Übleis wahnwitziger Idee des
Taktfahrplanes wurden auch sogenannte Linien eingeführt. Auf den
Monitoren, Tafeln und Bahnsteigen stand nun anstatt IC 566 nur IC 6. In
den Zeichenerklärungen der Aushänge und des Kursbuches stand
IC=Intercityzug, eine Abkürzung für eine Linie schien nicht auf, sodaß
Mitzi-Tant welche mit dem IC 566 nach Schilda wollte, den vermeintlichen
Zug IC 6 abfahren ließ und dann fragte, wann denn der IC 566 käme.
Mitzi-Tant fährt nix mehr Zug.
Antwort der GD nach etlichen Interventionen: Architektenfehler, was soll
man machen, kommt aber eh wieder weg.

Teil 3 folgt

mfG
TILL
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From: TILL EULENSPIEGEL <aon.912012877@aon.at>
Subject: Re: Moral, Moral 2
Date: 1998/02/21
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