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Article #107Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
From: Stefan Werner
Date: Tue, 09 Jun 2009 07:50
Date: Tue, 09 Jun 2009 07:50
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Visvanath Ratnaweera schrieb: > Stefan Werner wrote: >> Das ist sicher richtig festgestellt (und macht aus der Sicht des >> Händlers auch Sinn). > > Verträge in der Art "Diese Preise gelten, nur wenn ihr die Konkurrenz- > produkte nicht verkaufen" sind mehrmals als illegal verurteilt worden. > M$ macht's weiter trotz milliardenhohe Strafen, anscheinend lohnt es > sich. Genau. Der letzte Halbsatz ist der entscheidende Punkt... >> Die Marktwirtschaftslehre würde allerdings nachelegen, dass einige >> Händler in der Marktlücke ihr Glück suchen und finden müssten. Das >> findet nicht statt. > > Das ist _deine_ Prophezeiung. Nein, Resultat meiner persönlichen (und zugegebenermassen nicht umfassenden) Marktanalyse der letzten 10 Jahre. > >> Er will also Perfektion und Support, aber nichts dafür bezahlen. Das >> bekommt er bei Windows, weil Windows "sowieso" auf seinem neu >> gekauften PC drauf ist, und weil es Support dafür an jeder Ecke gibt.... > > "sowieso"? Auf welchem Weg? Das ist dem Kunden egal. Ihn interessiert nur, dass es drauf ist. > Eine Anekdote von Bill Gates (frag mich nicht wann und wo, vor vielen > Jahren mal gelesen): Er habe Coca Cola immer bewundert. Nach der Legende > hat der Gründer mit $ 25'000 angefangen, davon gleich $ 24'000 an > Werbung investiert. Also Inhalt-zu-Werbung-Verhältnis von 1:25! Das halte ich für durchaus möglich. Auch die Pharmaindustrie gibt ja wesentlich mehr für Werbung aus, als für Innovation. Man kann (und m.E. soll) das bedauern und kritisieren, aber vorerst muss man damit leben... Erst muss mal jemand die Immunisierung gegen Werbung erfinden. Allerdings würde dann auch viel FOSS zusammenbrechen. > Die Kompatibilität gehe über offene Standards (im Sinne von technischen > Normen, nicht nach dem Motto "jeder hat Word, ergo Word ist Standard"). Die normative Kraft des Faktischen ist eine Realität. An Hochschulen darf man über theoretische Standards räsonieren, aber im RL muss man mit praktischen Standards arbeiten. Idealerweise -aber nicht immer- sind diese beiden kongruent.... >> Wie gesagt, ich bin nicht sicher, dass di Öffentliche Hand unterm >> Strich und als TCO gerechnet, wirklich günstiger käme mit FOSS. Ich >> bin allerdings wie Du der Meinung, dass man es evaluieren sollte. > > Ich weiss nich wer den Begriff TCO erfunden hat. Angewendet auf M$ und > ihre Lizenzen ist er der reinste Hohn. Softwere, deren Quellen du nicht > sehen kannst, deren legale Benutzungdauer ablaufen, die gehören > (ownership) nur dem Hersteller! Ok, sagen wir halt TCU (Usership :-)) Es macht praktisch keinen Unterschied. Normalerweise läuft übrigens auch nicht die legale Nutzungsdauer ab, sondern nur der Support (Du darfst MS-Dos 3.3 immer noch verwenden, aber Du kannst Dich nicht bei Microsoft darüber beklagen, dass Dos 3.3 keine Multicore-Prozessoren, keine 4GB Ram und kein USB 2.0 unterstützt). Das ist bei FOSS nicht unbedingt anders: Ubuntu supported ihre Distros auch nur begrenzte Zeit. -stef
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