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Article #337Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
From: Stefan Werner
Date: Sat, 30 May 2009 17:27
Date: Sat, 30 May 2009 17:27
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Visvanath Ratnaweera schrieb: > Erstensmal, wir reden nicht nur von Linux, sondern > a) vom Einsatz OSS Software in der Bundesverwaltung. Dazu z�hlen das > Betriebssystem, B�roprogramme, Kommunikationsmittel. > > b) alles muss nicht nicht in einer Urknall umgestellt werden- ein > einfaches Beispiel: OpenOffice l�uft auch auf Windows. Das ist richtig. Meine pers�nliche Erfahrung beim Einsatz von OpenOffice bei meinen in ihrem Beruf sonst durchaus kompetenten Angestellten zeigt, dass sie in der Lehre Microsoft Word gelernt haben. Punkt. Jedes Men� das anders bezeichnet ist, und jede Shortcut-Taste. die etwas anderes bewirkt, bringt erstmal Aufwand mit sich. Entweder f�r die Schulung oder f�r die Anpassung in OpenOffice. Bei einigen tausend Bundesangetsellten darf man diesen Aufwand vermutlich durchaus mit tausend multiplizieren. Und dann hat man erst OpenOffice eingef�hrt. > c) ihre interne Anwendungen m�ssen sie nicht ver�ffentlichen. Bsp. > Fachanwendungen, Archivierungen, eigene Formate, etc. Die m�ssen si aber ermutlich teilweise mit erheblichem Aufwand auf Windows bzw. OpenOffice portieren. VisualBasic oder WorBasic-Anwendungen sind gar nicht mal si einfach zu portieren. Dasselbe gilt f�r komplexere Excel-Anwendungen. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten internen Anwendungen ehr so Applikationsorientiert sind und kaum in Java oder C++ programmiert sein werden... > d) Voraussetzung f�r die "Mischung" oben ist, dass die Schnittstellen > offen sind. Man spricht von offenen Standards: Formate, Protokolle, etc. Meine Rede :-) > > Gute Linux-Leute muss man mit der Lupe suchen (auch wenn es eine Menge > > gibt, die sich als K�nner bezeichnen...) LPI-zertifizierte Profis sind > > viel seltener als MSCE's. Und bei den nicht.Zertifizietren kann man > > auf die Nase fallen. Ich denke auch in der BV gibt es mehr MSCE's als > > LPI's. > > Zweitens, es sollen nicht LPIs und MSCEs direkt Beamten bei ihren Linux > oder Windows Problemen helfen sondern, die IT soll wie �blich Projekte > erarbeiten f�r die diversen Benutzerbed�rfnisse der BV, die umsetzen, > Produkte warten, Benutzer schulen, supporten, usw. Es hilft nichts: Man braucht Leute, sei es intern oder extern, die sich mit dem System auskennen, und die bei Bedarf schnell auf der Matte stehen, um Probleme zu beheben. Die wachsen auch in Bern nicht auf den B�umen. > >> Wie auch immer: Ich mag Linux durchaus. Als Server verwende ich nichts >> anderes. > > Eben, das Thema ist nicht, was du und ich m�gen, sondern was f�r die > BV langfristig richtig ist, bzw. was sie mit den Steuergeldern machen. Langfristig w�re es sch�n, wenn OSS ein Thema w�rde. Aber wie von mir umrissen ist es eben nicht damit getan, einfach "auch" OSS auszuschreiben. Da h�ngt ein recht grosser Schwanz an Schulungs- Umstellungs- und Supportaufwand dran. Und wie gesagt, in der Schweiz ist es sehr schwierig, Linux- oder OpenOffice Profis zu finden. Nichtmal auf der OpenExpo gibt es viele davon :-) -stef
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