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Article #57Re: jw: "Am Ende gnadenlos niedergestreckt"
From: Haki
Date: Mon, 11 Oct 1999 00:00
Date: Mon, 11 Oct 1999 00:00
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Hallo, >Was aber besagt dann die Unterzeile aus dem Ursprungsposting (ich >zitiere):"Zumindest gestorben ist Horst Ludwig Meyer wie ein >Revolution�r" ?? Frag das den Leuten von junge Welt. Sie haben es ja auch geschrieben. >Es ist in Mitteleuropa nicht normal, dass Menschen auf der Strasse >sterben, weil sie sich schiessenderweise mit Polizisten angelegt haben. Die absolute Ausnahme ist es auch nicht. Es sind meistens "Kriminelle", d.h. die aus unpolitischen Gr�nden handeln. >Mir scheint, hier wurde nicht besonders gut argumentiert, vielmehr >eher auf eine Art pseudo-revolutionaeren Kitsch abgehoben. Kann durchaus sein, meine Sympathie f�r jW h�lt sich in Grenzen. >>Das haben die K-Gruppen schon damals gesagt, wo die meisten Mitglieder >>solche Gruppen im Moment sind, sollte bekannt sein. >1. Ich nix K-Gruppe ;-) (Sollte das mit den K-Gruppen etwa als >Totschlagarguent dienen, so nach dem Motto: Wenn die das so sehen, >dann kann/darf man nicht so denken")? Aber das waere nicht besonders >nett, oder? So ist nicht gemeint, soll heissen die jenigen, die damals in Frage gestellt haben, dass die RAF'ler Revolution�re waren, in den K-Gruppen waren. >2. Ja wo sind sie denn jetzt im Moment? In den revoluzzionaeren >Ruhestand getreten? Vielleicht mit Mao-Poster in der Kueche, noch >irgendwo eine alte Albanien-Landkarte rumhaengen? Sie sind u.a. in der Regierung. >Nur eines: Kaempfen ist weitaus mehr als mit der Knarre rumzuballern >oder Mollis zu werfen. Sicherlich. >Und sei der Sprengstoff noch so brisant, Bombenschmeissen diente und >dient im Kontext der BRD nicht dem Kampf um gesellschaftlichen >Fortschritt (inklusive revolutionaerer Bestrebungen). Der revolution�re Kampf beinhaltet auch Gewaltanwendung, alles andere ist Wunschdenken. >Na na na. Kurzzeitgedaechtnis defekt? <Erinner> Kohl, der gute >Uebervater dieses unseres Vaterlandes </Erinner> War wohl nix. Und? Das bedeutet dieses Hinweis? >Das mit dem Vaterland ist so eine Sache. "Unser Vaterland ist >international", ok, stimme ich sofort zu. Aber ich nicht. Ich frage, was das Vaterland �berhaupt bedeutet, und ob man als Kommunist solche Begriffe benutzen kann. >Aber ich habe eine Heimat, Was ist das? Der Ort, wo du geboren bist, wo du gross geworden bist? Ist es die geographische Lage, oder ist es was anderes? >bin irgendwo aufgewachsen, habe Freunde >(und Feinde) dort, definiere mich unter anderem auch darueber Definieren, inwiefern? >Ich gebe zu, auch wenn ich von meinen Vorfahren her eine gesunde >mitteleuropaeische Mischung bin (von Polen bis Luxemburg alles drin), >ich bin tatsaechlich Deutscher. Ja und? Ist doch nichts besonderes. Es bedeutet �berhaupt nichts, so ist es. >Ich waere allerdings froh, wenn es nicht so verdammt schwer waere, >Deutscher zu werden, wenn die Eltern den falschen Pass haben - aber >das ist ein anderes Thema. Der einzige Grund, warum Nicht-Deutsche Deutsche werden wollen, ist dass man als Nicht-Deutscher benachteiligt ist. Sonst gibt es kein Grund. >>ablehnung.widerstand.kampf : f�r eine revolution�re perspektive >Tja, aber welche? Das Leben ist immer konkret. Soll ich dir ein Wegbeschreibung zeichen, oder was erwartest du? >Also: Was solls denn sein? Modell DDR - wohl kaum, hatte einige >gravierende Maengel. Der gr�sste war, dass es kapitalistisch war. >Modell RAF? Die wussten ja nicht, was sie wollten, ausser den >imperialistischen Staat stuer/tzen (oder so). Sie wussten schon, was sie wollten, hatten aber eine falsche Analyse der herrschenden Zust�nde. >Achtzig Jahr nach der Oktoberrevolution reicht die Forderung nach der >revolutionaeren Perspektive alleine eben nicht mehr aus. Allerdings - >zugegeben: Da bin ich seit ca. zehn Jahren jetzt auch immer noch >ratlos. Die kommunistische Bewegung hat weder ihren Anfang noch ihre Ende mit der russischen Revolution. Haki ablehnung.widerstand.kampf : f�r eine revolution�re perspektive http://members.tripod.com/~direnis/
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