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Article #324Re: Diskussion ueber Map-"Reform" in Berlin bedroht das Subnetz
From: Martin P. Ibert
Date: Sun, 21 Feb 1993 17:11
Date: Sun, 21 Feb 1993 17:11
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In <0ZWABTCC@geminix.in-berlin.de>, Uwe Doering writes:
| Liefert hingegen eine sub.org-Site Mail an eine in-berlin-Site ein, die
| im Verteilerbaum unterhalb meines Rechners liegt, und der Empfanger haengt
| in einem ganz anderen Teil des Baumes, dann muss ich die Mail ueber meine
| Leitungswege leiten, obwohl das bei Internet-Einlieferung gar nicht
| notwendig gewesen waere. Es entstehen fuer mich also zusaetzliche Kosten,
| und die will ich nicht tragen.
Dieses Recht kann Dir natuerlich niemand absprechen, obwohl ich ein
solches Verhalten zutiefst unsolidarisch finde. Es ist aber, das ist
ganz klar, Dein gutes Recht.
Ich bin, genauso wie Du, uebrigens der Meinung, dass jeder Sitebetreiber von
seinen Nachbarn verlangen kann, nur bestimmte Arten von Traffic einzu-
liefern. Natuerlich haben diese Nachbarn dann ebenso das Recht, das
Einliefern und Annehmen von jeder Art von Traffic einzustellen, dh sich
einen anderen Feed zu suchen.
| Du hast natuerlich recht, dass man so eine periphere Einlieferung von
| Mail in den Teilen von in-berlin zulassen kann, wo die Betreiber mit
| einer Weiterleitung einverstanden sind.
Sagen wir es so: Weder Du noch das IN noch .in-berlin.de als Versammlung
der Mitglieder haben irgendeine Hoheit darueber, wem ich das Einliefern
von welchem Traffic auf meinem Rechner gestatte. Es geht hier also nicht
darum, irgendetwas "zuzulassen".
| werden, was er mit den von ihm finanzierten Telefonleitungen macht. Nur
| wuerde so ein Sonderstatus in Teilen des in-berlin-Netzes auch den Leuten
| Arbeit machen, die, wie ich, nicht an so einer peripheren Einlieferung
| interessiert sind.
Haeh?
| Es muss naemlich kontrolliert werden, ob sich die
| Sites auch alle daran halten, diese von mir unerwuenschte Mail nicht
| ueber meinen Rechner zu routen.
Wie sollte ich das wohl anstellen? Das muesstest Du mir mal erklaeren.
Da heaven7 und geminix keinen gemeinsamen Link unterhalten, werde ich
hier eingelieferte Mails, gleich woher sie kommt, nur dann nach geminix
routen, wenn dies noetig und darum auch nach Deiner Definition gestattet
ist. Im Moment sind das Mails nach geminix und esonix2, aber der Link
geminix<->esonix2 wird ja wohl auch als allen Maps verschwinden.
| Das Problem ist doch, dass man, sowie man Sonderregeln zulaesst, deren
| Einhaltung auch kontrollieren muss. Die logische Schlussfolgerung daraus
| ist, dass man, wenn man keine Sonderregeln zulaesst, auch nichts kontrol-
| lieren muss, also keinen Mehraufwand dadurch hat. Daher wuerde ich es
| bevorzugen, wenn es in ganz in-berlin nicht zulaessig waere, Mails aus
| fremden Netzen peripher einzuspeisen.
Nochmal: Niemand hat das Recht, mir solche Vorschriften zu machen. Nicht
einmal Du :-) Es geht hier nicht darum, etwas "zuzulassen", sondern Du
versuchst, etwas zu verbieten (bzw. durch die Versammlung der .in-berlin.\
de-er verbieten zu lassen), was weder in Deiner noch in deren Kompetenz
liegt. Nimm das bitte zur Kenntnis.
| Es ist naemlich so, dass wir konkurrierende
| Netze in Berlin eigentlich gar nicht gebrauchen koennen.
Wenn Du so anfaengst, erinnere ich Dich als alter .sub.org-ler schon mal
daran, dass .sub.org auch in Berlin die aelteren Rechte hat und deswegen
ganz sicher nicht zugunsten von .in-berlin.de aus Berlin verschwinden
wird.
| Nur
| wenn die Privatteilnehmer alle an einem Strang ziehen, kann man
| guenstige Bedingungen fuer das Privatpersonennetz herausholen. In
| sofern hat das ganze also auch einen politischen Aspekt.
Nur machst Du das mit Deiner Haltung leider immer unwahrscheinlicher.
| Ja. Das angestrebte Ziel ist eine voellige Entflechtung der Infrastrukturen
| der verschiedenen Netze.
Wird das noch von jemandem angestrebt (ich hoffe doch nicht *grusel*).
Mein Ziel ist es jedenfalls, eine deutschlandweite (oder sogar weltweite)
Netzkooperation derart zu erreichen, dass dieses Zehenspitzenrouting
(nicht auf die falsche Leitung treten bzw. wenigstens keinen Laerm
machen :-) ) irgendwann der Vergangenheit angehoert.
| sich die regionalen Teilnetze zu
| einem einzigen Netz zusammenschliessen, was ich aus oben genannten
| Erwaegungen heraus bevorzugen wuerde.
Ich lehne diese Monopolisierung ab. Es erschreckt mich, dass Du Fusionierung
(oder besser gesagt Annexion bzw. Aushoehlung des anderen Netzes durch
Abwerbung, notfalls mit leichtem Druck) offenbar fuer besser haelst als
Kooperation und nachbarschaftliches Miteinander.
--
__*__ | Martin Ibert, Fรผrstenweg 11, D-13589 Berlin, -30/6: 1000B20
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