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29 total messages Started by Dirk Abel Wed, 06 Feb 2002 19:51
MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#28
Author: Dirk Abel
Date: Wed, 06 Feb 2002 19:51
20 lines
1892 bytes
Heute bei AFP:

Geis verteidigt Stoiber-Begriff der
"durchrassten Gesellschaft" 

Gr�ne fordern Distanzierung von
rassistischen Ausf�llen

Berlin, 6. Februar (AFP) - Der rechtspolitische Sprecher
der Unionsfraktion im Bundestag, Norbert Geis (CSU),
hat den von Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber
ge�u�erten Begriff der durchrassten Gesellschaft
verteidigt. Dem damaligen CSU-Generalsekret�r Stoiber
sei es bei seiner �u�erung Ende der 80er Jahre darum
gegangen, dass Deutschland auch den Deutschen geh�ren
solle, so wie Frankreich den Franzosen und Italien den
Italienern, sagte Geis am Dienstagabend im Hessischen
Rundfunk. Der Gr�nen-Rechtsexperte Volker Beck
forderte die F�hrung der Union am Mittwoch auf, sich von
den rassistischen Ausf�llen von Geis zu distanzieren.
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#29
Author: Matthias Hamdorf
Date: Wed, 06 Feb 2002 20:19
18 lines
1728 bytes
Hi!

"Dirk Abel" <dabel@directbox.com> schrieb im Newsbeitrag
news:80058481.0202061151.518e42e7@posting.google.com...
> Heute bei AFP:
>
> Geis verteidigt Stoiber-Begriff der
> "durchrassten Gesellschaft"
>
> Gr�ne fordern Distanzierung von
> rassistischen Ausf�llen

Heute finden sich in der FR die gesammelten Aussagen Geis' zum LPartG
("Homo-Ehe"). Der Mann ist sowas von konservativ-rechts, da dreht sich mir
der Magen um. Als st�nde der Untergang des Abendlandes unmittelbar bevor.
Unfassbar...

Matthias
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#30
Author: Martin Kuras
Date: Wed, 06 Feb 2002 20:35
14 lines
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"Matthias Hamdorf" <matthias.hamdorf@gmx.de> wrote:

> [ Norbnert Geis ]
> Der Mann ist sowas von konservativ-rechts, [..]

Der Mann ist ein Furunkel am Arsch der Gesellschaft.



Gru� Martin


-- 
Alle Verallgemeinerungen sind falsch!
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#31
Author: Volker Riehl
Date: Wed, 06 Feb 2002 23:47
16 lines
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Hiho,

> Der Mann ist sowas von konservativ-rechts, 
Das konservativ kannst du ruhig weglassen..... 

Der ist nur noch rechts.


Volker aka darkon


-- 
   (. .)    "Wei�t du, es gibt soviele verschiedene 
   ( Y )       Lebewesen auf dieser Welt, und sie alle 
  (:)x(:)       sind auf ihre Art wichtig und wertvoll."
  (O)-(O)            -  Kermit der Frosch
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#32
Author: Martin von Hermanni
Date: Thu, 07 Feb 2002 15:31
16 lines
2023 bytes
"Matthias Hamdorf" <matthias.hamdorf@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a3s370$1ao8g1$1@ID-53456.news.dfncis.de...
>
> Heute finden sich in der FR die gesammelten Aussagen Geis' zum LPartG
> ("Homo-Ehe"). Der Mann ist sowas von konservativ-rechts, da dreht sich
> mir der Magen um.


Haben Sie Interesse, die Argumentation von Geis mal zu diskutieren? Er
hat ja einen kleinen Aufsatz zur "Homo-Ehe" auf seiner Homepage unter:
http://www.bundestag.de/mdbhome/Geis_No0/eheundfamilie.htm
ver�ffentlicht und ich finde es schwierig, Ihre Abscheu auf dessen
Inhalt zu beziehen: Das sind doch legitime und nachvollziehbar
entwickelte Gedanken, oder nicht?

MfG M.v.Hermanni
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#33
Author: Kai Ammon
Date: Thu, 07 Feb 2002 16:30
14 lines
1603 bytes
 Das sind doch legitime und nachvollziehbar
> entwickelte Gedanken, oder nicht?

Geis schreibt neben anderem Bl�dsinn und �bler Hetzte:

"Es ist daher an der Zeit, dass diese Lebensform endlich auch in der
�ffentlichkeit als das bezeichnet wird, was sie ist: die Perversion der
Sexualit�t."


Kai (hetero)

--
http://www.authenticfoto.de
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#35
Author: Manfred Keitel
Date: Thu, 07 Feb 2002 16:42
19 lines
2030 bytes
Kai Ammon schrieb:

> Geis schreibt neben anderem Bl�dsinn und �bler Hetzte:
> 
> "Es ist daher an der Zeit, dass diese Lebensform endlich auch in der
> �ffentlichkeit als das bezeichnet wird, was sie ist: die Perversion der
> Sexualit�t."

Eben: altes Gedankengut, das wir langsam �berwinden, als neue,
bahnbrechende Erkenntnisse zu verkaufen; was mu� er nur von seinen
W�hlern halten? Unter denen �brigens auch Homosexuelle sind...

Gru�
Manfred

-- 
		http://www.texthoelle.de/    ==>  wildes Lyrikding.
Mit dem Stoepsel der Sympathie - versch�rfen mit Texthoelle!
			[Quelle: http://www.sloganizer.de/]
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#34
Author: Matthias Hamdorf
Date: Thu, 07 Feb 2002 16:54
23 lines
2251 bytes
Hallo,

"Martin von Hermanni" <m.v.hermanni@bigfoot.com> schrieb im Newsbeitrag
news:a3u6n9$rlo$1@desperado.vew-telnet.net...
> "Matthias Hamdorf" <matthias.hamdorf@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:a3s370$1ao8g1$1@ID-53456.news.dfncis.de...
> >
> > Heute finden sich in der FR die gesammelten Aussagen Geis' zum LPartG
> > ("Homo-Ehe"). Der Mann ist sowas von konservativ-rechts, da dreht sich
> > mir der Magen um.
>
>
> Haben Sie Interesse, die Argumentation von Geis mal zu diskutieren? Er
> hat ja einen kleinen Aufsatz zur "Homo-Ehe" auf seiner Homepage unter:
> http://www.bundestag.de/mdbhome/Geis_No0/eheundfamilie.htm
> ver�ffentlicht und ich finde es schwierig, Ihre Abscheu auf dessen
> Inhalt zu beziehen: Das sind doch legitime und nachvollziehbar
> entwickelte Gedanken, oder nicht?

Legitim - na gut. Nachvollziehbar? Nur von Menschen mit entsprechender
Geisteshaltung, ich geh�re nicht zu ihnen.

Matthias Hamdorf
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#36
Author: Martin von Hermanni
Date: Thu, 07 Feb 2002 17:43
32 lines
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"Matthias Hamdorf" <matthias.hamdorf@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a3ubfs$1b4hni$2@ID-53456.news.dfncis.de...
> Hallo,

> > Haben Sie Interesse, die Argumentation von Geis mal zu diskutieren?
> > Er hat ja einen kleinen Aufsatz zur "Homo-Ehe" auf seiner Homepage
> > unter: http://www.bundestag.de/mdbhome/Geis_No0/eheundfamilie.htm
> > ver�ffentlicht und ich finde es schwierig, Ihre Abscheu auf dessen
> > Inhalt zu beziehen: Das sind doch legitime und nachvollziehbar
> > entwickelte Gedanken, oder nicht?
>
> Legitim - na gut. Nachvollziehbar? Nur von Menschen mit entsprechender
> Geisteshaltung, ich geh�re nicht zu ihnen.

Mit "nachvollziehbar entwickelte Gedanken" meine ich, da� man erstens
rein sprachlich problemlos verstehen kann, was er sagt und zweitens der
Zusammenhang von Pr�missen und Schlu�folgerungen (weitgehend) logisch
einwandfrei ist - mit nachvollziehbar meine ich nicht, da� man
irgendeine Geisteshaltung braucht, um den Text auch nur als
Argumentation verstehen zu k�nnen.

Mit "legitim" meine ich dar�ber hinaus, da� er ausdr�cklich keine
antihumanen oder verfassungswidrigen Voraussetzungen oder
Schlu�folgerungen trifft und dies auch selbst versichert: Er will den
homosexuellen Lebensstil nicht kriminalisieren oder moralisch verdammen.
Darin unterscheidet er sich schon einmal grunds�tzlich von Nazis oder
anderen Radikalen, die sehr wohl bereit sind, auch Grunds�tze
menschlichen Zusammenlebens aufzugeben, nur um irgendeine Idee
durchzufechten. Deshalb finde ich es unfair, Geis ohne weiteres
antisoziale Etiketten wie etwa "Nazi" anzukleben.

 MfG M.v.Hermanni
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#37
Author: Florian Kuehnert
Date: Thu, 07 Feb 2002 17:51
167 lines
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In de.alt.gblf schrieb Martin von Hermanni <m.v.hermanni@bigfoot.com>:

[ http://www.bundestag.de/mdbhome/Geis_No0/eheundfamilie.htm ]
> Das sind doch legitime und nachvollziehbar entwickelte Gedanken, oder
> nicht?

Legitim sind diese Gedanken sicherlich, nachvollziehbar u.U. sogar auch
f�r einige Menschen.

Dennoch halte ich es f�r ausgemachten Unfug:


Geis schreibt zum Beispiel, nachdem er die Gr�nen als "unter
verworrenden Verh�ltnissen lebend" abgekanzelt hat (der "Arme kleine
Dummerchen, die Wissen ja gar nicht was sie tun"-Unterton st��t mir da
sehr auf):

| F�r die Strategen in der Koalition war dies ein wichtiges Vorhaben.
| Letztlich geht es ihnen darum, Ehe und Familie, die sie als zentralen
| Ort der christlichen Kultur erkannt haben, aus der Mitte unserer
| Gesellschaft zu verdr�ngen.

Und hat, allersp�testens in diesem Moment schon die sachliche
Diskussionsschiene verlassen. Warum sollten denn SPD/Gr�ne daran
interessiert sein, das Institut der Ehe zu zerst�ren? Und warum sollten
sie dann gerade ein weiteres, ehe-�hnliches Institut errichten? Und wie
wird denn die Ehe durch die ELP gest�rt?

| Es geht aber auch um Macht. Von daher weht der Wind.

Ah ja. Solche Bemerkungen kommen immer wieder gut. Kann man sie doch
einfach jedem unterschieben, der irgendwie was entscheidet.

| Mit der Verabschiedung des Lebenspartnerschaftsgesetzes hat die
| sogenannte "Schwulen-Bewegung", die von den USA zu uns gekommen ist,

>> die sogenannte "Schwulen-Bewegung"<<? Das ist doch fast noch besser
als Springer mit der "DDR". Und dass alles kulturell B�se aus den USA
kommt, wissen wir ja auch.

| Eine Minderheit dieser Schwulen gab sich dabei immer sehr aggressiv.
| Ihre Funktion�re und ihre Verbandsvertreter legen dabei ein Verhalten an
| den Tag, das sich von dem der Extremisten nicht unterscheidet.

Oh ja, entweder marschieren sie mit auf NPD-Demos auf oder sie legen
noch mehr Bomben pro Tag als es die RAF zu ihrer gesamten Zeit getan
hat. Sorry, aber wer so etwas schreibt, muss sich nicht beschweren, "in
die rechte Ecke gestellt zu werden".

| bei handelt es sich bei der Gruppe der Homosexuellen um eine ganz
| geringe statistische Gr��e. Die Angaben schwanken zwischen 2 und 2,8%
| der m�nnlichen Bev�lkerung, bzw. 1,4 % der Frauen.

Und gegen die Lebenspartnerschaft f�r die paar Leute wird so viel Trara
gemacht? Wozu, es sind doch so wenig. Gegen etwas zu argumentieren, weil
"Kein Regelungsbed�rfnis" besteht, ist Unsinn.

Und: Ist es legitim, mit einer �hnlichen Argumentationskette auf "Die
Anzahl der noch lebenden ehemaligen Zwangsarbeiter des NS-Regimes ist
sehr gering, deswegen besteht kein Regelungsbedarf f�r Entsch�digungen"
zu schlie�en?

| Die allermeisten Homosexuellen, die sich zu einer Partnerschaft
| entschlie�en, gehen in k�rzester Frist wieder auseinander

Woher will denn Herr Geis das wissen, wo es doch die ELP erst seit
relativ kurzer Zeit gibt?

[ Jetzt folgt eine lange Liste von Zahlenspielereien. Die lasse ich mal
aus, da es zu jedem Punkt bestimmt drei andere, bestimmt auch vollkommen
vertrauensw�rdige Statistiken geben d�rfte, die jeweils eine ganz andere
Aussage treffen. ]

| Durch Gesetze formuliert der Staat seinen Gestaltungswillen. Dieser
| Gestaltungswille darf sich aber nicht nach dem Sonderwohl von nur
| wenigen richten, sondern hat bei seinen Entscheidungen immer das Wohl
| m�glichst vieler zu beachten.

Also doch keine Zwangsarbeiterentsch�digungen, sind ja nur so wenig noch
lebende Leute. Schade.

| Die Homosexuellen wollen aus dem Makel der Abartigkeit heraus.

Das sind sie doch in Deutschland i.A. schon.

| Der Partnerwechsel ist bekanntlich sehr hoch. Der k�rperliche Kontakt
| ist h�chstgef�hrlich.

Soll ich das jetzt als "Wenn man einer Lesbe die Hand gibt, kriegt man
Lepra" interpretieren oder wei� Geis einfach nicht was er da so
schreiben l�sst?

| Nicht selten entstehen dadurch langwierige Krankheiten.

Ja ja, einmal mit Kondom gepoppt und schon steht man an der Schwelle zum
Tode. Zum Gl�ck passiert dies nur Schwulen so.

| Die wissenschaftliche Zeitschrift "ARCHIV of General Psychiatry" hat in
| ihrem Oktoberheft 1999 zwei Studien ver�ffentlicht, die belegen, dass
| bei homosexuell lebenden Menschen ein psychopathologisches Verhalten
| viel h�ufiger vorkommt, als bei heterosexuell lebenden Menschen.

Und was lernen wir draus? 

[_] Entziehung der Grundrechte f�r alle Homos.
[_] Alle Homosexuellen sind verr�ckt.
[_] Medizinische Fachliteratur nur noch f�r Mediziner, die damit etwas
    Sinnvolles anzufangen wissen.

Bitte Ankreuzen.

| SPD und Gr�ne missachten mit ihrem Gesetz den fundamentalen Unterschied
| zwischen einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft und der Ehe. Ehe und
| Familie sind etwas ganz anderes. Bei der Ehe geht es immer auch um die
| Weitergabe von neuem Leben.

Darum ging es vielleicht in den 50er Jahren noch. Wenn man sich aber
ansieht, dass es sehr viele kinderlose Ehen gibt und gleichzeitig sehr
viele nicht-eheliche Lebensgemeinschaften *mit* Kindern, wird man
vielleicht sogar zu dem Schluss kommen, dass Ehe und Familie als zwei
verschiedene Dinge angesehen werden m�ssen. Ich behaupte: Wenn ein Paar
heutzutage heiratet, so tut es das in aller Regel nicht, um Kinder
bekommen zu "k�nnen", sondern aus anderen Gr�nden. Bisweilen soll sogar
Liebe dabei sein.

| Der Begriff "respektieren" hat aber in unserer Sprache den Klang des
| Wohlwollens. Dadurch wird im Grunde die homosexuelle Lebensgestaltung
| positiv dargestellt und gewisserma�en legitimiert.

ACK. Das hat der Autor wirklich gut erkannt.

| Das hei�t nicht, dass man nicht mit homosexuellen Menschen befreundet
| sein kann, dass man nicht mit ihnen unbefangen umgehen kann. Niemand hat
| das Recht, homosexuelle Menschen l�cherlich zu machen und sie in ihrer
| W�rde zu verletzen. F�r den Christen ist dies allemal keine Frage, auch
| wenn er einen solchen Lebensstil nicht billigt, ja sich sogar dagegen
| wenden muss.

Dies m�gen jetzt bitte unsere Thorsten-M�ller-Fans auseinandernehmen.
Mir wird sonst �bel.

| bei solchen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften handele es sich um
| Verantwortungsgemeinschaften, die der Staat zu unterst�tzen habe.  Dies
| sei doch auch im Sinne der Christen. Nat�rlich verdient die karitative
| �bernahme der Krankenpflege vollen Respekt

L�uft das jetzt schon unter Volksverhetzung oder habe ich da den Witz
nicht so ganz verstanden?

| Unter Paar verstehen wir die Erg�nzung zweier Menschen mit verschiedenem
| Geschlecht.

Jetzt mach' ich auch mal eine Statistik auf: Eine kurze Umfrage hat
soeben ergeben, dass 100% der in diesem Haushalt lebenden Personen unter
einem "Paar" zwei Dinge verstehen, die zusammengeh�ren. Das W�rterbuch
Deines Vetrauens d�rfte diese These st�tzen.

| Schon jetzt gibt es eine riesige Welle von Scheidungen in Deutschland.
| Dieses Gesetz und die damit verbundene Abwertung der Institution Ehe und
| Familie wird diese Tendenz noch verst�rken.

Kurz gefragt: Warum?


  Florian

F'up2 de.alt.gblf
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#7
Author: Manfred Keitel
Date: Thu, 07 Feb 2002 18:30
28 lines
2427 bytes
Martin von Hermanni schrieb:

(...)
> Mit "legitim" meine ich dar�ber hinaus, da� er ausdr�cklich keine
> antihumanen oder verfassungswidrigen Voraussetzungen oder
> Schlu�folgerungen trifft und dies auch selbst versichert: Er will den
> homosexuellen Lebensstil nicht kriminalisieren oder moralisch verdammen.

Das hat er aber, siehe seine �u�erungen, genau lesen bitte.
 Wir verdienen den gleichen _Respekt_ wie alle anderen auch, selbst
wenn Herr Geis das in Frage stellt.

(...)
> durchzufechten. Deshalb finde ich es unfair, Geis ohne weiteres
> antisoziale Etiketten wie etwa "Nazi" anzukleben.

In diesem Threat hat ihn niemand als _Nazi_ bezeichnet, er ist ja auch
gar keiner.
 Es wurde blo� festgestellt, da� er rechtes Gedankengut �bernimmt -
das ist ein gro�er Unterschied.

Gru�
Manfred

-- 
		http://www.texthoelle.de/    ==>  wildes Lyrikding.
Mit dem Stoepsel der Sympathie - versch�rfen mit Texthoelle!
			[Quelle: http://www.sloganizer.de/]
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#8
Author: Martin von Hermanni
Date: Fri, 08 Feb 2002 12:39
59 lines
4561 bytes
"Manfred Keitel" <manfredkeitel@nikocity.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a3uhf6$19vqti$2@ID-97794.news.dfncis.de...
> Martin von Hermanni schrieb:
>
> (...)
> > Mit "legitim" meine ich dar�ber hinaus, da� er ausdr�cklich keine
> > antihumanen oder verfassungswidrigen Voraussetzungen oder
> > Schlu�folgerungen trifft und dies auch selbst versichert: Er will
> > den homosexuellen Lebensstil nicht kriminalisieren oder moralisch
> > verdammen.
>
> Das hat er aber, siehe seine �u�erungen, genau lesen bitte.
>  Wir verdienen den gleichen _Respekt_ wie alle anderen auch, selbst
> wenn Herr Geis das in Frage stellt.

Also Geis bestreitet zwei Dinge, einmal, da� Homosexuelle tats�chlich
diskriminiert w�rden, und einmal, da� Homosexualit�t durch den Staat
besonders gef�rdert werden sollte, wie das bei der Ehe der Fall sei. Er
schreibt: Niemand wolle "in Deutschland ernsthaft die Zweisamkeit der
Homosexuellen diskriminieren. Mag sein, da� die Stammtischriege
witzelt, wenn dieses Thema gerade Gespr�chsstoff liefert. Im Grunde aber
herrscht doch die Einstellung: die sollen machen was sie wollen." Das
letzte kann man vielleicht bestreiten wollen, aber Geis schlie�t sich
doch hier an: 'Die Homosexuellen sollen machen was sie wollen.'

Diese liberale Position fundiert er noch mal grunds�tzlich: "Sicher wird
niemand, der ernstzunehmen ist, die strafrechtliche Verfolgung der
Homosexualit�t, wie sie leider einmal bei uns bestanden hat, wieder
einf�hren wollen. Hitler hat den Homosexuellen gro�es Unrecht zugef�gt.
Auch, dass die strafrechtliche Verfolgung der Homosexualit�t nach dem
Krieg solange Bestand hatte, ist kein Ruhmesblatt f�r unsere
Rechtsordnung. Der Staat hat im Intimbereich der Menschen nichts zu
suchen." Auch hier schlie�t sich Geis ganz offenbar mit ein, er m�chte
den Intimbereich der Menschen  von staatlichem Zugriff ausnehmen und
z�hlt den homosexuellen Lebensstil zu diesem Intimbereich, Privatsache.
Das kann nie und nimmer diskriminierend sein.

> (...)
> > durchzufechten. Deshalb finde ich es unfair, Geis ohne weiteres
> > antisoziale Etiketten wie etwa "Nazi" anzukleben.
>
> In diesem Threat hat ihn niemand als _Nazi_ bezeichnet,
>  er ist ja auch gar keiner. Es wurde blo� festgestellt, da�
> er rechtes Gedankengut �bernimmt - das ist ein gro�er
> Unterschied.

Also, Marcus Matzke schrieb in einem seiner Beitr�ge: "Er ist ein NAZI,
denn solche Parolen sind die der NAZIS."

Ich sehe auch nicht, da� Geis "rechtes" Gedankengut *�bernimmt*, er
scheint ja diese Position selbst zu entwickeln - es ist doch nicht
�berraschend, da� ein CSU-Mann diese Ansichten zur "Homo-Ehe" hat, das
ist doch geradezu logischerweise so! Viel eher kann man sagen, Stoiber
�bernehme gr�nes oder FDP-liberales Gedankengut, wenn er verspricht, die
Gesetzgebung zur Eingetragenen Partnerschaft nicht r�ckg�ngig zu
machen - denn auf seinem Mist ist das nicht gewachsen und seine eigene
Meinung ist das wom�glich gerade nicht.

MfG M.v.Hermanni
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#9
Author: Karl Ernst Roehl
Date: Fri, 08 Feb 2002 13:07
15 lines
2059 bytes
Martin von Hermanni schrieb:

> Also Geis bestreitet zwei Dinge, einmal, da� Homosexuelle tats�chlich
> diskriminiert w�rden,...

Ist Herr Geis homosexuell, dass er das tats�chlich beurteilen kann?

> ... und einmal, da� Homosexualit�t durch den Staat
> besonders gef�rdert werden sollte, wie das bei der Ehe der Fall sei.

Bei der Ehe ging es nicht um eine "besondere F�rderung", sondern um
Gleichbehandlung und Rechtssicherheit. Nichts weiter - an sich
selbstverst�ndliche Dinge.

MfG, Karl Ernst
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#10
Author: Manfred Keitel
Date: Fri, 08 Feb 2002 13:28
77 lines
4913 bytes
Martin von Hermanni schrieb:

(...)
> > Das hat er aber, siehe seine �u�erungen, genau lesen bitte.
> >  Wir verdienen den gleichen _Respekt_ wie alle anderen auch, selbst
> > wenn Herr Geis das in Frage stellt.
> 
> Also Geis bestreitet zwei Dinge, einmal, da� Homosexuelle tats�chlich
> diskriminiert w�rden, und einmal, da� Homosexualit�t durch den Staat

Die Diskriminierungen sind klar R�cklaufig, zum Gl�ck, aber es gibt
noch sehr viel zu tun, das ist eine Tatsache. Die Angriffe vom Geis
zeigen es.

> besonders gef�rdert werden sollte, wie das bei der Ehe der Fall sei.

Wenn man "Homosexualit�t" als "Paare" �bersetzt, denn um nichts
anderes geht es hier, dann geh�ren selbstvert�ndlich Lesen und Schwule
die diese Form bevorzugen miteinander getraut; so gesehen, ist noch
einiges offen, bis das Verh�ltnis zu anderen (Hetero-)Paaren stimmt.
 Vorschl�ge, wie man Heteros und Homos auf eine Stufe stellten kann,
h�re ich mir gerne an, da gibt es ja verschiedene M�glichkeiten.
Diskriminierungen (z.B. bestimmte Leute von Eheschlie�ungen
auszugrenzen) sind zu verurteilen.

> schreibt: Niemand wolle "in Deutschland ernsthaft die Zweisamkeit der
> Homosexuellen diskriminieren. Mag sein, da� die Stammtischriege

Und im gleichen Artikel vom Herrn Geis massiv unfl�tige
Beschimpfungen. Das k�nnen Sie doch nicht �berlesen haben?

(...)
> > > durchzufechten. Deshalb finde ich es unfair, Geis ohne weiteres
> > > antisoziale Etiketten wie etwa "Nazi" anzukleben.
> >
> > In diesem Threat hat ihn niemand als _Nazi_ bezeichnet,
> >  er ist ja auch gar keiner. Es wurde blo� festgestellt, da�
> > er rechtes Gedankengut �bernimmt - das ist ein gro�er
> > Unterschied.
> 
> Also, Marcus Matzke schrieb in einem seiner Beitr�ge: "Er ist ein NAZI,
> denn solche Parolen sind die der NAZIS."

Da hat Marcus zum Teil unrecht, im ersten Teil. Er ist kein Nazi, aber
er wandelt Parolen aus extrem rechten Kreisen ab, die auch nicht alle
im klassischen Sinne Nazis sind. Ich achte hier mehr auf Inhalte als
auf Etiketten.
 Besonders "sch�n" hat Herr Geis das "Gesunde Volksempfinden"
umschrieben.

> Ich sehe auch nicht, da� Geis "rechtes" Gedankengut *�bernimmt*, er
> scheint ja diese Position selbst zu entwickeln - es ist doch nicht

Die Frage nach dem N�hrwert seiner Statistiken etc. wurde ja an
anderer Stelle schon gestellt, wenn Ihre Argumentation nicht auf Sand
gebaut ist, k�nnen Sie dort auch antworten.

> �berraschend, da� ein CSU-Mann diese Ansichten zur "Homo-Ehe" hat, das
> ist doch geradezu logischerweise so! Viel eher kann man sagen, Stoiber
> �bernehme gr�nes oder FDP-liberales Gedankengut, wenn er verspricht, die
> Gesetzgebung zur Eingetragenen Partnerschaft nicht r�ckg�ngig zu
> machen - denn auf seinem Mist ist das nicht gewachsen und seine eigene
> Meinung ist das wom�glich gerade nicht.

Er �bernimmt gar nichts, er mu� sich eben auch ein Wenig der Zeit
anpassen.
 Wer an Stoiber denkt, sollte auch nicht vergessen, da� er die Liebe
von Partnern gleichen Geschlechts mit Teufelsanbetung (!)
gleichsetzte. Hierf�r gibt es keine Entschuldigungen.

Gru�
Manfred

-- 
		http://www.texthoelle.de/    ==>  wildes Lyrikding.
Mit dem Stoepsel der Sympathie - versch�rfen mit Texthoelle!
			[Quelle: http://www.sloganizer.de/]
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#11
Author: Martin von Hermanni
Date: Fri, 08 Feb 2002 16:34
44 lines
3639 bytes
"Karl Ernst Roehl" <ke.roehl@online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C63CD8F.445CF973@online.de...
> Martin von Hermanni schrieb:
>
> > Also Geis bestreitet zwei Dinge, einmal, da� Homosexuelle
> > tats�chlich diskriminiert w�rden,...
>
> Ist Herr Geis homosexuell, dass er das tats�chlich beurteilen kann?

Keine Ahnung, aber wieso sollte das relevant sein? K�nnen nur
Homosexuelle die Gesetzeslage beurteilen? Wodurch (durch welche
Gesetzeslage) werden denn Homosexuelle gegen�ber anderen
unverheirateteten, nicht-verwandten Menschen benachteiligt?

> > ... und einmal, da� Homosexualit�t durch den Staat
> > besonders gef�rdert werden sollte, wie das bei der Ehe der Fall sei.
>
> Bei der Ehe ging es nicht um eine "besondere F�rderung", sondern um
> Gleichbehandlung und Rechtssicherheit. Nichts weiter - an sich
> selbstverst�ndliche Dinge.

Das ist das von Geis und anderen kritisierte Missverst�ndnis: Ehe und
Familie stehen unter besonderen Schutz, aber nat�rlich nur dann, wenn
Ehe diese besondere F�rderung inhaltlich rechtfertigt, also nicht alles
als Ehe bezeichnet werden kann. Das Argument lautet: Die im Grundgesetz
festgeschriebene F�rderung der Ehe hat nur bei einer Verschr�nkung von
Ehe und Familie �berhaupt Sinn, und diese Verschr�nkung gibt es nur bei
der traditionell so bezeichneten Beziehung von einem Mann und einer Frau
Sinn.

Diese Beziehung wird aus guten Gr�nden vom Staat besonders behandelt,
geniesst gewisse Privilegien. Man kann nicht ausdr�cklich *beabsichtigte
Privilegien* als Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes kritisieren
und dann diese Privilegien auch f�r sich fordern - konsequent w�re nur,
die Privilegien der Ehe als solche anzugreifen und aufzuheben, nicht
sich da hineinzuklagen.

Also: Homosexuelle Beziehungen werden gleich behandelt und zwar mit
solchen Beziehungen, denen sie aus der Perspektive des Staates gleichen:
langj�hrigen intensiven Freundschaften. Was Homosexuelle im Detail
innerhalb dieser Beziehungen anstellen, darf den liberalen Staat nicht
interessieren.

MfG M.v.Hermanni
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#12
Author: Martin von Hermanni
Date: Fri, 08 Feb 2002 16:34
75 lines
5125 bytes
"Manfred Keitel" <manfredkeitel@nikocity.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a40k08$1bgvme$1@ID-97794.news.dfncis.de...
> Martin von Hermanni schrieb:
>
> (...)
>
> > schreibt: Niemand wolle "in Deutschland ernsthaft die Zweisamkeit
> > der Homosexuellen diskriminieren. Mag sein, da� die Stammtischriege
>
> Und im gleichen Artikel vom Herrn Geis massiv unfl�tige
> Beschimpfungen. Das k�nnen Sie doch nicht �berlesen haben?

Da haben Sie allerdings recht, Geis wird unn�tig Scharf, wenn er sich
�ber Homosexualit�t ausl��t - da haben Sie recht. Aber die Argumentation
ber�hren diese verbalen Entgleisungen nicht, man kann es streichen, ohne
die Argumente zu tangieren.

> (...)
> > > > durchzufechten. Deshalb finde ich es unfair, Geis ohne weiteres
> > > > antisoziale Etiketten wie etwa "Nazi" anzukleben.
> > >
> > > In diesem Threat hat ihn niemand als _Nazi_ bezeichnet,
> > >  er ist ja auch gar keiner. Es wurde blo� festgestellt, da�
> > > er rechtes Gedankengut �bernimmt - das ist ein gro�er
> > > Unterschied.
> >
> > Also, Marcus Matzke schrieb in einem seiner Beitr�ge: "Er ist ein
> > NAZI, denn solche Parolen sind die der NAZIS."
>
> Da hat Marcus zum Teil unrecht, im ersten Teil. Er ist kein Nazi, aber
> er wandelt Parolen aus extrem rechten Kreisen ab, die auch nicht alle
> im klassischen Sinne Nazis sind. Ich achte hier mehr auf Inhalte als
> auf Etiketten.  Besonders "sch�n" hat Herr Geis das "Gesunde
> Volksempfinden"  umschrieben.

Konkret schreibt er an die Adresse der k�mpferischen Bef�rworter der
"Homo-Ehe": "Mit aller Macht wollen sie so die gesellschaftliche
Anerkennung erlangen. Dies ist jedoch eine krasse Selbstt�uschung. Die
Gesellschaft, solange sie noch gesund empfindet, wird diese sexuelle
Lebensform nie als gleichberechtigt mit der Lebensform von Mann und Frau
anerkennen."

Sie meinen da den Nazi-Ausdruck "gesundes Volksempfinden" zu h�ren,
und Sie h�tten Recht, dann doch irgendwie eine Art "instinktiver
Abscheu" bem�ht zu sehen - aber wie w�re es mit der Umschreibung
"gesunder Menschenverstand"? Beides klingt  halb an: das "gesunde
Empfinden" hat etwas vorrationales (wie das Volk), aber Gesellschaft
ist ein rationaler Begriff, der auf die vern�nftige Organisation und
gegen blo�es Empfinden steht. Ich finde aber auch, da� Geis da
haarscharf an der Hetze und irgendwie drohend formuliert - die
Botschaft ist ja "t�uscht Euch nicht!", sonst was?

> > Ich sehe auch nicht, da� Geis "rechtes" Gedankengut *�bernimmt*, er
> > scheint ja diese Position selbst zu entwickeln - es ist doch nicht
>
> Die Frage nach dem N�hrwert seiner Statistiken etc. wurde ja an
> anderer Stelle schon gestellt, wenn Ihre Argumentation nicht auf Sand
> gebaut ist, k�nnen Sie dort auch antworten.

Wieviele Homosexuelle es tats�chlich gibt? Wer kann das schon wissen.
Geis versucht ja so auf den Minderheitencharakter hinzuweisen, aber das
ist tats�chlich das schw�chste Argument (keins), weil auch Minderheiten
und gerade Minderheiten staatlichen Schutz genie�en sollen. Das
eigentliche Argument ist doch, da� Homosexuelle etwas beanspruchen, das
ihnen nicht zusteht.

>  Wer an Stoiber denkt, sollte auch nicht vergessen, da� er die Liebe
> von Partnern gleichen Geschlechts mit Teufelsanbetung (!)
> gleichsetzte. Hierf�r gibt es keine Entschuldigungen.

LOL, in welchem Zusammenhang hat er das denn verbrochen? Aber zu Stoiber
kann man nur sagen, da� ein opportunistischer Konservativer eigentlich
ein Witz ist.

MfG M.v.Hermanni
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#13
Author: Volker Riehl
Date: Fri, 08 Feb 2002 17:21
99 lines
5718 bytes
Hiho,

> Da haben Sie allerdings recht, Geis wird unn�tig Scharf, wenn er sich
> �ber Homosexualit�t ausl��t - da haben Sie recht.
Unn�tig scharf ist gut.... wer den Herrn mal im Fernsehen erleben konnte
bei Diskussionen um die Eingetragene Partnerschaft....
Sofort das Wort "homosexuell" oder "Schwul" gefallen ist fing er an zu
stottern und sein Blutdruck ist sichtlich gestiegen. 

IMHO hat da jemand ein ernsthaftes Problem.

> Aber die Argumentation ber�hren diese verbalen Entgleisungen nicht, man
> kann es streichen, ohne die Argumente zu tangieren.
Doch. 

Er kann noch so oft sagen er wolle niemanden diskrimieren, wenn er im
selben Text Homosexualtit�t als Perversion der Natur bezeichnet etc.
kann man den ersten Teil nicht ernst nehmen.

> Sie meinen da den Nazi-Ausdruck "gesundes Volksempfinden" zu h�ren, und
> Sie h�tten Recht, dann doch irgendwie eine Art "instinktiver Abscheu"
> bem�ht zu sehen - aber wie w�re es mit der Umschreibung "gesunder
> Menschenverstand"? 
Ist ja wohl genauso menschenverachtend wie das Volksempfinden. 

Geis sagt damit deutlich aus (und der Mann kann sich schon ausdr�cken),
da� Homosexualit�t "ungesund" als "krankhaft" ist.

> Beides klingt  halb an: das "gesunde Empfinden" hat
> etwas vorrationales (wie das Volk), aber Gesellschaft ist ein rationaler
> Begriff, der auf die vern�nftige Organisation und gegen blo�es Empfinden
> steht. 
H���???

Wo hat er was von Gesellschaft geschrieben?
Und seit wann steht Gesellschaft f�r eine vern�nftige Organisation?

> Ich finde aber auch, da� Geis da haarscharf an der Hetze und
> irgendwie drohend formuliert - die Botschaft ist ja "t�uscht Euch nicht!",
> sonst was?
Nein. Die Botschaft ist klar und deutlich: "Gute Deutsche sind sowas
nicht."

> Wieviele Homosexuelle es tats�chlich gibt? Wer kann das schon wissen.
Also wenn ich hundert Statistiken habe, und 99 davon sagen es w�ren
5-10% und eine die 2 % sagt, da w�rde ich diese �berw�ltigende Mehrheit
nehmen.

> Geis
> versucht ja so auf den Minderheitencharakter hinzuweisen, aber das ist
> tats�chlich das schw�chste Argument (keins), weil auch Minderheiten und
> gerade Minderheiten staatlichen Schutz genie�en sollen. 
Geis schreibt da noch ganz anderen Murks in dem Zusammenhang.

Die gr��te Idiotie (anders kann man das echt nicht nennen) ist das er
einerseits behauptet es gebe so gut wie keine Schwulen/Lesben und noch
weniger die eine eingetragene Partnerschaft eingehen wollen,
andererseits baut er eine Bedrohung durch unsch�tzbar hohe Kosten f�r
den Staat auf. 
Wenn tats�chlich nur ein Bruchteil von 2% Steuervorteile bekommen, dann
ist die finanzielle Belastung f�r den Staat aber bei weiten nicht so
gro�, da� sie dieses TamTam rechfertigen w�rden.

> Das eigentliche
> Argument ist doch, da� Homosexuelle etwas beanspruchen, das ihnen nicht
> zusteht.
Und genau das ist kein Argument.

Warum soll uns das nicht zustehen?

Mein Freund und ich sind noch nicht eingetragen, weil wir die
Verhandlung in Karlsruhe abwarten wollen.

Aaaaber! Wenn ich jetzt Sozialhilfe beantrage, wird das Gehalt meines
Partners mit einberechnet wie bei verheirateten Paaren. 

Wer bereit ist f�r einen anderen Menschen einzustehen, finanziell und
ands, soll das auch vom Staat "belohnt" bekommen.

Bei verschiedengeschlechtlichen Paaren ist das auch kein Problem....

> LOL, in welchem Zusammenhang hat er das denn verbrochen? Aber zu Stoiber
> kann man nur sagen, da� ein opportunistischer Konservativer eigentlich ein
> Witz ist.

Das ist nicht witzig.
Er sagte da� wenn man �ber steuerlich Vorteile f�r homosexuelle Paare
nachdenkt, k�nne man auch gleich �ber Satansanbetung sprechen.

Aber der Mann redet ja auch von der "Durchrassung" des deutschen
Volkes... was Geis ja auch begeistert verteidigt.

Volker aka darkon

-- 
 (. .)    "Wei�t du, es gibt soviele verschiedene 
 ( Y )       Lebewesen auf dieser Welt, und sie alle 
(:)x(:)       sind auf ihre Art wichtig und wertvoll." 
(O)-(O)            -  Kermit der Frosch
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#14
Author: Manfred Keitel
Date: Fri, 08 Feb 2002 17:22
79 lines
5119 bytes
Martin von Hermanni schrieb:

(...)
> Da haben Sie allerdings recht, Geis wird unn�tig Scharf, wenn er sich
> �ber Homosexualit�t ausl��t - da haben Sie recht. Aber die Argumentation
> ber�hren diese verbalen Entgleisungen nicht, man kann es streichen, ohne
> die Argumente zu tangieren.

Sein Diskussionsstil l��t es kaum zu, auf seine Ideen einzugehen.
Ferner sind seine Argumente an den Haaren herbeigezogen.
 Weshalb gehen Sie nicht endlich auf die Fragen ein, die andere Ihnen
bereits gestellt haben? Ihre Art, Dinge zu diskutieren, finde ich auch
nicht sehr angemessen. Und ich wiederhole nicht un�tig, worauf andere
schon hinwiesen.

(...)
> > Da hat Marcus zum Teil unrecht, im ersten Teil. Er ist kein Nazi, aber
> > er wandelt Parolen aus extrem rechten Kreisen ab, die auch nicht alle
> > im klassischen Sinne Nazis sind. Ich achte hier mehr auf Inhalte als
> > auf Etiketten.  Besonders "sch�n" hat Herr Geis das "Gesunde
> > Volksempfinden"  umschrieben.
> 
> Konkret schreibt er an die Adresse der k�mpferischen Bef�rworter der
> "Homo-Ehe": "Mit aller Macht wollen sie so die gesellschaftliche
> Anerkennung erlangen. Dies ist jedoch eine krasse Selbstt�uschung. Die
> Gesellschaft, solange sie noch gesund empfindet, wird diese sexuelle
> Lebensform nie als gleichberechtigt mit der Lebensform von Mann und Frau
> anerkennen."

Und sie erkennen nicht, was die Aussage ist?
 F�r mich ist klar: alle Paare verdienen den gleichen respekt, alles
andere l�uft schnell Gefahr, ins faschistoide abzurutschen.
 Die "k�mpferischen" Bef�rworter der Ehe werden sich schon in Luft
aufl�sen, wenn homosexuelle Paare ihren verdienten Platz neben der
Heteroehe bekommen. In dem Fall werden immer noch genug Leute
diskriminiert, die zuf�llig eine Behinderung haben.

(...)
> "gesunder Menschenverstand"? Beides klingt  halb an: das "gesunde

Immer neu zu etikettieren �ndert nichts an Inhalten. Auch mit immer
anderen Formulierungen Leute f�r Ihre Ansichten gewinnen zu wollen,
�ndert keine Hintergr�nde. Mein Eindruck ist, Sie versuchen immer
wieder auszuweichen.

> > > Ich sehe auch nicht, da� Geis "rechtes" Gedankengut *�bernimmt*, er
> > > scheint ja diese Position selbst zu entwickeln - es ist doch nicht
> >
> > Die Frage nach dem N�hrwert seiner Statistiken etc. wurde ja an
> > anderer Stelle schon gestellt, wenn Ihre Argumentation nicht auf Sand
> > gebaut ist, k�nnen Sie dort auch antworten.
> 
> Wieviele Homosexuelle es tats�chlich gibt? Wer kann das schon wissen.

Welche Rolle spielt es auch? Die Eskapaden von Herrn Geis, Stoiber und
Co kosten den vielzitierten Steuerzahler nur Geld - mit seiner
Argumentation hat sich Geis selbst Schachmatt gesetzt. Und Sie haben
nun Gelegenheit, einem anderen Teilnehmer der NG zu antworten, der
darauf schon hingewiesen hat.

(...)
> >  Wer an Stoiber denkt, sollte auch nicht vergessen, da� er die Liebe
> > von Partnern gleichen Geschlechts mit Teufelsanbetung (!)
> > gleichsetzte. Hierf�r gibt es keine Entschuldigungen.
> 
> LOL, in welchem Zusammenhang hat er das denn verbrochen? Aber zu Stoiber

Mit der Homoehe. Ich kann wirklich nur dazu raten, wenn m�glich Leuten
mit solchen irrationalen Argumenten/Haltungen in der Politik den
R�cken zuzukehren.

Gru�
Manfred


-- 
		http://www.texthoelle.de/    ==>  wildes Lyrikding.
Mit dem Stoepsel der Sympathie - versch�rfen mit Texthoelle!
			[Quelle: http://www.sloganizer.de/]
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierunge...
#15
Author: Martin von Hermanni
Date: Fri, 08 Feb 2002 18:54
26 lines
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"Manfred Keitel" <manfredkeitel@nikocity.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a411lq$16rau1$1@ID-97794.news.dfncis.de...
> Martin von Hermanni schrieb:
>
>  Weshalb gehen Sie nicht endlich auf die Fragen ein, die andere Ihnen
> bereits gestellt haben? Ihre Art, Dinge zu diskutieren, finde ich auch
> nicht sehr angemessen.

Wieso denn das? Und welche Frage habe ich denn nicht beantwortet?

>  F�r mich ist klar: alle Paare verdienen den gleichen respekt, alles
> andere l�uft schnell Gefahr, ins faschistoide abzurutschen.

Ihr Ausdruck "Respekt" hat f�r mich keine juristisch greifbare
Bedeutung, Respekt ist doch Ausdruck pers�nlicher Anerkennung und
Hochachtung: Respekt mu� man sich in der Regel verdienen, den k�nnen
Sie doch nicht einfach so einfordern.

> > Wieviele Homosexuelle es tats�chlich gibt? Wer kann das schon
> > wissen.
>
> Welche Rolle spielt es auch?

Eben das genau meine ich ja auch.

MfG M.v.Hermanni
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#16
Author: Martin von Hermanni
Date: Fri, 08 Feb 2002 18:56
108 lines
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"Volker Riehl" <darkon@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1f7asqc.10nvewaw2jhkwN%darkon@gmx.de...

> Er kann noch so oft sagen er wolle niemanden diskrimieren, wenn er im
> selben Text Homosexualtit�t als Perversion der Natur bezeichnet etc.
> kann man den ersten Teil nicht ernst nehmen.

Finde ich auch unn�tig und �rgerlich, weil es nichts mit der Sache zu
tun hat. Ob Homosexualit�t als "Perversion" oder nicht anzusehen ist,
braucht den Staat nicht zu interessieren und da� Geis es doch in diesem
Zusammenhang anspricht, dementiert seine Aussage, das Privatleben solle
privat bleiben.

> > Sie meinen da den Nazi-Ausdruck "gesundes Volksempfinden" zu
> > h�ren, und Sie h�tten Recht, dann doch irgendwie eine Art
> > "instinktiver Abscheu" bem�ht zu sehen - aber wie w�re es mit der
> > Umschreibung "gesunder Menschenverstand"?

> Ist ja wohl genauso menschenverachtend wie das Volksempfinden.

Der Ausdruck "gesunder Menschenverstand" ist Menschenverachtend?

> > Beides klingt  halb an: das "gesunde Empfinden" hat
> > etwas vorrationales (wie das Volk), aber Gesellschaft ist ein
> > rationaler Begriff, der auf die vern�nftige Organisation und gegen
> > blo�es Empfinden steht.

> H���???
>
> Wo hat er was von Gesellschaft geschrieben?
> Und seit wann steht Gesellschaft f�r eine vern�nftige Organisation?

Ich zitiere es eben noch mal, er schreibt : "Die Gesellschaft, solange
sie noch gesund empfindet, wird diese sexuelle Lebensform nie als
gleichberechtigt mit der Lebensform von Mann und Frau anerkennen."

> > Ich finde aber auch, da� Geis da haarscharf an der Hetze und
> > irgendwie drohend formuliert - die Botschaft ist ja "t�uscht Euch
> > nicht!", sonst was?

> Nein. Die Botschaft ist klar und deutlich: "Gute Deutsche sind sowas
> nicht."

Nana, das lesen Sie da aber hinein: Ob jemand ein "guter Deutscher" ist,
h�ngt doch nicht von sexuellen Vorlieben ab, sondern an Gesetzestreue,
Verantwortungsbereitschaft, Rechtschaffenheit usw. Die Frage, ob das
Gesetz zur eingetragenen Partnerschaft ein schlechtes Gesetz ist, steht
auf einem ganz anderen Blatt und nur darum geht es ja eigentlich.

> Die gr��te Idiotie (anders kann man das echt nicht nennen) ist das er
> einerseits behauptet es gebe so gut wie keine Schwulen/Lesben und noch
> weniger die eine eingetragene Partnerschaft eingehen wollen,
> andererseits baut er eine Bedrohung durch unsch�tzbar hohe Kosten f�r
> den Staat auf. Wenn tats�chlich nur ein Bruchteil von 2%
> Steuervorteile bekommen, dann ist die finanzielle Belastung f�r den
> Staat aber bei weiten nicht so gro�, da� sie dieses TamTam
rechfertigen
> w�rden.

Das mag sein.

> > Das eigentliche Argument ist doch, da� Homosexuelle etwas
> > beanspruchen, das ihnen nicht zusteht.

> Und genau das ist kein Argument.
> Warum soll uns das nicht zustehen?

Es ist ein Argument, aber es k�nnte falsch sein, n�mlich wenn es z.B.
homosexuellen Paaren doch zust�nde. Ich habe mal versucht in einem
anderen Beitrag diese Argumentation noch etwas auszuf�hren, aber
generell gilt, da� Privilegien gerechtfertigt werden m�ssen, weil sie
ja eine Vorzugsbehandlung bedeuten, die den Gleichheitsgrundsatz
verletzen. Sie m��ten also aus eigen Gr�nden heraus angeben, warum
homosexuelle Partnerschaften durch den Staat gef�rdert werden sollen und
zwar ohne Bezug auf die Ehe. Sie k�nnen n�mlich nicht daraus, das jemand
Privilegien genie�t, aus Gleichheitsgesichtspunkten dieselben
Privilegien f�r sich einklagen, Sie k�nnen nur die Privilegien des
anderen aus diesem Grund beseitigen!

Wenn homosexuelle Partnerschaften der Ehe gleichen und bislang als
nicht f�rderungsw�rdig galten, dann darf auch die Ehe nicht gef�rdert
werden und keineswegs umgekehrt! Wieso ist also eine homosexuelle
Lebensgemeinschaft zu privilegieren? Bei der Ehe war klar: Kinder
sollen am besten in stabilen Partnerschaften geboren werden und je
mehr Ehen es gibt, um so mehr stabile Familiengr�ndungen gibt es.
Das ist aber auf gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht �bertragbar.

Sie deuten ja noch eine alternative Begr�ndungen f�r Privilegien an:

> Wenn ich jetzt Sozialhilfe beantrage, wird das Gehalt meines
> Partners mit einberechnet wie bei verheirateten Paaren.
>
> Wer bereit ist f�r einen anderen Menschen einzustehen, finanziell und
> ands, soll das auch vom Staat "belohnt" bekommen.

Hm, alle B�rger stehen doch f�r alle anderen B�rger finanziell ein:
Krankenkassen, Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe sind doch alle beitrags-
und steuerfinazierte Solidarsysteme - es besteht einfach kein Bedarf
unsichere Zweiersolidarsysteme, die im Zweifelsfall unter Umst�nden eben
nicht funktionieren aus den �bergreifenden Solidarsystemen auszugliedern
und zu Privilegieren. Wenn sich zwei zusammentun und dabei Vorteile
haben, sollen sie das doch tun, aber was geht das den Staat an? Da� man
Ihnen das Gehalt Ihres Partners auf die Sozialhilfe anrechnet ist
dagegen eher ungerecht, wie wird denn das rechtfertigt? Wer jemanden
kennt, der Geld hat bekommt weniger Staatsknete, weil er ja den anpumpen
kann?

MfG M.v.Hermanni
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#17
Author: Volker Riehl
Date: Fri, 08 Feb 2002 21:32
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Hiho,

Martin schrieb:
> Finde ich auch unn�tig und �rgerlich, weil es nichts mit der Sache zu tun
> hat. Ob Homosexualit�t als "Perversion" oder nicht anzusehen ist, braucht
> den Staat nicht zu interessieren und da� Geis es doch in diesem
> Zusammenhang anspricht, dementiert seine Aussage, das Privatleben solle
> privat bleiben.
Eben und mit dergleichen Aussagen widerspricht sich Geis etliche male
(auch in anderen Bereichen) in seinem Text.

> Der Ausdruck "gesunder Menschenverstand" ist Menschenverachtend?
Wenn andere Lebensformen mit "gesundem Menschenverstand" als Argument
herabgesetzt werden.

Wenn Geis schreibt, da� Homosexualit�t im "gesunden Volksempfinden"
etwas abartiges ist, dann ist diese Aussage abwertend und
diskriminierend.
Wenn er aber schreiben w�rde (was er nicht getan hat) Homosexualit�t
w�re mit "gesundem Menschenverstand" betrachtend etwas abartiges, dann
ist das noch abwertender und sogar noch beleidigend.

Alleine wegen dieser Aussagen ist es eigentlich ein Unding, da� die
Staatsanwaltschaft nicht ermittelt. 
Vermutlich war der entsprechende Staatsanwalt auch ein CDUler.....

> Ich zitiere es eben noch mal, er schreibt : "Die Gesellschaft, solange sie
> noch gesund empfindet, wird diese sexuelle Lebensform nie als
> gleichberechtigt mit der Lebensform von Mann und Frau anerkennen."
Sorry, dachte du meinste er h�tte etwas von einer gesunden Gesellschaft
geschrieben...

Trotzdem mu� man schon sehr blind sein, wenn man DIESE Beleidigung und
Herabsetzung nicht wahrnimmt. 

Die Aussage ist doch eindeutig: "Wer Homosexualit�t als gleichberechtigt
anerkennt hat ein krankhaftes Empfinden."
 
> Nana, das lesen Sie da aber hinein: Ob jemand ein "guter Deutscher" ist,
> h�ngt doch nicht von sexuellen Vorlieben ab, sondern an Gesetzestreue,
> Verantwortungsbereitschaft, Rechtschaffenheit usw. 
Und warum schreibt dann Geis vom "gesunden Empfinden"?
Warum schreibt Geis das die Gr�nen "aus verworrenen Verh�ltnissen
kommen"?
Warum warum warum?(Hab jetzt echt keine Lust diesen Mist nochmals zu
lesen und alles passende rauszusuchen)

Und warum sind dann gesetzestreue Menschen, die f�reinander einstehen
und Verantwortung �bernehmen (und damit einen Haufen Pflichten auf sich
nehmen) auf einmal "gute Deutsche"? 
Und k�nnen Schwule und Lesben dann �berhaupt "gute Deutsche" sein? 

Wenn man den Text von Geis liest sind sie es nicht, sie sind ja pervers,
krank, verwirrt und so weiter.

> Die Frage, ob das
> Gesetz zur eingetragenen Partnerschaft ein schlechtes Gesetz ist, steht
> auf einem ganz anderen Blatt und nur darum geht es ja eigentlich.

In der jetzigen Form (die wir allerdings den Herren Blockwarten von der
CDU zu verdanken haben) ist es kein gutes Gesetz. 
Und ich vermute, da� bei der Verhandlung um die Verfassungsm�ssigkeit
dabei noch ein paar �nderungen zum Guten kommen.
Denn momentan besteht es zu sehr aus Pflichten und zuwenig aus Rechten.

Dieses Ungleichgewicht hat uns ja diese Woche den ersten Prozess
gebracht (Zeitsoldat der weniger Sold als eine Hete bekommen soll), und
wird noch mehr bringen. 
Da ist es wahrscheinlich, da� die Richter in Karlsruhe da einige
Zugest�ndnisse fordern werden.

> Das mag sein.
Das ist so. 
 
> > Und genau das ist kein Argument. Warum soll uns das nicht zustehen?
> 
> Es ist ein Argument, aber es k�nnte falsch sein, n�mlich wenn es z.B.
> homosexuellen Paaren doch zust�nde. Ich habe mal versucht in einem anderen
> Beitrag diese Argumentation noch etwas auszuf�hren, aber generell gilt,
> da� Privilegien gerechtfertigt werden m�ssen, weil sie ja eine
> Vorzugsbehandlung bedeuten, die den Gleichheitsgrundsatz verletzen. 


> Sie
> m��ten also aus eigen Gr�nden heraus angeben, warum homosexuelle
> Partnerschaften durch den Staat gef�rdert werden sollen und zwar ohne
> Bezug auf die Ehe. 
Weil sie f�reinander Sorge tragen. Weil sie den Staat dadurch entlasten,
da� er weniger Unterst�tzung zahlen mu�.

Das bei der Sozialhilfe sogar nichteingetragene Partnerschaften mit
einberechnet werden (was nachteilig f�r den Antragsteller ist).

Da eingetragene Partner f�reinander sorgen, ist es ein Unding, da� sie
Ausk�nfte im Krankenhaus mitunter vor Gericht erzwingen m�ssen.

Im Todesfalle ist die Erbschaftssteuer ziemlich heftig benachteiligend,
vor allem wenn beide Partner einen gemeinsamen Betrieb aufgebaut haben
(gibt Arbeitspl�tze, die brauchen wir). 
Auch die direkten Rechtsfolgen durch den Tod sind regulierungsbed�rftig.

Ein Bekannter von mir konnte mit ansehen wie die Sippschaft seines
verstorbenen Freundes die gemeinsame Wohnung (die leider nur auf den
Namen des Toten gemietet war) ausger�umt hatten, und alles was nicht
eindeutig ihm zuzuordnen war (PC, TV, Haushaltsger�te) eingepackt hat. 
Das Grab (das jetzt weitab vom gemeinsamen Wohnort in einem Dorf liegt)
darf er noch nichtmal selbst pflegen, das hat ihm die Familie seines
Freundes gerichtlich untersagt. 

Wenn der eine Partner (oder die Partnerin) ein Kind hatte und erzogen
hat, so wird es dann im Todesfall auch vom bisherigen Partner(in) des
Elternteils getrennt und landet entweder beim anderen Elternteil (der ja
das Sorgerecht scheinbar nicht bekommen hat oder nicht wollte) oder gar
im Heim. Obwohl der Hinterbliebene sich um das Kind k�mmern und es
erziehen w�rde, und das Kind an ihn/sie gewohnt ist.

Was erfreulicheres mal wieder. Ein binationales Paar will sich in
Deutschland eine Existenz aufbauen. Ohne eingetragene Partnerschaft nur
m�glich wenn der Partner des Deutschen aus einem EU-Land kommt. 

Das mal nur als Sechs Punkte. Da gibt es noch viel mehr, die man aber
prima auf der Homepage des LSVD <http://www.lsvd.de> nachlesen kann.

> Sie k�nnen n�mlich nicht daraus, das jemand Privilegien
> genie�t, aus Gleichheitsgesichtspunkten dieselben Privilegien f�r sich
> einklagen, Sie k�nnen nur die Privilegien des anderen aus diesem Grund
> beseitigen!
Fein. Bin ich voll daf�r.

Weg mit den alten Ehepriviliegen im Steuerrecht!
Es macht auch keinen Sinn mehr. Sinnvoll ist es heutzutage nur noch die
Kinder direkt (�ber ihre Erziehungsberichtigten) zu f�rdern. 

Aber warum sieht die CDU/CSU es einfach nicht ein, da� wir nicht 1950
leben. Die Ehe hat heutzutage einen ganz anderen Wert als vor 50 Jahren.
Heutzutage dient die Ehe prim�r der sozialen Absicherung der beiden
Ehepartner. 
Da� eine Ehe dazu dient Kinder gro�zuziehen ist einfach nicht mehr
zwangsl�ufig der Fall. Und die Leidtragenden dieses
Vergangenheitsdenkens sind die Kinder von alleinerziehenden V�tern und
M�ttern (egal welche Sexualit�t diese praktizieren).

Was aber jeder Partnerschaft zustehen sollte, die sich daf�r entscheidet
Pflichten auf sich zu nehmen wie Pflege und finanzielle Unterst�tzung
(und damit dem Staat verdammt viel Geld spart!) sind gewisse
Familienrechtliche Rechte.
Wie eben der Familienstand mit allen Folgen (Auskunftsrecht,
Erbschaftssteuer, Grabpflege, Adoptionsrecht etc.). 


> Das ist aber auf
> gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht �bertragbar.
Lebt da noch jemand in den F�nfzigern?

Ich kenn mehr als nur ne Handvoll von schwulen V�tern. 

Die Gleichsetzung von Ehe und Familie ist einfach nicht mehr
gerechtfertigt.

Familie ist da, wo Menschen f�r andere Menschen sorge tragen, ohne daf�r
bezahlt zu werden.

> Hm, alle B�rger stehen doch f�r alle anderen B�rger finanziell ein:
> Krankenkassen, Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe sind doch alle beitrags- und
> steuerfinazierte Solidarsysteme - es besteht einfach kein Bedarf unsichere
> Zweiersolidarsysteme, die im Zweifelsfall unter Umst�nden eben nicht
> funktionieren aus den �bergreifenden Solidarsystemen auszugliedern und zu
> Privilegieren. 
Was ist den das f�r ein Bl�dsinn?

Warum sollte ein heterosexuelles "Zweiersolidarsystem" eher
funktionieren als eine homosexuelles?

Mit dieser Argumentation m�sste die Ehe ja sofort abgeschafft werden.

> Wenn sich zwei zusammentun und dabei Vorteile haben, sollen
> sie das doch tun, aber was geht das den Staat an? 
Eben. schaffen wir die Ehe ab. Geht den Staat ja nix an.

Kindererziehung f�rdern kann man auch ohne.

> Da� man Ihnen das Gehalt
> Ihres Partners auf die Sozialhilfe anrechnet ist dagegen eher ungerecht,
> wie wird denn das rechtfertigt? Wer jemanden kennt, der Geld hat bekommt
> weniger Staatsknete, weil er ja den anpumpen kann?
Tja, das mag ungerecht sein, ist aber so. 

Begr�ndung: "Ehe�hnliche Gemeinschaft"
Die Pflicht f�reinander einzustehen haben wir also schon vom Staat
aufgedr�ckt bekommen (und da sind wir wirklich kein Einzelfall), da ist
es nur legitim im Rahmen der Gleichbehandlung (auf die sich ja wieder
unser Grundgesetz st�tzt) auch ein paar Rechte zu bekommen.

Wie gesagt, in meinen Augen w�re die sinnvollste L�sung die Ehe und die
eingetragene Partnerschaft zu reduzieren aufs Familienrecht und die
wichtigen daraus folgenden steuerlichen Vorteile/Nachteile.
(Erbschaftssteuer, Anrechnung bei Arbeitslosengeld, -hilfe und
Sozialhilfe etc.) 
Und im gleichen Atemzug die Vorteile die die Kinder betreffen auch vom
Vorhandensein eben dieser abh�ngig zu machen (egal ob Ehe, Single oder
eingetragene Partnerschaft).

Ich finde es einfach unlogisch, da� Kinderlose Ehepaare Steuervorteile
geniessen, die eigentlich zum Wohle der Kinder gedacht waren, w�hrend
Alleinerziehende mitunter am Existenzminimum leben m�ssen, weil der
Staat kein Geld hat um sie direkt (Kindergeld etc.) oder indirekt
(Krippenpl�tze damit man arbeiten gehen kann) zu unterst�tzen.

Aber diese IMHO notwendige Reform werden wir die n�chsten 50 Jahre auch
nicht mehr erleben, da sorgt die Union schon f�r..... :-(

Volker aka darkon

PS: Im Usenet ist es �blich sich zu duzen. ;-)

-- 
 (. .)    "Wei�t du, es gibt soviele verschiedene
 ( Y )       Lebewesen auf dieser Welt, und sie alle 
(:)x(:)       sind auf ihre Art wichtig und wertvoll." 
(O)-(O)            -  Kermit der Frosch
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#18
Author: Manfred Keitel
Date: Sat, 09 Feb 2002 12:35
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Martin von Hermanni schrieb:

> >  Weshalb gehen Sie nicht endlich auf die Fragen ein, die andere Ihnen
> > bereits gestellt haben? Ihre Art, Dinge zu diskutieren, finde ich auch
> > nicht sehr angemessen.
> 
> Wieso denn das? Und welche Frage habe ich denn nicht beantwortet?

Die Grundlegende Frage, weshalb homosexuelle Lebensgemeinschaften
besonders benachteigligt werden sollen z.B. Hier soll ja gegen�ber
anderen Paaren eine "Ausnahme" gemacht werden.
 Ihnen geht es immer mehr um Begrifflichkeiten als um die
Umst�nde/Inhalte, ist so mein Eindruck. Auch scheint es sie nicht sehr
zu interessieren, da� Geis massiv mit haltlosen Beleidigungen
"argumentiert".
Wenn es ums Kindergro�ziehen geht, hilft eine �nderung des
Adoptionrechtes.
 
> >  F�r mich ist klar: alle Paare verdienen den gleichen respekt, alles
> > andere l�uft schnell Gefahr, ins faschistoide abzurutschen.
> 
> Ihr Ausdruck "Respekt" hat f�r mich keine juristisch greifbare
> Bedeutung, Respekt ist doch Ausdruck pers�nlicher Anerkennung und
> Hochachtung: Respekt mu� man sich in der Regel verdienen, den k�nnen
> Sie doch nicht einfach so einfordern.

Schon wieder geht es um Begrifflichkeiten! Sie meinen also, da� auch
heterosexuelle Paare keinen Respekt verdienen...

> > > Wieviele Homosexuelle es tats�chlich gibt? Wer kann das schon
> > > wissen.
> >
> > Welche Rolle spielt es auch?
> 
> Eben das genau meine ich ja auch.

Wichtig ist, da� hier endlich gleiche M�glichkeiten geschaffen werden.
Volker Riehl hat ja gute Ans�tze, wie ich finde.
 Wenn es ohnehin eine verschwindend geringe Menge w�re, w�re der
Aufstand von CDU/CSU v�llig �berzogen, wenn es viele Schwule und
Lesben gibt, haben die Anspruch darauf, nicht sonderbehandelt zu
werden. Spricht ja beides gegen Geis und Co.

Gru�
Manfred


-- 
		http://www.texthoelle.de/    ==>  wildes Lyrikding.
Mit dem Stoepsel der Sympathie - versch�rfen mit Texthoelle!
			[Quelle: http://www.sloganizer.de/]
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#19
Author: Dirk Abel
Date: Sat, 09 Feb 2002 17:36
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"Martin von Hermanni" <m.v.hermanni@bigfoot.com> schrieb 
in diversen Postings zu �usserungen von Herrn MdB Geis:

  > Mit "nachvollziehbar entwickelte Gedanken" meine 
  > ich, da� man erstens rein sprachlich problemlos 
  > verstehen kann, was er sagt 

man/frau versteht genau, was er will:
wie hei�t es doch so sch�n 
bei der Musikgruppe Prinzen:
    
    Bei den freundlichen Kollegen 
    H�lt er voll dagegen 
    Obwohl ihn keiner mag 
    Sitzt er bald im Bundestag  


weiter Martin von Hermanni:

  > und zweitens der
  > Zusammenhang von Pr�missen und Schlussfolgerungen 
  > (weitgehend) logisch einwandfrei ist

ist nicht logisch einwandfrei. Er macht erstens kleinere
handwerkliche Logikfehler: wie schon in anderen Postings
geschrieben ist es doch ein Widerspruch, die Schwulen
als verschwindend kleine Minderheit darzustellen, von 
denen dar�ber hinaus niemand in den Hafen der Homoehe einlaufen will,
andererseits davon aber unvorstellbar hohe Hafengeb�hren herr�hren
sollen.

Viel fundamentaler ist aber zweitens folgender Versto� gegen
die Logik:

Herr Geis benutzt den Text des Grundgesetzes als 
ideologischen Rammbock gegen den Geist des Grundgesetzes.

<kleiner exkurs>
Gesetze binden alle. Darauf beruht der
unhistorische Spruch des M�llers aus Potsdam
,,Majest�t k�nnten das wohl tun, wenn in Berlin das
 Kammergericht nicht w�re''.
Ist es nicht die fundamentale Aufgabe unsers Grundgesetzes
(jeder Verfassung), die Schwachen vor den Starken zu sch�tzen?
Wird so nicht auch die Gewaltenteilung begr�ndet?
 </kleiner exkurs>

Wer sind in diesem Zusammenhang nun die Schwachen
und die Starken?

Tragende S�ule in der Argumentation der Gegner des 
Lebenspartnerschaftgesetzes ist der grundgesetzlich 
verankerte Schutz der Ehe *und* Familie.
Ohne diese Verankerung k�nnte man jene
ungerechtfertigten Privilegien der Ehe 
(splendid and splitting DINKs (double income no kids)) 
abschaffen und f�r eine gerechtere Verteilung zugunsten
benachteiligter kindererziehender Menschen sorgen, 
genauso wie in anderen L�ndern.  
Geht aber nur mit grundgesetz�ndernden Zweidrittelmehrheit.

Um alles beim alten zu lassen, kaprizieren sich die 
Gegner und Herr Geis scheinbar texttreu auf die Ehe. 
Sie gehen aber ideologisch davon aus, dass alle den 
verk�rzten Begriff von Familie (Vater Mutter Kind) 
und Ehe (DINKs und Heteroehe) - so wie in der Vergangenheit -
als Pr�misse �bernehmen.  

Dass damit andere und neue Familienmodelle ausgegrenzt
werden, Alleinerziehende �konomisch schlechter
gestellt sind als DINKs, Schwule keine Ehe f�hren
d�rfen - zumindest eine nicht gleichgestellt, 
institutionalisierte -, nimmt Herr Geis, 
seiner Dogmatik zuliebe, in Kauf.

Und genau hier liegt m.E. der Versto� gegen den Geist
des Grundgesetzes: es werden die starken verheirateten
Doppelverdiener mit starkem Ehegattensplitting priviliert, 
der alleinerziehende Mensch
(egal ob schwul oder hetero) partizipiert nur dann an
den Privilegien, wenn er einen Haushaltsfreibetrag 
von seinen Steuern absetzen kann. Die (steueraufkommen-)
Schwachen Kinder aus DOKNIS-Familien: (double kids no income)
gehen leer aus. Das ist m.E. ein Versto� gegen den
Gleichheitsgrundsatz (nicht erst seit PISA).

M.E. nimmt aber Herr Geis damit auch die V�ter und M�tter 
des Grundgesetzes ungerechtfertigt f�r eine Sache
in Anspruch, die es auch Ende der vierziger Jahr 
nicht bei allen politisch Verantwortlichen gegeben hat: 
Geis' nur psychoanalytisch deutbaren, unappetitlichen
Hass auf die gesellschaftliche Wandlung der Akzeptanz 
der Homosexualit�t und seine Ablehnung einer toleranten 
Einbindung  dieser kurz vorher noch verfemten und soweit habhaft,
mishandelten oder ermordeten Minderheit 1) 
in Rechte und (Erziehungs-)Pflichten.

Leider hat Herr Geis einen juristischen Joker:
1988 hat das Bundesverfassungsgericht den Begriff
der Ehe auf die Deutung ,,Mann und Frau'' einge-
engt, weshalb der Gesetzgeber - unter Anfeindungen von
Herrn Geis - gezwungen war, beim
Lebenspartnerschaftsgesetz k�nstliche Abgrenzungen 
zwischen Homoehe und Ehe aufrechtzuerhalten, um 
Ewiggestrigen und Herrn Geis nicht einen Sieg
vor dem Bundesverfassungsgericht zu erm�glichen. 

Mit Frau Dr. Christina Schenk von der PDS
bin ich ausnahmsweise einer Auffassung, dass es besser 
gewesen w�re, den ganzen grundgesetzlichen Ehebegriff 
aus der Mottenkiste zu befreien. Solange aber
Reaktion�re wie Herr Geis in ihrer Partei das
Sagen haben, ist der Weg von Herrn Beck und 
seinem LSVD der richtige.

In der Art und Weise seiner Angriffe erinnert m.E. 
Herr Geis an den fundamentalistischen
Hamburger Pastor, Dogmatiker und Lessinggegner
Johann Melchior Goeze, der sich ebenfalls aus seiner
Orthodoxie vehement gegen angebliche Sittenlosigkeit
und andere Zeitstr�mungen stemmte und seine 
Gegner - unter eigener und fremder pers�nlicher 
Besch�digung - vielleicht ebenfalls einfach 
nicht verstehen konnte.



  > - mit nachvollziehbar meine ich nicht, dass man
  > irgendeine Geisteshaltung braucht, um den Text auch nur als
  > Argumentation verstehen zu k�nnen.

doch, die wichtigste - und falsche - Pr�misse 
der Geisschen Argumentation besteht im m.E. ideologisch
verbogene Begriff der Ehe.
Dieser wird von Herrn Geis als Kampfbegriff benutzt 
und - aus welchen Gr�nden auch immer -
dogmatisch gegen Minderheiten (Schwule, Alleinerziehende, 
DOKNI: double kids no income) in Stellung gebracht. 
Entideologisiert man ihn, macht ihn anwendbar auf 
alle langdauernden, institutionalisierbaren und als
Fundament f�r Kindererziehung belastbaren Liebesbeziehungen, 
bricht das ganze Geissche Dogmengeb�ude zusammen
und �brig bleibt nur eine psychoanalytisch zu deutende
Menschenfeindschaft des Herrn Geis.


  > Deshalb finde ich es unfair, Geis ohne weiteres
  > antisoziale Etiketten wie etwa "Nazi" anzukleben.

Ohne weiteres?
Es geht doch laufend weiter:
disqualifiziert sich Herrn Geis nicht durch die Verteidigung
des Stoiberbegriffs der ,,durchrassten Gesellschaft''
als Demokrat und outet sich - bestenfalls - 
als Mann des 19ten Jahrhunderts? Ich zumindest 
m�chte in einem 21ten Jahrhundert leben, welches
die Fehler des 20ten nicht wiederholt. Ich habe 
von voreingenommenen und menschenfeindlichen
Ideologien 20ten Jahrhunderts genug...

Dabei hat die CDU doch wirklich in der Sache 
kompetente, pragmatisch-aufgekl�rte und - anders als 
Herrn Geis - vorzeigbare Leute, z.B. Frau MdB Ilse Falk.
Aber das scheint ein Problem in allen Parteien zu sein:
gegen Betonk�pfe ist nur schwer anzukommen.

Dirk



1) siehe auch "Wegen der zu erwartenden hohen Strafe" 
Homosexuellenverfolgung in Berlin 1933 - 1945
Mit Beitr�gen von Andreas Pretzel, Gabriele Ro�bach 
und anderen. Herausgegeben vom Kulturring in Berlin
e.V.; Verlag rosa Winkel, Berlin; 347 S., 
70 Abb., broschiert, ISBN 3-86149-095-1
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#20
Author: Martin von Hermanni
Date: Tue, 12 Feb 2002 18:55
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"Volker Riehl" <darkon@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1f7b2zj.fsz3ll1sql4jeN%darkon@gmx.de...
>
> Wenn Geis schreibt, da� Homosexualit�t im "gesunden Volksempfinden"
> etwas abartiges ist, dann ist diese Aussage abwertend und
diskriminierend.
>
> Wenn er aber schreiben w�rde (was er nicht getan hat) Homosexualit�t
> w�re mit "gesundem Menschenverstand" betrachtend etwas abartiges, dann
> ist das noch abwertender und sogar noch beleidigend.

Er hat weder das eine noch da andere geschrieben, ich zitiere es halt
noch mal:

"Mit aller Macht wollen sie so die gesellschaftliche Anerkennung
erlangen. Dies ist jedoch eine krasse Selbstt�uschung. Die
Gesellschaft, solange sie noch gesund empfindet, wird diese sexuelle
Lebensform nie als gleichberechtigt mit der Lebensform von Mann und Frau
anerkennen."

Erstens meint er also, die Bef�rworter der "Homo-Ehe" w�rden sich �ber
die Mehrheitsmeinung t�uschen - das ist eine wahre oder eben falsche
Behauptung. Diese Behauptung betrifft die *gesellschaftliche Bewertung*
der gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft: Gilt diese als
gleichberechtigt - und das kann nur gleichwertig meinen, weil es um die
Rechtslage ja gerade geht - mit der Ehe? Hier ist nicht von "abartig"
oder so die Rede, denn auch Freundschaft ist nicht gleichwertig (oder
gleichberechtigt) mit Ehe, ohne deshalb gleich "abartig" zu sein (was
immer das f�r Sie bedeuten mag). Geis' �u�erung impliziert nun, wenn
"die Gesellschaft" die gleichgeschlechtliche Beziehung als gleichwertig
mit der Ehe empfinde, dann empfinde sie nicht mehr "gesund".

Daran st�ren Sie sich nun, aber wieso eigentlich? Ist eine Gesellschaft
wirklich noch gesund, wenn sie eine Beziehung, die ihre eigene
zuk�nftige Existenz gew�hrleistet, f�r gleichwertig mit solchen
Beziehungen h�lt, die diese zuk�nftige Existenz nicht gew�hrleisten?
Gesundheit betrifft die Lebendigkeit eines Organismus, ist bezogen auf
eine Gesellschaft metaphorisch - aber ja durchaus treffend: Nicht die
Homosexuellen werden hier als "ungesund" bezeichnet, sondern die
Vorstellung, die gleichgeschlechtliche Beziehung sei bezogen auf die
ganze Gesellschaft gleichwertig mit der Ehe. Gedankenexperiment: Kann
eine Gesellschaft �berleben, in der ausschlie�lich oder auch nur
mehrheitlich gleichgeschlechtliche Beziehungen existieren?

> Alleine wegen dieser Aussagen ist es eigentlich ein Unding, da� die
> Staatsanwaltschaft nicht ermittelt.
> Vermutlich war der entsprechende Staatsanwalt auch ein CDUler.....
>
> > Ich zitiere es eben noch mal, er schreibt : "Die Gesellschaft,
> > solange sie noch gesund empfindet, wird diese sexuelle Lebensform
> > nie als gleichberechtigt mit der Lebensform von Mann und Frau
> > anerkennen."
>
> Sorry, dachte du meinste er h�tte etwas von einer gesunden
> Gesellschaft geschrieben...
>
> Trotzdem mu� man schon sehr blind sein, wenn man DIESE Beleidigung und
> Herabsetzung nicht wahrnimmt.

Das ist das Problem der ganzen Argumentation: Sie k�nnen einfach aus dem
Umstand, da� einige berechtigterweise Privilegien erhalten und Sie
nicht, keine Herabsetzung Ihrer Person ableiten - ich bekomme auch nicht
dieselben Privilegien wie ein verheirateter Mann, empfinde mich aber
doch deswegen nicht als herabgesetzt: Das steht mir eben einfach auch
nicht zu und den Homosexuellen auch nicht - so what?

> Die Aussage ist doch eindeutig: "Wer Homosexualit�t als
> gleichberechtigt anerkennt hat ein krankhaftes Empfinden."

Gleichberechtigt mit der Ehe, ja. Ich w�rde sagen, die meisten haben da
einfach nicht zu Ende gedacht und wollen sich nicht exponieren, haben
keine Meinung dazu und wollen niemanden �rgern.

> Und warum schreibt dann Geis vom "gesunden Empfinden"?
> Warum schreibt Geis das die Gr�nen "aus verworrenen Verh�ltnissen
> kommen"? Warum warum warum?

Die naheliegendste Antwort w�re: Weil es stimmt? Wenn's nicht stimmt,
h�tte Geis einfach was falsches behauptet, wenn ich aber mal raten darf:
Sie meinen doch eher, es g�be sowas wie "ordentliche Verh�ltnisse" gar
nicht bzw. das sei irgendsoein faschistoides Dingens, stimmt's?

> Und warum sind dann gesetzestreue Menschen, die f�reinander einstehen
> und Verantwortung �bernehmen (und damit einen Haufen Pflichten auf
> sich nehmen) auf einmal "gute Deutsche"? Und k�nnen Schwule und
> Lesben dann �berhaupt "gute Deutsche" sein?

Nat�rlich, warum denn nicht - Kinderkriegen ist ja kaum eine
staatsb�rgerliche Pflicht, so einen Staat, der seine B�rger dazu
verpflichten w�rde, den wollen wir doch hoffentlich alle nicht.
Steuerzahlen, Wehr- oder Zivildienst, Zivilcourage, am politischen
leben teilnehmen etc. das sind staatsb�rgerliche Pflichten und machen
den "guten Deutschen" aus.

> > Sie m��ten also aus eigen Gr�nden heraus angeben, warum homosexuelle
> > Partnerschaften durch den Staat gef�rdert werden sollen und zwar
> > ohne Bezug auf die Ehe.
>
> Weil sie f�reinander Sorge tragen. Weil sie den Staat dadurch
> entlasten, da� er weniger Unterst�tzung zahlen mu�.

Darauf bin ich in einem Beitrag mal eingegangen: Das ist m.E.
bedeutungslos, weil die staatlichen Solidarsysteme auf unsolide
Zweiersolidarsysteme nicht angewiesen sind und wenn beide Partner
arbeitslos/krank (ich will ja nicht HIV sagen) werden ist der angebliche
Vorteil schon mal futsch. Wenn das alles ist, dann ist es zu wenig. Die
F�rsorgepflichten der Ehegatten hat ja nur dann Sinn, wenn einer der
Gatten sich wegen Kindern nicht im gleichen Ma� um die Karriere k�mmern
kann und daf�r entsch�digt werden soll. Bei gleichgeschlechtlichen
Partnerschaften gibt's aber keinen Grund, warum nicht beide mit gleichem
Einsatz arbeiten k�nnen sollen.

Ist Ihnen �brigens aufgefallen, da� Sie von den Gr�nden, warum
gleichgeschlechtliche Partnerschaften gegen�ber Singlehaushalten
bevorzugt werden sollen gleich wieder auf eine angebliche
Benachteiligung gegen�ber der Ehe zu sprechen kommen? Einige
der einsehbaren Forderungen sind ja bekanntlich vertraglich regelbar
(Krankenhausbesuche, Wohnung) und erfordern keine Gesetzgebung -
eigentlich ist nur die Regelung der F�rsorge bei in der
gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebenden Kindern sehr
w�nschenswert, das war h�chste Zeit.

> > Sie k�nnen n�mlich nicht daraus, das jemand Privilegien
> > genie�t, aus Gleichheitsgesichtspunkten dieselben Privilegien f�r
> > sich einklagen, Sie k�nnen nur die Privilegien des anderen aus
> > diesem Grund beseitigen!

> Fein. Bin ich voll daf�r.

Ich habe nicht mitgekriegt, da� Sie sich daf�r einsetzen, da� die Ehe
nicht mehr privilegiert wird, soweit ich verstanden habe, wollen Sie die
Privilegien auch - was denn nun?

> Aber warum sieht die CDU/CSU es einfach nicht ein, da� wir nicht 1950
> leben. Die Ehe hat heutzutage einen ganz anderen Wert als vor 50
> Jahren. Heutzutage dient die Ehe prim�r der sozialen Absicherung der
> beiden Ehepartner. Da� eine Ehe dazu dient Kinder gro�zuziehen ist
> einfach nicht mehr zwangsl�ufig der Fall.

Tja, es steht zu bef�rchten, da� die CDU das tats�chlich bald
"einsieht", aber eigentlich ist es Aufgabe von Politik wertorientiert zu
gestalten, nicht irgendwelchen Trends nachzulaufen.

Ich schrieb:

"Wieso ist also eine homosexuelle Lebensgemeinschaft zu privilegieren?
Bei der Ehe war klar: Kinder sollen am besten in stabilen
Partnerschaften geboren werden und je mehr Ehen es gibt, um so mehr
stabile Familiengr�ndungen gibt es. Das ist aber auf
gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht �bertragbar"

> Lebt da noch jemand in den F�nfzigern?
> Ich kenn mehr als nur ne Handvoll von schwulen V�tern.

LOL, was ist denn seit den F�nfzigern passiert? M�nner k�nnen
ja wohl nach wie vor keine Kinder ohne Hilfe einer Frau zeugen. Die
Preisfrage ist doch: Wenn's darum geht, die Zeugung vieler Kinder in
stabilen Partnerschaften zu f�rdern, welche Partnerschaften soll man
dann f�rdern? ... Verstehen Sie, es geht nicht um existierende Familien
(wo auch schwule V�ter gerne willkommen sind), sondern um zuk�nftige
Familien, solche, die es noch nicht gibt - wie kann man
*Familiengr�ndungen* f�rdern, nicht (nur) bestehende Familien.

 > Familie ist da, wo Menschen f�r andere Menschen sorge tragen, ohne
> daf�r bezahlt zu werden.

Ganz genau, allerdings nur, wenn da auch Kinder heranwachsen.

> > Hm, alle B�rger stehen doch f�r alle anderen B�rger finanziell ein:
> > Krankenkassen, Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe sind doch alle
> >  beitrags- und steuerfinazierte Solidarsysteme - es besteht einfach
> > kein Bedarf unsichere Zweiersolidarsysteme, die im Zweifelsfall
> > unter Umst�nden eben nicht funktionieren aus den �bergreifenden
> > Solidarsystemen auszugliedern und zu Privilegieren.

> Was ist den das f�r ein Bl�dsinn?
> Warum sollte ein heterosexuelles "Zweiersolidarsystem" eher
> funktionieren als eine homosexuelles?

Die funktionieren auch nicht, ich wollte nicht andeuten, homosexuelle
Beziehungen seien unsolider, ganz egal ob's so ist - Fakt ist nur, da�
Beziehungen ohne Kinder Privatvergn�gen sind und jeder Laune
unterworfen bleiben (sollten). Ich frage mich sowieso, wozu
Homosexuelle heiraten wollen, das ist doch eigentlich totaler Quatsch,
wenn man nicht zum Wohle des eigenen Kindes den Partner enger
binden will..

> > Wenn sich zwei zusammentun und dabei Vorteile haben, sollen
> > sie das doch tun, aber was geht das den Staat an?
>
> Eben. schaffen wir die Ehe ab. Geht den Staat ja nix an.
> Kindererziehung f�rdern kann man auch ohne.

Da warten die Cheftechnokraten und Klonchemiker aber auf Ihren guten
Einfall, wie man die Kinderproduktion ankurbeln kann, ohne da� man den
unsicheren Umweg �ber Zweierbeziehungen gehen kann, bitte: Wie soll das
gehen? Verh�tungsmittel verbieten und allen M�ttern die Kinder enteignen
und im Lebensborn aufziehen oder was?

> Wie gesagt, in meinen Augen w�re die sinnvollste L�sung die Ehe und
> die eingetragene Partnerschaft zu reduzieren aufs Familienrecht und
> die wichtigen daraus folgenden steuerlichen Vorteile/Nachteile.
> (Erbschaftssteuer, Anrechnung bei Arbeitslosengeld, -hilfe und
> Sozialhilfe etc.) Und im gleichen Atemzug die Vorteile die die Kinder
> betreffen auch vom Vorhandensein eben dieser abh�ngig zu machen
> (egal ob Ehe, Single oder eingetragene Partnerschaft).

W�re eine plausible L�sung, mit der Einschr�nkung, da� so das
eigentliche Ziel der steuerlichen Vorteile (Nachteile?) baden geht,
n�mlich die Berufst�tigkeit eines Gatten zu f�rdern und die Geburt eines
Kindes geregelt planbar zu machen.

> Ich finde es einfach unlogisch, da� Kinderlose Ehepaare Steuervorteile
> geniessen, die eigentlich zum Wohle der Kinder gedacht waren, w�hrend
> Alleinerziehende mitunter am Existenzminimum leben m�ssen, weil der
> Staat kein Geld hat um sie direkt (Kindergeld etc.) oder indirekt
> (Krippenpl�tze damit man arbeiten gehen kann) zu unterst�tzen.

Bin ich Ihrer Meinung.

MfG M.v.Hermanni
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#21
Author: Manfred Keitel
Date: Tue, 12 Feb 2002 21:47
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Hallo,

(...)
> > Wenn er aber schreiben w�rde (was er nicht getan hat) Homosexualit�t
> > w�re mit "gesundem Menschenverstand" betrachtend etwas abartiges, dann
> > ist das noch abwertender und sogar noch beleidigend.
> 
> Er hat weder das eine noch da andere geschrieben, ich zitiere es halt
> noch mal:
> 
> "Mit aller Macht wollen sie so die gesellschaftliche Anerkennung
> erlangen. Dies ist jedoch eine krasse Selbstt�uschung. Die
> Gesellschaft, solange sie noch gesund empfindet, wird diese sexuelle
> Lebensform nie als gleichberechtigt mit der Lebensform von Mann und Frau
> anerkennen."

Lesen sie doch bittesehr im Zusammenhang mit Geis anderen Aussagen.
 Und lesen sie doch noch andere Artikel, um einen Vergleich zu
bekommen, wie man sich Interessensgruppen gegen�ber betr�gt, dann
sehen Sie etwas weniger polemisches und aggressives.
 Geis w�ste Beschimpfungen (andere Stellen im gleichen Text, damit
jetzt nicht sofort die Frage kommt wo in diesem Absatz jemand
beschimpft wurde) zu leugnen ist zwecklos, er hat sie selbst
dokumentiert.

(...)
> immer das f�r Sie bedeuten mag). Geis' �u�erung impliziert nun, wenn
> "die Gesellschaft" die gleichgeschlechtliche Beziehung als gleichwertig
> mit der Ehe empfinde, dann empfinde sie nicht mehr "gesund".

*Ihrer* eigenen Argumentation nach (ihre Argumente in diesem Threat
m�ssten sie noch kennen), wollen Sie dem Herrn Geis in den Mund
schieben, er w�re gegen kinderlose Heteropaare.
 Beweise? Wo �u�ert er sich gegen die Heteroehe?

> Daran st�ren Sie sich nun, aber wieso eigentlich? Ist eine Gesellschaft
> wirklich noch gesund, wenn sie eine Beziehung, die ihre eigene
> zuk�nftige Existenz gew�hrleistet, f�r gleichwertig mit solchen
> Beziehungen h�lt, die diese zuk�nftige Existenz nicht gew�hrleisten?

Beweise f�r diese Behauptung? Und die Konsequenz, wenn Sie f�r Ihre
Behauptung einstehen: wo machen Sie sich starkt f�r ein besseres
Adoptionsrecht f�r Schwule und Lesben?

(...)
> eine Gesellschaft �berleben, in der ausschlie�lich oder auch nur
> mehrheitlich gleichgeschlechtliche Beziehungen existieren?

Kann eine Gesellschaft �berleben, wenn es nur Tischler und keine
B�cker mehr gibt?
 Kann eine Gesellschaft �berleben, in der jeder Kinder hat, und
niemand Tischler und/oder B�ckerberufe ergreifen kann?
 Vielleicht k�nnen sie Ihre radikale These ja einmal plausibel
erkl�ren, indem sie exakt mit der Intensit�t vom gegenteiligen
Ist-Zustand ausgehen.

(...)
> > Trotzdem mu� man schon sehr blind sein, wenn man DIESE Beleidigung und
> > Herabsetzung nicht wahrnimmt.
> 
> Das ist das Problem der ganzen Argumentation: Sie k�nnen einfach aus dem
> Umstand, da� einige berechtigterweise Privilegien erhalten und Sie
> nicht, keine Herabsetzung Ihrer Person ableiten - ich bekomme auch nicht

Bleiben Sie bitte beim Thema.
 Was haben Beleidigungen und Privilegien miteinander zu tun? Weshalb
vermengen sie diese Diskussioninhalte, wenn Volker bei den Angriffen
vom hochgesch�tzten Herrn Geis war?

> dieselben Privilegien wie ein verheirateter Mann, empfinde mich aber
> doch deswegen nicht als herabgesetzt: Das steht mir eben einfach auch
> nicht zu und den Homosexuellen auch nicht - so what?

Wenn Sie oder ein Schwuler/eine Lesbe keinen Partner haben oder nicht
heiraten wollen ist das Privatsache, und wie Sie ja sagen, das geht
den Staat nichts an.
 Die Entscheidung sollte unabh�ngig vom Geschlecht des Partners
getroffen werden, solange bis Sie, Herr Herrmanni, diese Privilege auf
die Kinder �bertragen konnten. ;-)
 
> > Die Aussage ist doch eindeutig: "Wer Homosexualit�t als
> > gleichberechtigt anerkennt hat ein krankhaftes Empfinden."
> 
> Gleichberechtigt mit der Ehe, ja. Ich w�rde sagen, die meisten haben da
> einfach nicht zu Ende gedacht und wollen sich nicht exponieren, haben
> keine Meinung dazu und wollen niemanden �rgern.

Nein, er wendet sich doch gegen die Toleranz von Homosexualit�t und
spricht von F�rderung "der Homosexualit�t" (obwohl es um liebende
Menschen (!) geht) trotzdem erst l�cherlich kurze Zeit seit der
beendeten Kriminalisierung verstrichen ist. :-(

> > Und warum schreibt dann Geis vom "gesunden Empfinden"?
> > Warum schreibt Geis das die Gr�nen "aus verworrenen Verh�ltnissen
> > kommen"? Warum warum warum?
> 
> Die naheliegendste Antwort w�re: Weil es stimmt? Wenn's nicht stimmt,
> h�tte Geis einfach was falsches behauptet, wenn ich aber mal raten darf:
> Sie meinen doch eher, es g�be sowas wie "ordentliche Verh�ltnisse" gar
> nicht bzw. das sei irgendsoein faschistoides Dingens, stimmt's?

Warum unterstellen sie ihrem Diskussionspartner das, obwohl er im
Gegensatz zu Ihnen f�r eine "ordnende" Sache eintritt? Oder ist die
Ehe hier auf einmal ungeordnet? Wo sind auf einmal Ihre Priorit�ten?
 Es kommt bei Ihnen scheinbar nur darauf an, ob es gehen die "Homoehe"
verwendbar ist. Sie treten hier gar nicht erst daf�r ein, da� gleich
bewertet wird, was gleich _ist_.
 Ansonsten k�nnen sie sich f�r die �bertragung der Privilegien auf das
Kind einsetzen.

(...)
> Ist Ihnen �brigens aufgefallen, da� Sie von den Gr�nden, warum
> gleichgeschlechtliche Partnerschaften gegen�ber Singlehaushalten
> bevorzugt werden sollen gleich wieder auf eine angebliche
> Benachteiligung gegen�ber der Ehe zu sprechen kommen? Einige

Weil sie keinen Singlehaushalt haben? Selbstzitat: "Wenn Sie oder ein
Schwuler/eine Lesbe keinen Partner haben oder nicht heiraten wollen
ist das Privatsache, und wie Sie ja sagen, das geht den Staat nichts
an.
 Die Entscheidung sollte unabh�ngig vom Geschlecht des Partners
getroffen werden, solange bis Sie, Herr Herrmanni, diese Privilege auf
die Kinder �bertragen konnten."

> der einsehbaren Forderungen sind ja bekanntlich vertraglich regelbar
> (Krankenhausbesuche, Wohnung) und erfordern keine Gesetzgebung -
> eigentlich ist nur die Regelung der F�rsorge bei in der
> gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebenden Kindern sehr
> w�nschenswert, das war h�chste Zeit.
> 
> > > Sie k�nnen n�mlich nicht daraus, das jemand Privilegien
> > > genie�t, aus Gleichheitsgesichtspunkten dieselben Privilegien f�r
> > > sich einklagen, Sie k�nnen nur die Privilegien des anderen aus
> > > diesem Grund beseitigen!
> 
> > Fein. Bin ich voll daf�r.
> 
> Ich habe nicht mitgekriegt, da� Sie sich daf�r einsetzen, da� die Ehe
> nicht mehr privilegiert wird, soweit ich verstanden habe, wollen Sie die
> Privilegien auch - was denn nun?

Kl�ren Sie doch bitte erst einmal Ihre eigenen Priorit�ten, das ist
viel dringender.
 Viele hier in der NG haben wenigstens den Punkt "Gleichbehandlung in
gleicher Situation" als klare Priorit�t. Ihnen geht es um "Pro" und
das "Contra", und Sie vertreten die Auffassung, da� Heteros keine
"Singlehaushalte" bleiben m�ssen, Schwule und Lesben es aber sollen.
Und ab dem Punkt geben Sie Ihre Rationalit�t auf, solange es gegen
eine Gleichbehandlung geht.

(...)
> Tja, es steht zu bef�rchten, da� die CDU das tats�chlich bald
> "einsieht", aber eigentlich ist es Aufgabe von Politik wertorientiert zu
> gestalten, nicht irgendwelchen Trends nachzulaufen.

Es w�re w�nschenswert, wenn die Politik hier bodenst�ndig und
zeitgem�� w�rde, statt irgend welchen Allgemeinpl�tzen wie "Werten"
hinterherzulaufen, mit denen man nicht argumentieren kann. Legen Sie
hier auf einmal keinen Wert mehr auf die Plausibilit�t, die Sie beim
Herrn Geis sehen wollen?

> Ich schrieb:
> 
> "Wieso ist also eine homosexuelle Lebensgemeinschaft zu privilegieren?

Das wollen wir gar nicht, es geht immer noch um den Gleichstand, der
zu erreichen ist. Sie stellen die falsche Frage, und ich bef�rchte
allm�hlich, sie tun das ganz gezielt.

(...)
>  > Familie ist da, wo Menschen f�r andere Menschen sorge tragen, ohne
> > daf�r bezahlt zu werden.
> 
> Ganz genau, allerdings nur, wenn da auch Kinder heranwachsen.

*Sie* meinen das bestimmen zu k�nnen? Was ist z.B. mit alten Menschen,
die noch im Kreis der Familie sind? Sind diese in ihren Augen
Fremdk�rper? *kopfsch�ttel* Solche gewagten Behauptungen sollten gut
durchdacht sein, wenn Sie sie so vehement einsetzen.

(...)
> > > Wenn sich zwei zusammentun und dabei Vorteile haben, sollen
> > > sie das doch tun, aber was geht das den Staat an?
> >
> > Eben. schaffen wir die Ehe ab. Geht den Staat ja nix an.
> > Kindererziehung f�rdern kann man auch ohne.
> 
> Da warten die Cheftechnokraten und Klonchemiker aber auf Ihren guten
> Einfall, wie man die Kinderproduktion ankurbeln kann, ohne da� man den

Schon wieder ausgewichen. Macht ein St�ck Papier erst zeugungsf�hig?
Aber Sie schreiben weiter:

> unsicheren Umweg �ber Zweierbeziehungen gehen kann, bitte: Wie soll das
> gehen? Verh�tungsmittel verbieten und allen M�ttern die Kinder enteignen
> und im Lebensborn aufziehen oder was?

Wunderbar polemisch von Ihnen. Nochmal die Frage: macht ein St�ck
Papier zeugungsf�hig? Und desweiteren: wo Mann und Frau trotz
fehlenden Papier gezeugt haben, was ist mit dem Kindern? Sind diese in
einer Art Limbo, weil sie ohne Ehe gar nicht existieren? Ich w�nsche
mir, Sie w�rden etwas Rationaler.
 Ach ja, in Gegensatz zu Ihnen glaube ich auch, da� Heteroehen wegen
dem Gef�hl "Liebe" geschlossen werden. Vielleicht m�gen sich hier ja
heterosexuelle Paare melden und das dementieren, falls ich so ganz
falsch liege. :->

> > Wie gesagt, in meinen Augen w�re die sinnvollste L�sung die Ehe und
> > die eingetragene Partnerschaft zu reduzieren aufs Familienrecht und
> > die wichtigen daraus folgenden steuerlichen Vorteile/Nachteile.
> > (Erbschaftssteuer, Anrechnung bei Arbeitslosengeld, -hilfe und
> > Sozialhilfe etc.) Und im gleichen Atemzug die Vorteile die die Kinder
> > betreffen auch vom Vorhandensein eben dieser abh�ngig zu machen
> > (egal ob Ehe, Single oder eingetragene Partnerschaft).
> 
> W�re eine plausible L�sung, mit der Einschr�nkung, da� so das
> eigentliche Ziel der steuerlichen Vorteile (Nachteile?) baden geht,
> n�mlich die Berufst�tigkeit eines Gatten zu f�rdern und die Geburt eines
> Kindes geregelt planbar zu machen.

Was denn nun? Hier wurde doch vorgeschlagen, die _Kinder_ zu f�rdern
und zu unterst�tzen, so da� f�r sie gesorgt wird, ohne Kinderlosen
Geld zukommen zu lassen, da� Ihnen ja ohnehin nicht zusteht, wie Sie
meinen.
 
Gru�
Manfred
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#22
Author: Eckart Kuehne
Date: Sat, 23 Feb 2002 19:59
54 lines
3991 bytes
"Martin von Hermanni" <m.v.hermanni@bigfoot.com> tippte:

Hallo,

Entschuldigung, dass ich erst so sp�t antworten kann.

> "Karl Ernst Roehl" <ke.roehl@online.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:3C63CD8F.445CF973@online.de...
> > Martin von Hermanni schrieb:
> >
> > > Also Geis bestreitet zwei Dinge, einmal, da� Homosexuelle
> > > tats�chlich diskriminiert w�rden,...
> >
> > Ist Herr Geis homosexuell, dass er das tats�chlich beurteilen kann?
> 
> Keine Ahnung, aber wieso sollte das relevant sein? K�nnen nur
> Homosexuelle die Gesetzeslage beurteilen?
>
Wer nicht schwul oder lesbisch ist, wird sich schwerlich genau in einen so
empfindenden Menschen hineinversezten k�nnen; zumal, wenn er sich
offensichtlich nicht bem�ht, objektiv und tief in die Materie einzudringen.

Was Herr Geiss schreibt, stimmt ja z. T., aber dann widerspricht er sich
selbt. Neben den von Dir peposteten Zitaten hier mal ein anderes: 

> Die Aufdringlichkeit, mit der sich Homosexuelle �ffentlich 
> prostituieren, ist nur noch schwer zu ertragen. Sie lassen jede 
> Scham vermissen. Der Verlust der sexuellen Scham aber ist immer 
> ein Zeichen von Schwachsinn, wie es Freud formuliert hat.
>
Die �u�erung der "�ffentlichen Prostitution" ist nicht nur falsch, sondern
primitiv manipulierend. Worauf spielt er an? Die CSDs? Das kann ja wohl
nicht sein. Die LoveParade ist nicht anders. Es gibt kaum eine
Illustrierte, auf deren Titelseit nicht eine mehr oder weniger unbekleidete
junge Dame abgebildet ist. Auf Automibilausstellungen m�ssen ebensolche
M�dchen possieren, um Kundschaft anzulocken. Ich denke, dies ist
anzuprangern. Einen leicht bekleideten jungen Mann bekommt man au�er in
Schwulenmagazinen kaum zu Gesicht.

> Wodurch (durch welche
> Gesetzeslage) werden denn Homosexuelle gegen�ber anderen
> unverheirateteten, nicht-verwandten Menschen benachteiligt?
>
Dazu wurde schon geschrieben. Wenn Du aber nicht selbst merkst, dass es
eben ein gro�er Untrerschied ist, ob mir prinzipiell die M�glichkeit der
Ehe vorenthalten wird (lesbische oder schwule Partnerschaft) oder ob ich
sie nur nicht in Anspruch nehme (Heterobeziehung), dann ist das ein
Ausdruck Deines eingeschr�nkten Gesichtskresies.
 


Viele Gruesse,

Eckart.
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#23
Author: Eckart Kuehne
Date: Sat, 23 Feb 2002 19:59
15 lines
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"Martin von Hermanni" <m.v.hermanni@bigfoot.com> tippte:

Hallo,

>  Das eigentliche Argument ist doch, da� Homosexuelle etwas beanspruchen, 
> das ihnen nicht zusteht.
>
Solange Du nicht von dieser Grundposition abl��t, wirst Du zum Kern nie
vorsto�en k�nnen, Martin.



Viele Gruesse,

Eckart.
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#25
Author: Volker Riehl
Date: Sat, 23 Feb 2002 23:51
25 lines
2621 bytes
Hiho,

Eckart schrieb:
> Der Pressemitteilung hatte ich entnommen, dass in Berlin ein
> Ermittlungsverfahren gegen Geiss wegen Volksverhetzung angestrengt werden
> sollte. Dies ist von der Stattsanwaltschaft abgelehnt worden? Hat es Sinn
> (und wenn es nur der ist, zum Ausdruck zu bringen, dass man Gesiss'
> �u�erunge nicht bereit ist zu tolerierem), in anderen St�dten Klage
> einzureichen?
Soweit ich das mitbekommen habe, wurden die Anzeien damals in
verschiedenen St�dten eingereicht.

Ob eine zweite Anzeigenwelle Sinn macht? 

Keine Ahnung, wollen wir es probieren? ;-)


Volker aka darkon

NP: Enterprise Episode 1-11 "Cold Front"
-- 
   (. .)    "Wei�t du, es gibt soviele verschiedene 
   ( Y )       Lebewesen auf dieser Welt, und sie alle 
  (:)x(:)       sind auf ihre Art wichtig und wertvoll."
  (O)-(O)            -  Kermit der Frosch
Re: MdB Norbert Geis verteidigt den Stoiberbegriff der -durchrassten Gesellschaft-, War: Norbert Geis und seine Diffamierungen
#26
Author: Martin von Hermanni
Date: Sun, 24 Feb 2002 03:33
17 lines
2407 bytes
"Eckart Kuehne" <eckart.kuehne@kvb-chemnitz.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a58sbs$hvj$5@narses.hrz.tu-chemnitz.de...
> "Martin von Hermanni" <m.v.hermanni@bigfoot.com> tippte:
>
> >  Das eigentliche Argument ist doch, da� Homosexuelle etwas
> > beanspruchen, das ihnen nicht zusteht.
> >
> Solange Du nicht von dieser Grundposition abl��t, wirst Du zum
> Kern nie vorsto�en k�nnen, Martin.

Zu welchem Kern, zu Ihrem? Zu dem will ich auch nicht vorsto�en, Sie
Schelm. Aber mal Spa� beiseite: Nur Argumente k�nnen mich dazu
veranlassen, von dieser Grundposition (die wohl eher eine
Schlu�folgerung ist) "abzulassen", nicht die Aussicht auf irgendeine
innere Erleuchtung oder was sonst.

MfG M.v.Hermanni
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