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Article #1051Logfiles - Protokoll GateBau '91
From: gatebau
Date: Sun, 03 Jan 1993 14:59
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Gatebau 1991 Arbeitsprotokoll Arbeitsgruppe ¯Kontrollmechanismen und Strukturen® Die Arbeitsgruppe hat sich dem Problem in zwei Wegen genaehert. Zum einen wurde postuliert, wie ein Gatesystem mit Nachrichten zu verfahren hat; auf der anderen Seite wurde ein Standard ueberlegt, mit dem Gates kontrolliert werden koennen (nichts aus dem Beduerfnis einer Ueberwachung heraus, sondern um es Benutzern und Systembetreuern zu ermoeglichen, Nachrichten hinterher zu forschen. Dabei ist zu beachten, dass saemtliche nun folgenden Ergebnisse sich lediglich auf Mail beziehen, nicht aber auf News. Es muss noch getrennt ueberlegt werden, inwieweit die Ergebnisse auch auf News erweitert werden. Das ist nicht Gegenstand dieses Protokolls! Postulat eines geordneten Nachrichtentransfers - Nachrichten duerfen nicht verloren gehen! - Im Gateway und den beiden ueber das Gateway primaer vernetzten Systemen muss ein kompetenter Ansprechpartner verfuebar und auch allgemein bekannt sein. Der Einfachheit halber sollte ein einheitlicher Adressat verwendet werden; aus Gewohnheit waere anzuraten das ohnehin schon einschlaegig bekannte Synonym postmaster zu verwenden. - Der normale Ablauf eines Nachrichtentransfers hat folgendermassen auszusehen: Eine Nachricht wird entweder in Richtung des naechsten zustaendigen Adressaten weitergeleitet. Ist dieses nicht der durchfuehrbar, wird die Mail mit einem entsprechenden Vermerk zurueckgeschickt. Vermerk und Nachricht werden in getrennten Mails versandt. Sollte auch das scheitern, so wird die Nachricht zwischengelagert und es wird Postmaster des entsprechenden Systems informiert (Anmerkung: Postmaster ist jetzt ein Synonym fuer einen kompetenten Ansprechpartner im Gateway oder den beiden am Gateway vernetzten Systemen sein). - Sollte eine Nachricht nicht weiterbefoerdert werden koennen, weil sie physikalischen Gegebenheiten des Netzwerkes nicht entspricht (die Nachricht ist beispielsweise zu gross), so wird der urspruengliche Empfaenger darueber informiert, dass er sich auf einem genannten System (einem der beiden dem Gateway angeschlossenen Systemen) die Nachricht in originaler Form innerhalb einer gewissen, noch festzulegendenen Frist, manuell abholen kann. Wird die Nachricht nicht in der genannten Frist abgeholt, so wird der Absender darueber informiert. Es ist dem Gatewaybetreiber freigestellt, den Absender auch zeitgleich mit dem Empfaenger zu benachrichtigen. Die physikalische Grenze (z.B. Plattenkapazitaet) kann natuerlich auch die Loeschung der Nachricht bewirken, dies ist aber aus der Sicht des Zumutbarkeitsverhaeltnisses des Gateways zu betrachten. Dann allerdings werden auch Absender und Empfaenger automatisch informiert! - Eine automatische Nachricht, die vom Gateway generiert wird, erhaelt automatisch den Absender einer kompetenten, realen Person (siehe zweiten Gedankenstrich). Nicht zulaessig waere beispielsweise ELIZA@GATE. - Sollte eine Nachricht nicht transportiert werden koennen, so wird der Absender ueber diesen Umstand informiert und auch darueber informiert, wie er die Ruecksendung seiner Nachricht per Mail (Gatewayfunktion!) veranlassen kann. Da die Nachricht die Befoerderung bis zum Gate ueberstanden hat, ist auch die Ruecksendung gedanklich gewaehrleistet. - Sollte eine Nachricht weder zustellbar noch ruecksendbar sein (aus welchen Gruenden, das bleibt noch festzulegen), so hat sich der Postmaster um die Benachrichtigung des Absenders zu kuemmern, um ihm mitzuteilen, dass die Nachricht weder zugestellt noch zurueckgesendet werden konnte! - Sollte in einer gegateten Nachricht ein "Return-receipt-to:Adresse" enthalten, so hat das Gate an der Adresse das Ueberschreiten des Gateways zu melden. Sollte das Zielnetz eine Empfangsbestaetigung zulassen, so hat das Gateways das Kommando auch fuer das Zielnetz zu uebersetzen. Definition von Verkehrsdaten und deren automatischer Austausch, bzw. deren Abfrage - Die wichtigsten Verkehrsdaten eines Gates muessen aufbewahrt werden (auch dies gilt wiederum nur fuer den Mailtransfer, News werden hiervon nicht erfasst!) - Die Verkehrsdaten werden 28 Tage aufbewahrt. - Es werden zwei unterschiedliche Dateien fuer die Verkehrsdaten gefuehrt. Die Eingangs- und die Ausgangsdaten werden separat gehalten! - In den Eingangsdaten sind zwingend zu fuehren: Msg-Id, Absendesystem, Eingangsuhrzeit, Absendedatum, -uhrzeit und der Pfad - In den Ausgangsdaten sind zu fuehren: Msg-Id, Ausgangsuhrzeit und -datum. - In Rechnernamen und Msg-Ids duerfen keine Leerzeichen vorkommen (sollte dies unumgaenglich sein, so koennen diese escaped werden). - Aufbau eines Logfile-Eintrages (hey, Martin, hier musst Du noch mal ergaenzen, ich habe da nur unzusammenhaengende Daten in meinem Laptop drueber gefunden!) - Eine Zeile pro Eintrag - jede Zeile enthaelt an festgelegten Stellen festgelegte Eintraege - Zeilen, die mit einem Leerzeichen (Whitespace) beginnen, sind Kommentarzeilen, die der vorangehenden, Nicht-Kommentarzeile zugehoerig gerechnet werden. - Das erste Zeichen einer Zeile bestimmt ob es sich um Eingangs- oder Ausgangsdaten handelt. From / To Zeichen. From ist "<", To ist ">". - Aufbau des Datumseintrages: (als Beispiel wird jetzt das Datum der Gatebau 1991 angezeigt): "19911214 170140" Anmerkungen/Erklaerungen: Jahr (4-stellig), Monat (2-stellig), Tag (2-stellig), Whitespace, Stunden (24h), Minuten, Sekunden. - Datum und Uhrzeit werden als getrennte Eintraege gewertet (daher auch die Trennung mit einem Whitespace). Bei Eingang- und Ausgang einer Nachricht am Gateway muss das Datums und die Uhrzeit auf Konsistenz geprueft werden. - Im ausgehenden Logfile wird immer die Original-Msg-Id abgelegt UND (wenn die Msg-Id sich durch netzimmanente Bedingungen geaendert haben kann) auch die Ausgangsid. Sollte durch die Charakteristika der zwei gegateten Netze eine Konvertierung nicht notwendig sein, so kann ein Gleichheitszeichen als Ausgangsmsg-Id verwendet werden. - Steuerung / Abfrage von Logfiles - Info-Request zur Abforderung von Logfiles - Es wird immer darauf ueberprueft, ob der Absender des Info-Request mit den entsprechenden Logfile-Eintraegen uebereinstimmt. Sollte dies der Fall sein, so wird der Nachrichtentext des Info-Request auf Inhalt ueberprueft, der dann die die Auswahl der Logfile-Eintraege auf Uebereinstimmung in der Spalte "Msg-Id" reduziert. Die gefundenen Logfile-Eintraege werden dem Info-Requester zugesandt (entweder alle auf den Absender passenden oder die auf Absender und Msg-Id passenden) - Sollten zu einem Info-Requester keine Logfileeintraege vorhanden sein, so wird auch darueber der Info-Requester informiert. - Ein Nachforschungsantrag wird folgendermassen gestellt: Eine Nachricht mit Betreff "///INFO-REQUEST:LOGFILE") wird an den Info-Request-Server im Gateway gestellt, in der ersten Zeile des Nachrichtentextes kann die zu beforschende Original-Msg-Id angegeben werden (im Absender-Netz Format!). Es werden beide Logfiles (Eingangs- und Ausgangs) zu der angegebenen Msg-Id durchsucht. Automatische Erlaeuterungen oder Kommentare zu den Logfile-Eintraegen koennen durch die Kommentarzeilenklausel eingefuegt werden (fuehrendes Whitespace). Abschliessende Anregungen Gates versenden jeweils zum Monats-ersten eine Kurz-Statistik ueber Anzahl und kb persoenliche und oeffentliche Nachrichten (Mail, News). Sollte ein Gate diese Moeglichkeit nutzen, so hat es folgendes Format zu verwenden: Absender:GATEWAY@DOMAIN, Betreff:STATISTIK Ansprechpartner fuer z.B. Info-Requests und Gatewayprobleme muessen in den Gates existieren, werden aber Netzadaequat festgelegt (exakte Adresse) und muessen veroeffentlicht werden! Mit der Funktion Info-Request erhaelt man auf jeden Fall die Moeglichkeit - wenn nicht den Befehlen weiter oben entsprechend - Informationen ueber die verfuegbaren Gateways auf dem entsprechenden System und die verschiedenen Adressierungen zu erhalten.
Technical Details
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