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Article #50Re: IP connections and Germany
From: Martin Weigele
Date: Tue, 25 Aug 1992 06:00
Date: Tue, 25 Aug 1992 06:00
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In article <1992Aug24.121100.20267@news.belwue.de> merdian@osi.BelWue.DE (Peter Merdian) writes: > In article <1992Aug23.210540.10224@rhrk.uni-kl.de> weber@rhrk.uni-kl.de (Christoph Weber-Fahr [KIT]) writes: > >Es IST also moeglich, ausserhalb der monopolistischen Preisgestaltung der DBP > >Hoschulen zu vernetzen. Gelaenge es beispielsweise durch hinreichenden > >politischen Druck, die DBP zu Bereitstellung von "dark fiber" zum > >Selbstkostenpreis zu veranlassen, waere ein derart betriebenes Forshungs- > >netz durchaus eine kostenguenstigere Alternative. Irgendwie finanziert > >Baden-Wuerttemberg ja auch das BelWue. > > Selbstkostenpreise von einer Institution zu erhalten, die gerade > umstrukturiert wird, um marktkonform zu arbeiten, ist etwas schwierig. > Ich befuerchte zudem, dass wir fuer die VBN-Leitungen, die im BelWue > verwendet werden, nicht mal den Selbstkostenpreis bezahlen koennten. > Die Leitungen wurden im Rahmen eines Pilotprojektes zeitlich befristet > zur Verfuegung gestellt; wie die Fortsetzung des Projektes aussieht, > ist noch offen. Bei der Telekom sind eigentlich grundsaetzlich zu unterscheiden: * Leistungen aus dem Bereich des verbliebenen Netzmonopols * Leistungen im Bereich liberalisierter Maerkte (z.B. Endgeraete) Soweit es weiterhin der Fall sein sollte, dasz Hochgeschwindigkeitsleitungen von der Telekom gekauft bzw gemietet werden *muessen*, sind diese grundsaetzlich der politischen Aufsicht unterworfen, d.h. im Zweifel sollte man sich beim Postminister oder im Bundestag um Verbuendete bemuehen! Wie in der Presse zu lesen war, hat sich ja z.B. Mannesmann Mobilfunk mehrfach teils erfolgreich um billigere Mietleitungen beim Minister bemueht. Im Monopolbereich ist eigentlich ueberhaupt nicht einzusehen, dasz dort Gewinne gemacht werden muessen. Ansonsten sollte man auf Wettbewerb hoffen - es ist wohl umstritten, inwieweit non-voice Dienste unter das Monopol fallen(?). Dasz Argument "Marktwirtschaft" sticht eigentlich nur im liberalisierten Bereich, wo die Telekom mit Privaten konkurriert. Diese Unterscheidung scheint allerdings auch innerhalb der Telekom nicht immer klar zu sein, wohl ein Ergebnis des politischen Kompromisses namens Postreform 1, weshalb wohl nun auch die Postreform 2 angestrebt wird (Ob allerdings eine Privatisierung viel bringen wird, ist die Frage - entgegen allgemeinem Volksglauben liegt die Misere der Telekom nicht an den einzelnen Beamten, sondern an schlichter Groesze der Institution und fehlendem Wettbewerb, und eine AG mit Netzmonopol kann noch schlechter sein als eine oeffentlich-rechtliche Institution, die wenigstens politischer Kontrolle - z.B. Rechnungshof, Strafvorschriften beim Einkauf usw. - unterliegt -> siehe Ernergieversorgungsunternehmen!). -- Martin Weigele, Kapellenweg 32, D-W-5300 Bonn 2 phone +49 228 333252 home, +49 228 9866385 office email: martin@weigele.de
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