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Article #84

Re: WiN-Anschluss bei Deutschen EUnet

#84
From: Heiko Schlichting
Date: Thu, 20 Aug 1992 20:15
50 lines
3783 bytes
husemann@camelot.informatik.uni-erlangen.de (Dirk Husemann) writes:
>heiko@Groucho.Chemie.FU-Berlin.DE (Heiko Schlichting) writes:
>
>[...]
>>Vermutlich waere eine gemeinsame WAN-Anbindung von TUB/FUB/HUB/ZIB/GMD/
>>(HMI/FHI) ggf sogar zusammen mit netmbx/bessy/siemens/IN-Berlin/IBM/DFN-GS/...
>>die guenstigste Loesung. Zumal bei einer gemeinsamen Anbindung auch aus-
>>reichende Kapazitaeten fuer 24h/d Wartung etc. vorhanden sein sollten.
>>Leider sind *mir* noch keine Initativen in diese Richtung von den
>>Entscheidungstraegern bekannt geworden, so dass ich mich also weiterhin dem
>>'BelWue-Neid' hingeben kann.
>
>8=) Ich bin immer wieder fasziniert von der Mentalit"at die hinter folgen
>Aussagen steckt: ``Unser Netzanschluss ist unter aller Sau'' -- ``Wir kaufen
>uns jetzt eine eigene Leitung'' -- ``Huch, die kostet ja wirklich Geld, hmm,
>wir nehmen noch andere dazu, je mehr mitmachen, desto billiger wird es'' --
>(drei Monate spaeter) ``Ey, die anderen machen ja auch Verkehr ueber unsere
>Leitung, jetzt ist das Ding genauso dicht wie vorher''. D.h. wenn alle die
>Institutionen in Berlin sich eine ISDN SPV schalten lassen, dann haben sie
>zwar eine 64K/128K Pipe nach Dortmund, nur duerfen sich diese Institutionen
>diese Pipe dann auch exklusiv teilen, richtig? Und das EUnet sich als
>naechstes dickere Leitung ins Ausland (EC & non-EC) mieten ... Die Frage ist,
>ob sich die ISDN SPV dann noch lohnt oder ob der anteilige Durchsatz nicht
>in gleiche Bereiche kommt wie jetzt schon mit dem WIN. Das muss man schon
>gruendlich durchdenken.

Du hast das falsch verstanden. Wenn sich mehrere Institutionen mit ver-
gleichbaren Interessen zusammentun, so hat das verschiedene Vorteile. Einer-
seits hat man eine bessere Ausnutzung der Resourcen - andererseits ist
es moeglich, die Wartung zu optimieren.
Die von mir aufgezaehlen Institutionen sollten sich natuerlich nicht eine
ISDN-SPV teilen (sowas habe ich auch nie geschrieben). Mehrere der
aufgezaehlten Institutionen ueberlegt sich die Anschaffung eines 2 Mbps
WiN-Anschlusses. Aber das Geld ist rar und auch wenn 64 kbps zu wenig
sind, so ist der Bedarf fuer 2 Mbps auch nicht ueberall vorhanden. Warum
sollte es da nicht guenstig sein, wenn Institutionen, die ohnehin ueber
eine 2 Mbps Leitung (BERKOM) verbunden sind, sich einen solchen Anschluss
teilen? Wenn alle von mir aufgezaehlten Institutionen Interesse haetten,
so wuerde das Geld sicher fuer 2 Stueck 2Mbps WiN-Anschluesse und ein-zwei
ISDN-SPVs (als Ausfallsicherung) reichen. Eine WAN-Anbindung waere auch
ueber mehrere Provider EUnet/DFN/EASInet moeglich. Und was besonders
wichtig ist: wenn das zentralisiert ist, besteht auch die moeglichkeit
knowhow und manpower zu buendeln und Wartung z.B. 24h/d durchzufuehren.
Jede Institution fuer sich, kann solche Personalkosten sicher nicht auf-
bringen.

Heiko.
-- 
Heiko Schlichting                     | Freie Universitaet Berlin
heiko@groucho.chemie.fu-berlin.de     | Institut fuer Kristallographie
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Message-ID: <TU95S1F@math.fu-berlin.de>
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References: <16o7a5INNfss@fbi-news.Informatik.Uni-Dortmund.DE> <Bt5890.BEw@immd4.informatik.uni-erlangen.de> <7C75INH@math.fu-berlin.de> <1992Aug18.170729.119542@rrz.uni-koeln.de> <F1858OI@math.fu-berlin.de> <Bt9zGw.B0I@immd4.informatik.uni-erlangen.de>

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From: heiko@Harpo.Chemie.FU-Berlin.DE (Heiko Schlichting)
Subject: Re: WiN-Anschluss bei Deutschen EUnet
Message-ID: <TU95S1F@math.fu-berlin.de>
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Organization: Free University of Berlin, Dept. of Chemistry
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Date: Thu, 20 Aug 1992 20:15:57 GMT
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