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Article #32

Re: *EIGENE* Erfahrungen zum Thema: Geld beim Surfen durch

#32
From: Uwe Borchert
Date: Mon, 13 Dec 1999 00:00
70 lines
3987 bytes
Hallo Michael,

..[...]...
>
>Allerdings wurde ich wohl falsch verstanden: Als Reaktion gab es �berwiegend
>vorurteilsbehaftete Meinungen von Personen,
>  - die keine eigenen Erfahrungen mit diesem Thema haben.

Ich habe mich nur auf die Technik bezogen: TCP/IP und HTTP. Und bereits
hier sind Stolperfallen sichtbar. Ich habe genug mit der Betreuung von
HTTP-Servern und Proxies zu tun gehabt. Fakt ist: ein sich staendig 
umschaltendes Werbebanner erzeugt extrem viel Netzlast. Ein offener 
Netscape auf der Homepage einer Zeitschrift mit Linktausch hat ueber 18
Stunden (?) etliche MB gezogen. Der Rechner war ploetzlich in den Top10
eines Studentenwohnheims mit ueber 200 Anschluessen.

Meine Einwaende haben nix mit Vorurteilen zu tun, sie basieren auf 4
Jahre Erfahrung im Bereich HTTP und TCP/IP, neudeutsch auch WWW genan-
nt. Gleichzeitig habe ich Dir ja die Kontrollmoeglichkeiten angegeben
um die Effektivitaet zu ueberpruefen. In bezug auf die Groesse der
Banner werde ich noch mal genauer testen muessen, aber ich erinnere
mich schwach, das die Banner durchaus 10 mal groesser als Deine Angabe
sein koennen.

>  - die glauben, dass Surfen schon jetzt billig genug sei (die gleichen
>Leute haben
>    wohl auch "Premiere" Pay-TV zu Hause - ich kann mir das aber leider
>nicht
>    leisten und nehme deshalb lieber etwas Werbung in Kauf.)

Wozu TV? 

>  - die �ber die Datenraten von Werbebannern offensichtlich falsche
>(�berzogene)
>    Vorstellungen haben.
>

Nein, ich kenne die Groesse ungefaehr und auch die ueblichen Uebertra-
gungsraten von Einwahlverbindungen. In 20 Sekunden - also zwischen
zwei Taschvorgaengen - kannst Du normalerweise mit maximal 100 kb
rechnen (5 kB/S). Hauefig sind die Leitungen und Proxieserver beim
Provider ueberlastet und die Raten sinken ganz erheblich ab. Da kann
es durchaus passieren, dass der Bannertausch grosse Teile der Band-
breite verbraucht. Bereits der normale Bannertausch kann ueber die
Haelfte des Traffics erzeugen.

>Ich wollte aber vielmehr Feedbacks von Leuten haben, die *eigene*
>Erfahrungen haben!
>
*SEUFZ*

Ich habe das Gefuehl Du willst nur postitive Berichte hoeren. Nun den,
wie Du willst. Aber versuche trotzdem mal mittels Onlinekostenrechner
den Vergleich zu ziehen. Ausserdem ist zu vermuten, dass Du wohl schwer
mit verschiedenen Linktauschern auf einmal arbeiten kannst. Desweiteren 
empfehle ich eine bischen Grundkenntnisse in TCP/IP, HTTP, Proxie-
dienste und Einwahlverbindungen. Hier sind - wie schon erwaehnt - 
Schwachpunkte im Konzept ersichtlich. Darueberhinaus solltest Du Dich
ueber das Thema DNS kurz schlau machen, die DNS-Abfragen an den Pro-
vider sind ein nicht zu vernachlaesigender Grund fuer Einwahlversuche 
und nicht abgebrochene Verbindungen. In den USA kosten Ortsgesprache 
nur eine Einwahlgebuehr, also haben dort die Nutzer quasi eine Stand-
leitung auf Abruf/Wiederruf. Deshalb kann das Konzept dort durchaus
funktionieren, aber in D ist bei den jetzigen Tarifen nicht damit zu
rechnen. Oder noch einfacher: bei unserer deutschen Infrastruktur hat
dieses Modell starke konzeptionelle Schwaechen.

MfG

Uwe Borchert
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From: borchert@informatik.unibw-muenchen.de (Uwe Borchert)
Subject: Re: *EIGENE* Erfahrungen zum Thema: Geld beim Surfen durch 
Date: 1999/12/13
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