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Started by Christoph Eckert
Mon, 27 Jul 1992 19:01
SDA-PM: Informatik-Olympiade
Author: Christoph Eckert
Date: Mon, 27 Jul 1992 19:01
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Newsgroups: srg.ticker Subject: INFORMATIK: Vierte Internationale Olympiade in Informatik Date: 22 Jul 92 21:52:31 GMT Distribution: srg Organization: Schweizer Radio und Fernsehen (SRG) Vierte Internationale Olympiade in Informatik Eine Landkarte von Inseln und einen Plan zum Ersteigen eines Berges zu erstellen: zwei scheinbar ganz konkrete und an den Sommerurlaub erinnernde Aufgaben. Sie wurden aber ausserordentlich kompliziert gestaltet, weil die Inseln nur als kodierte Informationen in einer Matrix vorhanden sind, und weil die Bergsteiger in einem Klub die beste Methode finden muessen, wie bei begrenzter Faehigkeit des einzelnen, genuegend Proviant zu tragen, wenigstens einer den Gipfel erreicht. Rechenschritte zur Loesung dieser Probleme zu finden waren die Aufgaben in der 4. Internationalen Olympiade in Informatik (IOI'92), die vom 12. bis 21. Juli 1992 in Bonn stattfand. Kurz vor den Olympischen Sommerspielen in Barcelona haben 166 Schuelerinnen und Schueler aus allen Kontinenten in der IOI'92 ihre geistigen Faehigkeiten gemessen. Am 15. und 17. Juli erdachten sie durch praezise Analyse der beiden Aufgaben moeglichst elegante Loesungswege und programmierten sie dann am Personal Computer. Vom 13. bis 19. Juli war das Gustav-Stresemann-Institut in Bonn-Bad Godesberg somit das Weltzentrum des hochqualifizierten Nachwuchses in der zukunftstraechtigen Wissenschaft der Informatik. Am 20. Juli wurde in der Abschlussveranstaltung in Schloss Birlinghoven bei Bonn, dem Sitz des deutschen Zentrums fuer Informatikforschung, der Gesellschaft fuer Mathematik und Datenverarbeitung mbH (GMD), der ueberragende Erfolg dieses Wettbewerbs betont. Der Bundesminister fuer Bildung und Wissenschaft, der Informatik-Professor Dr. Rainer Ortleb, ueberreichte gemeinsam mit dem nordrhein-westfaelischen Kultusminister Hans Schwier und anderen Persoenlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung den erfolgreichsten Teilnehmern 13 Gold-, 31 Silber- und 41 Bronzemedaillen. Der Bundesbildungsminister hatte in drei Besuchen im Stresemann- Institut lebhaften Anteil an dem Gang des Wettbewerbs genommen und mit Teilnehmern unmittelbar gesprochen. Zahlreiche Sachpreise wurden von Firmen der Privatwirtschaft verliehen, darunter einige wertvolle Computer, wie zum Beispiel je drei Laptops der Firmen Apple und Siemens Nixdorf. Das Bundesministerium fuer Bildung und Wissenschaft finanzierte in Deutsch- land die IOI'92 in gleicher Weise wie die internationalen Schuelerolympiaden fuer Chemie, Mathematik und Physik. Darueber hinaus foerderten fuehrende Computerhersteller den Wettbewerb. So stellten IBM und Siemens Nixdorf zu- sammen rund 200 PCs fuer die Dauer der Olympiade unentgeltlich zur Ver- fuegung. Die Kultusministerkonferenz unterstuetzt diese internationalen Wettbewerbe. Fuer sie betonte Schwier bei der Abschlussfeier, alle deutschen Bundeslaender und die meisten Staaten in allen Kontinenten haetten sich erheblich darum bemueht, die Voraussetzung zu schaffen, um Informatikinhalte in den Unter- richt aller Schulen und Schulformen einzufuehren. Nach uebereinstimmender Auffassung der Laender ist die informationstechnische Bildung Bestandteil des Bildungsauftrags der Schule. Alle Schuelerinnen und Schueler sollen im Rahmen ihrer Pflichtschulzeit eine informationstechnische Grundbildung erwerben. Eine vertiefende informationstechnische Bildung wird im Informatikunterricht vermittelt, der in der gymnasialen Oberstufe als Grundkurs angeboten wird. In Nordrhein-Westfalen kann Informatik an manchen Schulen sogar als sechsstuendiger Leistungskurs in den drei letzten Schul- jahren gewaehlt werden. 46 Laender hatten Delegationen mit bis zu jeweils vier Schuelern zur IOI'92 gesandt. Teilnahmeberechtigt waren Jungen und Maedchen, die im Schuljahr 1991/92 noch zur Schule gingen und nach dem 1. Juli 1972 geboren wurden. Dazu kamen je zwei Delegationsleiter. Ausserdem waren aus vier Laendern offizielle Beobachter angereist. Als bedauerlich wurde hervorgehoben, dass nur fuenf Maedchen an dem Wettbewerb teilnahmen; von den vier niederlaendischen Teilnehmern waren nach dem fuer diese Olympiade geltenden Gleichheits- grundsatz zwei Maedchen. Die deutschen Wettkaempfer wurden aus zwoelf Teilnehmern der Endrunde des 9. Bundeswettbewerbs Informatik ausgewaehlt: Wilko Hein, Gymnasium Mellendorf in Wedemark bei Hannover, Matthias John, mathematisch-naturwissenschaftlicher Zweig des Gymnasiums 7 in Erfurt, Fjodor Luehrig, Stadtgymnasium Detmold, und Thomas Mischke, Eleonorenschule Darmstadt. Sie hatten an vier Wochenenden an Trainingsseminaren in Bonn und Erfurt teilgenommen. Leiter der deutschen Delegation war Dr. Michael Fothe, Gymnasium 7 in Erfurt, seine Stell- vertreterin Vera Reineke, Helene-Lange-Schule in Hannover. Mehr als 30 Schuelerinnen des Clara-Schumann-Gymnasiums in Bonn halfen bei der Betreuung. Zugelassen waren die Programmiersprachen Turbo Pascal V.5.5 und V.6.0, Turbo C++ und Microsoft C V.5 sowie Quick C, QuickBasic V.4.5 und GWBasic, LCN Logo V.2. Die Grossforschungseinrichtung Gesellschaft fuer Mathematik und Daten- verarbeitung in Sankt Augustin-Birlinghoven, vertreten durch ihren Vor- standsvorsitzenden Prof. Dr. Dennis Tsichritzis, und die Gesellschaft fuer Informatik e. V. in Bonn, vertreten durch ihren Vorsitzenden Prof. Dr. Roland Vollmar, unterstuetzten die Veranstaltung, die von Prof. Dr. Fritz Krueckeberg, dem Vorsitzenden des Nationalen Komitees der IOI, und von Dr. Peter Heyderhoff, Vorsitzender des Internationalen IOI-Komitees, geleitet wurde. Die Internationale Olympiade in Informatik diente auch der persoenlichen Begegnung der Teilnehmer untereinander. Weltumspannende Freundschaften wurden geschlossen. Die Schueler lernten wichtige kulturelle Bereiche Deutschlands kennen: die Wissenschafts- und Museumsstadt Bonn, den nordrhein- westfaelischen Landtag und die Stadt Duesseldorf, die Schloss- und Neckar- romatik sowie einen der bedeutendsten und modernsten wissenschaftlichen Verlage in Heidelberg, den Koelner Dom und die WDR-Fernsehstudios in Koeln-Bocklemuend sowie das Adenauer-Haus in Rhoendorf und die dortige Rheinlandschaft. Die IOI findet sei 1989 jaehrlich statt. Gegenueber der letzten Informatik- Olympiade in Athen hat sich die Zahl der teilnehmenden Laender in Bonn verdoppelt. Fuer die naechste IOI im Jahre 1993 wurde nach Argentinien eingeladen. Internationale Olympiade in Informatik, Organisationsbuero, Dr. Peter Heyderhoff, Schloss Birlinghoven, Postfach 13 16, D-5205 Sankt Augustin. Telefon 02241-14 2494, Telefax 02241-14 2090. oder bei der Quelle des Textes: Patrik Tschudin Tel. 061 261 50 81 ------------------------------------------------------- D R S 2 + P a t r i k T s c h u d i n + "REFLEXE" + Journalist BR Landskronstrasse 36 CH-4056 Basel + das Kultur- +gen.= pat@pathos9.drs.ch / APC-Nets only= gn:swisscoord + Journal +X.400:s=pat ou=pathos9 o=drs prmd=EUnet admd=arCom c=ch + Mo-Fr 12:50 + Tel: p: +41-61-321-03-73 g: +41-61-261-50-81 + und 22:10 (Z) + Fax: +41-61-681-52-37 (UNA Isler/Lueem) + D R S 2 + Tlx: 962 152 rabs ch (Radio DRS Studio Basel)+ "REFLEXE-Thema" + DRS-Mailbox 061 35 22 55 (V.22) 061 35 22 54/56 (V.32)+ Mo-Fr 11:02 ------------------------------------------------------- und 22:30 (Z) -- Chris Eckert, XGP Switzerland Internet Mail: check@ixgch.imp.com, SRI-NIC: CE13 Phone: +41-61 8115635 (voice/MET), +41-61 8115492 (ixgch) @ Ixgate Switzerland (ixgch.imp.com) / XGP Switzerland "You never stop Anywhere." (Bob Dylan)
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