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Article #6OS/2 HPFS kontra FAT (was: OS/2 2.0 Gruppe wo)
From: Andreas Kaiser
Date: Sun, 26 Jul 1992 22:25
Date: Sun, 26 Jul 1992 22:25
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In article <2a6efe18wnr070@fenris.abg.sub.org> werwolf@fenris.abg.sub.org writes: > Wie ist das zu verstehen ? > - Ist HPFS nur bei kleinen Partitionen 'nicht schneller' als FAT, Je groesser die Partition, desto besser ist HPFS. IBM gibt als Grenze ca 60MB an. Eigene Erfahrung mit 2 50MB grossen Boot-Partitions fuer das gleiche OS/2 bestaetigen diesen Effekt. FAT war etwa gleich, eher ein Tick schneller. Je groesser die Directory, desto besser ist HPFS. Wenn unter FAT Directories gross werden, wird die Verarbeitung z.T. drastisch langsamer. Besonders unter DOS und OS/2 1.x, aber in geringerem Masse auch unter OS/2 2.0. > - oder wird HPFS abgebremst sobald sich eine nicht-HPFS- Partition > mit auf der Platte befindet ? Nein. > Wie/was ist den (genau) der funktionelle Unterschied zwischen > HPFS und FAT ? Den Aufbau von FAT weiss ich aber der Aufbau vom > HPFS kenne ich noch nicht. Unter HPFS ist eine Directory als Baum struktoriert. Somit ist die Suche nach einem bestimmten File recht schnell und ziemlich unabhaengig von der Groesse der Directory. Die Allokation erfolgt ueber Bitmaps in 8MB grossen Bereichen. Mehrere gleichzeitig zum Schreiben offene Files werden nach Moeglichkeit in verschiedene Bereiche gelegt, damit sie sich nicht in die Quere kommen (vgl. das entsprechende Problem beim klassischen Unix-Filesystem - immer huebsch abwechselnd). Die belegten Bereiche eines HPFS Files werden als Paare von [erste Blocknummer, Anzahl Bloecke] abgespeichert, wovon einige Paare im Directory-Eintrag selber Platz finden (weiss nicht wieviele). Verbunden mit der Moeglichkeit, beim Erzeugen eines Files gleich die Groesse anzugeben, unterbleibt somit meist auch die Verwendung von Index-Bloecken (oder wie in DOS der FAT). Mit dem File-Eintrag in der Directory ist also oft auch schon die Position des gesamten Files bekannt, es muss nicht erst noch anderswo nachgesehen werden. Bedingt dadurch ist auch der Random-Access auf groesse Files schneller. Bei FAT muss dazu unweigerlich Block fuer Block die FAT abgeklappert werden bis der gewuenschte Block erreicht ist, denn die Biester sind ja verkettet. Speziell bei Datenbanken kann das einen erheblichen Unterschied ausmachen. :::::::::::::::::::: subnet: ak@ananke.stgt.sub.org :: Andreas Kaiser :: fidonet: 2:241/7220.9 ::::::::::::::::::::
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