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Article #6

OS/2 HPFS kontra FAT (was: OS/2 2.0 Gruppe wo)

#6
From: Andreas Kaiser
Date: Sun, 26 Jul 1992 22:25
54 lines
2844 bytes
In article <2a6efe18wnr070@fenris.abg.sub.org> werwolf@fenris.abg.sub.org writes:

  > Wie ist das zu verstehen ?

  > - Ist HPFS nur bei kleinen Partitionen 'nicht schneller' als FAT,

Je groesser die Partition, desto besser ist HPFS. IBM gibt als Grenze
ca 60MB an. Eigene Erfahrung mit 2 50MB grossen Boot-Partitions fuer
das gleiche OS/2 bestaetigen diesen Effekt. FAT war etwa gleich, eher
ein Tick schneller.

Je groesser die Directory, desto besser ist HPFS. Wenn unter FAT
Directories gross werden, wird die Verarbeitung z.T. drastisch
langsamer. Besonders unter DOS und OS/2 1.x, aber in geringerem Masse
auch unter OS/2 2.0.
  
  > - oder wird HPFS abgebremst sobald sich eine nicht-HPFS- Partition
  >   mit auf der Platte befindet ?

Nein.
  
  > Wie/was ist den (genau) der funktionelle Unterschied zwischen
  > HPFS und FAT ?  Den Aufbau von FAT weiss ich aber der Aufbau vom
  > HPFS kenne ich noch nicht.

Unter HPFS ist eine Directory als Baum struktoriert. Somit ist die Suche
nach einem bestimmten File recht schnell und ziemlich unabhaengig von
der Groesse der Directory.

Die Allokation erfolgt ueber Bitmaps in 8MB grossen Bereichen. Mehrere
gleichzeitig zum Schreiben offene Files werden nach Moeglichkeit in
verschiedene Bereiche gelegt, damit sie sich nicht in die Quere kommen
(vgl. das entsprechende Problem beim klassischen Unix-Filesystem -
immer huebsch abwechselnd).

Die belegten Bereiche eines HPFS Files werden als Paare von [erste
Blocknummer, Anzahl Bloecke] abgespeichert, wovon einige Paare im
Directory-Eintrag selber Platz finden (weiss nicht wieviele). Verbunden
mit der Moeglichkeit, beim Erzeugen eines Files gleich die Groesse
anzugeben, unterbleibt somit meist auch die Verwendung von
Index-Bloecken (oder wie in DOS der FAT). Mit dem File-Eintrag in der
Directory ist also oft auch schon die Position des gesamten Files
bekannt, es muss nicht erst noch anderswo nachgesehen werden.

Bedingt dadurch ist auch der Random-Access auf groesse Files schneller.
Bei FAT muss dazu unweigerlich Block fuer Block die FAT abgeklappert
werden bis der gewuenschte Block erreicht ist, denn die Biester sind ja
verkettet. Speziell bei Datenbanken kann das einen erheblichen
Unterschied ausmachen.

:::::::::::::::::::: subnet:  ak@ananke.stgt.sub.org :: Andreas Kaiser
:: fidonet: 2:241/7220.9
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Message-ID: <712189554snx@ananke.stgt.sub.org>
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From: ak@ananke.stgt.sub.org (Andreas Kaiser)
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Subject: OS/2 HPFS kontra FAT (was: OS/2 2.0 Gruppe wo) 
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Message-ID: <712189554snx@ananke.stgt.sub.org>
References: <2a6efe18wnr070@fenris.abg.sub.org>
Date: Sun, 26 Jul 92 22:25:54 GMT
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Lines: 54