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Article #181Re: Informationsgehalt
From: Stefan Lucks
Date: Fri, 12 Jul 1996 00:00
Date: Fri, 12 Jul 1996 00:00
46 lines
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On Thu, 11 Jul 1996, Frank Buchholz wrote:
> Stefan Lucks wrote:
> > [...] (Ein paar Bit mehr, wenn man die Formel fuer den Zufallsgenerator
> > und die Anzahl der Zufallszahlen mit beruecksichtigt ...)
>=20
> Da bin ich aber anderer Meinung. Der Informationsgehalt von=20
> Hintergrundinformation l=E4sst sicht nicht einfach bestimmen.=20
> Wenn die Formel im Kompressionsprogramm bekannt ist dann ist der Infogeha=
lt
> 32 Bit. Wenn nicht, dann steckt einiges an Info in der Formel.
Lies doch einfach 'mal die Postings zur Gaenze, auf die Du antwortest!
Ich habe jetzt aus dem Text, den Du selbst zitiert hast, alles
weggeschnitten, bis auf den Satz, in dem Deine Aussage schon steht.=20
Oder glaubst Du, so eine Formel ist "riesig"?
Lineare Kongruenzgeneratoren haben die Form=20
x[i+1] =3D a x[i] + b mod c,=20
man koennte also diese Formel (mit Zahlen statt der Variablen a, b und c)
angeben. Einfacher und vielleicht *noch* kuerzer ist eine Angabe wie
"KnuthII, S. ... Zl. ...". =20
Das sind, sagen wir, 160 Bit fuer die Formel. Dazu, sagen wir, noch 32 Bit
fuer die Anzahl der Zufallszahlen. Wenn man die 32 Bit fuer den Startwerd
addiert, erhaelt man 192 Bit. Was sind rund 200 Bit, verglichen mit einer
ellenlangen Zahlenliste, die auch ein Kompressionsprogramm nicht sonder-
lich klein kriegen kann?=20
Wenn Du willst, kannst Du statt der Formel auch einen Aufsatz ueber
Kongruenzgeneratoren nehmen, vielleicht einige Kilobyte gross. Ist die
Zahlenliste lang genug (sagen wir 1 Million Zahlen), sind diese paar KB
absolut laecherlich, verglichen mit dem Speicherplatz, den die
"komprimierte" Zahlenliste beansprucht. Darum ging es eigentlich in dem
Posting.=20
Stefan Lucks Inst. f. NAM, Lotzestrasse 16-18, 37083 Goettingen, Germany
e-mail: lucks@math.uni-goettingen.de
home: http://www.num.math.uni-goettingen.de/lucks/
----- Wer einem Computer Unsinn erzaehlt, muss immer damit rechnen. -----
=20
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