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Article #66Re: LIST zum drohenden Verschluesselungsverbot
From: Andreas Wierse
Date: Tue, 24 Oct 1995 15:24
Date: Tue, 24 Oct 1995 15:24
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Hans-Peter Stoerr (haps@x12r5a.wh3.tu-dresden.de) wrote: | On Sun, 22 Oct 1995 18:55:12, Holger Bruns <holger@deep.hb.provi.de> wrote: | >irgendjemand schrieb: | > >Natuerlich ist es moeglich, Daten | > >auf anderen Wegen (kodiert) zu uebertragen z. B. nicht wahrnehmbare | > >Nebengeraeusche in Sounddateien oder Videodateien. Um diese zu | > >dekodieren, wuerden dann spezielle Programme benoetigt werden (deren | > >Besitz dann natuerlich auch illegal waere). Vor Gericht ist es dann sehr | > >schwer, festzustellen, ob nun eine chiffrierte Nachricht vorliegt, oder | > >nicht. | > | > Es ist nicht nur schwer, sondern sogar unmoeglich, wenn die versteckten Daten | > auch noch verschluesselt sind. Welcher Geheimdienst-Fuzzi kann denn solcherlei | > Material noch vom Rauschen unterscheiden, dass in allen digitalisierten | > Analogsignalen steckt? | Da taeuschst Du Dich. Das Rauschen in Analogsignalen ist weit von dem | perfekten weissen Rauschen entfernt, das Kryptographie erzeugt. Es ist also | sogar recht einfach festzustellen, dass da was faul ist. Klar, man kann das | auch so gut machen, dass es kaum noch festzustellen ist, aber das ist sehr | schwer. Das glaube ich nicht. Nimm ein zwei Stunden DAT-Band. Macht bei (CD-kopierten) 44,1 kHz 176KB/s => knapp 1.25 GB. Um da ein Dokument von 1 MB unterzubringen, muss ich jedes 1250te Byte ersetzen. Glaubst Du, dass das ein Mensch merkt? Und Vergleich mit dem Original von der CD? Da mache ich halt eine Analogkopie, da findet niemand mehr was. Und falls das immer noch nicht reicht, wird halt nicht jedes 1250te Byte kodiert sondern nach einem beliebiegen Schluessel gearbeitet (vielleicht als Schluessel eine Referenz-Musik-CD, auf die sich die beiden Partner vorher off-line geeinigt haben). | Insgesamt gesehen: Dein Optimismus in Ehren, aber ich halte die Lage fuer | sehr ernst. Das denke ich allerdings auch. Die Dummen werden mal wieder die Ehrlichen sein :-( Gruesse, Andreas -- Andreas Wierse | Computer Center University of Stuttgart wierse@rus.uni-stuttgart.de | Allmandring 30, D-70550 Stuttgart, Germany +49 711-6855796 (FAX:-682357) | '90 VFR750F (red, of course!) rrr#9 DoD#SUE6 http://www.uni-stuttgart.de/People/wierse.html
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Path: arc1-ca.pugleaf.net!news.uni-stuttgart.de!awstar!andreas From: andreas@awstar (Andreas Wierse) Newsgroups: de.comp.security,ct.diskussion,de.soc.netzwesen,de.comm.internet,de.comm.isdn,de.comm.misc,de.etc.lists,de.org.ccc Subject: Re: LIST zum drohenden Verschluesselungsverbot Followup-To: de.comp.security,ct.diskussion,de.soc.netzwesen,de.comm.internet,de.comm.isdn,de.comm.misc,de.etc.lists,de.org.ccc Date: 24 Oct 1995 15:24:37 GMT Organization: Comp.Center (RUS), U of Stuttgart, FRG Message-ID: <46j0fl$3coa@info4.rus.uni-stuttgart.de> References: <5wEH659-jSB@argo.rhein-main.de> <46d038$t70@samson.mbis.de> <5wKZ4LPGCHB@dwater.north.de> <holger.452.0012EC1E@deep.hb.provi.de> <46etdr$cod@irz401.inf.tu-dresden.de> Reply-To: wierse@rus.uni-stuttgart.de NNTP-Posting-Host: awstar-fd.rus.uni-stuttgart.de X-Newsreader: TIN [version 1.2 PL2]