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Article #106Re: Mac oder IBM PC
From: Wolfgang Strobl
Date: Mon, 05 Oct 1992 10:17
Date: Mon, 05 Oct 1992 10:17
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In <FSM7K6D@mailgzrz.tu-berlin.de> geisler@opal.cs.tu-berlin.de (Sven Geisler) writes: >Hi Leute,... >Matthias hat in seinem Artikel gefragt was der Vorteil eines Mac's ist. >Aus meiner Sicht gibts viele Vorteile: >Zum ersten das Betriebssystem, wenn man zum Beispiel IMB PC-Besitzern >zu hoert, moechte man meinen die basteln und doktern die ganze Zeit nur >an ihren Einstellungen rum (z.B. 'Wie bekomme ich meinen neuen Drucker >zusammen mit dem Treiber fuer die VGA zum laufen'). Das ist kein besonders gutes Beispiel; jedenfalls habe ich noch nicht davon gehoert, dass gleichzeitiges Betreiben einer VGA-Karte und eines Druckers an PCs besonders problembehaftet sei. Dass manche Leute ihren PC wie ihre Modelleisenbahn behandeln, sagt eher was ueber den Spieltrieb der Leute als ueber das ein- gesetzte Geraet - ausser vielleicht, dass PCs dem Basteln jedenfalls viel offener stehen als z.B. Apple-Computer ab dem Apple III einschliesslich. Man sollte das nicht so negativ sehen. >Auf dem Mac sind >solche Problem ein Fremdword (oder wer mich berichtigen will: zumindesten >bei der Firmware). Bei meinem HP DeskWriter z.B.: Man legt Disk 1 ein, >Doppelklick auf den Installer und dann wird auch schon die Software fuer >den DeskWriter komplett installiert. Ganz genauso funktioniert das auch, wenn man an einen PC mit Windows einen HP DeskJet anschliessen will: man legt die beim Drucker mitge- lieferte Diskette ein und startet per Doppelklick das Installations- programm. Oder, wenn der Drucker zu den hunderten gehoert, fuer die Windows schon einen Druckertreiber hat (auch fuer den DeskJet ist einer dabei, der allerdings etwas weniger kann als der von HP gelieferte), so reicht es schon, in der Systemsteuerung das Druckericon anzuklicken und dann den richtigen Drucker anhand seines Namens (also z.B. HP DeskJet 500) auszuwaehlen. Fertig. Klar ist das nicht ganz so komfortabel wie beim Mac, wo i.d.R. die Systemsoftware den Drucker fragen kann, wie er heisst. Aber dafuer hat man den Vorteil, dass auch noch der aelteste 9-Nadel-Drucker vorzueglich unterstuetzt wird. Es ist leicht, diesen Vorteil geringzuschaetzen - aber wer z.B. mal vor dem Problem stand, mit dem Rechner vorgegebene Durchschreibesaetze ausfuellen zu muessen, sieht das ganz schnell anders. Da ist es dann ploetzlich sehr praktisch, dass auch der alte Drucker aus dem Keller immer noch verwendet werden kann. >Zum anderen durch Apples Programmierer Richtlinien, die einheitliche >Oberflaeche in allen Programmen. Fuer alle wichtigen Aktionen gibtes >z.B. Tastaturkuerzel (z.B. Oeffnen, Schliessen, Sichern, Beenden, >Drucken, Kopieren, Einsetzen ...), d.h. wenn Du, Matthias, mit mehreren >Programmen arbeiten willst (Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, >Grafik/DTP, Programmierung) brauchst Du nicht immer von neuem die >Handbuecher lesen. Denn eine Grundidee von Apple ist, das der >Benutzer intuitiv mit der Oberflaeche umgeht. Auch dies ist ein Vorteil, den Windows-Programme in ganz aehnlicher Weise haben. Ich wuerde sogar noch weiter gehen: die Unterstuetzung der Menuebedienung per Tastatur (statt der, oder *zusaetzlich* zur Maus) ist unter Windows wesentlich besser und einheitlicher geloest als auf dem Macintosh. >(Anbei ich kenn viele Mac-User die haben noch nie ein Handbuch gelesen >und koennen trotzdem, aus obrigen Grund, sehr gut mit ihren Programmen >umgehen. Sie haben auch das Betriebssystem mit allen Erweiterungen ohne >Handbuch installiert.) Ich habe diesen Stolz, ein Geraet zu benutzen, ohne die Bedienungs- anleitung gelesen zu haben, nie verstehen koennen. Das mach' ich ja noch nicht mal mit meinem Fahrrad. :-) Dafuer ist es mir viel zu schade. Aber sei's drum. Ich kenne auch viele PC-Benutzer, die haben noch nie ein Handbuch gelesen und haben's dennoch geschafft, ihr Betriebssystem selber zu installieren, ihr Word selber zu installieren und die nun furchbar stolz darauf sind, ganz ohne Anleitung zwei- oder mehrseitige Briefe damit tippen zu koennen. Wolfgang Strobl #include <std.disclaimer.hpp>
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