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Article #890RB Kiel - Wien Teil 1, Hinfahrt
From: Knud Schlotfeld
Date: Fri, 19 Jul 2002 10:33
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Hinfahrt Die Koordination des Aufenthaltes in Wien und vor allem der Zwischenstops war nicht ganz frei von Problemen, so da� ich die Fahrkarte erst sp�t ordern konnte. Ein Mailwechsel mit dem freundlichen Reiseb�ro in der grauen Stadt am Meer r�umte alle l�sbaren Probleme aus. Noch rechtzeitig zwei Tage vor dem Start holte ich den gew�nschten Fahrschein aus meinem Briefkasten. Das unl�sbare Problem war ein sicherer Sitzplatz im ersten Zug (bei allen anderen Z�gen stand meine genau Fahrzeit vorher nicht fest). In der Vorwoche noch einen Sitzplatz im ersten ICE aus Kiel haben zu wollen, wenn in Hannover gerade Cebit ist, ist auch etwas verwegen. Dienstag 19. M�rz An Gleis 3 steht ICE 573 nach Stuttgart bereit. Es handelt sich um eine ICE 1 Garnitur mit Lufthansa-Gep�ckabteil. Ich entere Wagen drei und sichere mir einen der zahlreichen Pl�tze, die von nur Hamburg bis Hannover Messe Laatzen (HML) reserviert sind. Man gibt die Hoffnung ja nicht auf, daher mache ich mich auf den Weg. In Wagen sechs treffe ich einen Zub, der noch Reservierungszettel steckt. In Wagen sieben ist noch nichts gesteckt. Ich frage den Zub, ob alle reserviert sei. Das schon, aber "Wenn wir Wagen sieben haben, ist er nicht reserviert". Ich ziehe also um. Der Zugchef meint sp�ter, da� Wagen sieben nie reserviert sei, weil er nicht in allen Uml�ufen drin sei. Mir ist es recht. Der Zug ist zu etwas 40% besetzt, was weniger ist, als auf fr�heren Fahrten. Wir verlassen Kiel p�nktlich um 6:16. In Neum�nster wird es etwas voller, aber selbst hinter Hamburg waren zu jeder zeit mindestens drei Pl�tze in Wagen sieben verf�gbar. Zwischenzeitlich fahren wir laut Anzeige 161 km/h. Das habe ich vorher noch nicht gesehen. In H�he km 19,7 stehen wir das erste mal au�erplanm��ig. In Pinneberg steht dann eine Buntlinggarnitur im durchgehendem Gleis der Gegenrichtung, so da� der Gegenzug wohl durch das �berholgleis mu�te. In HH-Dammtor steht ein Bauschild, da� der Tiergartentunnel hier ende. Jetzt wei� ich warum der Bau solange dauert ;-)) Im Hbf wird nat�rlich voller. Mir f�llt der Gegenverkehr zwischen Hbf und Maschen auf: Ein Nachtzug, Re's und mehrere G�terz�ge kommen uns entgegen. Bis Hannover d�se ich noch ein wenig. Mir scheint, da� Ab Celle nur mit 160 km/h gefahren wird. Ist die LZB wegen der Bauarbeiten au�er Betrieb? Hannover Hbf erreichen wir mit +2. Als wir in Laatzen am Bahnsteig stehen kreuzt ein G�terzug von Ost nach West fast alle Gleise und verschwindet scheinbar im GWB auf der SFS. Der Zug leert sich. Aus +4 (an) werden +7. Gegen�ber f�hrt eine neugemalter IC ein; Ziel K�ln, wenn ich richtig lese. Es steigen alle aus. In G�ttingen sind es +6/5, in Kassel noch etwa +3. Erste Etappe. Die Schlie�f�cher sind etwas versteckt. Viel ist nicht los. Der Bahnhof Kassel-Wilhelmsh�he ist immer noch h��lich. Die langen Rampen zur Halle vermitteln immer wieder den Eindruck ewiger Wege. Die Halle ist lang, schmal und un�bersichtlich. Wohlf�hlen, hier wohl nicht. Mein Gespr�chspartner telephoniert noch, der Pf�rtner ist sichtlich ungl�ubig. In den n�chsten Stunden lassen sich eine Menge Fragen kl�ren. Dieser Zwischenstop war jede Minute wert. Ich esse in der Kantine der DB. Das Essen (gef�llte Torteloni ist in Ordnung, aber mit 5,5 Talern f�r konzernfremde nicht wirklich billig. Weiter geht es mit ICE 587 "Rudolf Harbig" HH - M. Er trifft mit -2 in Kassel ein. In Fulda sogar mit -3. Es gibt Reserven auf der SFS! Gegen�ber f�hrt eine ICE 3 aus. Fahren von Berlin ICE 3 nach Frankfurt, oder habe ich einen Cebit-Zug gesehen? Mir sind dieses mal keine �berholbahnh�fe mit fehlenden Weichentrapezen aufgefallen. Sind die wirklich wieder alle da? Sonst ist die SFS ja m��ig interessant. Das Rauschen nervt mich, so da� ich schon bald wieder auf das bordeigene Musikprogramm verzichte. Auch dieser Zug ist zu weniger als der H�lfte besetzt. Vor W�rzburg m�ndet die alte Strecke von beiden Seiten zweigleisig ein. Irgendwie bin ich immer wieder beeindruckt. W�rzburg verlassen wir mit +5, da wir noch Anschlu�reisende aufnehmen. Durch die Parallelausfahrt lerne ich, da� die Strecke nach N�rnberg die schneller Ausfahrt erm�glicht. Den direkten Weg nach M�nchen habe ich noch nicht so oft genommen. Ein paar Notizen dazu: In Uffenheim arbeitet ein Trupp an der Fahrleitung im �berholgleis. In Steinach sind die Ortsg�tergleise gesperrt, eine Zweigstrecke erlaubt nur Einfahrten mit 30 km/h. Das Gleis bleibt im Tal. Gibt es in Oberdachstetten ein Unterwerk? In Lehrberg gibt es ein mittig gelegenes �berholgleis ohne Schutzweichen. Das ist inzwischen selten, zumindest auf meinen Strecken. In Ansbach gibt es einen richtig gro�en Bahnhof, eigentlich sollte man mal aussteigen. Die beiden Strecken kreuzen bzw. verzweigen sich niveaugleich. Das mu� doch recht betriebshindernd sein. In Triesdorf scheint es eine benutzte Ortsg�teranlage und Anschlu�gleise zu geben. Schlimm, wenn das schon auff�llt. In Treuchtlingen ist genau ein Bahnsteig erneuert und renoviert worden. Der Hof steht ziemlich voll. In Otting-Weilheim begeistert mich wieder eines der mittigen �berholgleise. In Donauw�rth steht ein G�terzug mit einer 140 o.�. und einem Taurus im �berholgleis. �berf�hrung? Angstlok? Augsburg erreichen wir p�nktlich. Der Ostkopf ist eine Riesenbaustelle. Auf der Nordseite sind zahlreiche Gleise abgetragen. Sandberge und Planum deuten neue Gleise an. Neue Fahrleitungsmasten stehen in der Landschaft. Ich bin nicht sicher, ob die Trasse drei oder vier Gleise hergeben wird. St�tzmauern dokumentieren die Enge der Trasse. Nach einem Flu� ist eindeutig Platz f�r zwei weitere Gleise. Teilweise fahren wir schon auf den neuen Gleisen, w�hrend die alten parallel ohne Fahrdraht liegen. Hier ist einiges passiert. Auch M�nchen erreichen wir p�nktlich. Hier gerate ich in einen hektische Feierabendverkehr. Ich nehme eine der n�chsten S-Bahnen und fahre zum Ostbahnhof vor. Dort habe ich noch etwas Zeit. Ich beobachte das geschehen einige Minuten. Ich kann keine Schw�chung oder Verst�rkung mehr beobachten. Zahlreiche Z�ge aus dem Tunnel werden ausgesetzt. Dabei werden beide Bahnsteigkanten ohne erkennbares System benutzt. Wenige der ausgesetzten Z�ge fahren mit Rangiersignal in die Abstellanlage. Die meisten fahren auf Hauptsignalbegriffe weiter. Warum setzt man dann nicht am Leuchtenbergring aus? Die letzten drei Stationen werde ich am n�chsten Morgen wieder sehen. Mittwoch 20. M�rz Unterhaching hat "nur" einen Hausbahnsteig. Westlich davon ist ein weitere Seitenbahnsteig im Rohbau fertig. Mein Zug ist versp�tet, zu seiner planm��igen Abfahrtszeit f�hrt erst der Zug stadtausw�rts ab. Die beiden Stationen Fasanenpark und Fasanengarten verwechsle ich gerne! Vor der Station Fasanenpark sinkt die Trasse des Gegengleises ab. Neben dem (alten?) Bahnsteig gibt es einen Minitunnel und einen Bahn�bergang. Hier liegt schon ein neuer Gleis. Offensichtlich soll die Strecke dort bald verschwenkt werden um auch das zweite Gleis tiefer zu legen und den B� aufzulassen. Wir wechseln auf das westliche Planum. Bis Giesing ist die Strecke durchgehend eine Baustelle. Vor Giesing entsteht eine Br�cke im Rohbau die die beiden Streckengleise tauschen wird. Man kommt dann als mittleres von drei Gleisen wieder herunter. In der NG war wenige Tage vor meiner Reise gesagt worden, da� Giesing und die Strecke zwischen Giesing und dem Ostbahnhof ein Bahnhof sei. Der Benamsung der Hauptsignale zu folgen ist Giesing ein eigener Bahnhof und dazwischen freie Strecke. Im Gegensatz zum EC nach Rom, der eigentlich vor uns fahren sollte, ist mein Zug IC 717 Chiemgau p�nktlich. Es besteht aus umgemalten IC bzw. IR-Wagen mit einem Steuerwagen an der Spitze.. Erste Beobachtung auf der Strecke ist das Leuchtenbergring offensichtlich doch vier Bahnsteigkanten hat. Das sollte doch zum Aussetzen von S-Bahnen reichen. Eine gro�e Aufstellanlage schlie�t sich an. Danach lichten sich die undurchsichtigen Gleisgewirre etwas. Ab Trudering sind die vier Streckengleise klar zu erkennen. Der Bahnsteig scheint etwas verloren. Was ist da los, da� da auch noch ein U-Bahn Anschlu� hin mu�? Von nun an verlaufen zwei zweigleisige Strecken nebeneinander. In Haar gibt es (noch?) eine Bahnsteigkante an den Ferngleisen. In Grafing Bahnhof scheint es gen�gend Weichen f�r Fahrten von und nach allen Gleisen zu geben. Das wirkt etwas komisch, da die Strecke Richtung Grafing Stadt nur eingleisig weitergeht. Die Strecke wirkt noch sehr frisch und neu. Auff�llig ist, da� nur die Ferngleise �ber GWB verf�gen. Die Blockabschnitte auf den S-Bahn-Gleisen sind gr��er als auf den Ferngleisen, oft sogar gr��er als der Abstand der Haltepunkte. An den Ferngleisen gibt es mehrere mittige �berholgleise. Die Strecke l��t 160 km/h zu. Die Geometrie lie�e in Verbindung mit einer LZB wohl auch mehr zu. Hinter Grafing gibt es den ersten Geschwindigkeitseinbruch auf 130 km/h, danach geht es etwas gem�chlicher zu. In km 45 �berholen wir die "Rollende Landstra�e", die Stadt des EC f�nf Minuten vor uns in M-Ost losdonnerte. Reife Leistung. Kurz vor Rosenheim (Gro�karolinenfeld?) fallen mir Ks-Signale auf und f�nfstreifige Vorsignalbaken. Ich freue mich, da� ich die noch mal in freier Wildbahn sehen darf. In Rosenheim f�llt die einfache niveaugleiche Streckentrennung auf. Die Ausfahrt ist etwas merkw�rdig signalisiert. Ich denke, da� so die Einf�delung der Korridorkurve noch im Bahnhof ist. Am Rand sind Kabelarbeiten zu sehen. Jetzt haben wir deutlich mehr Gegenverkehr. �sterreichische IC's und Autoz�ge, aber auch erfreulich viel G�terverkehr. Bad Endorf hat ein Dr-Stw in einem Vorbau des EG. Der Bahnhof ist mit vier Hauptgleisen (drei Bahnsteigkanten) kleiner als ich dachte. In Prien fallen die extrem schmalen Bahnsteige auf. Traunstein hat vier Hauptgleise. Ein Stumpfgleis hat ein Asig N1b, daf�r fehlt in der Numerierung das N4. Teisendorf ist ein dreigleisiger �berholbahnhof. Freilassing hingegen ist noch einmal einrichtig gro�er Bahnhof. Ohne es zu merken fahre ich �ber die Grenze. Die "anderen" Vorsignale geh�ren dann schon zu den �BB und Salzburg. Anscheinend gibt es G�tergleise in der Stadt. Salzburg Hbf ist ein Teilkopfbahnhof oder besser ein Doppelkopfbahnhof, wenn ich mich richtig erinnere. An der Seite des Inselbahnsteiges finde ich doch noch ein durchgehendes Gleis auf dem mein n�chster Zug erwartet wird. Seit Rosenheim jagt er mir nach. Dieser Zug (EC 563) ist ausgesprochen gut besetzt. Bis Wels wird eine gute Stunde Fahrzeit vergehen und gut hundert Kilometer werden zur�ckgelegt sein. Wir verlassen den Bahnhof und durchfahren den G�terbahnhof auf einem Viadukt. Bald m�ndet eine zweigleisige Strecke niveaugleich ein. Der erste Halt ist dann in Hallwang-Elixhausen. Eines der vier Gleise sieht neu aus, ein weiteres ist gesperrt. W�hrend wir zwei Z�ge kreuzen kann man den n�chsten Zug in den in einer langgezogenen Kurve liegenden Bahnhof fahren sehen. Bauarbeiten waren aber nicht nur im Bf sondern auch auf der Strecke dahinter. Mir fallen einige sehr niedrige Bahnsteige auf. Der Gleisabstand scheint nicht aufgeweitet, so da� sie auch sehr schmal sind. Auff�llig - vor allem im Vergleich zu Deutschland - ist, da� zwischen den zahlreichen Bahnh�fen h�ufig noch �berleitstellen angeordnet sind. Attnang-Puchheim ist offensichtlich ein Verzweigungsbahnhof und ein Zugbildungs- oder Verschiebebahnhof. Ziemlich gro� jedenfalls. Zwei Stellwerke kann ich eindeutig ausmachen. Viele G�terz�ge kommen uns entgegen, fast alle haben Holz geladen. Wels ist auch nicht eben ein kleiner Bahnhof. Der Zug f�llt sich noch mal deutlich. Ein Rangierbahnhof schlie�t sich an. Wenig sp�ter folgt ein �berwerfungsbauwerk, das ich nicht durchschaue. Den weiteren Weg nach Wien gibt es bei der R�ckfahrt. Soweit Gr��e von Knud
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