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Article #1231

Re: Autorouter

#1231
From: Manfred Hanke
Date: Wed, 27 May 1998 00:00
93 lines
4667 bytes
Dirk Engelmann <dengelma@htwm.de> wrote:

>Martin Wepper schrieb:

>> Hallo,
>>
>> Die gleiche Schaltung auf einer doppelseitigen Platine schafft er zu
>> 100% mit 6 Durchkontaktierungen.
>>
>> Sind Autorouter von anderen Layout-Programmen leistungsf�higer? Was habt
>> Ihr f�r Erfahrungen mit diesen Teilen? Setzt Ihr Autorouter ein, oder
>> machts Ihr h�ndisch?
>>
>> Tsch�� Martin

>Hallo Martin,

>das Zauberwort hei�t 'interaktives Routen', 

>Ich selbst habe mit OrCad und Specctra  

>Router-Pogramme schlechter als teure. Sehr viel vom Ergebnis des Routings
>h�ngt vom Layout-Design ab so lapidar das klingt. Also im vielen F�llen
>'Autoplacer' (automatischer Bauteilplatzierer) AUS und per Hand nach Gef�hl
>;-))
>selbst platziert. Haupts�chlich steckt im Routing, ob per Hand oder
>automatisch, viel �bung drin, mal schnell so 'ne Platine geroutet is' nich'.

>Ciao Dirk

Hallo Dirk und alle Anderen,

als einer der mittlerweile seit �ber zwanzig Jahren u.a.Layouts macht stimme ich
Dir voll zu.Damals waren unsere Hauptwerkzeuge Blei-(Bund)stifte Radiergummi 
und Rasterfolie.
Abends mu�te ein halbes Pfund Radierkr�mel vom Tisch gekehrt werden.
Man lernte sehr schnell wie wichtig eine gute Plazierung f�r den Job ist.

Ich werde jetzt nicht die gesamte techn.Entwicklung auf diesem Gebiet
nachvollziehen,nur der von Dir genannte Autorouter w�rde die damaligen 
Jobs (sagen wir bis mitte der Achtziger) in einer halben Stunde erledigen.
Was es damals an AR gab konnte man echt vergessen.

Mein Layoutprogramm hat mir viel Zeichenarbeit erspart und viele
Plazierungsversuche in kurzer Zeit erm�glicht.

Heute haben sich die Designregeln gewaltig ge�ndert.Stichwort
EMV,L�ngenanpassung der Daten-und Adressleitungen,Taktb�ume,SMD
Testpunkte,Abschirmung u.v.m.

Es gibt mittlerweile auch daf�r Programmodule die aber alle zigtausend M�rker
kosten und noch immer nicht die Erfahrung ersetzen.

Wer eben mal schnell eine Bastelschaltung testet oder eine (D)TUT-Pr�fung machen
will hat andere Priorit�ten als ein Profi der damit Geld verdienen muss.

Ein Labormuster oder ein Serienger�t zu entwickeln sind zwei Paar Stiefel. 
Auch nach der Simulation am Rechner ist noch nicht alles gegessen ;-) 
     
Entscheidend war und bleibt,da� die geforderten Spezifikationen in allen Punkten
erf�llt werden.Wer schon einmal eine EMV-Messung durchgef�hrt,oder mit
inkonsistenten Daten gek�mpft hat,und die Leiterplatte der Schuldige
war,versteht was ich meine.

Ernsthaft mi�t niemand mehr die Leistungsf�higkeit eines AR daran ob es ihm
gelingt eine einseitige Platine zu routen.
Das war einmal,als Vias potentielle Fehlerquellen sein konnten,oder
ECL-Schaltungen*ohne* gefordert wurden.Bedrahtete Bauteile waren eh auf allen
Lagen anschlie�bar und trotzdem haben damals AR aus der Leiterplatte ein
Spaghettisieb gemacht.

Im SMD-Zeitalter,dazu PBGA-Geh�use mit 357 pin geht es nicht ohne Vias.   
 
Die Freudenhauselektronik ;-) konnte es sich bis vor einigen Jahren wg.der
Kosten erlauben,einseitige mit hunderten von Drahtbr�cken,automatisch best�ckte
Pertinaxplatinen zu verwenden.

Hersteller hochwertiger Industrieelektronik,die Ihre Ger�te und Anlagen
zertifizieren lassen m�ssen(T�V,PTB o.�.) spendieren lieber eine Lage 
(kein Bier u.Korn) mehr als zu wenig.

Oder Analogschaltungen im �V-, mV-Bereich und Schaltnetzteile wo man sich �ber
jede einzelne Verbindung Gedanken machen muss.................. 

..... ist ein weites Feld, brauchbare Autorouter kosten > 20.000 DM, erledigen
viele Jobs in Stunden aber ersetzen bei heutigen Anforderungen nicht den
Layouter und dessen Erfahrung.

mfg
Manfred Hanke

An Oliver:Papi hat immer noch nicht genug Zeit ;-)
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From: Manfred.Hanke.R3-1@t-online.de (Manfred Hanke)
Subject: Re: Autorouter
Date: 1998/05/27
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