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Article #1599Re: Q: Drahtlose Kopfhoerer
From: Oliver Bartels
Date: Wed, 25 Jun 1997 00:00
Date: Wed, 25 Jun 1997 00:00
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In <5ore42$rf9@cs1.FTA-Berlin.de>, sw@cellware.de (Stefan Wimmer) writes: >Allerdings ist diese Erwartungshaltung durch die andauernden Prissenkungen in >diesem Gebiet z.T. auch von Seiten der Anbieter in der Vergangenheit krdftig >geschuert worden. Irgendwann war dann halt mal der Punkt erreicht, wo >Preissenkungen nicht mehr durch Verringerung der Marge (bei grossen >Stueckzahlen) aufgefangen werden konnte und begonnen wurde alles, was die >Geraete (gut und) teuer machte, wegzu"optimieren". Klar, und die meisten Konsumenten haben halt entweder nicht den Durchblick, oder wollen ihn vielleicht auch garnicht haben (Motto: "Du bist doch sooo bloed, wenn du mehr als ich fuer ein Geraet ausgibst, achwas, erzaehl mir doch nichts von Qualitaetsunterschieden!"), um gute von wesentlich weniger guten Produkten zu unterscheiden. >Im uebrigen finde ich, dass all diese Kinkerlitz-Anwendungen in einem >Amateurfunk-Band (433MHz) nichts verloren haben! Viele behaupten, dass dieses >Band leer waere, aber das liegt oft nur an den dumpfen Geraeten, die zur >Bestimmung des Bandbenutzungsgrades benutzt werden. Ich bin mal solch einem >Funkkopfhoerer nachgegangen (er lag genau auf unserer Lokalrunden-Frequenz) >und habe den dann im 6.Stock eines Hauses ueber 8km von meiner Antenne >entfernt ausgemacht. (Der Eigentuemer hat uebrigens das Geraet wieder >abgeschafft als er vernahm, dass andere dort mithoeren koennen. (Er hatte das >Teil an seinem Fernseher und war wohl gleichzeitig Videothek-Kunde... aber das >ist eine andere Geschichte ;-)) >Mit dem tauben Empfaenger am Kopfhoerer hatte er schon 2 Zimmer weiter >Empfangsprobleme. Selber schuld ;-) Wundert mich nicht, ich halte diesen Fernost-Schrott auch fuer verfehlt. Besser waere eine Digitaluebertragung, dann hat auch das Mithoeren ein Ende, und der Klang wird gleich viel besser. Es waere auch dank der heutigen IC Technologie als Massenprodukt nicht viel aufwendiger. Trotzdem: Das Band ist zumindest bei uns relativ frei (nachgeschaut mittels teurem Analysator mit Vorverstaerker), und es gibt fuer allgemeine Anwendungen eben nur diese Baender (Wobei 100MHz bei 2,4GHz wirklich reichlich Bandbreite hergeben, andere Dienste muessen mit viel weniger auskommen!). Mit weiteren allgemein nutzbaren Baendern ist nach Auskunft des BAPT zur Zeit nicht zu rechnen, maximal soll es irgendwann vielleicht ein weiteres Band bei 900MHz geben. Also bleibt es bei 434MHz und 2,4GHz, sowie 27MHz und national 40MHz, letztere aber nur ungern, weil die aufgrund hoher natuerlicher Reichweite wirklich sehr stark belegt sind. >Am tollsten - nein, geradezu unverantwortlich - finde ich, >sicherheitsrelevante Geraete (Autoschloesser, Alarmanlagen) dort >unterzubringen. Ich kann mit meiner Amateurfunk-Ausruestung solche >Alarmanlagen ein- und ausschalten - warum sollte ein etwas intelligenterer >Einbrecher (soll's geben) das nicht koennen? Das haengt auch wieder vom Produkt ab. Bei einem bidirektionalen System wirst Du Probleme bekommen, die Zentrale merkt das naemlich und ordnet "Ausweichmassnahmen" an. Sollte all das fehlschlagen (komplettes Band verstopft, was aber aufgrund der dafuer notwendigen sehr hohen Sende- leistung eher unwahrscheinlich ist), dann gibt es einen Fremdsignalalarm. Das Mitlesen der Daten geht auch nicht, die sind mit einem Wechselcode verschluesselt, und Ein- und Ausschalten ist schon dreimal nicht drin. Ein derartiges System ist u.U. sogar sicherer als eine bedrahtete Anlage, weil der uebliche Widerstandwert von Schleifen sich vermutlich schon mehrfach herumgesprochen haben duerfte. Am besten waere natuerlich CDMA, dann herrscht absolute Ruhe, vermutlich wird Dir noch nichteinmal mehr der Nachweis des Signals gelingen. Du kannst Dich ja gerne mal an einem guten System versuchen, ich kann Dir aber verraten, dass das vor Dir schon ganz andere probiert haben. NUR: Sowas liegt eben preislich auch im etwas hoeheren Rahmen, der Vorteil ist anderer Natur, z.B. in der vermiedenen nachtraeglichen Verkabelung. ALSO: Eben nicht billig, billig, sondern Produktvorteile zu einem brauchbaren Preis. Beim Autoschloss sehe ich ueberhaupt kein Problem, auch hier sind die Daten hoffentlich mit Wechselcode verschluesselt. Der Worstcase waere ein Totalausfall, dann muss eben der herkoemmliche Schluessel an diesem Parkplatz herhalten. Natuerlich liesse sich dies auch durch eine intelligente Bandnutzung umgehen, aber wenn es denn schon billig sein soll, ist eben etwas Fussmarsch und Handarbeit angesagt ;-) Gruss Oliver ------------------------------------------------------ Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax:-10 ------------------------------------------------------
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