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Article #1600Re: Q: Drahtlose Kopfhoerer
From: Oliver Bartels
Date: Wed, 25 Jun 1997 00:00
Date: Wed, 25 Jun 1997 00:00
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In <33aef500.82922047@news.hrz.uni-giessen.de>, Karl_Kramer@bigfoot.com writes: > >>Das 434MHz-Band hat ca. 1.6MHz nutzbare Bandbreite, das 2,4GHz-Band 100MHz! >>In letzerem finden viele Mikrowellen Platz, und trotzdem ist noch genuegend >>Freiraum da. >> >Auch vom 2* posten wird dauf der Platz auf jenen beiden Problembaendern nicht >freier :) Dann schaue sich der Herr Lehrer mal bitte seine Newsserver-Konfiguration an, ob die vielleicht nicht auf einen Cancel reagiert ;-) >Konsumelektronik ist da schlicht fehl am Platze ! Du willst uns offenbar diese Botschaft vermitteln ;-) (... vermutlich weil Du mit Deiner Alarmanlage 'reingefallen bist!) >Sowohl die Diathermiegeraete als auch die Mikrowellen sind ueblicherweise >freischwingend, so das man keinen "freien Kanal" finden kann, denn die >Power-Geraet in der Nachbarschft sind mal hier, mal da. Blanke reine Theorie! Schau Dir einfach mal die Baender mit einem geeigneten Messgeraet an. Dann wirst Du feststellen, dass die 2,4GHz nahezu frei und die 434MHz nur dort dauernd belegt sind, wo diese Kopfhoerer ohne Traegerabschaltung "taetig" sind. Hier bedarf es eben einer intelligenten Frequenzumschaltung, um die Billiggurken zu umgehen. Besser waere eine Regelung, die das ETSI leider versaeumt hat. Gerade durch die Verteilung der Stoerungen von Mikrowellen und durch deren geringe Reichweite gibt es z.B. fuer ebenfalls breitbandige Anwendungen wie Video oder CDMA bei 2,4GHz kaum Probleme. >Und selbst wenn der "Kanal" frei ist, die Eingangsstufen werden >auch nicht immer mit den gro_en Sendeleistungen der FUNKRUFDIENSTE >und FUNKTELEPHONE fertig, die nur wenige MHz weiter betrieben werden. > >Ich habe da sehr viel "Spa_" mit der Alarmanlage im Auto, >wenn ich einen unguenstigen Parkplatz erwische . . . .. jetzt sind wir bei *Deiner* ganz persoenlichen Alarmanlage. Meine Empfehlung: Kaufe Dir etwas gescheites und keinen Billigschrott! Schuld hat sicher nicht der Funkrufdienst (denn dazu gibt es Superhet- Empfaenger), sondern die Entwickler, die in voelliger Einfaeltigkeit immer die gleichen Resonatoren und Billig-Coder Bausteine (fuer IR-Fernbedienungen etc.) nehmen, obwohl es laengst bessere Loesungen gibt (PLL, Keylooq etc.), und die Anwender, denen billig stets nicht billig genug ist. Solche Geraete arbeiten haeufig mit einfachsten Geradeausempfaengern, das Ergebnis sind dann die von Dir beschriebenen Probleme, die ich auch von derartigen Produkten kenne. Diese Empfaenger arbeiten aber in *keinem* Frequenzband einwandfrei, d.h. die 434MHz koennen wirklich nichts dafuer. Gerade bei Alarmanlagen gibt es da gewaltige Qualitaetsunterschiede (Einfach-Code, Wechsel-Code, bei festen Anlagen: unidirektional, bidirektional, bidirektional mit automatischem Funkkanalwechsel, Fremdsignalueberwachung usw.) und wenn die Absicherung nur DM 99,95 kosten darf, dann ist vermutlich das abzusichernde Hab und Gut auch nicht viel mehr wert. Vernuenftige Alarmanlagen fangen im Preis mit vier Stellen aufwaerts an, und dann sicher nicht mit einer 1 oder 2 an der ersten Stelle. Trotzdem ist der Funk auch fuer diese dort sehr interessant, wo Decken und Waende nicht fuer Leitungen aufgestemmt werden sollen, koennen, oder duerfen, und Aufputzleitungen nicht gewuenscht oder zu unsicher sind (das geht vom einfachem Haus bis zum Baudenkmal). Daneben ist Funk generell fuer mobile Absicherungen interessant. Ich verstehe Deine Enttaeuschung, aber diese ist die direkte Konsequenz der Marktmeinung, dass Konsumelektronik stets und immer billig zu sein hat. Auch hier gilt wieder: Kostet nix, taugt nix. Gruss Oliver ------------------------------------------------------ Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax:-10 ------------------------------------------------------
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