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20 messages
20 total messages Started by Bernhard Kuemel Thu, 04 Nov 2010 15:02
Netzteil mangelhaft
#78
Author: Bernhard Kuemel
Date: Thu, 04 Nov 2010 15:02
31 lines
2568 bytes
Hi dse, agr!

Ich hab um 13,8 e ein geregeltes Universalnetzteil gekauft, 1,5, 3, 4,5,
6, 7,5, 9, 12 V mit Drehschalter einstellbar. Hat, soweit ich mich
erinnern kann, die Spannungen auch schoen gemacht, bissl drueber, 0,1V
vielleicht, bei Belastung bissl eingebrochen.

Automatic overload protection steht auch drauf, also denk ich mir nicht
viel dabei, dass ich ne 20 W, 12V Halogenlampe anschliess. Hat mehr als
den nominellen Strom gezogen, aber nicht so viel, wie die Lampe gerne
gehabt haette. Hab's auch nicht besonders lang brennen lassen.

Nun wollt ich fuer ne Schaltung 12V haben, aber das Ding lieferte nur
mehr 11,4 V. Zu unsicher, um ne 11 V Zenerdiode mit Vorwiderstand zu
betreiben. Da wuerde der Strom zu stark schwanken, wenn die Spannung
bissl variiert. Bei 1,5 V hatte es 1,8 V, im Mittelbereich waren die
Spannungen genauer.

Was meint ihr, ist das ein Gewaehrleistungsfall? Im Laden hatten sie
fast Baugleiche Netzteile, aber z.B. die Drehschalter sind leicht
rausgestanden und kaum merklich eingerastet. Es waren scheinbar nicht
ganz die gleichen. Sie hatten aber auch nur 11,4 V. Nun bin ich ein
wenig verunsichert, ob mein Netzteil wirklich ordentliche 12 V anfangs
hatte. Aber ich hab's sicher gemessen, weil mich interessiert hat, wie
gut so ein geregeltes Netzteil ist.

Das Netzteil ist jetzt in 'Reparatur'. Wenn der Laden keinen
ordentlichen Ersatz ohne Aufzahlung liefern kann, hab ich dann ein Recht
auf Rueckerstattung des Kaufpreises?

lg, Bernhard
Re: Netzteil mangelhaft
#79
Author: Bert Braun, DD5XL
Date: Thu, 04 Nov 2010 18:09
54 lines
3334 bytes
Am 04.11.2010 16:02, schrieb Bernhard Kuemel:

> Ich hab um 13,8 e ein geregeltes Universalnetzteil gekauft, 1,5, 3, 4,5,
> 6, 7,5, 9, 12 V mit Drehschalter einstellbar. Hat, soweit ich mich
> erinnern kann, die Spannungen auch schoen gemacht, bissl drueber, 0,1V
> vielleicht, bei Belastung bissl eingebrochen.
> 
> Automatic overload protection steht auch drauf, also denk ich mir nicht
> viel dabei, dass ich ne 20 W, 12V Halogenlampe anschliess. Hat mehr als
> den nominellen Strom gezogen, aber nicht so viel, wie die Lampe gerne
> gehabt haette. Hab's auch nicht besonders lang brennen lassen.
> 
> Nun wollt ich fuer ne Schaltung 12V haben, aber das Ding lieferte nur
> mehr 11,4 V. Zu unsicher, um ne 11 V Zenerdiode mit Vorwiderstand zu
> betreiben. Da wuerde der Strom zu stark schwanken, wenn die Spannung
> bissl variiert. Bei 1,5 V hatte es 1,8 V, im Mittelbereich waren die
> Spannungen genauer.

Wozu sollte man hinter einen *geregelten* Netzteil noch eine Zenerdiode
haben?
Wozu braucht man genau 11 V?

Und wieso sind 11,4 V dann nicht genug? An der 11 V Zenerdiode werden
mit geeignetem Vorwiderstand sicher 11 V anliegen.

> Was meint ihr, ist das ein Gewaehrleistungsfall? Im Laden hatten sie
> fast Baugleiche Netzteile, aber z.B. die Drehschalter sind leicht
> rausgestanden und kaum merklich eingerastet. Es waren scheinbar nicht
> ganz die gleichen. Sie hatten aber auch nur 11,4 V. Nun bin ich ein
> wenig verunsichert, ob mein Netzteil wirklich ordentliche 12 V anfangs
> hatte. Aber ich hab's sicher gemessen, weil mich interessiert hat, wie
> gut so ein geregeltes Netzteil ist.

Du hast einmal vielleicht falsch gemessen, mi�t jetzt bei Deinem und
allen Ersatzger�ten 11,4V, ist vielleicht Dein Messger�t ein wenig daneben?

> Das Netzteil ist jetzt in 'Reparatur'. Wenn der Laden keinen
> ordentlichen Ersatz ohne Aufzahlung liefern kann, hab ich dann ein Recht
> auf Rueckerstattung des Kaufpreises?

Glaubst Du nicht, da� Du ein wenig �bertreibst? Das Netzteil hat EUR
13,80 gekostet, vermutlich ist �blicher gepresster Chinam�ll drin, und
Du willst eine Abweichung von 5% bem�ngeln?

F�r ein Labornetzteil mu�t Du schon ein paar Groschen mehr anlegen.

Nee, nee....


Ciao...Bert


--
Re: Netzteil mangelhaft
#80
Author: Bernhard Kuemel
Date: Thu, 04 Nov 2010 19:05
72 lines
4529 bytes
On 11/04/2010 07:09 PM, Bert Braun, DD5XL wrote:
>> Nun wollt ich fuer ne Schaltung 12V haben, aber das Ding lieferte nur
>> mehr 11,4 V. Zu unsicher, um ne 11 V Zenerdiode mit Vorwiderstand zu
>> betreiben. Da wuerde der Strom zu stark schwanken, wenn die Spannung
>> bissl variiert. Bei 1,5 V hatte es 1,8 V, im Mittelbereich waren die
>> Spannungen genauer.
> 
> Wozu sollte man hinter einen *geregelten* Netzteil noch eine Zenerdiode
> haben?
> Wozu braucht man genau 11 V?

Ich hab einen Rauschgenerator gemacht, indem ich das Rauschen zwischen
einer 9,1 V Zenerdiode und einem Widerstand mit einem op amp verstaerkt
habe. Die Schaltung geht nur, wenn ich die Versorgungsspannung mit
stabilisiere, z.B. mit einem 75 Ohm Widerstand und einem 1000 uF Elko.
Das Netzteil brummt zu stark mit seiner Schaltfrequenz, IIRC. Ich kann's
jetzt nicht mehr testen, weil es grad in Reparatur ist.

Mit einer 11 V Zenerdiode und einem Widerstand koennte ich das Brummen
reduzieren und braeuchte keinen so grossen Elko.

> Und wieso sind 11,4 V dann nicht genug? An der 11 V Zenerdiode werden
> mit geeignetem Vorwiderstand sicher 11 V anliegen.

Mhm, mit einem 40 Ohm Widerstand haette ich 10 mA. Gibt's aber nicht,
ausser als Poti. Mit nem 33 Ohm Widerstand (den ich ev. nicht lagernd
hab), kaeme ich auf 12 mA. Wenn das Netzteil dann aber auf die Idee
kommt, ploetzlich wieder 12 V zu liefern, hab ich auf einmal 30 mA durch
die Diode. Na gut, geht sich gerade noch aus. Gefaellt mir trotzdem nicht.

>> Was meint ihr, ist das ein Gewaehrleistungsfall? Im Laden hatten sie
>> fast Baugleiche Netzteile, aber z.B. die Drehschalter sind leicht
>> rausgestanden und kaum merklich eingerastet. Es waren scheinbar nicht
>> ganz die gleichen. Sie hatten aber auch nur 11,4 V. Nun bin ich ein
>> wenig verunsichert, ob mein Netzteil wirklich ordentliche 12 V anfangs
>> hatte. Aber ich hab's sicher gemessen, weil mich interessiert hat, wie
>> gut so ein geregeltes Netzteil ist.
> 
> Du hast einmal vielleicht falsch gemessen, mi�t jetzt bei Deinem und
> allen Ersatzger�ten 11,4V, ist vielleicht Dein Messger�t ein wenig daneben?

In manchen Widerstandsbereichen hat es Wackelkontackte, aber sonst geht
es eigentlich ganz gut. Und dass ich schoen die Spannungen nahe den
Nominalwerten messe halte ich nicht fuer einen Messfehler.

>> Das Netzteil ist jetzt in 'Reparatur'. Wenn der Laden keinen
>> ordentlichen Ersatz ohne Aufzahlung liefern kann, hab ich dann ein Recht
>> auf Rueckerstattung des Kaufpreises?
> 
> Glaubst Du nicht, da� Du ein wenig �bertreibst? Das Netzteil hat EUR
> 13,80 gekostet, vermutlich ist �blicher gepresster Chinam�ll drin, und
> Du willst eine Abweichung von 5% bem�ngeln?

Ich weiss es nicht - deshalb frage ich ja. In meiner Erinnerung hatte es
nach dem Kauf ja schoene Spannungen. Sonst waere ich jetzt nicht so
enttaeuscht. Die Welligkeit hat ev. auch zugenommen, bei 10 mA Belastung
von einem 1200 mA Netzteil.

Bei den 1,5 V sind es uebrigens 20% (1,8 V).

Vielleicht geh ich mal in andere Geschaefte und messe die Netzteile dort
aus.

> F�r ein Labornetzteil mu�t Du schon ein paar Groschen mehr anlegen.

Interessant, das von einem Deutschen zu hoeren.

> Nee, nee....

Aber danke fuer deine Meinung.

lg, Bernhard
Re: Netzteil mangelhaft
#81
Author: gUnther nanonüm
Date: Thu, 04 Nov 2010 19:06
21 lines
2301 bytes
"Bernhard Kuemel" <bernhard@bksys.at> schrieb im Newsbeitrag 
news:4b1a8$4cd2cb17$557f67ea$14751@news.inode.at...

> Automatic overload protection steht auch drauf, also denk ich mir nicht
> viel dabei, dass ich ne 20 W, 12V Halogenlampe anschliess. Hat mehr als
> den nominellen Strom gezogen, aber nicht so viel, wie die Lampe gerne
> gehabt haette. Hab's auch nicht besonders lang brennen lassen.

Hi,
wenn Du das dem Laden gesagt hast, bist Du "die Garantie" los. Denn ne kalte 
Halogen zieht m�helos den 10-fachen Nennstrom. Dabei kanns auch die diversen 
Platinenschalter und Kontakte brutzeln. Birnen, Gl�hobst betreibt man mit 
daf�r ausgelegter Hardware und nicht mit einem 
"Elektro-Bastel-ChinaEquipment". Diese Teile sind f�r Jubelelektronik 
ausgelegt. Das steht vermutlich auch auf der Packung oder im beiliegenden 
"Anleitungs-Heft"

-- 
mfg,
gUnther
Re: Netzteil mangelhaft
#82
Author: Stefan Froehlich
Date: Thu, 04 Nov 2010 20:23
16 lines
1595 bytes
In at.gesellschaft.recht Bernhard Kuemel <bernhard@bksys.at> wrote:
> > Für ein Labornetzteil mußt Du schon ein paar Groschen mehr anlegen.

> Interessant, das von einem Deutschen zu hoeren.

<http://de.wikipedia.org/wiki/Groschen#Deutschland>

Servus,
   Stefan 

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Seeligkeit und Vergnügen. Mit Stefan. Ein altes Vergnügen!
(Sloganizer)
Re: Netzteil mangelhaft
#83
Author: Hans Bachner
Date: Thu, 04 Nov 2010 23:21
14 lines
1482 bytes
Bernhard Kuemel <bernhard@bksys.at> wrote:

> On 11/04/2010 07:09 PM, Bert Braun, DD5XL wrote:
<schnipp> 
>> F�r ein Labornetzteil mu�t Du schon ein paar Groschen mehr anlegen.
> 
> Interessant, das von einem Deutschen zu hoeren.

Wegen der "Groschen"?

Das war eine g�ngige Bezeichnung f�r 10-Pfennig-M�nzen (z.B. "Park-
Groschen" f�r Parkometer).

Hans.
Re: Netzteil mangelhaft
#84
Author: Klaus Maria Pfeiffer
Date: Fri, 05 Nov 2010 04:15
15 lines
1715 bytes
Bernhard Kuemel wrote:

> Mit einer 11 V Zenerdiode und einem Widerstand koennte ich das Brummen
> reduzieren und braeuchte keinen so grossen Elko.

für eine ordentliche stabilisierung würde ich ein 15 V nt und einen 7812er 
mit beschaltung laut datenblatt verwenden.

und nette festspannungs-netzteile mit dieser spannung und ausreichend 
leistung gibts beim conrad zu hauf! hab letztens erst ein paar 12V/1A bei 
ihm bestellt, zwecks ersatz bei meinen wlan-routern.

aber das ist dann hier schon sehr offtopic.

gre3tings, Klaus
Re: Netzteil mangelhaft
#85
Author: Bernhard Kuemel
Date: Fri, 05 Nov 2010 11:05
26 lines
2412 bytes
On 11/04/2010 08:06 PM, gUnther nanon�m wrote:
> 
> "Bernhard Kuemel" <bernhard@bksys.at> schrieb im Newsbeitrag
> news:4b1a8$4cd2cb17$557f67ea$14751@news.inode.at...
> 
>> Automatic overload protection steht auch drauf, also denk ich mir nicht
>> viel dabei, dass ich ne 20 W, 12V Halogenlampe anschliess. Hat mehr als
>> den nominellen Strom gezogen, aber nicht so viel, wie die Lampe gerne
>> gehabt haette. Hab's auch nicht besonders lang brennen lassen.
> 
> Hi,
> wenn Du das dem Laden gesagt hast, bist Du "die Garantie" los. Denn ne
> kalte Halogen zieht m�helos den 10-fachen Nennstrom. Dabei kanns auch
> die diversen Platinenschalter und Kontakte brutzeln. Birnen, Gl�hobst
> betreibt man mit daf�r ausgelegter Hardware und nicht mit einem
> "Elektro-Bastel-ChinaEquipment". Diese Teile sind f�r Jubelelektronik
> ausgelegt. Das steht vermutlich auch auf der Packung oder im
> beiliegenden "Anleitungs-Heft"

Bevor im NT was ueberhitzt, ist vielleicht auch die Gluehbirne schon
heiss und zieht wieder weniger Strom.

Wie ist dann das "Automatic Overload Protection" zu verstehen?
Vielleicht is das sogar kurzschlusssicher.

lg, Bernhard
Re: Netzteil mangelhaft
#86
Author: Harald Wilhelms
Date: Fri, 05 Nov 2010 14:50
11 lines
1657 bytes
On 5 Nov., 00:21, Hans Bachner <H...@Bachner.priv.at> wrote:

> Wegen der "Groschen"?
>
> Das war eine g ngige Bezeichnung f r 10-Pfennig-M nzen (z.B. "Park-
> Groschen" f r Parkometer).

Naja, es gibt ja auch keine Markklösschen mehr.
Das sind jetzt Euroklösschen. :-)
Gruss
Harald
Re: Netzteil mangelhaft
#87
Author: Bernhard Kuemel
Date: Fri, 05 Nov 2010 17:42
100 lines
2932 bytes
On 11/04/2010 04:02 PM, Bernhard Kuemel wrote:
> Nun wollt ich fuer ne Schaltung 12V haben, aber das Ding lieferte nur
> mehr 11,4 V. Zu unsicher, um ne 11 V Zenerdiode mit Vorwiderstand zu
> 
> Was meint ihr, ist das ein Gewaehrleistungsfall? Im Laden hatten sie


Zum Vergleich habe ich heute 3 stabilisierte Netzteile beim Saturn [1]
getestet:

---------------------------------

Punex UNI1000mA
SCHIEBESCHALTERADAPTER [sic]
ROTARY SWITCH ADAPTOR

Stabilisiert
PWM Modulator
Kurzschlussfest
Ueberlastungsschutz
Ueberhitzungsschutz

17,99 e

Spannung nominell, Leerlaufspannung gemessen
3    3.27
4,5  4.59
5    5.05
6    6.06
7,5  7.63
9    9.05
12  12.14

Kurzschlussstrom
2.9 A

-------------------------------------

Ansmann APS1000
Spannungsstabilisiert
Kurzschlussfest
1000 mA
12 W

16.99 e

Spannung nominell, Leerlaufspannung gemessen
3    3.26
4,5  4.59
5    5.02
6    6.03
7,5  7.63
9    9.10
12  12.13



Kurzschlussstrom

3.06A


----------------------------------

Vivanco PAH 3
2250 mA
27 VA

17,99 e


Spannung nominell, Leerlaufspannung gemessen

3    3.28
4,5  4.62
5    5.23
6    6.50
7,5  8.24 !
9    9.45
12  12.21

Kurzschlussstrom nicht gemessen, da nicht ausdruecklich
kurzschlussfest.
-----------------------------

Jedes der 3 Netzteile hat die nominellen Spannungen erreicht und im
Allgemeinen leicht ueberschritten.

Nachdem Kursschlussfestigkeit in dieser Preisklasse scheinbar nichts
ungewoehnliches ist, gehe ich davon aus, dass ein Netzteil mit
'Automatic Overload Protection' hoehere Stromentnahme mit einer 12 V, 20
W Halogenlampe zumindest kurzfristig aushaelt.

Gewaehrleistungsfall?

lg, Bernhard


[1]
Mariahilferstrasse im Gerngross, sehr netter Filialleiter
Re: Netzteil mangelhaft
#88
Author: gUnther nanonüm
Date: Fri, 05 Nov 2010 19:34
21 lines
2057 bytes
"Bernhard Kuemel" <bernhard@bksys.at> schrieb im Newsbeitrag 
news:a4f61$4cd3e4f0$557f81f5$20297@news.inode.at...

> Bevor im NT was ueberhitzt, ist vielleicht auch die Gluehbirne schon
> heiss und zieht wieder weniger Strom.

Hi,
vielleicht die "Geh�use" der Halbleiter, aber der winzige Siliziumbrocken 
ist dann schon durchlegiert.

>
> Wie ist dann das "Automatic Overload Protection" zu verstehen?
> Vielleicht is das sogar kurzschlusssicher.

Vermutlich ist der Trafo au�erstande, mehr Power zu liefern :-) 
schlimmstenfalls brennt seine Wicklungsthermosicherung durch.

-- 
mfg,
gUnther
Re: Netzteil mangelhaft
#89
Author: Bernhard Kuemel
Date: Sat, 06 Nov 2010 08:54
17 lines
1849 bytes

-------- Original Message --------
Subject: Re: Netzteil mangelhaft
Date: Thu, 4 Nov 2010 21:28:00 +0100
From: Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger)
Organization: MAUS Berlin (+49-30-82701142)
Newsgroups: de.sci.electronics
References: <4b1a8$4cd2cb17$557f67ea$14751@news.inode.at>

*Bernhard Kuemel* wrote on Thu, 10-11-04 16:02:
>Wenn der Laden keinen ordentlichen Ersatz ohne Aufzahlung liefern kann,
>hab ich dann ein Recht auf Rueckerstattung des Kaufpreises?

Nicht unbedingt. Du bist innerhalb von +/- 5 % und es kann sein, da�
mehr nicht spezifiziert war. Sind aber bessere Werte zugesichert, dann
kannst und sollst Du die auch verlangen.
Re: Netzteil mangelhaft
#69
Author: Bernhard Kuemel
Date: Sat, 06 Nov 2010 11:45
34 lines
2351 bytes
On 11/04/2010 04:02 PM, Bernhard Kuemel wrote:
> Das Netzteil ist jetzt in 'Reparatur'. Wenn der Laden keinen
> ordentlichen Ersatz ohne Aufzahlung liefern kann, hab ich dann ein Recht
> auf Rueckerstattung des Kaufpreises?

Nachdem die Firma Technotronic Gewaehrleistungsansprueche abgelehnt hat,
hab ich das Netzteil wieder abgeholt.

In der 12 V Einstellung hat es im Leerlauf 11,34 V.

Mit einem 12 Ohm Stueck kalten Heizdraht liefert es 11,05 V und 0,906 A,
wodurch der nun heisse Heizdraht dann 12,2 Ohm hat.

Bei einem Stueck heissen Heizdraht, das 1,001 A zieht, hat das Netzteil
11,00 V und der Heizdraht somit 11 Ohm.

Das Netzteil ist ein

-----------------------------------
MW MWS9211GS
EVOLUTION Entwicklung
1400mA
Universal PWM stabilisierter AC/DC Adapter

Ausgangsnennstrom bei 12 V: 1000 mA

Automatically Overload, Thermal cutoff and Short curcuit protection
-----------------------------------

Bleibt mir wohl nichts anderes uebrig, als mich zu aergern, aktuell und
in Zukunft, wenn mir das Netzteil zu wenig Spannung liefert. Oder sieht
jemand mit den neuen Werten doch einen Gewaehrleistungsanspruch?

lg, Bernhard
Re: Netzteil mangelhaft
#70
Author: Bernhard Kuemel
Date: Sat, 06 Nov 2010 12:03
32 lines
2778 bytes
On 11/05/2010 11:50 PM, Rupert Haselbeck wrote:
> Bernhard Kuemel schrieb:
> 
>> 0,6 V sind genau 5%, wenn ich aber noch ne Last anlege, komme ich
>> vermutlich ausserhalb der 5%.
> 
> Was verleitet dich zu dieser Vermutung? H�ufig 8in der Regel?) funktionieren 
> geregelte Netzteile unter Last deutlich besser, soll heissen regeln genauer 
> auf die Nominalspannung aus, als im Leerlauffall.

Wie in meinem anderen Beitrag berichtet, ist die Leerlaufspannung von
11.34 V bei Belastung mit 1001 mA auf 11 V abgesunken. Das sind schon
8,3% zu wenig. Die Netzteile, die unter Last genauer auf die
Nominalspannung regeln sind vermutlich eher jene, die eine hoehere
Leerlaufspannung haben, die dann bei Belastung Richtung Nennspannung
zusammenbricht.

>> Und bei einem Netzteil fuer ein bestimmtes Geraet
>> reicht es vermutlich, wenn das Geraet damit ordentlich funktioniert.
> 
> Wenn ein mittels externem Netzteil zu versorgendes Ger�t mit einer 
> Spannungstoleranz von nur +-5% nicht zurechtkommt, dann handelt es sich 
> �blicherweise um Schrott

Das wird wohl in den meisten Faellen so sein. Bei dieser einen Schaltung
habe ich aber eine Lawinendiode mit moeglichst hohe Sperrspannung
genommen (9,1 V), um ein moeglichst starkes Rauschen zu erhalten. Zur
Stabilisierung der Versorgungsspannung habe ich dann eine 11 V
Lawinendiode genommen, die mit der urspruenglichen Spannung des
Netzteiles von 12,2 V (IIRC) auch gut gepasst hat.

lg, Bernhard
Re: Netzteil mangelhaft
#71
Author: Hans Huber
Date: Sat, 06 Nov 2010 13:03
15 lines
1976 bytes
Am 06.11.2010 12:45, schrieb Bernhard Kuemel:

> Bleibt mir wohl nichts anderes uebrig, als mich zu aergern, aktuell und
> in Zukunft, wenn mir das Netzteil zu wenig Spannung liefert. Oder sieht
> jemand mit den neuen Werten doch einen Gewaehrleistungsanspruch?

Wenn keine Toleranz vereinbart/versprochen war, dann gilt wohl 
Markt�blichkeit.

Da z.B. ATX Netzteile f�r PCs, auf der 12V Schiene 10% Toleranz haben 
d�rfen, sehe ich es als nicht eindeutig mangelhaft an, wenn Dein 17 Euro 
Netzteil statt 12V nun 11V liefert, zumal dies weniger als 10% 
Abweichung ist. Gef�hlm��ig k�nnte die markt�bliche Toleranz bei 
Universalsteckernetzteilen sogar noch h�her ausfallen, als bei 
ATX-Netzteilen f�r PCs.
Re: Netzteil mangelhaft
#72
Author: Bernhard Kuemel
Date: Sat, 06 Nov 2010 15:24
27 lines
2278 bytes
On 11/06/2010 02:03 PM, Hans Huber wrote:
> Am 06.11.2010 12:45, schrieb Bernhard Kuemel:
> 
>> Bleibt mir wohl nichts anderes uebrig, als mich zu aergern, aktuell und
>> in Zukunft, wenn mir das Netzteil zu wenig Spannung liefert. Oder sieht
>> jemand mit den neuen Werten doch einen Gewaehrleistungsanspruch?
> 
> Wenn keine Toleranz vereinbart/versprochen war, dann gilt wohl
> Markt�blichkeit.

Marktueblich ist, dass die Leerlaufspannung ein wenig ueber der
Nennspannung ist.

> Da z.B. ATX Netzteile f�r PCs, auf der 12V Schiene 10% Toleranz haben
> d�rfen, sehe ich es als nicht eindeutig mangelhaft an, wenn Dein 17 Euro
> Netzteil statt 12V nun 11V liefert, zumal dies weniger als 10%
> Abweichung ist.

10% Fehler nach unten sind nicht marktueblich.

> Gef�hlm��ig k�nnte die markt�bliche Toleranz bei
> Universalsteckernetzteilen sogar noch h�her ausfallen, als bei
> ATX-Netzteilen f�r PCs.

20%?

lg, Bernhard
Re: Netzteil mangelhaft
#73
Author: Hans Huber
Date: Sat, 06 Nov 2010 15:59
20 lines
2211 bytes
Am 06.11.2010 16:24, schrieb Bernhard Kuemel:

 > 10% Fehler nach unten sind nicht marktueblich.

sagt wer?
steht wo?

Das was Du gemacht hast (in den Elektromarkt zu gehen und zu messen) 
beantwortet die Fragestellung "was ist eine markt�bliche Toleranz" 
nicht. Die Fragestellung war ja nicht, was normalerweise bei Netzteilen 
dieser Bauart/Type rauskommt, sondern was �blicherweise bei anderen 
Netzteilen als Toleranz angegeben ist.

Welche Toleranz war bei den anderen Netzteilen im Elektromarkt 
angegeben? Ein Wert von weniger als 10%?

Wie gesagt: wenn andere Netzteile laut Deinen Messungen immer nur 2% 
Abweichung hatten, die Hersteller jedoch (um sich abzusichern) allesamt 
10% angegeben haben, dann ist die Markt�blichkeit der Toleranz nicht 2% 
sondern die angegebenen 10%, egal was Du tats�chlich gemessen hast.
Re: Netzteil mangelhaft
#74
Author: Harald Wilhelms
Date: Sat, 06 Nov 2010 16:41
11 lines
1756 bytes
On 6 Nov., 12:45, Bernhard Kuemel <bernh...@bksys.at> wrote:

> Bleibt mir wohl nichts anderes uebrig, als mich zu aergern, aktuell und
> in Zukunft, wenn mir das Netzteil zu wenig Spannung liefert.

Du könntest es ja auch öffnen und nachbessern.
(Einen Widerstand austauschen.)
Wenn allerdings die Trafospannung zu niedrig ist,
wird das nichts bringen.
Gruss
Harald
Re: Netzteil mangelhaft
#75
Author: Bernhard Kuemel
Date: Sat, 06 Nov 2010 16:49
27 lines
2385 bytes
On 11/06/2010 04:59 PM, Hans Huber wrote:
> Am 06.11.2010 16:24, schrieb Bernhard Kuemel:
> 
>> 10% Fehler nach unten sind nicht marktueblich.
> 
> sagt wer?
> steht wo?

Hab ich gemessen.

> Wie gesagt: wenn andere Netzteile laut Deinen Messungen immer nur 2%
> Abweichung hatten, die Hersteller jedoch (um sich abzusichern) allesamt
> 10% angegeben haben, dann ist die Markt�blichkeit der Toleranz nicht 2%
> sondern die angegebenen 10%, egal was Du tats�chlich gemessen hast.

Bei keinem der Netzteile ist eine Toleranz angegeben.

Als Negativbeispiel habe ich mal ein unstabilisiertes Netzteil gekauft,
das sehr leicht war. Ich hatte schon den Verdacht, dass es ein
Schaltnetzteil war. Aber der Hersteller hatte nur sehr beim Trafokern
gespart. Weiters hatte die Sekundaerspule nur 4 Ausgaenge, somit 3
Spannungen. Jeweils eine der 3 Spannungen wurden an je 2 Ausgaenge des
Schiebeschalters gefuehrt. Angegeben waren die ueblichen 3, 4,5, 6, 7,5,
9 und 12V. Der Haendler (Auslaender mit Billigramschladen) hat das Ding
ohne grosse Diskussion zurueckgenommen.

lg, Bernhard
Re: Netzteil mangelhaft
#76
Author: Michael Karcher
Date: Sat, 06 Nov 2010 17:03
55 lines
3294 bytes
[Fup2 beschränkt]

In de.sci.electronics Bernhard Kuemel <bernhard@bksys.at> wrote:
> -----------------------------------
> MW MWS9211GS
> EVOLUTION Entwicklung
> 1400mA
> Universal PWM stabilisierter AC/DC Adapter
> 
> Ausgangsnennstrom bei 12 V: 1000 mA
> 
> Automatically Overload, Thermal cutoff and Short curcuit protection
> -----------------------------------

Das Ding hab ich auch und ist meiner Erfahrung nach Billigware. Es
handelt sich um eine Kombination aus einem klassischen Trafonetzteil
mit nachgeschaltetem Schaltregler auf MC34036-Basis. Die drei
Schutzvorrichtungen stehen auch auf meiner Verpackung. Bei "Overload
protection" und "short circuit protection" geht es wohl um die im Design des
Schaltreglers inhärente Spulenstrombegrenzung die zu einer Begrenzung des
Ausgangsstroms führt, wogegen ich mich an thermal cutoff nicht erinnern
kann, möglicherweise ein Bimetall oder eine Schmelzsicherung im Trafokern.

Die Leerlaufverluste dieses Netzteils an 230V~ sind so groß, dass das Ding
spürbar warm wird, der Trafo ist also sehr knapp dimensioniert. Nachmessen
kann ich die Spannungen allerdings nicht, da das Teil zur Zeit verliehen
ist. Manchmal ist Billigschrott halt besser als gar kein Netzteil.

Die Spannung wird letztendlich durch den Spannungsteiler für den
Referenzeingang des MC34046 bestimmt, der mit Hilfe des Wahlschalters
umschaltbar ist. Die Widerstände sind alle als SMD ausgeführt. Bei
Unterspannung am Ausgang tippe ich aber eher auf ein Problem vor dem
Schaltwandler und viel Ripple, verursacht durch den Ausfall des Primärelkos
oder einer Gleichreichterdiode - möglicherweise kann Dein Multimeter das
im AC-Bereich auch messen. Wenn Du unter Last im 12V-Bereich am Ausgang im
VAC-Bereich des Multimeters 11V oder 7.6V misst, ist das Multimeter ohne
Hilfsmessung für die Ripplemessung nicht geeignet. Wenn Du weniger als 100mV
misst, hast Du brauchbar stabilisierte Gleichspannung, wenn da 1-2V sind,
sollte sich jemand den Gleichrichter (4*1N4001 oder so) und Primärelko mal
ansehen.

Gruß,
  Michael Karcher
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