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Article #59Re: Patente nuetzen allen
From: Detlef_S
Date: Fri, 12 Feb 1999 00:00
Date: Fri, 12 Feb 1999 00:00
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In article <36C29069.D042F9A0@bingo.baynet.de>, Christoph =?iso-8859-1?Q?M=FCller?= <cm737@bingo.baynet.de> writes: .... |> > Und wie will er sein RECHT sichern, wie sollte er dokumentieren, da� er der |> > erste mit dieser Idee oder Entwicklung war? Eben nur mit einem Patent. |> Wie l�uft es denn mit den Rechten an Bildern, Romanen, Skulpturen, |> Comicfiguren usw.? Sind das nicht auch Ideen irgendwelcher Leute? Warum |> findet man derlei nicht im Patentamt? Ein Patent f�r ein Bild, das auch |> als Postkarte verkauft wird? Klingt l�cherlich? ja, deswegen gibt es auch kein Patent darauf. Aber es gibt daf�r den Gebrauchsmuster-Schutz und das Copyright. |> Ideen k�nnen prinzipiell auch anders als �ber Patente gesch�tzt werden. s.o. |> Das Patentamt selbst sucht ja nach Vorbekanntem. Wenn etwas vorbekannt |> ist, l�sst sich i.d.R. auch ermittelt, aus welcher Quelle das |> Vorbekannte stammt. richtig: wenn ein Prinzip einer gewissen "Erfindungsh�he" schon patentiert (bzw angemeldet ist), dann ist das in den Auslegungschriften auch zu finden oder Hinweise darauf gibt's in http://www.depanet.de/ Genau daf�r ist das Patentierungsverfahren: es vereinheitlicht und vereinfacht das Schutz- und Nachweis-Prinzip. |> Das Dumme ist |> nur, dass der Dunstkreis um das Patentamt eine Sprache entwickelt hat, |> die kein normal Sterblicher mehr durchschaut, also ich habe die Patentanmeldung auch ohne Fachanwalt durchbekommen und w�rde mich f�r "normal sterblich" halten (aber was ist schon normal :-) |> dass sich Formalit�ten |> eingeschlichen haben, die daf�r sorgen, dass das eigene geistige |> Eigentum als verschenkt gilt, wenn man es anderen nur mitteilt. Es sei |> denn, es existiert ein Patentschutz oder Vergleichbares. genau: man teilt es dem Patentamt mit (d.h. meldet es formal an) und damit besteht der Schutz (wenn's nicht geklaut oder trivial war). So einfach ist das! -> http://deutsches-patentamt.de/index_rc.htm |> Wer also |> technische Ideen hat, hat das Problem, dass er erst einmal teuer |> beweisen muss, dass ihm die Idee geh�rt bevor er �ber sie sprechen kann. ist nicht so: Der Nachweis des eigenen geistigen Eigentums wird nicht verlangt, sondern durch das Anmelde-Verfahren wird vom Patentamt belegt, da� es das geistige Eigentum des Anmelders ist (es sein denn, er hat irgendwo geklaut und fliegt damit auf). |> Vergleichbares auf dem kulturellen Sektor w�rde das kulturelle Leben auf |> der Stelle zum Erliegen bringen. Es g�be nur noch Langweiliges zu lesen, |> zu h�ren und zu sehen. Denn �ber Aktuelles k�nnte sich niemand mehr |> �u�ern, weil ja erst mal das Patentverfahren abgewickelt werden m�sste. |> Wie k�nnte man noch Nachrichtensendungen machen? Oder gar AKTUELLE |> Kommentare zum Tagesgeschehen abgeben? Ganz zu schweigen vom Kabaret! alles kein Problem: Berichte �ber patentierte Verfahren haben aber auch garnix mit Patentverletzung zu tun. Im Gegenteil: jeder Patentinhaber wird Interesse an Berichten �ber sein Patent haben, zum Teil sogar daf�r selber bezahlen. Schlie�lich sind die patentierten Ideen auch aus diesem Grund �ffentlich ausgelegt. Zur Kultur: nat�rlich wird es kein Patent darauf geben, wenn ein Ballet-T�nzer das rechte Bein hebt :-) Daf�r gibt es die Definition der Erfindungsh�he, die erf�llt sein mu�. Trivialit�ten sind nicht patentf�hig, m�gen sie k�nstlerisch noch so attraktiv sein (z.B. Reichstage verpacken). |> Die Nutznieser des Patentrechts sind nur noch in |> Ausnahmef�llen die Erfinder (etwa 3%). Normalerweise sind das die |> Patent�mter und -anw�lte (97%). Das Patentrecht ist in erster Linie auf |> deren Interessen zugeschnitten. 97% von was (woher stammt die Zahl?) ? |> W�re es anders, h�tten die Kreise um das Patentrecht l�ngst Statistiken |> ver�ffentlicht, die besagen, dass sich die Patentinvestition im Schnitt |> um so und so viel Prozent verzinst. Und zwar aufgeschl�sselt nach |> Prozent der Anmeldungen. wer sollte wo regelm��ig berichten M�SSEN, wieviel er pro Jahr an seinem Patent verdient hat? Wie sollte sich der "Verdienst" am eigenen Patent berechnen lassen gegen�ber der Situation, dieses Patent nicht zu haben? Doppelblindstudien zum Profit? Allgemein kann man sicher nicht das Patentamt daf�r verantwortlich machen, wenn es Ideen/Verfahren patentiert (patentieren mu�!), die zwar den formalen Anforderungen entsprechen, aber nicht profitabel zu vermarkten sind. Niemand ist gezwungen, sich nen Patentanwalt f�r die Anmeldung zu nehmen. Wenn er's doch tut, soll er den dann nicht bezahlen m�ssen?!? Mit derselben Logik k�nnte ich auch das Stra�enverkehrsamt verantwortlich machen wollen, weil ich mit dem angemeldeten Auto anschlie�end nicht genug verdiene. In dem Falle w�rde ich es also einfach unterlassen, ein Patent anzumelden. Es zwingt mich ja niemand dazu. |> Christoph M�ller Detlef
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