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Article #9Re: Rueckenmarksspende??? (war: Re: Knochenmarksspende)
From: Markus Kuhn
Date: Mon, 03 Aug 1992 15:21
Date: Mon, 03 Aug 1992 15:21
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christa@horga.ruhr.de (Christa Keil) writes: >>Der letzte Teil klingt ja geradezu, als gaebe es auch eine Rueckenmarkspende. >>Klingt fuer mich irgendwie seeeehr merkwuerdig. Oder gibt's irgendwelche >>Gruende/Moeglichkeiten fuer eine Rueckenmarkentnahme? >Aehm.. wie war das noch.. "Nebenfach Medizin"? AAAAHHH! 6! Setzen! ;-) >Rueckenmarkspenden sind eigentlich nur zwischen Blutsverwandten >moeglich (wenn ich das richtig in Erinnerung habe). >Ueblich z.Z. bei bestimmten Krebserkrankungen >(Wie war das noch....???? werden im Rueckenmark nich die weissen >Blutkoerperchen gebildet????? ) Das RUECKENMARK besteht ausschliesslich aus Nervengewebe. Am Rueckenmark selbst wird so gut wie NIE ein Eingriff vorgenommen, da sich Axone (aus denen Nervenfasern bestehen) in der Regel nicht mehr regenerieren und der Patient auf Dauer an motorischen oder sensorischen Defiziten zu leiden haette (bis zur Querschnittslaehmung). (Ausnahmen sind vielleicht Tumorentfernungen an der Wirbelsaeule ...). Durch das Rueckenmark ist also Dein Hirn mit fast allen bewusst steuerbaren Muskeln und bewusst empfundenen somatosensorischen Rezeptoren verbunden. Ferner verlaeuft in ihm ein Teil des vegetativen Nervensystemes. Eingriffe in der Umgebung des Rueckenmarks betreffen hauptsaechlich den Liquor (die Fluessigkeit, die das Rueckenmark umgibt) zu diagnostischen oder anaesthesistischen Zwecken sowie die das Rueckenmark umgebende Wirbelsaeule. Gespendet wird bei bestimmten Blutkrebsarten das KNOCHENMARK in dem die Leukozyten (weisse Blutkoerperchen) gebildet werden (normalerweise aus dem Becken). Markus (Nebenfach Physiologie) -- Markus Kuhn, Computer Science student -=-=- University of Erlangen, Germany Internet: mskuhn@immd4.informatik.uni-erlangen.de | X.500 entry available ------------------ ISO? Nicht immer. Aber immer ΓΆfter! -------------------
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