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Article #522Re: TU Berlin: Rechter Praesident gewaehlt
From: Stefan Scholz
Date: Mon, 27 Jan 1997 00:00
Date: Mon, 27 Jan 1997 00:00
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bmueller@namu36.num.math.uni-goettingen.de (Ben.Mueller) wrote:
>martin.schmidt@tu-bs.de (Martin Schmidt) writes:
>
>> In article <5c849q$muv$1@news.cs.tu-berlin.de>, schwartz@cs.tu-berlin.de
>> (Martin Schwartz) wrote:
>> >Subject: TU Berlin: Rechter Praesident gewaehlt
>> ^^^^^^^
>> Ist denn jeder, der nicht Deine (vermutlich selbst als "`links"� definierte)
>> Meinung teilt, gleich ein b�ser "`Rechter"�???
>> Es ging doch wohl nicht um ein "`ideologisches"� Amt, oder? ;-)
>
>Martin Schwartz nennt doch politische Forderungen von Ewers, z.B. das
>Eintreten fuer eine privatisierte Bildung (kostendeckende
>Studiengebuehren) und eine antidemokratische Hochschulstruktur
>(Entmachtung der universitaeren Gremien). Und das wuerde ich auch
>eindeutig als Politik von rechts bezeichnen und verurteilen.
>
>Ben
Prof. Ewers hat sich an der Uni M�nster viele Jahre durchaus f�r die
Belange der Studenten eingesetzt. Sein Wechsel an die TU Berlin wird
in dieser Hinsicht wohl kaum zu einem v�lligen Sinneswandel gef�hrt
haben.
Die von Euch beschriebenen Teile seines' Wahlprogramms' passen zu dem
hier noch pr�senten Bild von ihm: Er �bt seinen -quasi- Doppelberuf
als Lehrer UND Wissenschaftler mit sehr viel Engagement (was viele
seiner Kollegen -auch hier in M�nster- vermissen lassen) aus.
Bei der Beurteilung seines Einsatzes f�r die Einf�hrung von Studien-
geb�hren sollten auch seine Motivationen beachtet werden. Das Problem
der Hochschulfinanzierung ist durchaus auch ein �konomisches und mu�
-neben sozialpolitischen Argumenten- auch als ein solches analysiert
werden.
Die weit verbreitete Ansicht, da� die Mittel f�r die Hochschul-
finanzierung schon 'von irgendwo kommen werden', bzw. 'der Staat
wird's schon machen' m��te eigentlich auch schon in allen
universit�ren Gremien unter �BERHOLT abgeheftet worden sein.
Unter diesem Gesichtspunkt ist es -gerade f�r einen engagierten
�konomen- unverzeihlich, nicht f�r seine �berzeugungen und
wissenschaftlichen Erkenntnisse einzutreten.
Ein Abgleiten in eine profane 'rechts-links-Argumentation' wird wohl
wenig zum Fortkommen in der Diskussion �ber dieses wichtigeThema
beitragen. Die bisher ge�u�erten Meinungen pflegen allenfalls das in
Deutschland geliebte Bild des 'Berliner Studenten'.
Gru� nach Berlin
Stefan
______________________________________
Stefan Scholz
____scholzs@uni-muenster.de____________
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