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Article #555Re: Studiengebuehren statt Hochschulautonomie
From: Michael Karkoska
Date: Sat, 16 Mar 1996 00:00
Date: Sat, 16 Mar 1996 00:00
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In his mail "Studiengebuehren statt Hochschulautonomie" Martin Schwartz
wrote in de.soc.studium :
> Hallo. Katastrophe.
Hallo auch.
>
> Die CDUSPD Koalition in Berlin wird voraussichtlich am 28. Maerz in
> letzter Lesung ein weiteres "Haushaltsstrukturgesetz" beschliessen. Der
> Anlass des Gesetzes ist, die Neuverschuldung des Landes zu reduzieren.
> In der letzten Legislaturperiode sorgte die Regierung fuer einen Schulden-
> anstieg von mehr als 30 Milliarden Mark (die kurz vor den Wahlen Ende
> des letzten Jahres uebrigens mit eher 5 Milliarden Mark angegeben wurden).
Welche Regierung irrt sich nicht ?????
> Im Rahmen dieses Haushaltsgesetzes wird eine Aenderung des Berliner Hoch-
> schulgesetzes vorgenommen. Die Aenderungen werden nicht durch die
> Parlamentsausschuesse gehen. Der von den Fraktionen gemeinsam vorgelegte
> Entwurf sieht u.a. die Einfuehrung von Studiengebuehren und die Abschaffung
> der Hochschulautonomie vor.
Die Studenten in NRW bezahlen schon lange Gebuehren bei Einschreibung und
Rueckmeldung, z.B. Uni Dortmund 170,80 DM/Semester , die Uni-GH-Duisburg
duerfte bereits bei ca. 190.- DM/Semester liegen. Davon gehen fuer das
Semesterticket ca. 100.- DM (plus/minus x) an die Stadtwerke bzw. den
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.
> Ich zitiere mal eben zwei entscheidende Passagen:
>
> "Par. 2 (8) Ab dem Wintersemester 1996/1997 werden bei der Immatrikulation
> und jeder Rueckmeldung Gebuehren von 100 DM pro Semester erhoben. [...] Die
> fuer die Hochschulen zustaendige Senatsverwaltung wird ermaechtigt, die
> Gebuehren nach Satz 1 durch Rechtsverordnung der Preis- und Kostenent-
> wicklung anzupassen."
Meiner Meinung nach ein richtiger Schritt, solange das Geld den Studenten
zu gute kommt, z.B. fuer die Neuanschaffung neuer Studienmittel - wie
Buecher, PC's usw. - oder die Pflege der bestehenden Einrichtung
(Reparatur der bestehenden Geraete etc.). Im Gegensatz zu anderen Unis
sind 100 DM/Semester und Student doch noch tragbar. Dennoch moechte ich
nicht verneinen, dass die Lebenshaltungskosten in der Stadt Berlin hoeher
liegen als in Dortmund oder Duisburg. Aber auch in diesen Staedten muessen
die Studenten fuer ihren Lebensunterhalt arbeiten.
> "Par. 89 (3) Aus wichtigem Grund, insbesondere zur Verwirklichung der
> Hochschulplanung des Landes Berlin kann der Senat von einer Hochschule
> verlangen, dass innerhalb einer angemessenen Frist Fachbereiche, Zentral-
> institute, wissenschaftliche oder kuenstlerische Einrichtungen, Betriebs-
> einheiten und Studiengaenge eingerichtet, veraendert oder aufgehoben werden.
> Kommt die Hochschule diesem Verlangen nicht nach, so kann das fuer die
> Hochschulen zustaendige Mitglied des Senats die erforderlichen Entschei-
> dungen und Massnahmen anstelle der Hochschule treffen."
Unter welchen Gesichtspunkten soll das geschehen ? Einen Studiengang
anzubieten fuer den sich nur fuenf Menschen pro Semester interessieren ist
IMO nicht angemessen. Auch Fachbereiche umzuorganisieren kann, muss nicht,
zu besseren Studienbedingungen fuehren, was letztendlich den Studenten
zugute kommt.
Regards/2
Einen schoenen Tag noch, und ...
Have a nice day, and ...
CU L8ER ALLIG8OR
Michael
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"Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt ist ein Mensch."
- Erich Kaestner -
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