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Article #324

DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 4/90 VOM 02.02.1990

#324
From: Operator
Date: Fri, 02 Feb 1990 14:19
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     DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 4/90 VOM 02.02.1990
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BONN:
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Die Amateurfunkbaender bei 18 und 24 MHz duerfen in der Bundesre-
publik Deutschland ab sofort mit 750 Watt in allen in der DV-AFuG
fuer diese Bereiche aufgefuehrten Sendearten benutzt werden. Dies
gilt  auch fuer Funkamateure mit gleichwertigen Genehmigungen aus
den CEPT-Laendern und aus der DDR bei voruebergehendem Aufenthalt
in  der Bundesrepublik Deutschland. Mit Verfuegung 9/1990 im BMPT
Amtsblatt 10 vom 25.1.90 wurden die bisher bestehenden Beschraen-
kungen fuer diese Baender aufgehoben. Die Frequenzbereiche 18.068
bis  18.168  kHz und 24.890 bis 24.990 kHz waren von der Funkver-
waltungskonferenz  (WARC) Genf 1979 dem Amateurfunkdienst und dem
Amateurfunkdienst ueber Satelliten auf primaerer Basis zugewiesen
worden. Voraussetzung war die abgeschlossene Verlagerung des sei-
nerzeit  dort  bevorrechtigten  festen Funkdienstes. Als eine der
ersten  Verwaltungen  gab das Bundespostministerium in der ab 01.
01.1982  geltenden  Fassung  der  DV  AFuG den Betrieb auf diesen
Baendern  in  A1A  mit  150 Watt PEP Output auf sekundaerer Basis
frei.  Ab  01.07.1989 erklaerte der Internationale Ausschuss fuer
Frequenzregistrierung der ITU die Verlagerung fuer abgeschlossen.
Folgende  Bandunterteilungen  hatte  die  IARU-Region 1 auf ihrer
Konferenz  in  Noordwijkerhout 1987 vorsorglich festgelegt: CW im
gesamten  Band, RTTY  von  18.100  bis 18.110 kHz bzw. 24.920 bis
24.930  kHz, Phonie  von  18.110  bis  18.168 kHz bzw. 24.930 bis
24.990  kHz.  Es  wird ausdruecklich darauf hingewiesen, dass der
Amateurfunkbereich  bei  10  MHz  von dieser Regelung ausgenommen
bleibt.  Hier  ist in der Bundesrepublik Deutschland nach wie vor
nur A1A, also CW, erlaubt.
 
 
BAUNATAL:
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Die WARC-Baender sind in Portugal ab sofort fuer den Amateurfunk-
dienst  freigegeben.  Der Bereich 10.100 bis 10.150 kHz wurde auf
sekundaerer Basis zugewiesen, es ist A1A oder F1A  mit maximal 60
Watt  zugelassen.  In  den  Bereichen  18.068  bis 18.168 kHz und
24.890 bis 24.990 kHz ist der Amateurfunkdienst primaerer und ex-
klusiver  Benutzer,  mit Ausnahme eines sekundaeren Bereichs zwi-
schen 18.155 und 18168 kHz.
 
 
BRUESSEL:
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Seit  dem  01.01.1990  ist in Belgien das 6-m-Band im Bereich von
50,000  bis 50,450 MHz fuer den Amateurfunk auf sekundaerer Basis
freigegeben. Voraussetzung ist die Beantragung einer Sondergeneh-
migung,  die bis zum 31.12.1993 befristet ist. Es ist nur Betrieb
an einem festen Standort  gestattet. Die maximal zulaessige Leis-
tung betraegt 30 Watt. Die genehmigten Betriebsarten richten sich
nach der jeweiligen Lizenzklasse. Antragsberechtigt sind alle Li-
zenzinhaber der belgischen  Klassen B und C. Dies  betrifft eben-
falls  in  Belgien  lebende  Auslaender mit Rufzeichen der Reihen
ON9B  und  ON9C. Dem Antrag ist ein komplettes Schaltbild des 50-
MHz-Senders  beizufuegen.  Im  Falle von Stoerungen des in diesem
Bereich  bevorrechtigten  primaeren Funkdienstes muessen die Sen-
dungen unverzueglich eingestellt werden.
 
 
BAUNATAL:
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Die  ueberhandnehmenden  Stoerungen  des Amateurfunks im 2-m-Ama-
teurfunk-Exklusivband und die Art der Behandlung der Stoermeldun-
gen der Funkamateure durch die zustaendigen Fernmeldeaemter haben
den Vorstand veranlasst, in einem  deutlichen Brief  an Bundesmi-
nister  Dr.  Schwarz-Schilling die sofortige Einstellung des Ver-
suchsbetriebes  auf  dem  Sonderkanal S6 zu fordern. Der Vorstand
betont  in  seinem  Schreiben, dass er entschlossen sei, notfalls
die Rechte der Funkamateure gerichtlich geltend zu machen.
 
 
DARMSTADT:
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Die Lizenzklasse 2A der DDR berechtigt dort zum Mitbenutzen ande-
rer  Amateurfunkstellen  auf  allen Amateurfunkbaendern mit allen
zugelassenen  Betriebsarten. Da zu ihrem Erwerb geringere techni-
sche Kenntnisse als fuer die hoechste DDR-Klasse 1A verlangt wer-
den,  wurde  sie  im  Bereich der Deutschen Bundespost nur in die
Klasse C eingestuft. Wie vom FTZ in Darmstadt verlautet, wird In-
habern der DDR-Lizenzklasse 2A als Ausnahmeregelung die Moeglich-
keit  geboten,  durch  Zusatzpruefungen im Bereich Technik mit 65
Punkten die Klasse A bzw. mit 75 Punkten die Klasse B der Bundes-
republik  Deutschland  zu  erwerben. Dafuer wird die uebliche Ge-
buehr fuer Zusatzpruefungen in Hoehe von 20,- DM erhoben.
 
 
BAUNATAL:
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Der  Start  des  japanischen  Amateurfunksatelliten JAS-1B sollte
planmaessig am 01.02. zwischen 01:25 und 02:00 UTC erfolgen.
 
 
BERLIN:
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Der diesjaehrige Sommer-Intensivlehrgang der Behindertenbetreuung
findet  vom  03.  bis  24.08. im Jugendgaestehaus in Oberwesel am
Rhein  statt.  Das  Jugendgaestehaus ist fuer Rollstuhlfahrer und
Blinde geeignet. Es stehen moderne Zwei-Bett-Zimmer mit Nasszelle
zur  Verfuegung. Wie jedes Jahr gibt es Teilnehmerplaetze fuer 20
Behinderte  und Nichtbehinderte. Die Pruefung durch die Oberpost-
direktion  Koblenz erfolgt im Jugendgaestehaus am 23.08.1990. In-
teressenten werden um baldige Anmeldung gebeten, da etwa ein hal-
bes Jahr an Selbststudium erforderlich ist, um problemlos und er-
folgreich  die  Pruefung abzulegen. Anfragen und Anmeldungen sind
zu  richten an Guenter Zellmer, DL7ZG, Jahnstr. 83 in 1000 Berlin
47, Telefon (0 30) 6 25 73 99.
 
 
DORSTEN:
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Am  Samstag,  dem 10.02., findet in Dorsten die 13. Gigahertz-Ta-
gung  statt.  Veranstaltungsort  ist die Volkshochschule Dorsten,
Maria Lindenhof, an der B 224 gelegen. Neben einer Reihe von Vor-
traegen  zu Themen aus dem Bereich der Mikrowellenbaender gibt es
in  diesem Jahr wieder einen Geraetewettbewerb. Alle Besucher der
Tagung  sind aufgefordert, ihre Selbstbaugeraete, Baugruppen, Mo-
dule  und  Antennen  aus dem Umfeld der Mikrowellentechnik mitzu-
bringen  und  Auszustellen. Eine Jury wird die Exponate begutach-
ten  und die besten praemieren. Daneben wird ein rechnergestuetz-
ter  Rauschzahlmessplatz fuer Messungen an Konvertern und Vorver-
staerkern  zur Verfuegung stehen. Weitere Hinweise zur Gigahertz-
Tagung wurden in der Februarausgabe der cq-DL veroeffentlicht.
 
 
FUNKWETTERBERICHT: (Darmstadt, 30.01.)
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Trotz hoher Fleckenzahlen erreichte die Sonnenaktivitaet im letz-
ten  Monatsdrittel  ein nur maessiges Niveau. Dementsprechend lag
im  selben  Zeitraum der Energiefluss der 10-cm-Strahlung im Mit-
tel bei 245 Einheiten und damit vergleichsweise niedrig. Seit dem
21.01. ist sowohl bei der 10-cm-Strahlung als auch bei der Roent-
genstrahlung  ein deutlicher Rueckgang eingetreten, der einen Ab-
fall der Mittagswerte der F2-Grenzfrequenz, die gegenwaertig rund
12  MHz betragen, nach sich zog. Fuer den 30.01. wurden von Boul-
der/USA  folgende  Tageswerte  gemeldet: Sonnenfleckenrelativzahl
329,  10-cm-Strahlung  229. Da die derzeit groesste Fleckengruppe
mit dem hoechsten Flare-Potential am 04.02. genuegend weit hinter
den Westrand der Sonne gewandert sein wird, duerfte sich spaetes-
tens  von  diesem  Zeitpunkt  an  ueberwiegend ruhiges Funkwetter
durchsetzen. Vor diesem Zeitpunkt hingegen sind zumindest mittel-
starke Eruptionen moeglich.
 
 
              Ende des DL-RS Nr. 4/90 vom 02.02.1990
 
DATEX-/Btx-/PR-/RTTY-Bearbeitung: DC7XJ @ DB0GR
 
                              ..._._
Technical Details
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From: root@infoac.rmi.de (Operator)
Newsgroups: dnet.ham
Subject: DEUTSCHLAND-RUNDSPRUCH DES DARC NR. 4/90 VOM 02.02.1990
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Date: 2 Feb 90 14:19:24 GMT
Reply-To: "Bernd P. Kieck" <bpk@infoac.rmi.de>
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Lines: 151
Posted: Fri Feb  2 15:19:24 1990