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Article #307Re: IP-Router: Empfehlungen gesucht
From: Peter Radig
Date: Tue, 18 Jun 1991 21:48
Date: Tue, 18 Jun 1991 21:48
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In <peter.677251774@rwthi3> peter@paul.informatik.rwth-aachen.de (Peter Heimann) writes: >Ich suche Erfahrungsberichte mit Cisco-, Proteon- und Wellfleet-Routern. >(Gibt es noch andere wichtige Hersteller?) Besonders interessieren mich >Kommentare zu Zuverlaessigkeit, einfacher Konfigurierbarkeit, >Unterstuetzung durch den Vertrieb, Software-Updates. Ich betreue bei einem Kunden ein Netz aus ca. 50 verschiedenen Rechnern (von einer IBM 3090-20J bis zur VAX-Station 2000) unter TCP/IP. Wir sind gerade dabei, die drei Standorte in Deutschland (Frankfurt, Heiligenhaus und Minden) ueber CICSO-Router zu vernetzen (bisher laeuft das ganze unter IBM TCP/IP auf den Grossrechnern per VTAM Application-to-Application Verbindung). In der ersten Ausbaustufe haben wir in Frankfurt einen CICSO AGS+ (mit vier seriellen und vier Ethernet-Schnittstellen) und in einer Zweigstelle ebenfalls in Frankfurt einen CICSO MGS (2 ser., 2 Eth.) durch eine 64-KBit Standleitung vernetzt und mit dem AGS+ zusaetzlich noch zwei Ethernets miteinander. Auch wenn das Handbuch der Router nicht ganz meinen Vorstellungen von vernuenftiger Dokumentation nicht entspricht (nur "User's Guide", kein "Reference Manual"), war es mir moeglich, nach sehr kurzer Einarbeitung IP-Routing inklusive dynamischem Routing (IGRP, RIP und Hello), DECNet- Routing und Novell-Routing sowie LAT-Bridging in Betrieb zu nehmen. Zur Zuverlaessigkeit kann ich noch keine Aussage machen. Die Router haben ihre Konfiguration im NVRAM, ich halte nicht viel davon, sie remote booten zu lassen. Allerdings sichere ich per TFTP die Konfi- guration ab und zu auf meinen Server. An einem anderen Standort werden Access-Lists haufenweise eingesetzt. Dort wird bis auf socket-/Rechner-Ebene festgelegt welcher Rechner was tun darf (alle Rechner duerfen ping, die Rechner der gleichen Abteilung duerfen ftp und telnet, aber mehr auch nicht). Allerdings ist das fuer einen "Hacker" nicht weiter schlimm. Er muss nur seine VAX umkonfigurieren und sich mit einer anderen (im Zugriff nicht eingeschraenkten) IP-Adresse ausstatten. >Wir planen, eine Bridge zu ersetzen und so unser Subnetz (ca. 25 >Rechner, vorwiegend Sun-Workstations) durch einen Router vom Backbone zu >trennen. >Minimal-Anforderungen: > 1) 2 Ethernet-Interfaces > 2) IP-Routing > 3) RIP > 4) Standalone-Betrieb (kein Booten von einem Server beim Start noetig) >und wuenschenswert: > 5) Sperren von Verbindungen fuer einzelne Hosts/Ports moeglich > 6) in Zukunft auch Verwendung anderer Routing-Protokolle neben RIP > moeglich (IGRP? OSPF?) >Eine Alternative waere es, eine vorhandene Sun SPARCstation mit einem >zweiten Ethernet-Interface auszuruesten. Diese Loesung erfuellt aber >Anforderung 5) nicht, und ein fuer die Workstation sinnvoller Aufstellungsort >fuehrt zur Ueberschreitung der maximal zulaessigen Transceiverkabellaenge. Das wars, wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mich auch gern anrufen. cu, Peter
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