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Thread View: maus.computer.linux
5 messages
5 total messages Started by Frederik Holst Thu, 12 Nov 1998 00:00
Windows und Linux auf 4 GB
#1
Author: Frederik Holst
Date: Thu, 12 Nov 1998 00:00
37 lines
2141 bytes
Hallo !

Schon seit Jahren wollte ich mir Linux neben Win95 installieren, das ich
leider immer noch zum Arbeiten brauche. Bis jetzt hat mir jedoch immer der
ansonsten gute WD-SCSI-Controller einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Nun, mit einem AHA2940UW erhoffe ich mir weniger Schwierigkeiten, bis auf
die Frage, wie ich Win und Linux auf eine Platte bringe.

Die 4 GB möchte ich so aufteilen:

2 GB für Win95 auf C:
700 MB für Swapping und CD-Kopieren auf D:
1.3 GB für Linux auf E: (unsichtbar für Windows)

FRAGE:

Wie bekomme ich das hin, bzw. wie muß ich die Platte
formatieren/partitionieren, damit ich vor dem Booten auswählen kann.
Irgendwo hab' ich glaube ich noch ein OS/2 herumliegen, von dem ich evtl.
den Boot-Manager nehmen könnte, aber bitte auch eine Version beschreiben,
wie's "nur" mit Linux und Windows geht.

2. Frage:

Ich habe die Platte nun schonmal zum testen formatiert und auch Win95 auf
C: installiert, ansonsten Plattenaufteilung wie oben.
Besteht die Hoffnung, daß ich die Partition behalten kann, oder darf ich
alles nochmal installieren ?

Über schnelle Antwort würde ich mich freuen, damit ich nicht jetzt zuviel
installiere und hinterher doch alles 'runterschmeißen muß...

CU !

Frederik.
Re: Windows und Linux auf 4 GB
#2
Author: Jens Haug
Date: Thu, 12 Nov 1998 00:00
35 lines
2360 bytes
In article <Pine.SGI.3.96.981112153600.2500A-100000@komma.fddi2.fu-berlin.de>, Frederik Holst <qntal@zedat.fu-berlin.de> writes:

> FRAGE:
> 
> Wie bekomme ich das hin, bzw. wie mu=DF ich die Platte
> formatieren/partitionieren, damit ich vor dem Booten ausw=E4hlen kann.
> Irgendwo hab' ich glaube ich noch ein OS/2 herumliegen, von dem ich evtl.
> den Boot-Manager nehmen k=F6nnte, aber bitte auch eine Version beschreiben,
> wie's "nur" mit Linux und Windows geht.

Null Problemo: Du hast Win95 installiert, jetzt installierst Du auf die
freie Partition Dein Linux (bzw. machst aus der einen freien Partition
mehrere Partitionen fuer Dein Linux, wo Du die verschiedenen Teile hin
installierst). Das habe ich daheim genauso.
Jetzt hast Du die Wahl:
a) Immer ins Dos bzw. Win95 booten, dort loadlin aufrufen, 
   dann wird Linux nachtraeglich gebootet.
b) Lilo (den Bootmanager von Linux) installieren, macht mehr Aufwand, und es
   kann vorkommen, dass Win95 ihn ungefragt vom Bootsektor runterkickt. :-(

> 2. Frage:
> 
> Ich habe die Platte nun schonmal zum testen formatiert und auch Win95 auf
> C: installiert, ansonsten Plattenaufteilung wie oben.
> Besteht die Hoffnung, da=DF ich die Partition behalten kann, oder darf ich
> alles nochmal installieren ?

Die bestehende Partition mit C: kannst Du lassen, wie sie ist (abgesehen
davon, dass Du entweder das Programm loadlin irgendwo hinlegst oder den
Bootsektor mit Lilo belegst). Fuer linux ist es egal, ob es nachtraeglich
auf irgendeine sekundaere Partition kommt oder sonstwas.



Jens
Re: Windows und Linux auf 4 GB
#3
Author: Andreas Micklei
Date: Fri, 13 Nov 1998 00:00
53 lines
3405 bytes
Hallo,

In bln.comp.unix Frederik Holst <qntal@zedat.fu-berlin.de> wrote:
: Nun, mit einem AHA2940UW erhoffe ich mir weniger Schwierigkeiten, bis auf
: die Frage, wie ich Win und Linux auf eine Platte bringe.

Rechne mit erheblichen Schwierigkeiten, wenn Du aus Versehen die falsche
Kernel Version in die Finger bekommst. Adaptec hat vor kurzem die
technischen Daten dieses Controllers freigegeben, und nun wird der
entsprechende Linux Treibe kraeftig aufgebohrt, was bedeutet, dass in
jedem neuen Kernel Patch neue Features aber auch neue Bugs bezueglich
dieses Controllers enthalten sind.
RedHat Linux 5.2 kommt mit einer Vorabversion des Kernels 2.0.36 daher.
Das ist ansich eine feine Sache, es sei denn man besitzt diesen
Controller. Du solltest also auf alle Faelle NICHT die RedHat 5.2
fuer Deine ersten Versuche waehlen, sondern eine Distribution, die
auf einen Kernel 2.0.35 oder kleiner aufbaut.

: 2 GB f�r Win95 auf C:
: 700 MB f�r Swapping und CD-Kopieren auf D:
: 1.3 GB f�r Linux auf E: (unsichtbar f�r Windows)

Ist machbar. Den Teil fuer Linux solltest Du noch ein kleinere
Partitionen einteilen. Wie genau steht in den Installationsanleitungen
der verschiedenen Distributionen.

: Wie bekomme ich das hin, bzw. wie mu� ich die Platte
: formatieren/partitionieren, damit ich vor dem Booten ausw�hlen kann.
: Irgendwo hab' ich glaube ich noch ein OS/2 herumliegen, von dem ich evtl.
: den Boot-Manager nehmen k�nnte, aber bitte auch eine Version beschreiben,
: wie's "nur" mit Linux und Windows geht.

Denn OS/2 Boot-Manager kannst Du nehmen (den von Windows NT mit etwas
Bastelei uebrigens auch). Wenn Du aber nur Wind95 und Linux faehrst
ist es simpler, LILO (das ist der LInux LOader) im Master Boot Record
zu installieren, von wo aus er den gesamten Boot Prozess uebernimmt.
Zum LILO gibt es jede Menge Dokumentation (sollte in /usr/doc oder
so liegen), bei guten Distributionen wird er bei der Installation
fast schon automatisch richtig eingerichtet.

: Ich habe die Platte nun schonmal zum testen formatiert und auch Win95 auf
: C: installiert, ansonsten Plattenaufteilung wie oben.
: Besteht die Hoffnung, da� ich die Partition behalten kann, oder darf ich
: alles nochmal installieren ?

Noe, das geht so. Wer wie gesagt nochmal fdisk an und teile Deine
Linux-Partition in mehrere kleine auf (z.B. jeweils eine fuer
/, /usr, /usr/local und swap, ist aber Geschmackssache). Notfalls
reicht auch eine grosse Linux Partition und eine swap Partition.
Letztere sollte ungefaehr doppelt so gross sein, wie Dein RAM.

      bye...
	       Andreas Micklei
Re: Windows und Linux auf 4 GB
#4
Author: Joerg Maschtaler
Date: Tue, 17 Nov 1998 00:00
45 lines
2652 bytes
Tagchen !

Andreas Micklei wrote:

[...]
> Denn OS/2 Boot-Manager kannst Du nehmen (den von Windows NT mit etwas
> Bastelei uebrigens auch). Wenn Du aber nur Wind95 und Linux faehrst
> ist es simpler, LILO (das ist der LInux LOader) im Master Boot Record
> zu installieren, von wo aus er den gesamten Boot Prozess uebernimmt.
> Zum LILO gibt es jede Menge Dokumentation (sollte in /usr/doc oder
> so liegen), bei guten Distributionen wird er bei der Installation
> fast schon automatisch richtig eingerichtet.
> 

Wenn Du den LILO nimmst, ist es _zwingend_ vorgeschrieben, das der
Kernel und die init-files komplett unterhalb der 1024-Zylinder-Grenze
der ersten beiden Festplatten liegen muessen, sonst kann man Linux nicht
ueber den LILO booten !
Bei YAST (SUSE 5.x) wird man garnicht erst den LILO installieren
koennen, wenn der Kernel (der per default in "/" liegt) ueberhalb der
der 1024-Zylinder-Grenze liegt.

Ich habe es so geloest:
Auf hda1(3,5GB): 470 MB WIN95 ("Laufwerk C:"), 20MB /boot (mit kernel
und init-files), /swap 120 MB, / der ganze Rest
hda2 (402 MB): WIN95 (Laufwerk E:)

Das Verzeichnis /boot kannst Du bei SUSE 5.x mit YAST erstellen.
Beim Installieren wirst Du irgendwann mal gefragt, welchen Kernel du
haben willst. Bei diesem Menupunkt kannst Du dann /boot als
Zielverzeichnis angeben. Du musst es natuerlich vorher beim
Partitionieren eingerichtet haben :-)

Wenn man eine durchgaengige WINDOWS-Partition haben will, denke ich, ist
es das beste, wenn man mit loadlin arbeitet.

ciao, Joerg

-- 
 _________________________________________________________

 Joerg Maschtaler 	Email: maschi@chemie.fu-berlin.de
 http://userpage.chemie.fu-berlin.de/~maschi/
 
 	"Global denken, lokal handeln"     Biene Maja
Re: Windows und Linux auf 4 GB
#5
Author: Oliver Antwerpen
Date: Thu, 19 Nov 1998 00:00
24 lines
1937 bytes
On Tue, 17 Nov 1998, Joerg Maschtaler wrote:
>Wenn Du den LILO nimmst, ist es _zwingend_ vorgeschrieben, das der
>Kernel und die init-files komplett unterhalb der 1024-Zylinder-Grenze
>der ersten beiden Festplatten liegen muessen, sonst kann man Linux nicht
>ueber den LILO booten !

Kleiner Fehler: Nur die Files aus /boot m�ssen innerhalb der ersten 1024 Zyls
liegen. Bei mir funktioniert das jedenfalls

>Bei YAST (SUSE 5.x) wird man garnicht erst den LILO installieren
>koennen, wenn der Kernel (der per default in "/" liegt) ueberhalb der
>der 1024-Zylinder-Grenze liegt.

Doch, man kann. Ich habe es jedenfalls so gel�st. Man mu� nur bei der
Installation angeben, da� /boot z.B. nach /dev/hdb2 gemountet wird.

>Wenn man eine durchgaengige WINDOWS-Partition haben will, denke ich, ist
>es das beste, wenn man mit loadlin arbeitet.

Bei mir: /hda: prim dos, 1,5GB; extdos, 1GB; linux native 1,5GB (/)
/hda2: linux native, 8MB (/boot) .....
Funktioniert!

Olli
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