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9 messages
9 total messages Started by Martin Heggli Thu, 15 Dec 2011 06:55
Ports im Mailverkehr
#180
Author: Martin Heggli
Date: Thu, 15 Dec 2011 06:55
22 lines
2173 bytes
Hallihallo

Wenn ich von meinem PC eine Emailverschicken möchte,
wie verhält sich das mit den Ports? In der Konfiguration des
Mailprogrammes muss man ja nebst der Mailserver-Adresse
auch immer einen Port eingeben. Bei aktuellen Postausgangs-
Servern ist das meistens die Port-Nummer 587.

Aber wie verhält sich das auf meiner Seite? Ich geh mal davon aus,
dass mein Mailclient nicht auch auf dem Port 587 die Verbindung
herstellt, um das Mail versenden zu können. Gibt es da auch eine
einheitliche Regelung, in welchem Bereich die Kommunikation
erfolgt oder werden da von den Mailclients einfach beliebige Ports
genommen?

-- 
gruesschen, martin

mahe at gmx dot net

"God gave us helium for diving, but the Devil replaced it with nitrogen."
Re: Ports im Mailverkehr
#181
Author: Andreas Rutishauser
Date: Fri, 16 Dec 2011 04:39
47 lines
2784 bytes
Salut Martin

In article <jcc5k6$2sc$1@news.albasani.net>,
 Martin Heggli <mahe@gmx.net> wrote:

> Wenn ich von meinem PC eine Emailverschicken m�chte,
> wie verh�lt sich das mit den Ports? In der Konfiguration des
> Mailprogrammes muss man ja nebst der Mailserver-Adresse
> auch immer einen Port eingeben. Bei aktuellen Postausgangs-
> Servern ist das meistens die Port-Nummer 587.
> 
> Aber wie verh�lt sich das auf meiner Seite? Ich geh mal davon aus,
> dass mein Mailclient nicht auch auf dem Port 587 die Verbindung
> herstellt, um das Mail versenden zu k�nnen. Gibt es da auch eine
> einheitliche Regelung, in welchem Bereich die Kommunikation
> erfolgt oder werden da von den Mailclients einfach beliebige Ports
> genommen?

ich versteh nicht ganz, wenn du schreibst:
im Mailprogramm gebe ich beim Mail-Versand Server einen Port an
und
Wie verhaelt sich das auf meiner Seite?

Dein Mail-Client nimmt zm Mail-Versand ueber den von dir in den 
Einstellungen definierten Port mit dem Server Verbindung auf, der deine 
Mails abnehmen soll.

Es gibt Regelungen, die sind in RFCs definiert.

Frueher war das meist der Port 25, heute ist es vielfach 587. Fuer SSL 
und IMAP koennen andere definiert sein. (Mailserver untereinader 
verkehren ueber Port 25)

Wichtig bei Ports (gilt nicht nur fuer Mail): beide Seiten muessen ueber 
denselben Port kommunizieren, sonst kann es dir bluehen, dass auf der 
Gegenseite kein Pfoertner die Tuer (Port) oeffnet, und moeglicherweise 
deinen Dialekt (Protokoll) nict versteht. Ueber Port 587 FTP schwatzen 
kann in die Hose gehen....

Gruss
Andreas

-- 
MacAndreas Rutishauser, <http://www.MacAndreas.ch> 
EDV-Dienstleistungen, Hard- und Software, Internet und Netzwerk
Beratung, Unterstuetzung und Schulung
<mailto:andreas@MacAndreas.ch>, Fon: 044 / 721 36 47
Re: Ports im Mailverkehr
#182
Author: Martin Heggli
Date: Fri, 16 Dec 2011 08:02
25 lines
2497 bytes
Am 16.12.2011 05:39, schrieb Andreas Rutishauser:
> ich versteh nicht ganz, wenn du schreibst:
> im Mailprogramm gebe ich beim Mail-Versand Server einen Port an
> und
> Wie verhaelt sich das auf meiner Seite?
>
> Dein Mail-Client nimmt zm Mail-Versand ueber den von dir in den
> Einstellungen definierten Port mit dem Server Verbindung auf, der deine
> Mails abnehmen soll.

Ja, auf einem definierten Port bei der GEGENSEITE. Mein Mailclient wird
aber als Ausgangsport nicht auch z.B. 587 haben, wenn ich ein Email
verschicke...
Zur Veranschaulichung (keine Ahnung ob das stimmt)
192.168.0.1:XY --> smtp.meinedomain.tld:587

Meine Frage ist, ob XY als Port auf meiner Seite einer bestimmten Regel
folgt, oder ob da mein PC einfach einen beliebigen Port nimmt...

-- 
gruesschen, martin

mahe at gmx dot net

"God gave us helium for diving, but the Devil replaced it with nitrogen."
Re: Ports im Mailverkehr
#183
Author: Andreas Rutishauser
Date: Sat, 17 Dec 2011 04:16
48 lines
2919 bytes
In article <jcettr$b6k$1@news.albasani.net>,
 Martin Heggli <mahe@gmx.net> wrote:

> Am 16.12.2011 05:39, schrieb Andreas Rutishauser:
> > ich versteh nicht ganz, wenn du schreibst:
> > im Mailprogramm gebe ich beim Mail-Versand Server einen Port an
> > und
> > Wie verhaelt sich das auf meiner Seite?
> >
> > Dein Mail-Client nimmt zm Mail-Versand ueber den von dir in den
> > Einstellungen definierten Port mit dem Server Verbindung auf, der deine
> > Mails abnehmen soll.
> 
> Ja, auf einem definierten Port bei der GEGENSEITE. Mein Mailclient wird
> aber als Ausgangsport nicht auch z.B. 587 haben, wenn ich ein Email
> verschicke...
> Zur Veranschaulichung (keine Ahnung ob das stimmt)
> 192.168.0.1:XY --> smtp.meinedomain.tld:587
> 
> Meine Frage ist, ob XY als Port auf meiner Seite einer bestimmten Regel
> folgt, oder ob da mein PC einfach einen beliebigen Port nimmt...

ich kann dir nicht folgen...
Du scheinst mir zuzzustimmen, dass der auf deinem PC installierte 
Mailclient uber einen von dir eingerichteten Port Verbindung aufnimmt.

Was soll denn jetz XY?

Mein Rechner Port 587 nimmt mit Gegenstelle Port 587 Verbindung auf.
Mein Rechner Port 1223 nimmt mit Gegenstelle Port 1223 Verbindung auf.
Mein Rechner Port 300 nimmt mit Gegenstelle Port 300 Verbindung auf.
Mein Rechner Port nnn nimmt mit Gegenstelle Port nnn Verbindung auf.

Mein Rechner Port XY nimmt mit Gegenstelle Port 587 Verbindung auf: 
funktioniert nicht!

Das System von Ports basiert auf den Regeln (Rfc), dass Rechner auf 
demselben Port mit demselben Protokoll kommunizieren. Abzweigungen und 
Port-Umbiegungen sind nichrt vorgesehen.

Gruss
Andreas

-- 
MacAndreas Rutishauser, <http://www.MacAndreas.ch> 
EDV-Dienstleistungen, Hard- und Software, Internet und Netzwerk
Beratung, Unterstuetzung und Schulung
<mailto:andreas@MacAndreas.ch>, Fon: 044 / 721 36 47
Re: Ports im Mailverkehr
#184
Author: Martin Heggli
Date: Mon, 19 Dec 2011 11:32
32 lines
2741 bytes
Am 17.12.2011 05:16, schrieb Andreas Rutishauser:
> Mein Rechner Port 587 nimmt mit Gegenstelle Port 587 Verbindung auf.
>
> Mein Rechner Port XY nimmt mit Gegenstelle Port 587 Verbindung auf:
> funktioniert nicht!
>
> Das System von Ports basiert auf den Regeln (Rfc), dass Rechner auf
> demselben Port mit demselben Protokoll kommunizieren. Abzweigungen und
> Port-Umbiegungen sind nichrt vorgesehen.

Hm, ich hab jetzt grad mit Wireshark mal geschaut und meine Mails ab-
gerufen. Im Protokoll wird das als Ergebnis angezeigt:

Transmission Control Protocol
Src Port: 3783
Dst Port: pop3 (110)

"Dst Port" mit 110 würde ja stimmen, da es sich um einen pop3-Mailserver
handelt. Aber der Ausgang ist bei mir nicht 110, sondern 3783. Kann aber
auch 1512 oder irgendwas anderes sein...

Mein "Problem" hat sich aber mittlerweile gelöst, da in den Firewall-
Regeln ein Fehler war... Interessieren würde mich aber trotzdem, warum
mein "Port-Verhalten" nicht mit deinen Aussagen übereinstimmen...

-- 
gruesschen, martin

mahe at gmx dot net

"God gave us helium for diving, but the Devil replaced it with nitrogen."
Re: Ports im Mailverkehr
#185
Author: Mario Rothacher
Date: Mon, 19 Dec 2011 11:50
22 lines
2561 bytes
Martin Heggli wrote:
> Mein "Problem" hat sich aber mittlerweile gel�st, da in den Firewall-
> Regeln ein Fehler war... Interessieren w�rde mich aber trotzdem, warum
> mein "Port-Verhalten" nicht mit deinen Aussagen �bereinstimmen...

Ganz einfach, weil seine Aussagen nicht stimmen. Der Source-Port ist in 
der Regel nicht von wirklichem Interesse. Die Firewall l�sst den 
R�ckverkehr auf den Source-Port zu, weil von dort auf die Verbindung 
aufgebaut wird.

Das seine Aussage nicht stimmen kann ist insofern leicht zu beweisen: Du 
kannst beliebig viele Webbrowser offen haben, und die Antwort kommt 
trotzdem immer zum richtigen Browser. Wenn alle den Port 80 brauchen 
w�rde, w�re nicht nachvollziehbar welcher Browser mit der Antwort 
bedient wird.

Zur Urspr�nglichen Frage: Der Sourceport wird meines Wissen aus einem 
Range willk�rlich definiert. Nat�rlich darf der Port nicht schon belegt 
sein.

cu
Mario
Re: Ports im Mailverkehr
#186
Author: Oliver Sch
Date: Fri, 30 Dec 2011 13:31
17 lines
1570 bytes
Martin Heggli wrote:

> Aber wie verhält sich das auf meiner Seite? Ich geh mal davon aus,
> dass mein Mailclient nicht auch auf dem Port 587 die Verbindung
> herstellt, um das Mail versenden zu können. Gibt es da auch eine
> einheitliche Regelung, in welchem Bereich die Kommunikation
> erfolgt oder werden da von den Mailclients einfach beliebige Ports
> genommen?

Client-Programme nehmen bei UDP/TCP in der Regel zufällige Ports größer 
1024. Es gibt da nur wenige Ausnahmen.

mfg
Oli

-- 
Man darf ruhig intelligent sein, man muss sich nur zu helfen wissen
Re: Ports im Mailverkehr
#187
Author: Stefan Werner
Date: Sat, 25 Feb 2012 11:55
31 lines
2567 bytes
Am 15.12.11 07:55, schrieb Martin Heggli:

> Aber wie verh�lt sich das auf meiner Seite? Ich geh mal davon aus,
> dass mein Mailclient nicht auch auf dem Port 587 die Verbindung
> herstellt, um das Mail versenden zu k�nnen. Gibt es da auch eine
> einheitliche Regelung, in welchem Bereich die Kommunikation
> erfolgt oder werden da von den Mailclients einfach beliebige Ports
> genommen?

Ein Programm kann irgendeinen freien lokalen Port nehmen. Der TCP-Header 
sagt dem Server, auf welchen Port er antworten soll.

http://www.comsci.us/datacom/tcppacket.html

Etwas kompliziert wird das Ganze bei IPV4 dann, wenn noch ein Router 
dazwischen h�ngt. Weil der �bersetzt interne IP-Adressen wiederum auf 
Ports und muss sich dann "merken", welchen Port eines einkommenden 
Pakets er auf welchen Port welcher internen Adresse umsetzen muss. Bei 
IPV6 ist diese Umsetzung nicht mehr n�tig.

Das ist f�r den client aber transparent. Der schnappt sich wie gesagt 
einfach einen beliebigen freien Port und wartet auch auf diesem Port auf 
Antwort. Die einzige Regel ist, dass ein bestimmter Port nur von einem 
Programm gleichzeitig genutzt werden kann.

Es ist �brigens auch keinesfalls zwingend, dass ein Server einen 
bestimmten Port nutzt. Das ist nur Konvention, damit der Client nicht 
alle Ports durchprobieren muss. Aber man kann ohne weiteres einen 
Webserver auf Port 22345 und einen Mailserver auf Port 44566 betreiben.

-st "Alle Angaben wie immer ohne Gewehr" ef
Re: Ports im Mailverkehr
#188
Author: Oliver Sch
Date: Mon, 27 Feb 2012 10:44
39 lines
2337 bytes
Stefan Werner wrote:

> Etwas kompliziert wird das Ganze bei IPV4 dann, wenn noch ein Router
> dazwischen hängt. Weil der übersetzt interne IP-Adressen wiederum auf
> Ports und muss sich dann "merken", welchen Port eines einkommenden
> Pakets er auf welchen Port welcher internen Adresse umsetzen muss. Bei
> IPV6 ist diese Umsetzung nicht mehr nötig.

Das ist für IPv4 auch nur nötig, wenn man einen NAT-Router hat.

> Das ist für den client aber transparent. 

ACK

> Der schnappt sich wie gesagt
> einfach einen beliebigen freien Port und wartet auch auf diesem Port auf
> Antwort. Die einzige Regel ist, dass ein bestimmter Port nur von einem
> Programm gleichzeitig genutzt werden kann.

Ergänzend: das war die Idee hinter Ports, Multiplexing zu machen für viele 
Programme. die gleichzeitig kommunizieren wollen.

> Es ist übrigens auch keinesfalls zwingend, dass ein Server einen
> bestimmten Port nutzt. Das ist nur Konvention, damit der Client nicht
> alle Ports durchprobieren muss. 

Selbst das würde ja auch nicht immer das gewünschte Ergebnis bringen, man 
könnte ja auch 2 Webserver auf verschiedenen Ports haben.

> Aber man kann ohne weiteres einen
> Webserver auf Port 22345 und einen Mailserver auf Port 44566 betreiben.

Jupp.

mfg
Oli

-- 
Man darf ruhig intelligent sein, man muss sich nur zu helfen wissen
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