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Article #212Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
From: Visvanath Ratnaweera
Date: Thu, 04 Jun 2009 13:28
Date: Thu, 04 Jun 2009 13:28
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Hello Stefan Stefan Werner wrote: > martin heggli schrieb: >> Stefan Werner schrieb: > >>> Wie auch immer: Ich mag Linux durchaus. Als Server verwende ich >>> nichts anderes. Auf dem Desktop mache ich bei fast jedem SuSE oder >>> Ubuntu-Release mal wieder einen Versuch. Bisher gab es aber immer >>> irgendwas, was halt nicht ging. "Es geht", "Es geht nicht" ist eine vereinfachte Denkweise. Die anderen Fragen: Was geht nicht? Was geht? Wie weit? Warum nicht weiter? und so weiter. >> Was meistens daran lag, dass die Ger�te "windowsspezifische" Treiber >> erfordern? > > Ja, klar. F�r Windows gibts halt die Treiber, f�r Linux nicht oder > schlechter oder erst nach aufw�ndigerem Suchen. Das ist aber laaange her! Es wird heute gemunkelt, dass das Sorgenkind was Treiber betrifft sei Windows Vista ;-) Na im Ernst. �berlegst's dir mal. "Treiber" in diesem Zusammanhang ist die Schnittstelle zwischen Software und Hardware. Nur Hardware- hersteller k�nnen sie (mit vern�nftiger Aufwand) produzieren. Also, als Linux noch ein Kind war, haben sie sich keine M�he gegeben. Heute ist die Pingu erwachsen (und seine Anh�nger haben bereits graue Haare). Schau im Computerladen, wieviele Linux und OS X Icons du auf Ger�te- Verpackungen findest. Wenn nicht, auf der Homepage der Hersteller. Wenn das auch nicht zutrifft, findet man entweder Treiber vom Dritt- hersteller oder der Hersteller hat den entsprecheden Ruf in Community. Apropos Ruf, tats�chlich gibt es Leute, die _vor_ dem Kauf von Hardware sich �ber ihre Kompatibilit�t informieren. > Egal. Wer den PC aber > haupts�chlich hat, um irgendeine andere Arbeit zu machen, als > PC-Konfigurationen, der will in erster Linie, dass es einfach l�uft. > Und deswegen greift so jemand eher zu welchem System? -> Bingo. Nat�rlich User ist nicht gleich User: "Remember When Men Were Men and Wrote Their Own Device Drivers?" http://www.linuxtoday.com/developer/2007092100426OPHWDV ;-) Und zum urspr�nglichen Thema zur�ck zu kommen: Wir reden nicht vom Hans Fritz, der im Discounthaus den billigsten Drucker gekauft hat und zu Hause versucht den anzuschliessen, sondern von einem grossen staatlichen Organ mit Millionen-Budget f�r IT. Es ist anzunehmen, dass sie _vor_ dem Kauf die Produkte evaluieren, Offerten holen, ... Oder eben auch nicht :-( http://www.digitale-nachhaltigkeit.ch/2009/06/sbb-freihandige-vergabe-microsoft/ und nat�rlich das alte Thema http://www.digitale-nachhaltigkeit.ch/2009/05/pressespiegel-bundesverwaltungsgericht-stoppt-millionen-auftrag-an-microsoft/ > Ich denke nicht, dass es irgendjemandem hilft, wenn man so tut, als sei > OpenSource fehlerfrei, gratis und perfekt und ClosedSource sei teuer, > virenverseucht und absturzfreudig. > Da jeder sieht, dass das nicht stimmt, schiesst der OpenSource-Advokat > sich mit solchen Behauptungen selber ins Bein. Wo hat hier das behauptet? > OpenSource ist frei und prinzipiell peer-reviewbar und deswegen im > Grundsatz vorzuziehen. Andererseits ist OpenSource aber in vielen > konkreten Anwendungsf�llen deutlich teurer - wegen der schlechteren > Standardisierung und damit dem h�heren Anpassung- und Schulungsbedarf. Die Standards, mit denen ich arbeite, waren schon immer "frei" (und zwar lange vor der Frei-Open-Euphorie): http://www.ietf.org/rfc.html http://de.wikipedia.org/wiki/Request_for_Comments > Dazu kommt, dass ausser bei den absoluten Mainstream-Produkten > OpenSource-Anwendungen eher fehleranf�lliger sind, Kannst du das bitte pr�zisieren? > und man bei Problemen > keine Firma als Ansprechpartner hat. Das Peer-Review findet de facto nur > bei grossen Projekten statt. Wenn man ein Produkt einsetzt, macht man automatisch Gedanken da�ber, wer dann es wartet. Es kann eigene IT sein, externe sein oder beide. > Man muss deshalb zumindest im Firmenumfeld recht genau evaluieren, > welche Anwendung f�r den gew�nschten Zweck geeignet ist. Das Merkmal > "OpenSource" reicht jedenfalls nicht als Entscheidungsgrundlage, sollte > aber zumindest mit einbezogen werden, da bin ich ja einverstanden. Nat�rlich soll kein Mensch was ausw�hlen, weil es auf der Verpackung "OpenSource" steht! Und im Firmenumfeld kann auch kein Aussenseiter sagen, was sie machen sollen. Wir reden aber �ber �ffentliche Hand. Die Sache ist dort viel komplexer: Wirtschaflichkeit, kurz- und langfristig, Abh�ngigkeit vom Hersteller, Vertraulichkeit (sind immerhin Staatsakten), langlebigkeit (wer kann dieses 120 j�hrige Word 2.0a Dokument entziffern?), usw. VR -- Your Potential, Our Passion - Microsoft
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X-Google-Language: GERMAN,ASCII Date: Thu, 04 Jun 2009 15:28:43 +0200 From: Visvanath Ratnaweera <spam@ratnaweera.net> User-Agent: Thunderbird 2.0.0.18 (X11/20081205) MIME-Version: 1.0 Newsgroups: ch.comp.os.linux Subject: Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft References: <4a1f9356$0$9109$5402220f@news.sunrise.ch> <gvo54h$ddh$1@news.eternal-september.org> <4a1f9eca$1_7@news.bluewin.ch> <789lqfF1kihqqU1@mid.individual.net> <4a1fb005$1_1@news.bluewin.ch> <78ab4tF1kq6uoU1@mid.individual.net> <4a24bd2c$1_7@news.bluewin.ch> <78na1gF1n7ricU1@mid.individual.net> In-Reply-To: <78na1gF1n7ricU1@mid.individual.net> Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-15 Content-Transfer-Encoding: 8bit Lines: 107 Message-ID: <4a27cc16$0$9114$5402220f@news.sunrise.ch> Organization: Sunrise Communications AG, http://www.sunrise.ch NNTP-Posting-Host: 160.85.38.176 X-Trace: 1244122134 news.sunrise.ch 9114 160.85.38.176:14094 X-Complaints-To: abuse@sunrise.ch Path: arc1-ca.pugleaf.net!g2news2.google.com!news3.google.com!feeder.news-service.com!border1.nntp.ams.giganews.com!nntp.giganews.com!news.panservice.it!news.telnetwork.it!newsfeed-du-01.pub.2nd.sunrise.ch!not-for-mail