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5 messages
5 total messages Started by Johannes Vogel Wed, 20 Aug 2008 19:19
Clustering mit Debian
#455
Author: Johannes Vogel
Date: Wed, 20 Aug 2008 19:19
17 lines
1633 bytes
Hi Leute

Ich glaube, ich hab ein recht allt�gliches Problem: Ich habe mehrere 
Rechner in meinem heimischen Netz, die sowieso alle laufen und alle 
Debian installiert haben. Mind. einer ist immer ein bisschen im 
Leerlauf, w�hrend mein Arbeits-PC eher am Limit l�uft. Gerne w�rde ich 
CPU-Last verteilen. Bei den heutigen Netz-Geschwindigkeiten sollte es 
doch m�glich sein, CPU-Leistung auszulagern und damit einen 
Performance-Gewinn erzielen zu k�nnen.

Ich schaue also Clustering mit OSCAR an, finde aber heraus, dass das 
Projekt nicht auf Debian laufen soll. Leider finde ich nichts �hnliches. 
Eigentlich w�re das Prinzip doch ganz praktisch?

Jemand eine Idee?
Herzlichen Dank,
Johannes
Re: Clustering mit Debian
#457
Author: webmaster
Date: Thu, 21 Aug 2008 08:22
9 lines
1582 bytes
Dazu benötigst du auch erst mal eine Software, die das Clustering
unterstützt. So wie du es willst, dass also ein anderer Rechner Last
mit übernimmt, geht so ohne weiteres nicht.
Beispiel:
Office -> kann nur auf einer Maschine laufen
Videobearbeitung: Es gibt Tools, z.B. 3dsmax, die das Rendern auf
mehreren PC unterstützen

Tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen.
Re: Clustering mit Debian
#458
Author: Johannes Vogel
Date: Thu, 21 Aug 2008 14:42
27 lines
2360 bytes
Hi Ben

webmaster@ben-wagner.de wrote:
> Dazu ben�tigst du auch erst mal eine Software, die das Clustering
> unterst�tzt. So wie du es willst, dass also ein anderer Rechner Last
> mit �bernimmt, geht so ohne weiteres nicht.
> Beispiel:
> Office -> kann nur auf einer Maschine laufen
> Videobearbeitung: Es gibt Tools, z.B. 3dsmax, die das Rendern auf
> mehreren PC unterst�tzen
> Tut mir leid, dich entt�uschen zu m�ssen.

Etwas detaillierter: Sofern eine Applikation Thread-tauglich ist, 
sollten einzelne Threads ausgelagert werden. Die Idee w�re also, dass 
einfach ein anderer Rechner rechnet... Die Schwierigkeit besteht 
nat�rlich darin, die CPU-intensiven Tasks im Vornherein auszufiltern und 
diese dann auszulagern. Aber auf jeden Fall m�sste das m.E. der 
OS-Kernel �bernehmen.

In der Zwischenzeit habe ich mich entschieden, meine HW zu 
aktualisieren. Trotzdem sollte doch aus langj�hrigen Projekten wie 
Seti@Home & Co (Novartis hatte auch mal ein solches Projekt) mehr 
rausgeschaut haben... Ich verstehe nicht, weshalb hier nicht mehr 
unternommen wird. Schliesslich existiert unglaublich viel HW, welche 
leer l�uft.

Gr�ess, Johannes
Re: Clustering mit Debian
#459
Author: Alexander Schreiber
Date: Thu, 21 Aug 2008 21:15
46 lines
3391 bytes
Johannes Vogel <newsgroups@jvogel.ch> wrote:
> Hi Ben
>
> webmaster@ben-wagner.de wrote:
>> Dazu ben�tigst du auch erst mal eine Software, die das Clustering
>> unterst�tzt. So wie du es willst, dass also ein anderer Rechner Last
>> mit �bernimmt, geht so ohne weiteres nicht.
>> Beispiel:
>> Office -> kann nur auf einer Maschine laufen
>> Videobearbeitung: Es gibt Tools, z.B. 3dsmax, die das Rendern auf
>> mehreren PC unterst�tzen
>> Tut mir leid, dich entt�uschen zu m�ssen.
>
> Etwas detaillierter: Sofern eine Applikation Thread-tauglich ist, 
> sollten einzelne Threads ausgelagert werden. Die Idee w�re also, dass 
> einfach ein anderer Rechner rechnet... Die Schwierigkeit besteht 
> nat�rlich darin, die CPU-intensiven Tasks im Vornherein auszufiltern und 
> diese dann auszulagern. Aber auf jeden Fall m�sste das m.E. der 
> OS-Kernel �bernehmen.

Ein Ansatz dazu ist MOSIX: Da werden mehrere Maschinen zu einem Single
System Image Cluster zusammengefa�t. Das macht auch solche netten Sachen
wie transparente Prozessmigration usw. Allerdings ist das eher auf
Compute-Cluster ausgelegt.

> In der Zwischenzeit habe ich mich entschieden, meine HW zu 
> aktualisieren. Trotzdem sollte doch aus langj�hrigen Projekten wie 
> Seti@Home & Co (Novartis hatte auch mal ein solches Projekt) mehr 

Seti@Home basiert darauf, da� das Problem trivial zu parallisieren ist,
da ausser dem Abholen der Workunits und dem Zur�ckmelden des Ergebnisses
keine Kommunikation notwendig ist. Praktische alle Projekte, bei dem
man Rechenzeit spenden kann (Folding@Home, Mersenne-Primzahlensuche)
basieren auf diesem Ansatz.

> rausgeschaut haben... Ich verstehe nicht, weshalb hier nicht mehr 
> unternommen wird. Schliesslich existiert unglaublich viel HW, welche 
> leer l�uft.

Daf�r gibt Virtualisierung -> weniger Hardware, mehr Auslastung.

Man liest sich,
              Alex.
-- 
"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
 looks like work."                                      -- Thomas A. Edison
Re: Clustering mit Debian
#460
Author: Felix Rauch
Date: Mon, 25 Aug 2008 03:59
35 lines
2924 bytes
Johannes Vogel <newsgroups@jvogel.ch> wrote:
> Etwas detaillierter: Sofern eine Applikation Thread-tauglich ist, 
> sollten einzelne Threads ausgelagert werden. Die Idee w?re also, dass 
> einfach ein anderer Rechner rechnet... Die Schwierigkeit besteht 
> nat?rlich darin, die CPU-intensiven Tasks im Vornherein auszufiltern und 
> diese dann auszulagern. Aber auf jeden Fall m?sste das m.E. der 
> OS-Kernel ?bernehmen.

Woher sollte der Kernel wissen, welche Threads kurzlebig sind und
welche laengere Rechenleistungen machen werden? Fuer kurze Threads
oder welche, die oft nur kleine Anfragen erledigen muessen, ist der
Kommunikations-Overhead viel zu gross.

> In der Zwischenzeit habe ich mich entschieden, meine HW zu 
> aktualisieren. Trotzdem sollte doch aus langj?hrigen Projekten wie 
> Seti@Home & Co (Novartis hatte auch mal ein solches Projekt) mehr 
> rausgeschaut haben... Ich verstehe nicht, weshalb hier nicht mehr 
> unternommen wird. Schliesslich existiert unglaublich viel HW, welche 
> leer l?uft.

Ein Problem hier ist (wie so bei vielem), dass die Rechenleistung auf
die maximal gebrauchte Leistung ausgelegt wird. Mehrheitlich wird ein
Rechner aber nur minimal ausgelastet (Stichworte E-Mail,
Textverarbeitung, Texte lesen etc.). Ein Bisschen was bringt hier eine
dynamisch regulierte CPU-Taktfrequenz, aber andere Teil des Rechners
lassen sich auf diese Weise leider nicht so gut in einen "Spaarmodus"
umstellen (z.B. Festplatten).

- Felix

-- 
	       Felix Rauch, http://www.nice.ch/~felix/
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