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Started by Frank Simon
Wed, 15 Apr 1992 10:51
GK-Ergaenzung (Uebersicht GateBau)
Author: Frank Simon
Date: Wed, 15 Apr 1992 10:51
Date: Wed, 15 Apr 1992 10:51
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Uebersicht was die GateBau '91 fuer den Betrieb eines Gateways verlangt
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Die Fragen, deren Beantwortung umfangreicher und komplizierter ist, werden
hier _nicht_ beantwortet, sondern es wird dabei auf die GateBau verwiesen,
die dies ausfuehrlich behandelt.
Einschub (Terra):
Den Text besorge ich gerade, da er mir wiedermal verschuett gegangen ist.
Der Text ist recht Z-Netz-spezifisch. Er soll auch erstmal nur einen
Eindruck von der GateBau geben. Die eigentliche GateBau ist eh mehrere
dutzend KB gross.
Einschub Ende.
Ich gehe in der Reihenfolge vor, in der eine Nachricht erscheint:
-----------------
Header:
1.Zeile: EMPFAENGERANGABE oder BRETTNAME
Bedarf keiner Erlaeuterung und ist normalerweise kein Problem,
ausser bei Empfaengern in fremden Netzen mit mehr als 40
Zeichen. Dann wird eine To:-Zeile eingebaut - siehe GateBau!
2. Zeile: BETREFF
Ist ebenfalls kein Problem und wird zur Not abgeschnitten, da
nicht lebenswichtig.
3. Zeile: ABSENDER
Muss hinter dem Klammeraffen der Name eines gueltigen Netzes
und somit eines eingetragenen Z-Netz-Systems sein.
Z.B. UUCP.ZER oder MAUS.ZER oder SEVEN.ZER. Vor dem Klammeraffen
stehen Absende-Person und Absende-System mit einem
Prozentzeichen getrennt. Alles zusammen darf NIEMALS laenger als
40 Zeichen sein. Kann dies grundsaetzlich passieren (z.B. im
UseNet - UUCP), sind Makros zu verwenden, die recht kompliziert
zu handhaben sind - siehe GateBau!
4. Zeile: DATUM
Ist eine Ganzzahl mit 10 Stellen, die ein gueltiges Datum
repraesentiert! Da die Sekundenangabe nicht codiert wird, muss
evtl. eine Date:-Zeile eingebaut werden - siehe GateBau!
5. Zeile: ROUTING
Hier duerfen NUR Z-Netz-Systeme auftauchen!!! Andere Systeme
haben hier _nichts_ zu suchen!!! Da ein Z-Netz-Gateway immer das
erste System im Z-Netz ist, darf hier also nur der Name des
Gateways (also des Fremdnetzes) eingetragen werden. Also z.B.
UUCP oder MAUS oder SEVEN. Denn der String darf nie laenger als
80 Zeichen werden!
6. Zeile: MESSAGE-ID
Das wohl allergroesste Problem. Hinter dem Klammeraffen steht
_grundsaetzlich_ der Fremdnetzname. Also z.B. UUCP oder MAUS oder
SEVEN. Vor dem Klammeraffen steht eine beliebige Folge von
Zahlen, Gross- und Kleinbuchstaben. Erlaubt sind ausserdem
einige Sonderzeichen (+ und /), die aber moeglichst vermieden
werden sollten. Die gesamte Id darf _niemals_ laenger als 19
Zeichen werden! Kann dies passieren und gibt es noch andere
Gateways, die Nachrichten aus dem entsprechenden Fremdnetz
einspeisen, muss sichergestellt werden, dass gleiche Nachrichten
in verschiendenen Gateways auch mit gleichen Id's versehen
werden, um Dupes zu vermeiden. Dies soll durch eine Wandlung
nach GateBau-Emfehlung geschehen - siehe dort! Solange aber im
Z-Netz nicht zwingend vorgeschrieben ist, dass Nachrichten mit
gleicher Id grundsaetzlich - unabhaengig von irgendwelchen
anderen Merkmalen - als gleichartig (also Dupes) behandelt und
ausgeschieden werden, kann die GateBau nicht erfolgreich und
endgueltig durchgesetzt werden.
7. Zeile: TEXT/BINARY-ERKENNUNG
Bedarf keiner Erlaeuterung. Eventuell muss ein Binary aus dem
Z-Netz mit UUENCODE ins ASCII-Format gewandelt werden.
8. Zeile: NACHRICHTENLAENGE
Bedarf keiner Erlaeuterung.
---------------
Im Nachrichtentext muss UNBEDINGT eine X-Gateway-Zeile stehen!
Diese Zeile ermoeglicht es den Z-Netz-Teilnehmern, zu erkennen,
dass dies eine Nachricht aus einem Fremdnetz ist und ueber
welchen Gateway die Nachricht ins Z-Netz gelangt ist! Gateways,
die eine solche Zeile nicht erzeugen, verstossen gegen die
Kennzeichnungspflicht und muessen umgehend ausgetragen werden!
Die X-Gateway-Zeile hat ein exakt vordefiniertes Format, das in
_jedem_ Fall eingehalten werden muss, da diese Zeile teilweise
automatisch ausgewertet wird!
Die X-Gatewayzeile ist wie folgt aufgebaut:
X-Gateway: ID Z-SERVER [beliebiger Text]
^^^^^^^^^^ ^^ ^^^^^^^^ ^^^^^^^^^^^^^^^^^
1 2 3 4
1: X-Gateway: gefolgt von einem Leerzeichen. (Gross-
Kleinschreibung beachten!!!)
2: ID gefolgt von einem Leerzeichen. Die ID besteht aus
zwei Grossbuchstaben oder einem Grossbuchstaben
gefolgt von einer Zahl. Der erste Buchstabe sollte
wenn moeglich mit dem Namen des Fremdnetzes
uebereinstimmen (Problem: MAUS/MAGIC).
JEDER Gateway muss so eine Id besitzen und sie der
Gateway-Koordination mitteilen! Gateways ohne Id
duerfen ab 1.3.92 nicht mehr betrieben werden!
3: Z-SERVER Der Z-Netz-Server, ueber den der Gateway seine
Nachrichten in das Z-Netz einspeist. Also nur der
Name einer offiziell eingetragenen Z-Netz-Mailbox
ohne '.ZER' dahinter!
4: [Text] Hier kann ein beliebiger Text stehen, der durch
ein LEERZEICHEN von Feld 3 getrennt sein muss.
Empfehlenswert ist z.B. der Name der
Gateway-Software und eine Versionsnummer.
Nach der X-Gateway-Zeile folgt eine Leerzeile und danach die
Nachricht. Der Gateway darf ausser dieser und einiger anderer in
der GateBau definierter Steuerzeilen am Anfang einer Nachricht
_keine_ zusaetzlichen Informationen einfuegen!!! Origins oder
Signatures des Gateways am Ende oder Anfang von Nachrichten
haben zu unterbleiben!!!
Schliesslich noch eine wichtige Sache: Die Informationen 2 und 3
aus der X-Gateway-Zeile (ID + Z-SERVER) ermoeglichen eine
Identifikation des Gateways. Der Z-SERVER hat einen Benutzer mit
dem Namen ID einzurichten und dafuer zu sorgen, dass Nachrichten
an diesen Benutzer an den Postmaster oder Betreiber/Betreuer des
entsprechenden Gateways weitergleitet und beantwortet werden!
Die sich aus ID und Z-SERVER ergebende Adresse nennt sich daher
auch Gateway-Service-Adresse (ID@Z-SERVER.ZER) und dient der
problemlosen Beantwortung allgemeiner Fragen zum Betrieb des
jeweiligen Gateways sowie der Verarbeitung von automatischen
Anfragen (siehe GateBau!). Der Benutzer ID@Z-SERVER.ZER hat fuer
den Gateway den gleichen Status, wie der SYSOP einer Z-Netz-Box.
Wenn also auf mehrere Anfragen der Koordination an den User
ID@Z-SERVER.ZER keine Antworten kommen, kann die Koordination
zur Schliessung des jeweiligen Gateways auffordern!
Werden irgendwelche Informationen aus der X-Gateway-Zeile
veraendert, muss dies der Koordination rechtzeitig vorher
mitgeteilt werden! Davon ausgenommen ist ausdruecklich die
Text-Information in Feld 4 der X-Gateway-Zeile. Diese kann
beliebig veraendert werden.
--
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! Frank Simon (Terra), Ammerlaender Heerstr. 389, D-2900 Oldenburg, FRG !
! terra@sol.ccc.de, terra@sol.zer, ext/simon@kmx.gmd.dbp.de, +49 441 76206 !
! "Gelesen, Gemerkt, Vergessen" (Joerg Lehners) !
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Re: GK-Ergaenzung (Uebersicht GateBau)
Author: Heiko Schlichting
Date: Wed, 15 Apr 1992 17:36
Date: Wed, 15 Apr 1992 17:36
82 lines
4296 bytes
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Frank.Simon@sol.ccc.de (Frank Simon) writes: >Uebersicht was die GateBau '91 fuer den Betrieb eines Gateways verlangt >----------------------------------------------------------------------- [...] >Der Text ist recht Z-Netz-spezifisch. Stimmt - trotzdem sehr interessant. Er zeigt naemlich gleich ein paar Probleme. Der von Dir hier veroeffentlichte Auszug waere sicher keine Arbeitsgrundlage eines Gateway-TUeV (GK - GK kann leicht zu Verwechselungen mit der entsprechenden Z-Netz Koordination fuehren) des deutschsprachigen Teils des USENET sein. Da sind ja mehrere Punkte genannt, die vielleicht fuer das Z-Netz akzeptabel sind, fuer den deutschsprachigen Teil des USENET sicher nicht. >2. Zeile: BETREFF > >Ist ebenfalls kein Problem und wird zur Not abgeschnitten, da >nicht lebenswichtig. Dieses Verhalten koennte zum Beispiel von einem Gateway in den deutsch- sprachigen Teil des USENET sicher nicht akzeptiert werden. Genau dieses Verhalten fuehrt ja zu den grauenhaften Verstuemmelungen von Subjects. Ein Verfolgen einer Diskussion wird damit unzumutbar erschwert, da viele Newsreader die zusammengehoerigkeit zu einer Diskussion an dem Subject erkennen. Ein Abscheinden nach dem 255. Zeichen waere eine Einschraenkung, die man ggf. Akzeptieren koennte (obwohl auch das eigentlich nicht vorkommen sollte). Wie wuerde eine Diskussion verlaufen, wenn Gateways die Subjects kuerzen wuerden: eines nimmt die ersten 20 Zeichen, ein anderes die letzten 20 Zeichen usw. Ein Kuerzen des Subjects mag fuer das Z-Netz akzeptabel sein, fuer das USENET muss soetwas unakzeptabel sein. >3. Zeile: ABSENDER > >Muss hinter dem Klammeraffen der Name eines gueltigen Netzes >und somit eines eingetragenen Z-Netz-Systems sein. >Z.B. UUCP.ZER oder MAUS.ZER oder SEVEN.ZER. Vor dem Klammeraffen >stehen Absende-Person und Absende-System mit einem >Prozentzeichen getrennt. Alles zusammen darf NIEMALS laenger als >40 Zeichen sein. Kann dies grundsaetzlich passieren (z.B. im >UseNet - UUCP), sind Makros zu verwenden, die recht kompliziert >zu handhaben sind - siehe GateBau! Wieder ein Punkt: die Verwendung von makros mag fuer das Z-Netz akzeptabel sein, fuer den deutschsprachigen Teil des USENET muss soetwas unakzeptabel sein, da ploetzlich Adressen erzeugt werden, auf die nicht ohne Hilfsmittel geantwortet werden kann und ausserdem eine entscheidende Information -naemlich die EMail-Adresse des Absenders- verloren geht. Soetwas wird sicher auf USENET-Seite unakzeptabel sein - auch wenn das Z-Netz damit leben koennte. Gerade diese Macros sind eine ganz erhebliche Fehlerquelle und ist absolut userfeindlich. Die Verfremdung eines Artikels, dass der Absender nicht mehr richtig erkennbar ist, darf wohl in keinem Fall auftreten. >5. Zeile: ROUTING > >Hier duerfen NUR Z-Netz-Systeme auftauchen!!! Andere Systeme >haben hier _nichts_ zu suchen!!! Sehr Z-Netz spezifisch, aber fuer die USENET-Seite gilt wohl: dort duerfen nur FQDN- oder worldmapregistrierte UUCP-Adressen auftauchen. Ein kuerzen der Path:-Zeile auf Fremdnetzseite ist sicher kein Problem. >8. Zeile: NACHRICHTENLAENGE > >Bedarf keiner Erlaeuterung. Schoen waers ja... >Im Nachrichtentext muss UNBEDINGT eine X-Gateway-Zeile stehen! Etwas aehnliches koennte man sich ja auch fuer das USENET denken. Irgendwie muss es ein Gateway-Erkennungssystem geben, um die Ursache fuer Schwierig- keiten ggf. erkennen und informieren zu koennen. Ein Zurueckgaten in das Ursprungsnetz ueber ein anderes Gate zu gleichen Netz kann im USENET ja bereits ueber anderen Mechanismen (Path) vermieden werden. Heiko -- Heiko Schlichting | Freie Universitaet Berlin heiko@harpo.chemie.fu-berlin.de | Institut fuer Kristallographie
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