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Article #17Re: Re: opinion poll: Akzeptanz von ISO-Umlauten
From: Carsten Rossenhoevel
Date: Sat, 25 Jul 1992 17:24
Date: Sat, 25 Jul 1992 17:24
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kosta@kostis.kk.sub.org (Kosta Kostis) writes:
> [ganz viel, das mir ein Followup auf hm@hcshh.hcs.de's Artikel
> erspart hat ;-)]
>
> Und Deinen dann nicht mehr ganz so frisch gedruckten Text bekommt Dein
> Kollege in Australien dann per Post oder FAX und darf den ganzen "Senf"
> abtippen um Änderungen vorzunehmen, richtig? ;-)
Richtig, auch ein Grund, warum Multimedia Mail erfunden wurde: Um die
Medienbrueche zu beseitigen, die z.B. die kooperative Textbearbeitung
in der Internet-Welt sehr erschweren.
> In Deutschland finde ich ISO 8859-1 angebracht.
Das ist der Zeichensatz, der in Deutschland am meisten benutzt wird.
Aber der verwendete Zeichensatz muss ***IMMER*** im Header angegeben
werden, wenn er ungleich US-ASCII ist. Sonst ist der Body nicht
interpretierbar.
Ich halte es auch fuer keine gute Idee, wenn wir MIME fuer Deutschland
so umdefinieren, dass "iso-8859-1" Standard ist, wenn kein Zeichensatz
angegeben ist. Dann funktioniert das ganze naemlich nicht mit Russland
(8859-5) oder Griechenland oder... und ist nicht mehr RFC-konform.
Es kostet nichts, den Newsreader einen entsprechendne Header per
default einsetzen zu lassen.
Die notwendigen Header sind:
MIME-Version: 1.0 -- Kennzeichnung, dass es sich um eine
MIME-konforme Mitteilung handelt
Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-1
-- Art des Inhalts und Zeichensatz
Content-Transfer-Encoding: 8bit
-- Umlaute uncodiert; das ist zwar
illegal, aber Praxis. Legale,
aber leider ohne zusaetzliche
Software unlesbare Kodierungen
siehe RFC1341.
Die Header koennen per Default hinzugefuegt werden mit:
elm: einfach in ~/.elm/elmheaders untereinander schreiben.
nn: Variable "news-header" setzen (nicht ausprobiert)
rn/trn: Environmentvariable "NEWSHEADER" redefinieren. Das Format
ist leider etwas kryptisch, deswegen zitier ich den Header
hier mal:
NEWSHEADER="Newsgroups: %(%F=^$?%C:%F)\\nSubject: %(%S=^$?%\"\\n\\nSubject: \":Re: %S)\\n%(%R=^$?:References: %R\\n)Organization: %o\\nMIME-Version: 1.0\\nContent-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1\\nContent-Transfer-Encoding: 8bit\\n\\n"
> Ich finde das "Äußere" sehr wohl richtig. Wer sich noch nicht mal die Zeit
> nimmt seinen Text in halbwegs ansprechende Form zu bringen, der hat sich
> wohl auch nicht viel Zeit beim Formulieren des Inhalts gemacht. Wenn der
> Inhalt nämlich jeweils gut durchdacht ist, kostet die "Aufbereitung" nur
> einen Bruchteil der vorherigen Arbeit. Schlampige Form ist für mich ein
> Anzeichen für schlampigen Inhalt...
Genau -- Hellmuth meinte wahrscheinlich, gutes Layout ersetzt bei
Diplomarbeiten oefters guten Inhalt.
Aber da es fuer Mail keine Noten gibt, faellt der Anreiz weg... ;-)
> >> >------------------ ISO? Nicht immer. Aber immer vfter! -------------------
>
> >> was meint der mensch nur mit "vfter" ????
>
> Der "mensch" kann dafür gar nix. Irgendeine "hirntote" *Software* hat das
> 8te Bit "gelöscht". [..]
Richtig, vermutlich unido.uucp. Wie Chris gesagt hat, wird das Newssystem
dort in ca. einem Monat 8-bit-clean (danke!). Es waere nett, wenn Du
solange auf Umlaute verzichten koenntest, weil je nach Lage des Absenders
1/3 bis 3/4 aller Sites die Umlaute nicht empfangen.
> Das, was Du da oben ansprichst, gibt es bereits und heißt ODA/ODIF.
> Ich kann Dir gerne mal ein paar Testdokumente schicken - sind schön
> lang und 8 Bit binär kodiert. Wird in größeren Firmen teilweise schon
> in X.400 Netzen eingesetzt.
... und ist auch in MIME als Content-Type standardisiert:
"Content-Type: application/ODA". Modulo der Kodierungsprobleme kannst
Du ohne weiteres Mail/News in ODA verschicken!
Um den resultierenden groessten Flame War, den de.* je gesehen hat,
etwas zu reduzieren, empfiehlt sich allerdings ein Format, das
verschieden aufwendig kodierte Versionen alternativ anbietet:
Content-Type: multipart/alternative; boundary=nextalternative
Content-Transfer-Encoding: binary
--nextalternative
Content-Type: text/plain; charset=us-ascii
[normaler text]
--nextalternative
Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-1
[ISO8859-text]
--nextalternative
Content-Type: application/ODA
[ODA-text]
--nextalternative--
Hm, wenn ich das so sehe, stellt sich die Frage, ob das den
Flame War wirklich reduzieren koennte... Mal ausprobieren ,-))
CU, Carsten
.........................................................................
Carsten Rossenhövel cross@cs.tu-berlin.de, caro@specs.de
It's worth noting that one of the grounds of the suit is that BSDI's
phone numebr was advertised originally as 1-800-ITS-UNIX. That's
pretty clearly trademark infringment.
-- Michael I. Bushnell, Jul1992, in gnu.misc.discuss
Technical Details
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<2TF5BFW@mailgzrz.tu-berlin.de>Path:
arc1-ca.pugleaf.net!sparky!uunet!wupost!sdd.hp.com!zaphod.mps.ohio-state.edu!sol.ctr.columbia.edu!ira.uka.de!math.fu-berlin.de!zrz.tu-berlin.de!crossReferences:
<838206@kostis.kk.sub.org>Show Full Headers
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Newsgroups: de.admin.news.software Path: arc1-ca.pugleaf.net!sparky!uunet!wupost!sdd.hp.com!zaphod.mps.ohio-state.edu!sol.ctr.columbia.edu!ira.uka.de!math.fu-berlin.de!zrz.tu-berlin.de!cross From: cross@cs.tu-berlin.de (Carsten Rossenhoevel) Subject: Re: Re: opinion poll: Akzeptanz von ISO-Umlauten Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1 Message-ID: <2TF5BFW@mailgzrz.tu-berlin.de> Sender: news@mailgzrz.tu-berlin.de (News Manager) Nntp-Posting-Host: kopeka.cs.tu-berlin.de Content-Transfer-Encoding: 8bit Organization: FB20 unbundled References: <838206@kostis.kk.sub.org> Mime-Version: 1.0 Date: Sat, 25 Jul 1992 17:24:21 GMT Lines: 116