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Started by Frank 'Terra' Simon
Mon, 28 Sep 1992 11:43
Re: FAQ: Internetanschluss (Re: Rechnerzugang in Heidelberg)
Author: Frank 'Terra' Simon
Date: Mon, 28 Sep 1992 11:43
Date: Mon, 28 Sep 1992 11:43
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Hallo, S_TITZ@iravcl.ira.uka.de (Olaf Titz) writes: >In <L0E7RVD@math.fu-berlin.de> heiko@Harpo.Chemie.FU-Berlin.DE writes: >OK, dann stelle ich hiermit diese Frage, die wohl viele schon mal >wissen wollen: [..] Das hat Heiko nun davon. Er hat naemlich nur einen Kostenfaktor erwaehnt, wenn auch einen der bedeutsamsten. >1. Wie geht das technisch? 1. Internet kannst du ueber Waehlmodem mit SLIP (Single Line Internet Protocol) oder PPP (Point-to-Points-Protocol) realisieren. Da entstehen die Kosten fuer das Modem, sowie fuer die entsprechende Software. Outdialfaehige SLIP-Software gibt es fuer PC und Atari. Problem sind da eher Indial. Nur wenige Unix-Derivate besitzen Indialfaehige SLIP- und PPP-Pakete. Auch gibt es nur wenige IP-Server/Mailboxen, die sowas anbieten. Bekannt sind mir da eigentlich nur die beiden POP's in Hamburg oder Muenchen. 2. Statt einer Waehlverbindung, kann mensch auch eine Standleitung nutzen. Derzeit kostet eine 2-Draht-Standleitung mit Telefon- qualitaet 60 DM/Monat, wenn die beiden Anschluesse im Bereich einer Ortsvermittlung liegen, 120 DM/Monat wenn sie innerhalb des Ortes, aber in verschiedenen Ortsbereichen liegt (ist i.d.R. erkennbar, ob die Telefonnummern an den beiden Anschlussorten diesselbe Vorwahl haben). Die Installation einer solchen Stand- leitung kostet 300 DM/Anschlussseite. I.d.r. brauchst du dann noch 2 Modems, die "Leased-Line"-Feature haben. Die kosten natuerlich auch noch ihr Geld. Desweiteren gibt es Datenstandleitungen. Die kosten Installation 600 DM/Seite und 350 DM/Monat. Auch hier ist zu erwaehnen, dass dies bis zum 1.8.1992 200 DM/Seite Installation und monatliche Gebuehren in Abhaengigkeit von der Geschwindigkeit zwischen 130 und 150 DM/Monat gab. Aber auch das hat die Post gestrichen. Dafuer kriegst du aber eine Datenendeinrichtung dazugestellt. Brauchst also keine Modems dafuer. 3. Eine dritte Moeglichkeit ist ISDN. Es gibt inzwischen recht gute IP-over-ISDN-Software, wie z.B. von Stollmann, Bintec, etc. Mit vernueftigen ISDN-Karten kostet sowas aber zwischen 3000 DM und 5000 DM. Erhaeltlich ist das fuer 386-Unix-Derivate und SUN. Es gibt auch eine ISDN-Karte fuer 500 DM. Dafuer existiert inzwischen auch ein Treiber. Ob es irgendeine Software gibt, die damit (unter MS-DOS) IP realisiert weiss ich nicht. Dazu kann sicher Andreas Jennen in Berlin eher was dazu sagen. ISDN selbst kostet 74 DM/Monat bei einer Installation von 130 DM. 4. Genau wie 3. kannst du statt Waehl-ISDN auch eine Semi-Permanente Festverbindung (SPV) nutzen (eine Art pauschaltarifierte ISDN- Strecke zu einen festen Partner). Die Installation kostet ebenfalls 130 DM, die monatlichen Gebuehren betragen 265 DM. Es gab mal Zeiten, da kostete die nur 65 DM - aber die Telekom schafft es ja immer wieder attraktive Angebote gleich ad akta zu legen. 5. Via Funk (AX.25) und entsprechenden Softwarepaketen (ka9q), aber da habe ich zu wenig Ahnung von. >2. Geht das ganz ohne Einschr"ankungen wie Zugang "uber eine Uni oder >Lokalisierung in einer Grosstadt? Wenn du mit Waehlmodems (egal ob Analog oder ISDN) benutzt, wirst du vernueftig nur die Dienste Ftp, Telnet, Irc, etc richtig nutzen koennen. Mail & News gehen da nicht so richtig und sollten dann weiter z.B. ueber UUCP laufen. Bei ISDN ist es zwar moeglich, dass du dich auch anrufen laesst und auch Mail & News eingeliefert werden (Die Software kann das), aber dabei gehst du recht schnell pleite. Vernueftiges Internet, laesst sich nunmal nur mit Standleitung oder SPV realisieren. Zum Teil sind diese Loesungen (von den monatlichen Gebuehren) sogar guenstiger als Waehlverbindungen. Diesen Effekt habe ich z.B. hier (Siehe Beispiel). >3. Wie teuer ist das? Einmalige/laufende/Traffic-Kosten? Die Preise fuer die Hard- und Software habe ich dir soweit genannt. Ebenso die monatlichen Gebuehren fuer den Transfer. Der Grund warum "Internet" ueberhaupt bezahlbar geworden ist, liegt aber weniger an diesen Transportkosten. Frueher konnten Privatpersonen praktisch nur ueber die "normalen Firmentarife" am Internet teilnehmen. Das bedeutet, dass mensch z.B. beim EUnet 2000 DM/Monat haette bezahlen muessen. Das kann mensch natuerlich als unrealistisch abtun. Das IN hat aber inzwischen Vereinbarungen mit dem EUnet und dem DFN, welche auch Internet umfassen. Da die IN-Teilnahme nicht (mehr) zwischen Internetdienste (Irc, telnet, ftp, tc) und Basisdienste (Mail & News) unterscheidet, ist jeder IN-Teilnehmer automatisch auch berechtigt Internet zu machen - wenn er sich die entsprechenden Moeglichkeiten schafft. Ein Kostenfaktor im IN muss noch erwaehnt werden. Die monatlichen IN-Gebuehren liegen je nach Domain zwischen 9 und 20 DM im Monat. Es kann sich aber z.T. ergeben, dass mensch sein Class-C-Netz ueber das EUnet routen muss. Das kostet 100 DM/Monat extra fuer alle Nutzer eines Class-C-Netzes. Wenn also z.B. eine regionale Struktur mit Standleitungen und 10 Rechnern ueber EUnet sein Class-C-netz routen laesst, kostet das nochmal 10 DM fuer jeden Rechner. Dieses "routen" ist notwendig, weil ueber irgendeinen der drei Provider ja der internationale IP-Traffic laufen soll. Wenn mensch sein Netz nicht ueber das EUnet, sondern ueber das DFN routen laesst, entfaellt dieser Kostenfaktor - nur laesst sich das nicht immer machen. (Praktisch nur, wenn mensch sich an einen anderen WiN-Teilnehmer (i.E. Universitaet) oder direkt an den DFN-Berlin anschliesst). >4. An wen/welche Einrichtungen muss man sich wenden? Tjae. Jetzt wird es kompliziert. Richtiges Internet ist preislich nur realistisch, wenn du eine "Gegenstelle" im Ortsbereich hast. Dafuer gibt es mehrere Moeglichkeiten: 1. POP - das sind dezentrale Backbones des EUnet. Diese stehen in Hamburg, Berlin und Muenchen. Diese POP's haben ISDN- Standleitungen nach Dortmund. Du kannst dich dort (ueber Modem oder Standleitung) anschliessen und darueber Internet- machen. Dafuer beteiligst du dich an den Gebuehren fuer die POP-Standleitungen. Je nach POP kann das schon ein Kosten- faktor ausmachen. 2. Universitaet - die meisten Universitaeten sind WiN-Teilnehmer (WiN = Wissenschaftliches Hochschulnetz). Da das IN auch DFN und WiN-Teilnehmer ist, koennen IN-Domains sich an die Universitaet wenden und von denen nicht nur Mail & News beziehen, sondern auch eine Standleitung hinschalten und darueber Internet machen und die WiN-Resourcen nutzen. Natuerlich nur - und das ist das Problem - wenn die Uni das mitmacht - und daran scheitert es meistens. 3. Sich einen eigenen WiN-Anschluss im Rahmen der IN-Teilnahme beantragen. Ein 9600 Bps WiN-Anschluss kostet 1500 DM/Monat und sowas lohnt sich wirklich nur in Ballungsgebieten mit genuegend interessierten Nutzern, auf die Kosten fuer Anschaffung der Hardware und die monatlichen Kosten umge- legt werden koennen. 4. <Zukunft>. Falls das IN stark weiterwaechst (z.B. an dem Tag wo .sub.org einen Aufnahmeantrag stellt) koennte mensch auch an ganz andere Moeglichkeiten denken, wie z.B. geschlossene Benutzergruppen im ISDN oder X.25 (wie das WiN ja ebenfalls sowas im X.25 ist) oder als Mehrwertdienstanbieter ueber Datex-J auftritt. Aber da reden wir mal in paar Jahren wieder drueber. :-) Anmerkung: Das Individual Network besteht aus einer Menge von Domains (z.B. hanse.de, zer.de, etc). An diesen Domains duerfen AUSSCHLIESSLICH Privatpersonen teilnehmen. Firmen und Unis muessen sich brav an die zustaendigen Provider wenden (EUnet, DFN, XLink). Die Leistungen des IN duerfen auch nur fuer private Zwecke genutzt werden. bevor hier Dutzende von Firmen anfragen - was ich hier beschreibe gilt i.d.R. nicht fuer sie. So. Weitere Infos bitte ich der IN-Info zu entnehmen (die poste ich heute abend in de.org.in). Jetzt noch ein konkretes Beispiel, wie wir das hier in Oldenburg machen: Seitdem das IN DFN- und WiN-Teilnehmer ist, konnten wir mit der hiesigen Universitaet viel besser reden. Die Universitaet moechte gern Studenten die Moeglichkeit geben (experimentel) von aussen auf das Uni-Netz zuzugreifen. Ausserdem sollen die regionalen Netz- strukturen im Oldenburger Umland allgemein gefoerdert werden. Das ganze wird auch offiziel von der Uni-Leitung und der RZ-Leitung abgesegnet. Dies ist die Grundlage dafuer, dass wir 2 Standleitungen zur Uni schalten lassen koennen. Wir stellen an der Uni ein Gateway-Rechner (286, MS-DOS mit ka9q) im Rechenzentrum hin. Dort enden die beiden Standleitungen. Der Rechner ist am LAN des RZ's angeschlossen. Auf der anderen Seite enden die Standleitungen bei unseren Rechnern zuhause (olis.north.de und sol.ccc.de). Mit der Einschraenkung, dass Studenten bei uns - auf Wunsch - ein Account kriegen muessen, sowie trafficintensive Dienste (ftp) nur nachts zu ermoeglichen, koennen wir damit ans Internet gehen. Das kostet uns den Gatewayrechner (der stand zufaellig bei lord@olis noch rum). Die IN-Gebuehr zahlen wir als Teilnehmer von 2 IN-Domains eh schon (20 DM/Monat). Die Standleitung kostet fuer die sol.ccc.de 60 DM/Monat, fuer die olis.north.de 120 DM/Monat. Tjae. Das warst. Die Installation ist ja nur einmalig. Im Augenblick habe ich noch fuer mich Probleme mit den Modems. Die Uni wollte uns leihweise Standleitungsmodems ueberlassen (ComLink 4), aber das sind 4-Draht- Standleitungsmodems und da sind Installation und monatliche Gebuehr doppelt so teuer. Und fuer eigene 9600-Standleitungsmodems oder aehnliche Telefonmodems habe ich kein Geld (Wer hat fuer mich eine Loesung ???). Nun gut - wenigstens ist das erstmal alles. Der Uni fallen keine Installation- oder Hardwarekosten an. Das was anfaellt, zahlen wir. Die Uni gibt die Moeglichkeit, sowie die Arbeitszeit von einigen Mitarbeitern, die uns freundlicherweise unterstuetzen). Unser Class-C-Netz werden wir - sobald das geht - ueber den DFN routen lassen. Falls das Modemproblem geloesst ist, ist also mein Rechner fuer 80 DM/Monat (20 DM IN-Gebuehr + 60 DM Standleitung) am Internet. Das ist WENIGER als ich im Augenblick an Modem- kosten zur Uni habe (ca. 120 DM). Die Olis nimmt am Internet fuer 140 DM (20 + 120 DM) am Internet teil. Terra -- ------------------------------------------------------------------- ! Nickname: Terra UUCP: terra@sol.north.de ! ! Realname: Frank Simon Geo: geod: chaos-team ! ! Tel. : +49 441 76206 EARN: CHAMNT@DOLUNI1 ! ! Sozusagen das Control-Y des Lebens (Peter Bruells) ! -------------------------------------------------------------------
Re: FAQ: Internetanschluss (Re: Rechnerzugang in Heidelberg)
Author: Olaf Titz
Date: Mon, 28 Sep 1992 16:11
Date: Mon, 28 Sep 1992 16:11
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In <1992Sep28.122800.10728@arbi.Informatik.Uni-Oldenburg.DE> Frank.Simon@arbi.informatik.uni-oldenburg.de writes:
(Erst mal vielen Dank f"ur die ausf"uhrliche Information. Jetzt ist
mir schon vieles klarer als vorher :-)
Nicht dass ich konkrete Planungen h"atte, aber ich wollte einfach mal
Informationen, die andere vermutlich auch interessieren.)
> Das hat Heiko nun davon. Er hat naemlich nur einen Kostenfaktor
> erwaehnt, wenn auch einen der bedeutsamsten.
Dachte ich mirs doch :-(
> >1. Wie geht das technisch?
> 1. Internet kannst du ueber Waehlmodem mit SLIP (Single Line Internet
> Protocol) oder PPP (Point-to-Points-Protocol) realisieren. Da
aber nur, wenn eine entsprechende Gegenseite erreichbar ist, z.B. eine
Uni. Dann h"ange ich nicht am Netz, sondern kann mich auf eine von
anderen mitgenutzte Netzadresse einw"ahlen. (Oder stimmt das nicht?)
Und ich brauche erstmal die Gegenstation, bin also in gar keiner
Hinsicht auch nur halbwegs selbst"andig, vergleiche Dein Beispiel mit
der Uni Oldenburg.
> Problem sind da eher Indial. Nur wenige Unix-Derivate besitzen
> Indialfaehige SLIP- und PPP-Pakete. Auch gibt es nur wenige
> IP-Server/Mailboxen, die sowas anbieten. Bekannt sind mir da
> eigentlich nur die beiden POP's in Hamburg oder Muenchen.
und das sind nicht allzu viele, oder? ;-)
> >3. Wie teuer ist das? Einmalige/laufende/Traffic-Kosten?
>...
> weniger an diesen Transportkosten. Frueher konnten Privatpersonen
> praktisch nur ueber die "normalen Firmentarife" am Internet
> teilnehmen. Das bedeutet, dass mensch z.B. beim EUnet 2000 DM/Monat
> haette bezahlen muessen. Das kann mensch natuerlich als unrealistisch
wer legt solche Tarife eigentlich fest?
> Ein Kostenfaktor im IN muss noch erwaehnt werden. Die monatlichen
> IN-Gebuehren liegen je nach Domain zwischen 9 und 20 DM im Monat.
> Es kann sich aber z.T. ergeben, dass mensch sein Class-C-Netz ueber
> das EUnet routen muss. Das kostet 100 DM/Monat extra fuer alle Nutzer
>...
> nur, wenn mensch sich an einen anderen WiN-Teilnehmer (i.E. Universitaet)
> oder direkt an den DFN-Berlin anschliesst).
und es wird immer mehr... siehe unten.
> >4. An wen/welche Einrichtungen muss man sich wenden?
> Tjae. Jetzt wird es kompliziert. Richtiges Internet ist preislich nur
> realistisch, wenn du eine "Gegenstelle" im Ortsbereich hast. Dafuer
dachte ichs mir doch...
> 2. Universitaet - die meisten Universitaeten sind WiN-Teilnehmer
> (WiN = Wissenschaftliches Hochschulnetz). Da das IN auch
>...
> Natuerlich nur - und das ist das Problem - wenn die Uni
> das mitmacht - und daran scheitert es meistens.
eben, eben... :-(
> 4. <Zukunft>. Falls das IN stark weiterwaechst (z.B. an dem Tag
> wo .sub.org einen Aufnahmeantrag stellt) koennte mensch auch
sollten die vielleicht mal machen, aber ich habe den Eindruck, da
gibts noch zu viele ideologische Differenzen :-(
> an ganz andere Moeglichkeiten denken, wie z.B. geschlossene
> Benutzergruppen im ISDN oder X.25 (wie das WiN ja ebenfalls
nochmal siehe unten...
> So. Weitere Infos bitte ich der IN-Info zu entnehmen (die poste
> ich heute abend in de.org.in).
danke, das hab ich schon mal gelesen, bin daraus aber "uberhaupt nicht
schlau geworden. Das Problem war damals (paar Wochen her), dass zwar
alles "uber die Organisation und Formalit"aten drinstand, aber kein
Wort zu den technischen Voraussetzungen, was Du ja hiermit nachgeholt
hast :-)
> Seitdem das IN DFN- und WiN-Teilnehmer ist, konnten wir mit der
> hiesigen Universitaet viel besser reden. Die Universitaet moechte
> gern Studenten die Moeglichkeit geben (experimentel) von aussen auf
> das Uni-Netz zuzugreifen. Ausserdem sollen die regionalen Netz-
> strukturen im Oldenburger Umland allgemein gefoerdert werden. Das
> ganze wird auch offiziel von der Uni-Leitung und der RZ-Leitung
> abgesegnet.
und wieviele Daumen h"alt die Uni da drauf? Sieht sie sich in diesem
Zusammenhang nur als Serviceanbieter oder steckt mehr dahinter?
> Falls das Modemproblem geloesst ist, ist also mein Rechner
> fuer 80 DM/Monat (20 DM IN-Gebuehr + 60 DM Standleitung) am
> Internet. Das ist WENIGER als ich im Augenblick an Modem-
> kosten zur Uni habe (ca. 120 DM). Die Olis nimmt am Internet
> fuer 140 DM (20 + 120 DM) am Internet teil.
und damit w"aren die Kostenvorstellungen wohl auf ein realistischeres
Mass erh"oht... wie gesagt, ich habe keine Ambitionen, mich selber
anzuschliessen, aber interessant ist die Sache schon.
Als Fazit bleibt "ubrig: Sich an das Internet anschliessen, wie man
einen Telefonanschluss hat, "uber die P*st oder wen auch immer, zu
tragbaren Kosten, ist offensichtlich nicht m"oglich.
Und jetzt noch eine technische Frage (entschuldigung wenn die dumm
erscheint...)
Warum muss das alles so kompliziert sein????
Es sollte doch theoretisch (i.e. nach den Protokollen) m"oglich sein,
einen ganz normalen DatexP oder ISDN-Anschluss (auch nicht gerade als
preiswert zu bezeichnen) bei den weltweiten Routern unter einer
IP-Adresse anzumelden. Die technische "Ubertragung macht dann die
P*st. Da w"aren nicht hunderte von deutschen und europ"aischen
Gateways beteiligt, die ihre geb"uhren abzweigen... Was ist daran
falsch gedacht?
MfG,
Olaf
--
o Olaf Titz - comp.sc.student - univ of karlsruhe - germany
_ /<_ s_titz@iravcl.ira.uka.de - uknf@dkauni2.bitnet - praetorius@irc
(_)>(_) +49-721-60439 - did i forget something?
In hardware engineering, Ohm's law and Maxwell's equations pale in
importance and influence next to Murphy's law. - Gordon Bell
Re: FAQ: Internetanschluss (Re: Rechnerzugang in Heidelberg)
Author: Ignatios Souvatzis
Date: Tue, 29 Sep 1992 09:59
Date: Tue, 29 Sep 1992 09:59
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In article <1992Sep28.161106.19254@rz.uni-karlsruhe.de> S_TITZ@iravcl.ira.uka.de (Olaf Titz) writes:
Du fragst:
Warum muss das alles so kompliziert sein????
Es sollte doch theoretisch (i.e. nach den Protokollen) m"oglich sein,
ja, so aehnlich ginge das technisch schon
einen ganz normalen DatexP oder ISDN-Anschluss (auch nicht gerade als
preiswert zu bezeichnen)
Das ist genau das Problem.
bei den weltweiten Routern unter einer
bei allen, die es weltweit gibt? Guck mal die Internationalen
DatexP/ISDN Gebuehren nach und poste dann nochmal, ob du sie zahlen
willst.
IP-Adresse anzumelden. Die technische "Ubertragung macht dann die
P*st. Da w"aren nicht hunderte von deutschen und europ"aischen
Gateways beteiligt,
sondern die der Deutschen Bundespost Telekom und aller ihrer
Partnerorganisationen im ISDN oder DatexP Netz, die ihre Gebueh...
die ihre geb"uhren abzweigen... Was ist daran
falsch gedacht?
Wenn du dich ueber DatexP oder ISDN anwaehlen lassen willst (von
aussen), muss jemand die DatexP oder ISDN Gebuehren zahlen. Das musst
du dem jemand erstmal beibringen. Jedem der 'weltweiten Router', die
du erwaehntest. (Bei DatexP gibt's ja 'reverse charging', dann bist du
der jemand.) Dazu kommt, dass bestimmt nicht jeder Lust hat, eine
Tabelle von einigen zehntausend deutschen Hobby-Internettern zu
verwalten. Wenn man das schoen zu netzen zusammenfasst, faellt das
Problem schon eher weg.
Wenn du eine Verbindung zu den USA haben willst, musst eben du die
Leitung in die USA zahlen, oder du benutzt die Leitung von jmd anders
mit. Da gibts z.B. Eunet, DFN, usw. als Leute, die ihre Leitungen
anbieten.
Genauseo mit den Verbindungen innerhalb von Dsch"ormoney. Die Uni's
(genaugenommen das DFN) haben sich ja schon als Grossbenutzer einen
Sondertarif fuer DatexP ausgehandelt, das ist das WiN, darueber machen
die in der Regel auch Internet zueinander... das sind aber, pro 9600
Anschluss 1500DM/Monat und pro 64000 Anschluss 5000 DM/Monat. Dazu kommt
dann noch die Beteiligung an internationalen Gateways.
[Wenn du jedes Byte einzeln Zahlen willst, musst du u.U. mit mehr
rechnen (irgend ein hohlkopf koennte ja deinen discard port anwaehlen
und immer wieder die X11R5 distribution zu dir schicken oder so...)
Ist also alles nicht ganz einfach. Kalkulierbar wird's nur mit ---
zumindest rechnungsmaessigen --- Standleitungen, besonders, wenn die
sich moeglichst viele Rechner Teilen... solange die Kapazitaet
ausreicht.]
Die Frage ist nur, bei wem du dich beteiligst, und ob der Mensch/die Uni
seine Standleitung schon auslastet und sie fuer dich 'verbreitern'
muesste (rat mal, wer das meistens zahlt), oder ob der Mensch/die Uni
sie nicht auslastet, aber aus Prinzip von jedem Mitbenutzer einen Teil
wiederhaben will/muss (waere ja sonst veruntreung "offentlicher Gelder
oder so...) Umsonst ist eben gar nichts. Es wuerde dir z.B. nichts
nuetzen, wenn ich dich ueber die Abt. V der Informatik der Uni Bonn
reinlassen wuerde. Erstens kommen deine Pakete dann nur bis zur Uni
Bonn, aber u.U. nicht weiter, spaetestens der Internationale Link ist
kritisch, weil der nicht ueber das HEPnet der Hochenergiephysiker geht,
und da ist die Uni Bonn (physik. Institut) mitglied, deswegen werden die
Pakete der Uni Bonn von und nach dort geroutet, und das ist die
Max-Planck-Gesellschaft mitglied, deswegen werden von und nach dort auch
die Pakete des Max Planck Institutes fuer Radioastronomie geroutet,
sonst aber gar nichts. Du muesstest schon eine offizielle Absprache mit
einem der Internetanbieter haben (z.B. eine IN-Domain), dass du eine
Nummer hast, und muesstest mit deinem Anschluss aushandeln, dass er
deine Pakete ueber ein Netz, dass du benutzen darfst, zu 'deinem'
Gateway routet, und umgekehrt.
--
Ignatios Souvatzis
ignatios@cs.uni-bonn.de souva@babsy.mpifr-bonn.mpg.de
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