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Started by Michael Kalina
Sat, 06 Sep 1997 00:00
Problem mit klassischer Geschichtsschreibung
Author: Michael Kalina
Date: Sat, 06 Sep 1997 00:00
Date: Sat, 06 Sep 1997 00:00
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This is a multi-part message in MIME format. --------------0C6CFF9E811433C844D8B6F8 Content-Type: text/plain; charset=us-ascii Content-Transfer-Encoding: 7bit file:///C|/WINDOWS/TEMP/nscomm40/tmp/tmp1/edt1.htm --------------0C6CFF9E811433C844D8B6F8 Content-Type: text/html; charset=us-ascii; name="edt1.htm" Content-Transfer-Encoding: 7bit Content-Disposition: inline; filename="edt1.htm" Content-Base: "file:///C|/WINDOWS/TEMP/nscomm40/tmp/t mp1/edt1.htm" <HTML> <HEAD> <META HTTP-EQUIV="Content-Type" CONTENT="text/html; charset=iso-8859-1"> <META NAME="Author" CONTENT="Michael Kalina"> <META NAME="GENERATOR" CONTENT="Mozilla/4.02 [en] (Win95; I) [Netscape]"> </HEAD> <BODY> Ich habe folgendes Problem mit der "klassischen" Geschichtsschreibung: <BR> <BR>Man spricht - z.B.: im Zusammenhang mit den Römern - von einem "römischen Imperium". Nun, es war ein den gesamten Mittelmeerraum "belagerndes" Gebiet, das von Rom aus regiert wurde, doch stellt sich mir hier die Frage: Kann man so etwas wirklich Imperium nennen. Die römischen Soldaten kamen, "eroberten" Gebiete, Dörfer, Stämme und sogar Völker, doch wurden sämtliche kulturellen und wissenschaftlichen Errungenschaften einfach übernommen, d.h. für die dort ansässige Bevölkerung änderte sich prinzipiell nichts, außer der Tatsache, dass sie jetzt nicht mehr ihre "alte" Währung an irgendeinen Fürsten, sondern Sesterzen usw. an irgendwelche Statthalter zahlten (Steuern, usf.). Wenn nun aber all das als "römisch" bezeichnet werden sollte, so müsste doch dann eine totale kulturelle Umstellung stattfinden, doch nichts dergleichen geschah. Ja, man begann Aquädukte zu bauen, Tempel, und dergleichen, doch - nach wie vor - verehrte man die alten Götter (nur, dass diese jetzt röm. Namen hatten) und ging seinem Leben nach. <BR> <BR>Anderes Beispiel: Alexander d. Große - so steht es in den Geschichtsbüchern - hatte ein Reich, das bis nach Indien vordrang... Selbe Frage: In der ind. Geschichtsschreibung steht - soweit mir bekannt ist - nichts von irgendeinem mächtigen Herrscher im Westen, der bedrohlich näherkommt oder gar plant sein Reich zu erweitern... <BR> <BR>Ich möchte nicht noch mehr Beispiele aufzählen, allgemein gesagt geht es mir darum: Wenn etwas "Reich" oder "Imperium" genannt wird, dann kann das doch nicht einfach eine Ansammlung von Völkern sein, die in einer irgendwie aufgestellten Grenze leben. <BR> <BR>Ich wäre sehr dankbar, wenn mir irgendwer meine "Theorie" widerlegt, bzw. sie bestärkt. Für weiter Quellen, wo ich nachlesen könnte (ich meine damit: Internet), ob es nun doch so ist, wie ich meine, oder nicht, wäre ich ebenso sehr dankbar. (Wenn möglich - es ist ja nur ein Knopfdruck - bitte sowohl an die Newsgroup als auch an mich - Email - antworten, bitte.) <BR> <BR>Danke, Michael </BODY> </HTML> --------------0C6CFF9E811433C844D8B6F8--
Re: Problem mit klassischer Geschichtsschreibung
Author: Veith
Date: Mon, 08 Sep 1997 00:00
Date: Mon, 08 Sep 1997 00:00
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Michael Kalina <kkalina@ibm.net> schrieb: Ich habe folgendes Problem mit der "klassischen" Geschichtsschreibung: .... Das, was Du da schilderst, ist tats�chlich der "klassische" Unterschied: Fr�her hat der Eroberer - nachdem er die Besiegten ausgepl�ndert hat- sich mit ihnen assimiliert. Heute werden sie -nach M�glichkeit- vernichtet. Selbst ihre blo�e Existenz -wie erb�rmlich auch immer- ist eine potentielle Gefahr/Konkurrenz f�r den Sieger. Grund: Fr�her fehlten dem Sieger die (technischen) M�glichkeiten zur vollst�ndigen Vernichtung. Heute hat er sie... Folge: Fr�her waren die "Reiche" (Imperien) blo�e Verwaltungseinheiten, heterogener Struktur, heute wird alles nivelliert, platt gemacht. Tschau veith@berlin.snafu.de "Der Bursche war Imperialist, ihm gen�gte nicht zu siegen, er wollte vernichten." ROBERT MERLE
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