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Article #105Re: Patente nuetzen allen
From: Detlef_S
Date: Mon, 22 Feb 1999 00:00
Date: Mon, 22 Feb 1999 00:00
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In article <1dnjsmn.cxb399ekp2kyN@n37-7.berlin.snafu.de>, nisius@berlin.snafu.de (Raimund Nisius) writes: .... |> > Was im Umkehrschluss bedeutet, dass eine brauchbare Patentanmeldung weit |> > mehr als die 100,- DM Anmeldegeb�hren kostet. |> |> Rechne mal mit 50.000,00 DM �ber die 20 Jahre der Aufrechterhaltung. Und |> geh schleunigst zum erfahrenen Patentanwalt. Dessen Beratungskosten |> ersparen Dir vielleicht die restlichen 49500,- DM. genau: eine (fach-)anwaltliche Erstberatung kostet m.W. max 300 DM. Da sollte sich jeder �berlegen, wieviel ihm seine Anmeldung Wert sein sollte. Oder man geht zur ner Patentverwertungs-Kanzlei: die machen das komplette Verfahren f�r den Anmelder kostenlos mit vertraglich definierter Gewinnbeteiligung der Auswertung. |> > Das ist in den |> > allermeisten F�llen f�r den Erfinder mit Sicherheit v�llig belanglos. |> |> Aber nicht f�r die Konkurrenz, die was naheliegendes nicht machen darf, |> nur weil irgend einer das zuerst gemacht hat. Z.B. ABS aus dem PKW im |> BUS w�re eine eigene Erfindung. dann w�re die Patentanmeldung aber dummerweise auf PKWs definiert gewesen, statt auf KFZs mit (min) 4 R�dern. Da w�re der Anmelder selber Schuld, da� ihm was entgeht. ... |> > Und ein K�nstler, der sein Zeug ver�ffentlicht (davon muss er leben), |> > verliert analog dazu auch das Recht der alleinigen Verwertung? |> |> Der K�nstler hat mit der Ver�ffentlichung seine geistige Leistung |> beendet. Der Fabrikant f�ngt dann erst richtig an. Weder das Kunstwerk, |> noch die Patentschrift d�rfen unerlaubt kopiert werden. in der Patentschriften-Auslegestelle sind sogar Fotokopierer aufgestellt. Ein Kopierverbot von Patentschriften macht m.E. so wenig Sinn wie bei Gesetzestexten: die sind ja extra daf�r da, um m�glichst bekannt zu werden (damit klar wird, was den Gegenstand des Patentschutzes ausmacht). Bei Kunstwerken w�re es nat�rlich Plagiat. ... |> > Wenn ich entgeltlos nachdenke und |> > glaube zu brauchbaren Ergebnissen gekommen zu sein - dann bin ich |> > l�stig, wenn ich dar�ber ohne Patentanmeldung diskutiere? |> Wenn Du diejenigen, von denen Du letztlich Geld willst, zwingst nun auch |> noch Sch�lerzeitungen und Comichefte zu lesen. Das finden die nicht |> lustig. Patentschriften regelm��ig zu lesen ist schon �de genug -glaub |> mir, ich hasse das. was eigentlich wieder einmal mehr belegt, wie sinnvoll die Forderung ist, da� der Inhalt einer Patentanmeldung vorher nicht ver�ffentlicht sein darf. Der Verifikationsaufwand steigt einfach in's Unermessliche. .... |> > Wenn aber - wie die S�ddeutsche |> > Zeitung vor l�ngerer Zeit geschrieben hat - 97% aller Patente nie |> > genutzt werden. WELCHE Pfr�nde der Anmelder k�nnen denn �berhaupt noch |> > gesichert werden? Das sind gerade mal die �brigen drei Prozent. |> Das mit den 3 % Nutzung ist doch Journalistenk�se. Die Nutzung besteht |> in der Nichtanwendung. Der Wettbewerber darf es n�mlich nicht anwenden. |> .... Aber 3% ist l�cherlich. vor allen Dingen: 3% von was? von den angemeldeten oder erteilten Patenten? Innerhalb oder auch nach der Schutzfrist? Von welchen 3% davon sind Lizenzen verkauft worden? Oder in 3% der patentrelevanten Produkte sind wirklich Patente drin? 3% der Bauteile-St�ckzahl oder des anteiligen Umsatzes? Lizenzen-St�ckzahl oder Lizenzkosten? Was ist mit den Patenten in eigenen Produkte, wo nie Lizenzen nach drau�en erscheinen, weil man die logischerweise selber auswertet? Die Zahl 3% belegt f�r sich genommen eigentlich noch garnix. |> Raimund Detlef
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