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6 total messages Started by Martin Emmerich Tue, 28 Jul 1992 18:13
Knochenmarksspende
#32
Author: Martin Emmerich
Date: Tue, 28 Jul 1992 18:13
12 lines
916 bytes
Apropos Organspende:

Wie wird eigentlich die Knochenmarksspende durchgefuehrt, d.h.
welcher Prozedur muss sich der Spender im Ernstfall unterziehen?

Dass der Kompatibilitaetstest per Blutuntersuchung stattfindet,
habe ich inzwischen mitbekommen.
-- 
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   /  / _   __-/- o _    /-- __  __  _  __ o _ /_       me@grmbl.saar.de
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======== I've got the : Segmentation violation -- Core dumped blues. ========
Re: Knochenmarksspende
#52
Author: Holger Stegemann
Date: Thu, 30 Jul 1992 14:23
27 lines
1674 bytes
In <1992Jul28.181340.5300@grmbl.saar.de> me@grmbl.saar.de (Martin Emmerich) writes:

>Apropos Organspende:

>Wie wird eigentlich die Knochenmarksspende durchgefuehrt, d.h.
>welcher Prozedur muss sich der Spender im Ernstfall unterziehen?

>Dass der Kompatibilitaetstest per Blutuntersuchung stattfindet,
>habe ich inzwischen mitbekommen.

Vor einiger Zeit war mal ein Gesundheitsmagazin im Fernsehen, in dem das
gezeigt wurde. Soweit ich in Erinnerung habe, wird bei der Entnahme eine
Kanuele in einen Beckenknochen eingefuehrt und einige cl Knochenmark ent-
nommen. Das dauert nicht lange (max. 1 Tag im Krankenhaus), und man muss
noch etwa 2 Tage mit leichten Schmerzen rechnen.

Knochenmark darf man nicht mit Rueckenmark verwechseln, was haeufig 
geschieht. Eine Knochenmarkentnahme ist weitaus ungefaehrlicher und auch
weniger schmerzhaft. Wenn man bedenkt, dass mit dem passenden Knochenmark
Leben gerettet werden kann, sollte man sich schnellstens als Spender
registrieren lassen.

Holger
-- 
-------------------- holger@esfra.sub.org -------------------
Holger Stegemann                    100016.633@compuserve.com
Staedelstr. 8, W-6000 Frankfurt 70  Tel. 069 / 619047 (Voice)
Rueckenmarksspende??? (war: Re: Knochenmarksspende)
#5
Author: Charlotte Wehn
Date: Sat, 01 Aug 1992 01:59
39 lines
2371 bytes
In article <1992Jul30.142337.15356@esfra.sub.org> holger@esfra.sub.org (Holger Stegemann) writes:
>In <1992Jul28.181340.5300@grmbl.saar.de> me@grmbl.saar.de (Martin Emmerich) writes:
>
>>Apropos Organspende:
>
>>Wie wird eigentlich die Knochenmarksspende durchgefuehrt, d.h.
>>welcher Prozedur muss sich der Spender im Ernstfall unterziehen?
>
>>Dass der Kompatibilitaetstest per Blutuntersuchung stattfindet,
>>habe ich inzwischen mitbekommen.
>
>Vor einiger Zeit war mal ein Gesundheitsmagazin im Fernsehen, in dem das
>gezeigt wurde. Soweit ich in Erinnerung habe, wird bei der Entnahme eine
>Kanuele in einen Beckenknochen eingefuehrt und einige cl Knochenmark ent-
>nommen. Das dauert nicht lange (max. 1 Tag im Krankenhaus), und man muss
>noch etwa 2 Tage mit leichten Schmerzen rechnen.
>
>Knochenmark darf man nicht mit Rueckenmark verwechseln, was haeufig 
>geschieht. Eine Knochenmarkentnahme ist weitaus ungefaehrlicher und auch
>weniger schmerzhaft. Wenn man bedenkt, dass mit dem passenden Knochenmark
>Leben gerettet werden kann, sollte man sich schnellstens als Spender
>registrieren lassen.

(Ich hab den ganzen Artikel stehengelassen, weil ich denke, dass in
de.sci.medizin vielleicht auch noch wer was Konstruktives zur Knochenmarks-
spende sagen kann)

Aber nu:
Der letzte Teil klingt ja geradezu, als gaebe es auch eine Rueckenmarkspende.
Klingt fuer mich irgendwie seeeehr merkwuerdig. Oder gibt's irgendwelche
Gruende/Moeglichkeiten fuer eine Rueckenmarkentnahme?

lolo


* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
       lolo is Charlotte Wehn , email wehn@informatik.tu-muenchen.de
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   Nur die Goetter geh'n zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. (K.W.)
Re: Rueckenmarksspende??? (war: Re: Knochenmarksspende)
#6
Author: Christa Keil
Date: Sun, 02 Aug 1992 16:48
20 lines
1385 bytes
wehn@Informatik.TU-Muenchen.DE (Charlotte Wehn) writes:


>Der letzte Teil klingt ja geradezu, als gaebe es auch eine Rueckenmarkspende.
>Klingt fuer mich irgendwie seeeehr merkwuerdig. Oder gibt's irgendwelche
>Gruende/Moeglichkeiten fuer eine Rueckenmarkentnahme?

Aehm.. wie war das noch.. "Nebenfach Medizin"?

Rueckenmarkspenden sind eigentlich nur zwischen Blutsverwandten
moeglich (wenn ich das richtig in Erinnerung habe).

Ueblich z.Z. bei bestimmten Krebserkrankungen

(Wie war das noch....???? werden im Rueckenmark nich die weissen
Blutkoerperchen gebildet????? )
-- 
Wer eine Botschaft hat, sollte ein Telegramm schicken. Die Leute sollen
lernen, ihren eigenen Empfindungen zu vertrauen.            David Lynch
Christa.Keil@guug.de     zotty@teddy.sub.org       christa@germany.uucp
Re: Rueckenmarksspende??? (war: Re: Knochenmarksspende)
#8
Author: Ulf Andrick [Biologie]
Date: Mon, 03 Aug 1992 14:40
35 lines
2107 bytes
In article <1992Aug2.164854.22454@horga.ruhr.de>, christa@horga.ruhr.de
(Christa Keil) writes:
> wehn@Informatik.TU-Muenchen.DE (Charlotte Wehn) writes:
> 
> 
> >Der letzte Teil klingt ja geradezu, als gaebe es auch eine
Rueckenmarkspende.
> >Klingt fuer mich irgendwie seeeehr merkwuerdig. Oder gibt's irgendwelche
> >Gruende/Moeglichkeiten fuer eine Rueckenmarkentnahme?
> 
> Aehm.. wie war das noch.. "Nebenfach Medizin"?
> 
> Rueckenmarkspenden sind eigentlich nur zwischen Blutsverwandten
> moeglich (wenn ich das richtig in Erinnerung habe).
> 
> Ueblich z.Z. bei bestimmten Krebserkrankungen
> 
> (Wie war das noch....???? werden im Rueckenmark nich die weissen
> Blutkoerperchen gebildet????? )

Ich hatte bisher das Rueckenmark fuer einen Teil des Zentralnervensystems
gehalten. Durchtrennt man das Rueckenmark, so duerfte dies eine sog.
Querschnittslaehmung zur Folge haben.

Ich habe bisher noch nichts gehoert, dasz beim Menschen Uebertragungen 
von Teilen des Zentralnervensystems ueblich waeren. Was aber vorkommt, 
sind Rueckenmarkspunktionen zu diagnostischen Zwecken, bei denen Liquor
cerebrospinalis gewonnen wird, um Infektionen des ZNS zu erkennen.


Ulf R. Andrick                                  andrick@rhrk.uni-kl.de
Tierphysiologie
FB Biologie
Universitaet
D-W 6750 Kaiserslautern
Re: Rueckenmarksspende??? (war: Re: Knochenmarksspende)
#9
Author: Markus Kuhn
Date: Mon, 03 Aug 1992 15:21
45 lines
2506 bytes
christa@horga.ruhr.de (Christa Keil) writes:

>>Der letzte Teil klingt ja geradezu, als gaebe es auch eine Rueckenmarkspende.
>>Klingt fuer mich irgendwie seeeehr merkwuerdig. Oder gibt's irgendwelche
>>Gruende/Moeglichkeiten fuer eine Rueckenmarkentnahme?

>Aehm.. wie war das noch.. "Nebenfach Medizin"?

AAAAHHH! 6! Setzen! ;-)

>Rueckenmarkspenden sind eigentlich nur zwischen Blutsverwandten
>moeglich (wenn ich das richtig in Erinnerung habe).

>Ueblich z.Z. bei bestimmten Krebserkrankungen

>(Wie war das noch....???? werden im Rueckenmark nich die weissen
>Blutkoerperchen gebildet????? )

Das RUECKENMARK besteht ausschliesslich aus Nervengewebe. Am Rueckenmark
selbst wird so gut wie NIE ein Eingriff vorgenommen, da sich Axone
(aus denen Nervenfasern bestehen) in der Regel nicht mehr regenerieren und
der Patient auf Dauer an motorischen oder sensorischen Defiziten zu
leiden haette (bis zur Querschnittslaehmung). (Ausnahmen sind vielleicht
Tumorentfernungen an der Wirbelsaeule ...).

Durch das Rueckenmark ist also Dein Hirn mit fast allen bewusst steuerbaren
Muskeln und bewusst empfundenen somatosensorischen Rezeptoren verbunden.
Ferner verlaeuft in ihm ein Teil des vegetativen Nervensystemes.

Eingriffe in der Umgebung des Rueckenmarks betreffen hauptsaechlich
den Liquor (die Fluessigkeit, die das Rueckenmark umgibt) zu diagnostischen
oder anaesthesistischen Zwecken sowie die das Rueckenmark umgebende
Wirbelsaeule.

Gespendet wird bei bestimmten Blutkrebsarten das KNOCHENMARK in dem die
Leukozyten (weisse Blutkoerperchen) gebildet werden (normalerweise aus
dem Becken).

Markus
(Nebenfach Physiologie)

-- 
Markus Kuhn, Computer Science student -=-=- University of Erlangen, Germany
Internet: mskuhn@immd4.informatik.uni-erlangen.de  |  X.500 entry available
------------------ ISO?  Nicht immer. Aber immer ΓΆfter! -------------------
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