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Thread View: de.soc.recht.misc
11 messages
11 total messages Started by Geist der Wahrheit Wed, 30 Sep 2009 09:22
Manifest der Unvernunft
#95
Author: Geist der Wahrheit
Date: Wed, 30 Sep 2009 09:22
213 lines
13239 bytes
Manifest der Unvernunft

Esse

Themen:

1.Theoretische Grundlagen von Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus
2. Utopische Bedeutung der genannten Form der Gesellschaft
3. Misere der modernen Gesellschaft
  3.1. Wirtschaft
  3.2. Staat
  3.3. Politik
  3.4. Demokratie

1.Theoretische Grundlagen von Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus

Gemeinsamkeit der drei genannten Formen der Gesellschaft besteht in der 
Form des privaten Besitzes. Diese Aspekt findet seine Wurzeln in der 
wilden und barbarischen Verhaeltnissen der Steinzeitgesellschaft: wer 
sich mehr privaten Besitz eingeeignet hat, der hat auch hoeheren Rang in 
der Gesellschaft. Fazit. Moderne Gesellschaft unterscheidet sich von der 
Steinzeit kaum. 

Theoretischer Kapitalismus von Karl Marx

Der Kapitalist, Besitzer des Unternehmens, hat in seinem Besitz 
Betriebsmitteln und Kapital, und verfuegt ueber Arbeitskraefte. Ihm 
gehoeren auch alle hergestellte Guete und erwirtschaftetes Geld. Arbeiter 
haben in privatem Besitz bezueglich des Betriebs gar nichts. Im Betrieb 
wird durch Arbeit der Arbeitnehmer und Kapitalumschlag in Form Wahre-
Geld-Wahre Mehrwert erzeugt. Der Kapitalist ist Besitzer des Mehrwerts, 
des erwirtschaftetes Geldes, und allein entscheidet ueber seine 
Verwendung. Kapital ist das Geld, welche in Form Wahre-Geld-Wahre 
umgeschlagen wird.   

Sozialismus

Sozialismus unterscheidet sich vom theoretischen Kapitalismus nur in 
einem. Niemand darf Betriebsmitteln und Kapital im Besitz haben. Einziger 
Kapitalist ist sozialistischer Staat. 

Kommunismus

Kommunismus unterscheidet vom Sozialismus dadurch, dass niemand privaten 
Besitz ueberhaupt haben darf. Alles gehoert allen und gleichzeitig 
niemanden.

2. Utopische Bedeutung der genannten Formen der Gesellschaft

Unrecht des Kapitalismus besteht darin, dass gro�es Teil des 
erwirtschaftetes Geldes dem Arbeiter enteignet wird. Eine Gesellschaft, 
zu welchen Grundlagen Unrecht gehoert, ist eine Utopie, welche keine 
Zukunft hat. Widerspruch, welche durch Ursache(Arbeit des Arbeiters) und 
falsche Wirkung (Enteignung des Ergebnisses der Arbeit) verursacht wird, 
wird utopische Gesellschaft am Grunde zerstoeren. Es gibt kein Grund zu 
glauben, dass solche Bloedsinn lange dauern wird. Sozialismus und 
Kommunismus sind noch schlimmere Utopien, welche fatalen Folgen jedem 
bekannt sind. 

3. Misere der modernen Gesellschaft
3.1. Wirtschaft
 
Theoretischer Kapitalismus von Karl Marx hat nie existiert. Also, es gibt 
keine funktionierende Implementierung des Kapitalismus. Kann man sich ein 
Kapitalismus mit dem menschlichen Gesicht vorstellen? Nein. Im 
Bewusstsein erscheinen bezueglich Kapitalismus nur Raub- und deren 
Beutetiere. Kann man freie Marktwirtschaft fuer Regulator des 
Kapitalismus halten? Nein. Man stelle sich ein automatisches System, 
welche durch Rueckmeldungen eine vorhersagbare Entwicklung durchlaeuft. 
Gemae� der Automatentheorie muss so ein System geschlossen sein. Es muss 
theoretisch nur im geschlossenen Phasenraum sein Verlauf halten. 
Kapitalismus zusammen mit der freien Marktwirtschaft ist kein richtig 
funktionierendes automatisches System. Es gibt unzaehlige Faktoren, 
welche chaotisch durch die Grenze des angeblich automatischen Systems des 
Kapitalismus brechen. Also, freie Marktwirtschaft ist kein geeigneter 
Regulator des Kapitalismus, sonder Alles-Kaputt-Macher. Dazu kommen 
weitere Huerden. Management betruegt den Anleger und enteignet ihnen den 
Kapital und gro�es Teil des Umsatzes. Weniger und weniger Kapital wird im 
Umschlag geschickt, sondern im privaten Besitz der Betrueger, 
Scharlatanen und Hochstaplern aus Managementstaff landet. Es ist schon 
zur Mode geworden, Arbeiter, nach dem das Unternehmen die groe�ten 
Gewinne erzielt hat, auf die Strasse zu werfen und das Unternehmen in 
Insolvenz zu schicken. Ganze Situation wird auch dadurch verschlechtert, 
dass das Geld nicht, wie es in theoretischem Modell des Kapitalismus 
vorgesehen ist, wo das Geld nur die Rolle eines Umtauschmittels fuer 
Wahren und Dienstleistungen spielen darf, wobei Masse des Geldes ein 
aequivalent der Masse der Wahren und Leistungen ist, verwendet wird, 
sondern das Geld selbst zur Wahre gemacht wird, was Gehirnentzuendungen 
bei Bankiers und fatale Zerstoerungen der Wirtschaft zu Folge hat. Mann 
muesse auf der Stirn jedes Bankiers eine Taetowierung einbringen: Das 
Geld ist keine Wahre! Und, welches wirtschaftliche Modell charakterisiert 
moderne Gesellschaft? Das ist eine perverse Mischung von  Kapitalismus, 
Sozialismus und Kommunismus. ALG II Empfaenger leben in Kommunismus. Der 
Staat nimmt eine Mehrwertsteuer von jedem Verkauf, obwohl kein Betrieb im 
Akt des Verkaufs vorhanden ist, welche solchen Wert erzeuge. Also, der 
Staat ist ein perverser Kapitalist, und es stinkt nach Sozialismus. Ganze 
Karikatur wird mit der perversen Form des Kapitalismus, zu welchen 
Komponenten absolute Freiheit der Wirtschaft und unkontrollierte 
Geldspekulationen gehoeren, abgerundet. Nicht umsonst fuehlen sich 
Auskoemmlinge aus Sozialismus in solchem trueben Wasser sehr wohl. Der 
Erich Honecker ist tot! Es lebe Erich Honecker, weil seine Sache im 
Bundeskanzleramt weiter lebt!                

3.2. Der Staat.

Auch fuer Begriff Staat gibt es ein Modell. Was ein Staat theoretisch 
sein soll, lie�t man im Epoche machenden Werk von Friedrich Engels 
�Herkunft der Familie, des privaten Besitzes und des Staates.� Die 
wichtigsten Funktionen des Staates bestehen in der Verwaltung und 
Aufrechterhaltung der Gesellschaft. Also, Organe des Staates sollen, 
theoretisch gesehen, aus Dienern des Volkes bestehen. Jeder Buerger ist 
ein Herr des jeden Staatsbeamten. Kann man sich vorstellen, dass ein 
Kriecher ueber dem Herrn steht? Wie wir alle sehr gut wissen, der moderne 
Staat ist einer perversen auf dem Kopf stehenden Implementierung des 
Begriffes Staat zum Opfer gefallen. Also, es bieten sich folgende 
Parolen: �Nicht Buerger fuer den Staat, sondern Staat fuer den Buerger!� 
und �Nicht Staat steht ueber den Buergern, sondern Buergern stehen ueber 
dem Staat!�. Moderner Staat ist wie eine bloede Kuh, welche sich von der 
Leine abgerissen hat und  prescht sich ueber die alle Grenzen der 
Vernunft. Als Folge haben wir terroristische Einsatz im Ausland, 
Unterdrueckung der Buerger und Wegnehmen jedem einzelnen seine 
menschliche Wuerde. Der Staat wird zum Tyrann des eigenen Volkes.       

3.3. Politik

Politik ist Ideologie einer Bande der aufgeschlossenen Menschen, welche 
Motivation und Ziel darin besteht, an Macht und Geld zu kommen. Das 
Wichtigste ist aber die persoenliche Bereicherung. Politiker missbrauchen 
Macht, um Phaenomen der Politik aufrechtzuerhalten. Die wichtigste 
Motivation aller Parteien besteht darin, die Interesse einer oder anderer 
Macht und Geld habenden Gruppe der Bevoelkerung zu lobbieren. Genauso 
missbrauchen religioese Parteien die Macht, um zusaetzlich ausgewaehlte 
Religionen aufrechtzuerhalten, wodurch der Staat zu einem religioesen 
Staat gemacht wird. Also, Politik ist eine Diebessprache, welche dazu 
benutzt wird, den Staat und die Menschen auszubeuten. Sie verabschieden 
dabei Gesetze, welche ihnen helfen, ihre Ziele zu erreichen. Ein Stock 
hat immer zwei Enden, was Abgeordneten oft vergessen. Wer das Volk mit 
einem Ende schlaegt, der wird mit anderem Ende des Stockes immer 
zurueckgeschlagen. Wer unschuldige Menschen ausspionieren laesst, der 
wird als erster zum Opfer des eigenen Gesetzes fallen. Wer Wahlgesetze 
die Form der Vieheintreibung annehmen laesst, der wird als erster den Weg 
zum Schlachthof der Geschichte machen muessen. Die Gestaltung der Wahlen 
ist alles anderes als vernuenftig. Durch die Wahlen wird Vernunft zum 
Erschie�en verurteilt, in dem sie zu Erschie�ungswand eines Wahllokals 
gebracht wird, wo sie ihr letzter Wunsch durch Kreuzen in mageren und 
unuebersichtlichen Auswahl zum Ausdruck bringen muss. ueber 
Wahlkandidaten herrscht absolute Dunkelheit. Nirgendwo im Internet sind 
die Listen der Kandidaten fuer jedes Wahllokal zu finden. Kein Kandidat 
bewirbt sich, um gewaehlt zu werden. Nirgendwo findet man solche 
Bewerbungsunterlagen. Aus welchem Grund muss dieser oder jener Kandidat 
gewaehlt werden? Mindestanforderung besteht darin, dass ueber jeden 
Kandidat folgende Informationen fuer oeffentlichkeit zugaenglich sein 
muessen: Lebenslauf, politische Profil, Ausbildung, Arbeits- und 
Fuehrungszeugnisse und aussagekraeftige und ueberzeugende eigene 
Darstellung, warum er gewaehlt werden muss. Wir sind schlie�lich die 
Arbeitgeber jedes Kandidaten. Also, er muss alle Informationen ueber sich 
offen legen, weil abgeordnet zu werden, keine private Sache ist. Sattsam 
bekannte Wahl, Kreuz in der Wahlzettel, einer Partei ist absolute 
Unverschaemtheit. Waehler ist gezwungen, einen Sack zu waehlen, dessen 
Inhalt unbekannt ist. Es ist noch schlimmer, weil diese Stimme des 
Waehlers von Parteibonzen willkuerlich an die Parteigenossen 
weitergegeben wird, welche sonst nie gewaehlt werden konnten.   Somit 
werden Waehler fuer absolute Willkuer, Chaos und Missbrauch der Macht 
ihre Stimmen abgeben muessen. Was hier geschieht, ist rein Bolschewismus. 
Die Bolschewiken regieren dieses Land! Jede Bundestagwahl ist wie eine 
Oktoberrevolution des Jahres 1917, wenn das Ausma� sich geringer 
erscheinen laesst. Jeder Wahlsieg wird zu einer Katastrophe der 
Staatsverwaltung. Alles faengt nach dem beenden der Wahlen es richtig an. 
Und schon stroemen Horden der politischen Chingis Hanen durch die 
Korridore der staatlichen Macht und machen Kriegbeute in Schatzkammern 
des Staates. Gro�e und kleine Staedte der Staatsverwaltung und Kommunen 
sind fuer Auspluenderung der politischen Nomaden, Maden und Blutsaugern 
frei gegeben. Politische Nichts und Niemand lassen sich auf 
Fuehrungspositionen in der Staatsverwaltung und der Regierung 
katapultieren, fuer welche ausgebildete und erfahrene Beamten Jahrzehnten 
der Laufbahn geschuftet haben, um Karriereposition gemae� eigenen 
Bemuehungen, Ausbildung und Erfahrungen in Anspruch zu nehmen. Und dann 
kommt ein politischer Angeber und nimmt dem hart gearbeiteten 
Staatsbeamten seine Fuehrungsposition weg. Niemand ist berechtig diesen 
politischen Kommissaren zu fragen, ob sie fuer ausgewaehlte 
Fuehrungspositionen in der Staatsverwaltung und der Regierung geeignet 
sind, ob sie ueberhaupt ausgebildet waren oder aehnliche 
Fuehrungspositionen schon ausgeuebt haben, und mit welchem Erfolg. 
ueberall in Regierungen und Staatsverwaltungen sitzen politische 
Kommissare und verbreiten die Pest der Inkompetenz und der Unvernunft. 
Politik samt allen Parteien machen das schlimmste uebel der Zivilisation 
aus. Begriff Partei wird zum Synonym des schlimmsten Werkzeugs, welche 
auf ueblichste Weise gegen Menschen angewendet wird. Ein Gespenst wandert 
durch Europa! Gespenst der Parteilichkeit!

3.4. Demokratie

Wie viele Tausendjahre treibt der Begriff Demokratie sein Anwesen? Viele! 
So genannte Demokratie ist fast zu einer Religion mit dazu gehoerenden 
Luege, Heuchelei, Zynismus und dem Joch der Unterdrueckung der 
Bevoelkerung geworden. Vom Anfang an meinte man unter Demokratie Macht 
des Volkes. Damals zum Volk gehoerten nur Sklavenhalter und Senatoren des 
roemischen Senats, also, Minderheit, weil ueberwiegender Teil der 
Bevoelkerung aus Sklaven bestand. Es bleibt auch heute so. Demokratie ist 
Macht einer Minderheit, welche aus Reichen besteht, ueber die Mehrheit, 
welche Mitglieder ueber keinen Vermoegen verfuegen. De facto bedeutet 
Demokratie Macht der Tyrannen ueber dem Volk. Eines ist klar, das Volk 
muss sich von dem Joch der Demokratie befreien. Aber, erst muss ein 
besseres Konzept des gesellschaftlichen Aufbaus entwickelt werden und 
Verstand und Herzen von Menschen erobern. Das muss Regeln Nummer 1 der 
Gestaltung der Geschichte sein. Man zerstoert niemals das, was er im 
Moment hat, wenn er keinen besseren Ersatz in der Tasche hat. Wir stehen 
doch auf der Seite der Vernunft!       
 

Geist der Wahrheit 
Supergehirn des Universums
P.S. Reprint ist willkommen.  
Re: Manifest der Unvernunft
#96
Author: ANDREAS GUMTOW
Date: Wed, 30 Sep 2009 09:29
38 lines
2367 bytes
Am 30 Sep 2009 09:22:13 GMT schrieb Geist der Wahrheit:

> 3.4. Demokratie
> 
> Wie viele Tausendjahre treibt der Begriff Demokratie sein Anwesen?

Was stellst du dir als Alternative vor?


Freundliche Gr��e


Andreas Gumtow


-- 
Zehn Dinge, die Sie �ber Nazis wissen sollten 

1. Was ist Rechtsextremismus? �
http://www.netz-gegen-nazis.com/lexikontext/was-ist-rechtsextremismus-0
2. Was will die NPD? �
http://www.netz-gegen-nazis.com/artikel/das-programm-der-npd
3. Woran erkennt man einen Neonazi? �
http://www.netz-gegen-nazis.com/das-versteckspiel
4. Wie versuchen Nazis, den Fu�ball zu unterwandern? �
http://www.netz-gegen-nazis.com/lexikontext/neonazis-im-sport
5. Wer sind die "Autonomen Nationalisten"?
http://www.netz-gegen-nazis.com/lexikon/quotautonome-nationalistenquot
6. Ist Thor Steinar eine Nazimarke? �
http://www.netz-gegen-nazis.com/lexikontext/thor-steinar
7. Welche ist die beliebteste Naziband Deutschlands? �
http://www.netz-gegen-nazis.com/lexikontext/landser
8. Ist die Junge Freiheit eine rechtsextreme Zeitung? �
http://www.netz-gegen-nazis.com/artikel/ein-kommentar-zur-jungen-freiheit
9. Woher bekommt die NPD ihr Geld? �
http://www.netz-gegen-nazis.com/artikel/die-finanzen-der-npd
10. Warum huldigen Neonazis dem NS-Kriegsverbrecher Rudolf He�? 
http://www.netz-gegen-nazis.com/lexikontext/rudolf-hess
Re: Manifest der Unvernunft
#97
Author: Georg Karall
Date: Wed, 30 Sep 2009 22:58
84 lines
5544 bytes
"ANDREAS GUMTOW" <test@test.de> schrieb im Newsbeitrag 
news:136v0l6meaqas.1fdq356iwe32v.dlg@40tude.net...
> Am 30 Sep 2009 09:22:13 GMT schrieb Geist der Wahrheit:
>
>> 3.4. Demokratie
>>
>> Wie viele Tausendjahre treibt der Begriff Demokratie sein Anwesen?
>
> Was stellst du dir als Alternative vor?
>
>
> Freundliche Gr��e
>
>
> Andreas Gumtow
>

Gru� Euch

<das geht also �ber einen sehr weiten deutschen Sprachraum>

Der Titel Manifest der Unvernuft finde Ich nicht angebracht f�r die Inhalte 
die damit gebracht werden. Ich stimme zu dass etwas was man lange gew�hnt 
ist auch wieder Unzufriedenheit aufgrund von M�ngel hervorruft und damit die 
Suche nach besserem beginnt. Doch bis jetzt war es Vernunft da es das was 
zuvor unzufrieden gemacht hat abgel�st hat.

"Demokratie ist eine schlechte Regierungsform aber die beste die es gibt."

Den obigen Satz kann man h�ren und er ist g�ngig. Dass es nat�rlicherweise 
etwas schlechtes gibt und nichts besseres, kann man doch auch wenn man 
nichts besseres kennt mit einem positiven Zugang zur Wirklichkeit zu recht 
in Frage stellen.

Ich meine das was besser ist als die Demokratie ist das was den Weg 
fortsetzt der zur Demokratie gef�hrt hat. Dieser Weg f�hrte von 
alleinherrschenden K�nigen (und Kaisern) mit immer mehr Mitsprache von 
Adeligen, B�rgern und dann nahezu allen, zu eben den Demokratien die Wir 
heute haben.

Die R�mer nahmen Kaiser als das Reich schnell wuchs. Kaiser waren keine 
K�nige sondern Caesaren - Volkstribune auf Lebenszeit. Diese Caesaren, vom 
Volk gew�nschten Alleinherrscher, wurden nachdem die Germanen das 
(West)R�mische Reich �berrannten schlie�lich auf Betreiben der Kirche (Rom) 
mit der Mission als Deutsche Kaiser eingesetzt; die (die Kirche) kannten 
auch nichts besseres. Somit bekamen die Germanen als Sie das Deutsche Reich 
gr�ndeten und formten die r�mische Regierungsform und das waren nicht nur 
einfach K�nige sondern Caesaren und damit zumindest dem Namen nach Herrscher 
die das Volk wollte und die in der r�mischen Demokratie wurzelten.

�ber Alternativen zur Demokratie kann man reden, spekulieren.

Ich verweise da auf das was Platz greift und womit es auch keine schwierigen 
Umstellungsprobleme gibt wie einen Umsturz. Es ist Entwicklung die 
weitergeht. Die einzelnen Mitglieder der Staaten werden immer selbst�ndiger. 
Was dabei wenig bewusst ist und wahrgenommen wird, ist f�r Sich 
'Hoheitsrechte' in Anspruch zu nehmen. Das Herrschen von Regierungen �ber 
V�lker soll immer unwichtiger werden. Der B�rger wird selbst�ndig, will 
immer weniger Einmischung in sein Tun und nimmt auch mehr 'Verantwortung' 
wahr. Die real verfasste Staatsform, Republik und Demokratie soll �ber die 
Zeit immer mehr gelockert und umgestellt werden in Richtung Freiheit bis 
Regierungen und Staaten ganz wegfallen. Regieren ist nicht nur eine Frage 
des oben befiehlt unten sondern auch viele wollen einige die Sie 
koordinieren. Da ist auch die Frage wie weit die Menschen Sich koordinieren 
lassen und zuk�nftige Generationen k�nnen Sich auch die Frage stellen wie 
Sie nun das haben wollen. Das ist eben eine Frage einigen Sich einige 
Verfassungsexperten darauf oder kommen da viel mehr �berein. Grunds�tzlich 
gehe Ich sogar davon aus dass der Weg weiter in Richtung Freiheit geht und 
dass das was der Demokratie folgt eine Gesellschaft ist die Ich bezeichne 
mit: offene Gesellschaft. Diese Gesellschaft verlangt zu ihrem erfolgreichen 
Bestehen dass die einzelnen so weit kompetent sind dass Sie Sich selber auch 
die Regierung sind. Daf�r sind Sie sogar als einzelne Menschen frei und 
unabh�ngig, ein Mensch ist ein Staat. Es er�brigt Sich so auch eine 
schriftliche Verfassung dieser Gesellschaft bis zum Wegfall von Gesetzen. 
Dass es zu dieser Gesellschaft kommt ist glaube Ich einfach die Entwicklung. 
Das was diese Gesellschaft(en) alles ausmachen wird wenn man betrachtet was 
heute schon alles ist beschreibe Ich nicht. F�r die Arbeit der heutigen 
Regierungen finde Ich ist es wichtig den Blick von einer Super-EU 
wegzunehmen auf die eigenen Leute hin und an diese Kompetenz und 
Verantwortung abzutreten. EU soll kein Super-Staat sein sondern f�r Europa 
gesprochen ein internationaler Raum in dem der Wegfall, oder sagen Wir nicht 
Wegfall sondern sagen Wir ein Ablegen der Staaten vorbereitet und begonnen 
wird.
Re: Manifest der Unvernunft
#98
Author: Helmut Richter
Date: Thu, 01 Oct 2009 09:31
41 lines
3564 bytes
On Thu, 1 Oct 2009, Ludger Averborg wrote:

> Es muss ja auch nicht unbedingt eine Alternative zu Demokratie sein,
> aber es muss allemal nach einer besseren Alternative zur derzeitigen
> repr�sentativen Demokratie unserer Verfassung gesucht werden.

Auch f�r Demokratie gibt es so etwas wie einen Markt: man tut, was sich 
lohnt. Welchen Nutzen haben die Parteien, wenn sie w�hrend der 
Legislaturperiode die B�rger �ber die anstehenden Fragen informieren, die 
Argumente und Gegenargumente zusammentragen, verst�ndlich darstellen und 
bewerten (muss gar nicht "ausgewogen" sein; die anderen machens ja auch 
aus ihrer Sicht) und auf diese Weise erl�utern, wie sie zu ihrem 
Abstimmungsverhalten kommen? Gar keinen: es macht schweinisch viel Arbeit 
und bringt nicht nennenswert zus�tzliche Stimmen ein. Auf der anderen 
Seite h�tte eine Partei wohl die Ressourcen, das zu tun -- wenn nicht, 
dann reichts auch nicht dazu, �berhaupt begr�ndete Entscheidungen zu 
treffen.

Bevor man das ganze System durch ein anderes ersetzt, von dem keiner wei�, 
ob es besser ist, sollte man versuchen, erstmal das jetzige zum Laufen zu 
bringen. Frage: wie kann man die Parteien dazu k�dern, die Transparenz zu 
erm�glichen, die zum Funktionieren des jetzigen Systems notwendig w�re?

Volksabstimmungen sind ein m�glicher Weg -- wieder nicht als Ersatz f�r 
das Regieren der Regierung, sondern als Kontrollorgan: kann die Regierung 
ihre Entscheidungen vorher nicht mit den B�rgern abstimmen und hinterher 
nicht transparent darstellen, riskiert sie, dass die B�rger dagegen 
entscheiden. In der Schweiz scheint das ganz passabel zu funktionieren.

Eine funktionierende Presse, die nicht von den Politikern 
Schwarz-Wei�-Denken erwartet (eine Partei, in der es zwei Meinungen zu 
einem Thema gibt, bietet laut Presse "ein Bild der Zerissenheit"; jede 
Wahl mit mehr als einem Kandidaten ist eine "Kampfabstimmung"), k�nnte 
auch zur Differenzierung beitragen.

Sicher gibts noch mehr Dinge, die es f�r die Parteien lohnend erscheinen 
lassen w�rden, die B�rger einzubeziehen. Da w�rde ich suchen, nicht bei 
einem anderen "System".

-- 
Helmut Richter
Re: Manifest der Unvernunft
#99
Author: Wolf Stringhammer
Date: Thu, 01 Oct 2009 11:09
28 lines
2364 bytes
"Helmut Richter" schrieb:

> Bevor man das ganze System durch ein anderes ersetzt, von dem keiner wei�,
> ob es besser ist, sollte man versuchen, erstmal das jetzige zum Laufen zu
> bringen. Frage: wie kann man die Parteien dazu k�dern, die Transparenz zu
> erm�glichen, die zum Funktionieren des jetzigen Systems notwendig w�re?

Informieren kannst Du Dich schon heute. Allerdings sind die meisten
Angelegenheiten sehr komplex.

> Volksabstimmungen sind ein m�glicher Weg -- wieder nicht als Ersatz f�r
> das Regieren der Regierung, sondern als Kontrollorgan: kann die Regierung
> ihre Entscheidungen vorher nicht mit den B�rgern abstimmen und hinterher
> nicht transparent darstellen, riskiert sie, dass die B�rger dagegen
> entscheiden. In der Schweiz scheint das ganz passabel zu funktionieren.

Wird das Ergebnis wirklich besser, wenn die in den Sachfragen stets
krassen Laien �fter entscheiden?

> Eine funktionierende Presse,

Glaubst Du wirklich, dass die "Presse" komplexe Sachverhalte objektiv
darstellen kann? Selbst ein Handelsblatt stellt wirtschaftliche Zusammen-
h�nge oft v�llig falsch dar (falsch etwa in dem Sinne, dass Theorien
einfach falsch dargestellt werden).

W.
Re: Manifest der Unvernunft
#100
Author: Helmut Richter
Date: Thu, 01 Oct 2009 11:59
19 lines
2213 bytes
On Thu, 1 Oct 2009, Wolf Stringhammer wrote:

> "Helmut Richter" schrieb:

> > Volksabstimmungen sind ein m�glicher Weg -- wieder nicht als Ersatz f�r
> > das Regieren der Regierung, sondern als Kontrollorgan: kann die Regierung
> > ihre Entscheidungen vorher nicht mit den B�rgern abstimmen und hinterher
> > nicht transparent darstellen, riskiert sie, dass die B�rger dagegen
> > entscheiden. In der Schweiz scheint das ganz passabel zu funktionieren.
> 
> Wird das Ergebnis wirklich besser, wenn die in den Sachfragen stets
> krassen Laien �fter entscheiden?

Das w�re so, wenn dann das Volk regiert *statt* der Regierung: vermutlich 
Chaos. Ich meinte eher sowas wie in 
http://de.wikipedia.org/wiki/Vernehmlassung beschrieben.

-- 
Helmut Richter
Re: Manifest der Unvernunft
#101
Author: Wolf Stringhammer
Date: Thu, 01 Oct 2009 12:51
16 lines
1867 bytes
"Helmut Richter" schrieb:

>> Wird das Ergebnis wirklich besser, wenn die in den Sachfragen stets
>> krassen Laien �fter entscheiden?
>
> Das w�re so, wenn dann das Volk regiert *statt* der Regierung: vermutlich
> Chaos. Ich meinte eher sowas wie in
> http://de.wikipedia.org/wiki/Vernehmlassung beschrieben.

Kompetente Anh�rungen gibt es doch bei uns auch, noch und n�cher.
Nur ein Beispiel:

http://www.bmj.de/enid/53e8cae480e34b5a8d41884beb7b7222,c1b2c85f7472636964092d0935323933/Die_GmbH-Reform/Ablauf_des_Gesetzgebungsverfahrens_1ff.html

W.
Re: Manifest der Unvernunft
#90
Author: Helmut Richter
Date: Fri, 02 Oct 2009 06:20
25 lines
2858 bytes
On Thu, 1 Oct 2009, Ludger Averborg wrote:

> Es geht ja prim�r gar nicht ums Regieren (um die Exekutive) sondern um
> die Legislative. Nat�rlich kann man auch da mutma�en, dass das Volk
> das auch nicht "kann". Nur w�re das dann wohl eine ganz klare Absage
> an die Idee der demokratischen Staatsf�hrung: das Volk ist zu dumm,
> �ber die richtigen Gesetze zu entscheiden, wie soll dann �berhaupt
> eine Demokratie sinnvoll sein?

Das Volk ist nicht zu dumm, sondern hat keine Zeit, sich in die Details 
des 5. Anpassungsgesetzes zur Neuregelung der au�erbetrieblichen 
Leistungsversorgungsversicherung einzuarbeiten. Deswegen kommen sie ihrer 
demokratischen Mitwirkungspflicht so nach, dass sie Leute ausw�hlen, die 
daf�r mehr Zeit haben, die sogenannten Abgeordneten. Ich sehe da nichts 
prinzipiell Undemkratisches.

> (Man erinnere sich: auch in Athen, im Mutterland der Demokratie hatte
> die Mehrzahl der Einwohner nichts zu vermelden sondern nur die
> "Vollb�rger")

Eben jene, die Zeit f�r die Politik hatten. Das waren sozusagen die 
Abgeordneten jener Tage -- nur dass die eben nicht gew�hlt wurden.

-- 
Helmut Richter
Re: Manifest der Unvernunft
#91
Author: Georg Karall
Date: Fri, 02 Oct 2009 21:00
20 lines
1885 bytes
"Helmut Richter" <hhr-m@web.de> schrieb im Newsbeitrag 
news:Pine.LNX.4.64.0910011356260.4391@lxhri01.lrz.lrz-muenchen.de...
> On Thu, 1 Oct 2009, Wolf Stringhammer wrote:
>
>
> Das w�re so, wenn dann das Volk regiert *statt* der Regierung: vermutlich
> Chaos.
>

Das glaube ich nicht. Zumindest nicht jedenfalls. Man kann gegen�ber einer 
Autorit�t, die alles f�r einen macht, leicht unvern�nftig sein. Wenn man 
diese Autorit�t aber einmal nicht mehr hat und auf sich selbst gestellt ist 
man vern�nftig.


> -- 
> Helmut Richter

Georg Karall
Re: Manifest der Unvernunft
#92
Author: Georg Karall
Date: Fri, 02 Oct 2009 21:11
28 lines
2359 bytes
"Helmut Richter" <hhr-m@web.de> schrieb im Newsbeitrag 
news:Pine.LNX.4.64.0910011356260.4391@lxhri01.lrz.lrz-muenchen.de...
> On Thu, 1 Oct 2009, Wolf Stringhammer wrote:
>
>> "Helmut Richter" schrieb:
>
>> > Volksabstimmungen sind ein m�glicher Weg -- wieder nicht als Ersatz f�r
>> > das Regieren der Regierung, sondern als Kontrollorgan: kann die 
>> > Regierung
>> > ihre Entscheidungen vorher nicht mit den B�rgern abstimmen und 
>> > hinterher
>> > nicht transparent darstellen, riskiert sie, dass die B�rger dagegen
>> > entscheiden. In der Schweiz scheint das ganz passabel zu funktionieren.
>>
>> Wird das Ergebnis wirklich besser, wenn die in den Sachfragen stets
>> krassen Laien �fter entscheiden?
>

Jemand der keine Ahnung hat, der kann auch einsehen dass er dabei besser 
nicht oder nicht so einfach entscheidet. Wenn er verantwortlich ist l�sst er 
sich von den Experten das ausf�hrlich erkl�ren und entscheidet dann nach 
seinem Bedarf.

> -- 
> Helmut Richter

Georg Karall
Re: Manifest der Unvernunft
#93
Author: FritzS
Date: Sat, 03 Oct 2009 05:24
28 lines
2492 bytes
Georg Karall schrieb:

> "Demokratie ist eine schlechte Regierungsform aber die beste die es gibt."
> 
> Den obigen Satz kann man h�ren und er ist g�ngig. Dass es nat�rlicherweise 
> etwas schlechtes gibt und nichts besseres, kann man doch auch wenn man 
> nichts besseres kennt mit einem positiven Zugang zur Wirklichkeit zu recht 
> in Frage stellen.
> 
> Ich meine das was besser ist als die Demokratie ist das was den Weg 
> fortsetzt der zur Demokratie gef�hrt hat. Dieser Weg f�hrte von 
> alleinherrschenden K�nigen (und Kaisern) mit immer mehr Mitsprache von 
> Adeligen, B�rgern und dann nahezu allen, zu eben den Demokratien die Wir 
> heute haben.

Hier hat uns jemand einen Spiegel vorgehalten - so wie eben Spiegeln 
sind - sie zeigen nicht die tats�chliche Realit�t (die �reine Realit�t� 
werden wir nie begreifen ...) - IMHO es sollte ein Denkansto� sein �ber 
unser jetziges politisches System nachzudenken und vieles zu 
hinterfragen, nicht Alles und Jedes kritiklos hinzunehmen ....

"Demokratie ist eine schlechte Regierungsform aber die beste die es 
gibt." ..... Aber wir wissen nicht ob es nicht doch eine andere, bessere 
Form eine demokratischen Ordnung gibt .....

-- 
VLG
Fritz Stockhammer
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