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Article #343Re: bzgl. *.dbp.de (leider lang!)
From: Dave Morton
Date: Thu, 15 Nov 1990 11:12
Date: Thu, 15 Nov 1990 11:12
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In article <2194@opal.cs.tu-berlin.de>, axel@coma.cs.tu-berlin.de (Axel Mahler) writes: |>Ich habe nichts gegen OSI-Protokolle! Ich habe was gegen die Art und |>Weise wie diese durchgesetzt werden sollen. Die Vorgehensweise des DFN |>ist falsch. Fuer mich sieht es so aus als seien die Executives im DFN |>der irrigen Ansicht, dass ISO/OSI dienstemaessig mit nicht |>(ISO-)standardisierten Protokollen (EARN/Internet) vergleichbar sei |>und die Verwendung von EARN/Internet etc. aus boesem Willen |>entspringe. Beides ist nicht der Fall! Eine OSI-Migration die vom |>Effekt her auf "pulling the plug" hinauslaeuft (wieviel-hundert |>Teilnehmer konnte man gleich mit X.400 erreichen ? Wieviel Handvoll |>sites erreichte man noch mit FTAM ? ;-) ist nicht akzeptabel. |> Gegen OSI-Protokolle habe ich auch nichts. Die Migration ist ein Sache von Erfahrung sammeln und Manpower einsetzen - beides sind kaum vorhanden zur Zeit. Deshalb haben Sie Recht und dass muss begreifen werden. Auf Morgen werden wir nicht alle OSI einsetzen. Na gut, vielleicht X.400 und X.500 aber doch nicht mit OSI darunter, und nicht gleich. |>Den AnwenderInnen ist es letztlich egal ob in ihrer Maschine TCP/IP, |>BSC oder OSI drin ist -- fuer sie kommt es auf die Verfuegbarkeit von |>Diensten an, sonst nix! Polemisch gesagt ist es mit dem DFN genau |>andersrum: Verfuegbarkeit von Diensten spielt keine Rolle, solange es |>nur OSI ist Genau so ist es, wer kann den schon seine Anwender zumuten was neues zu geben damit die spielen koennen. Anwender wollen nicht spielen sondern Arbeiten. Mehr als 99% der Anwender wissen nicht einmal was OSI oder TCP/IP sind. Ist doch Wurst - Hauptsache die Dienste funktionieren jetzt, und nicht in ein Paar Jahren. |>[Betr. Internet] |>>Na. Das ist ja auch so eine Sache. Auf europaeische Ebene wird das IXI als |>>X.25 Wissenschaftsnetz aufgebaut. Nur hat irgendwie anscheinend das DFN |>>durchgedrueckt, dass ueber die Auslandsverbindungen des WiN nur OSI-Dienste |>>laufen koennen. Mensch darf also aus Erlangen sich Daten mit ftp holen, |>>nach England braucht mensch aber brav seine FTAM Implementation. In wie |>>weit das ueberhaupt technisch durchsetzbar ist, weiss ich garnicht. Nur habe |>>ich dies von mehreren offizielen (administrativer und technischer Art) |>>bestaetigt bekommen. Finde ich auch Schade besonders da wir sehr viel mehr Kontakte im Europaeischen Ausland haben als innerhalb Deutschlands. Das macht IXI fuer uns fast nutzlos. Was hindert denn ein DFN Mitglied eine TCP/IP Verbindung ueber IXI mit dem Ausland zu machen ? Der Post/PTT oder wer ? |> |>>Inzwischen gibt es einige die auf der Basis arbeiten wollen: DFN einfach |>>ignorieren. Wie lange DAS allerdings gut gehen wuerde ... |>> |>Man darf DFN nicht ignorieren. Der Verein ist enorm wichtig -- nicht nur, |>weil er die gesamten Vernetzungsmittel des BMFT verwaltet, sondern weil |>er auch von der Idee her (Anwendervereinigung) sinnvoll ist. Man muss sich |>aber mit den vorhandenen Problemen die es mit dem Verein und einigen seiner |>Vertreter gibt auseinandersetzen. Das hat mich wirklich gewundert. Ich war stets die Meinung dass ein Verein fuer die Mitglieder da sein ist. Bei der Workshop in Berlin vor zwei Wochen habe ich den Eindruck bekommen dass die Mitglieder alle Sauer sind und keine von DFN hoert richtig zu.... Es scheint als ob der DFN die Mitglieder diktiert was zu tun ist statt umgekehrt....Very strange indeed.... Vielleicht da ich das erste Mal dabei war habe ich was misverstanden. Ich komme ja nicht aus Deutschland... |>Um mal was versoehnliches zu sagen: die DFN Offiziellen sind ja auch |>nur Menschen und letztlich sicherlich nicht boeswillig. Wie sollen sie |>denn richtig und im Interesse der Netzanwender handeln, wenn sie |>keinen Feedback (d.h. u.U. auch "Pruegel" und Unmut) bekommen ? Ein |>Problem mit den Kommunikationsstrukturen des Vereins ist, dass meist |>nur Rechenzentrumsleiter/-leitungen mit dem DFN Kommunizieren, fast |>ueberhaupt keine Anwender (Wissenschaftler). Ich moechte mal vermuten |>(Achtung: Wespennest ?!) dass auch in vielen Rechenzentren kein |>ausreichendes Verstaendnis fuer die Beduerfnisstrukturen der |>Netznutzer vorhanden ist. Hierin sehe ich eine der Hauptursachen fuer |>die gegenwaertigen Probleme. Dass stimmt nicht ganz. Ich glaube dass sehr viele RZ Leiter, mit dem ich gesprochen haben, eine sehr gute Ahnung haben was die Benutzer benoetigen. Viele waren in Berlin dabei. Es mag sein dass der DFN RZ-Leute nicht glauben da RZ-Leute keine richtige "Anwender" sind :- Dave Morton, European Computer Research Centre Tel. + (49) 89-92699-139 Arabellastr 17, 8000 Munich 81. Germany. Fax. + (49) 89-92699-170 E-mail: dave@ecrc.de
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